Tierhilfe im Ausland?

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  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #1
Sunrise93

Sunrise93

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Leider habe ich mir schon von vielen Leuten anhören müssen, dass es Schwachsinn sei, Tiere aus dem Ausland nach Deutschland zu holen und sie dort zu vermitteln. Aber ich bin da ganz anderer Meinung! Na gut, die Tierheime hier sind auch größtenteils überfüllt, aber wenigstens werden sie hier nicht nach 2 Wochen umgebracht, so wie bsw. in den Tötungsstationen. Das Problem ist, dass Tiere im Ausland nicht so wergeschätzt werden wie hier. Anstatt die Hunde und Katzen zu kastrieren, werden sie umgebracht, da dies wesentlich weniger Aufwand ist. Also, was haltet ihr davon? Helft ihr den Tieren im Ausland?

Liebste Grüße
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #2
Habe meinen Hund auch aus dem Ausland und bereue es in keinster Weise. Die Zustände sind mit denen in deutschen Tierheimen einfach nicht zu vergleichen.

Dennoch bin ich der Meinung dass der wichtigste Schritt hierbei ist, die Kastrationsprogramme im Ausland zu unterstützen, denn nur so kann man überhaupt auf lange Sicht gesehen dem vielen Hundeelend in den verschiednen Ländern entgegenwirken.

LG
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #3
Ich hatte hier auch schon ein paar Pflegis aus Spanien. Tolle Hunde.. Klar gibt es die hier auch, aber ich denke hin und wieder sollten die Auslandshunde auch eine Chance bekommen. Im Ausland sieht es meits schlimmer aus als hier.. Hunde (auch andere Tierchen) werden einfach mal in nem Müllcontainer entsorgt, Welpen werden erschlagen oder ertränkt, sie werden auf die Straße gesetzt oder in Tötungsstationen gebracht wo sie ein paar Tage Zeit haben ein neues Zuhause zu "finden". Mir ist relativ egal aus welchem Land mein (Pflege-)Hund kommt. Hauptsache er findet hier ein schönes Zuhause und in der Auslandstierhilfe kann ein neues Hundchen nachrücken.
"Nur" mit Vermittlungen kann man natürlich kaum was ändern.. Am meisten fehlt es an den Kastrationen und Versorgung, es fehlt halt das Geld.. Ich sammle momentan Leinen, Halsbänder usw für die TierhilfeCostaBlanca. Geld hab ich leider keins, aber ich bin mir sicher, damit ist auch etwas geholfen ;)

Ist glaub etwas durcheinander geraten....^^"
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #4
Ich finde es echt toll, dass ihr meiner Meinung seid. :)

Die meisten Menschen aus dem Ausland haben auch eine total falsche Einstellung. Sie wollen sich nichtmal die Mühe geben, irgendwas zum Positiven zu verändern. Da gibt es leider nur wenige. :(
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #5
Guten Morgen,

ich kann jene Stimmen durchaus verstehen die da sagen dass es genug Hunde in Deutschland gibt die ebenso ein Zuhause benötigen, keine Frage.
aber wie Überdosis schon sagte, die Zustände sind kaum vergleichbar.
Es ist tatsächlich so dass es in vielen europäischen Ländern Tötungsstationen gibt- Hunde werden dort nach kurzer Dauer auf grausame Art und Weise hingerichtet. Teilweise werden sie bei lebendigem Leibe ins Feuer geschmissen und dies in großem Stil.
Das eigentliche Hauptproblem, eben die Vermehrung der vielen Straßenhunde , das geht kaum einer an.
Es ist ja so viel einfacher und vor allem billiger Tötungstationen zu bauen :evil:
Und wenn dann mal eine kleine chance besteht dem ganzen Elend wenigstens einen kleinen Schritt entgegen zu wirken dann scheitert es an ein paar Stimmen.
Siehe hier:
Bitte vorsichtig sein beim Lesen und bei den Bildern, sind sehr heftig.
Quelle: Pfotenhilfe-Europa

Und mir ist es auch egal was andere Leute sagen und glaub mir es gibt einige die absolut gegen das Nachhause holen ausländischer Tiere sind. Wie gesagt, ich verstehe ihr Argument wegen der in deutschen Tierheimen wartenden Tiere durchaus - jedoch ändert dies nichts an meiner Einstellung zum Auslandstierschutz.
Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen- was nicht heißt dass ich unser ansässiges Tierheim nicht auch mit Sachspenden unterstütze.
Ich gebe was mir möglich ist, leider ist es für mein Empfinden viel zu wenig. (Ich hoffe ja immer noch auf einen Sechser im Lotto, wenn dem so ist *hoff und Daumen drück* dann gehen wir mal gemeinsam Extremshopping machen für die Ungarn- und Spanienhunde, gell Überdosis ;) )

Und solange wird eben getan was möglich ist, Flyer verteilen , Sachspenden sammeln etc.

Und die schönste Bestätigung dass es richtig ist liegt jetzt grade vom Gassi gehen müde und zufrieden auf meiner Couch und schnarcht vor sich hin :D
 

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  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #6
Oh nein, soetwas finde ich immer ganz schrecklich. Wie kann man Tieren das antun? :evil:
Ich bekomme da immer sooo einen Hass auf diese Menschen!

