Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht

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  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #1
RatzenKatze

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Hi,
vielleicht habt ihr es gestern auch gesehen: Im WDR "Tiere suchen ein Zuhause" kam eine Reportage über italienische Tierschützer.
Demnach wollen italienische TS verhindern, dass Deutsche dort eigene Tierheime betreiben und Hunde nach Deutschland vermitteln, weil sie (angeblich) denken, dass die Hunde dort in Versuchlabors landen. Die ganze ital. Bevölkerung ist jetzt natürlich gegen die Transporte. In Wirklichkeit geht es vielen (nicht allen!) "Tierschützern" dort aber nur darum, ihre Tierheime möglichst voll zu kriegen, weil sie pro Tier von der Gemeinde eine Vergütung bekommen. Ausgewachsene Tiere oder welche mit Handicap haben dort keine Chance auf Vermittlung.
Hier die Zusammenfassung:
Wie kann es sein, dass Leute, die doch das gleiche Ziel haben, so wenig mit einander kommunizieren? Es geht doch um das Wohl der Tiere, oder nicht??
Ratzenkatze
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #2
Es gibt auch in Deutschland ausreichend Fälle, in denen Tiere nicht vermittelt werden, weil die Tierheime sonst unter ihrer errechneten Mindestbelegung wären und daher Zuschüsse verloren gingen. Auch hier gilt: es sind nicht viele, geschweige denn alle, die das praktizieren, aber es reicht.

Tiere mit Behinderungen haben es auch hier bei uns schwer genug, vermittelt zu werden, nicht selten versauern die auch bei uns in Tierheimen, weil sich niemand für sie interessiert, das ist nicht nur in Italien so.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #3
Ja, schon. Aber in diesen Fällen hätte es in Deutschland direkt Interessenten gegeben, die einem Hund ein Zuhause gegeben hätten. Wenn es da Verdächtigungen Richtung Tierversuche gibt, muss man da halt drüber reden und kontrollieren und nicht gleich alles schlecht machen und verbieten, darunter leiden ja nur die Hunde.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #4
Ich habe das gestern auch gesehen und finde es schon heftig. Habe davon aber schon vorher aus einem Tierschutzreisebericht gehört. Darf ich hier den Link einstellen? (ist halt ein "Bericht" auf der seite eines Tierschutzvereins)
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #5
Ist es hier denn so anders? Wenn ich in Nürnberg durchs tierheim gehe sind da 20 Hunde, die praktisch nicht vermittelbar sind, nachdem was auf der Karteikarte steht: schwierig, Dominant, "kampfhund", nicht Stubenrein.

Es gibt auch 10-15 Kleintiere, die nciht vermittelt werden, weil die ausschließlich dazud a sind, alle nase lang ins nahe gelegene Altenheim zum streicheln mitgenommen zu werden - das sind dann natürlich die handzahmen kaninchen, die bissigen Kratzenden Biester wären dann zu haben.

Und diese importiererei von tieren hat ja auch so ihre Schattenseiten: manche Organisationen sind etwas dubios, da werden tiere billig im Ausland kastriert für 30 Euro, kommen umsonst mit Flugpaten nach Deutschland und dann in eine pflegestelle, die Futter- und oft auch Tierarztkosten selber trägt - und dann wird eine Schutzgebühr von 300 Euro erhoben, wo man sich echt fragen darf: wofür wird die benutzt? für die wenigen Hudne, die echt höhere Tierarztkosten