Dein Hund ist total süß. :)
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #7
Bevor wir Jerry bekommen haben, wusste ich gar nicht wie schrecklich es den Tieren im Ausland meist geht.
Dann hat mein Vater ihn auf einer Tierhilfenseite entdeckt und ab da hab ich mich mit dem Ganzen mehr beschäftigt und ich war schon fertig über die ersten "Erkenntnisse". Leider war Jerrys Tierhilfe nicht gerade das Musterbeispiel einer Tierhilfe (sehr nachlässig bei den Untersuchungen von diversen krankheiten...naja...anderes Thema) aber eine Bekannte von mir arbeitet bei einer Tierhilfe in Spanien und so sammel ich auch regelmäßig im Freundes- und Bekanntenkreis. Eine sehr gute Freundin schickte mich zu einer TÄ die regelmäßig von anderen Ärzten Op-Utensilien wie Tupfer und Verbände, die nicht mehr gebraucht werden, abholt (in anderen Ländern, da ist man ja nicht so penibel *g*). Die kommen mir dann alle 2 Monate zu. Das wirkt im ersten Moment immer soviel, aber wenn man sich dann wieder bewusst wird, wie schnell alles leer ist (die Tierhilfe teilt auch gern auf andere bedürftige Tierhilfen auf), relativiert sich das schnell ;)
Ich finde das Kastrationsprogramm auch sehr wichtig, denn anders lässt sich das Elend ja kaum eindämmen. Erst letztes Jahr in meinem Urlaub, musste ich wieder eine hochschwangere Hündin beobachten, wie sie nach Essen gebettelt hat. Habe sie zwar bei einer Tierhilfe gemeldet, aber hab trotzdem geheult wie ein Schlosshund... mein armer Freund *lach*
Das schlimme ist, wenn man weiß, was in den Ländern abgeht, guckt man nochmal deutlicher hin ob man was sieht. So ist es zumindest bei mir so... Ich fürchte meine bessere Hälfte fährt nicht mehr mit mir in den Urlaub *g*

Auch ich kann die Leute verstehen die sagen, dass wir hier schon genug Hunde haben. Ich würde es auch nie ausschließen, einen Hund aus unseren Tierheimen zu holen. Bei uns wurde immer nach Gefühl entschieden und nicht "es muss ja schnell ein Auslandshund sein". In der Regel haben wir sogar zuerst in unseren Tierheimen geschaut, weil zuerst die Debatte stand einem älteren Hund einen Platz zu geben.

Hanna ist übrigens auch ein Nachkomme von einem Straßenhund (aus Polen). Er wurde von lieben Menschen aufgenommen und gepäppelt und als dank hat er dann die Nachbarshündin geschwängert :mrgreen:
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #8
Ich bin gegen das Reinzerren von Hunden und Katzen aus zwei Gründen:
1. Unsere Tierheime platzen aus den Nähten.
2. Und das ist der wesentlich wichtigere Punkt: bevor dieses ganze Importieren losging waren Krankheiten wie Giardien, Leishmanien, Leptospiren, Dirofilarien und Babesien Krankheiten die Hunde nur bekamen, wenn sie in den Urlaub mitgenommen worden sind. Inzwischen bekommen es auch Hunde, die nie weg waren.
Dazu kommt noch, dass extrem viele, der eingeführten Hunde und Katzen nicht geimpft sind. Ich hab längere Zeit in Osteuropa gelebt und weiß welches Schindluder getrieben wird. Den meisten Tierschutzorgas ist es wurscht, ob die Tiere nen korrekten Impfschutz haben, sie gehen zum Tierarzt und lassen die Impfung vordatieren. DAS ist Standard da drüben. Die Tiere sollen möglichst schnell aus den Tierheimen und Tötungsstationen raus und anders geht es fast gar nicht, weil sich die meisten dort auf keine Diskussionen einlassen. Sie müssen vier Wochen warten? Pech gehabt, bis dahin ist das Vieh schon eingeschläfert. Entweder jetzt oder gar nicht.
Und da gibts entweder die Möglichkeit Pflegeplätze für 4 Wochen im Land zu finden oder beim Tierarzt die Impfung vordatieren lassen.
 
  • Tierhilfe im Ausland? Beitrag #9
Huhu,

ich sehe das Ganze Auslandsgedöns auch recht kritisch, einfach weil es immer mehr Orgas werden, die Wege werden undurchsichtiger, die Tiere immer und immer mehr, aber das ist meiner Meinung nach wie die Sache mit den Züchtern und den Vermehrern...

Menschen, die sich gut informieren und sich Zeit lassen werden sicher eine Orga finden, die mit örtlichen Pflegestellen arbeitet, denen es um einzelne Schicksale geht nicht um die Masse zu rettender Tiere, die auch im Ausland Aufklärungsarbeit leistet und als erstes Ziel hat die Lage der Tiere vor Ort zu verbessern und nicht die Tiere außer Landes zu schaffen...ja solche Orgas gibt es, auch wenn man etwas genauer gucken muss und sich etwas mehr informieren muss!!!

Meine Hunde sind alle aus dem Ausland und ich bereue es sicher nicht!
Einen Podi aus dem Tierschutz kriegt man nur aus Spanien, meine "Kleine" war ein TH-Fundhund und es stellte sich erst später raus, dass sie aus Spanien kommt und mein Pflegi kommt aus Malta (als akuter, kranker Notfall, dem Vorort tierärztlich nicht geholfen werden konnte)...
 
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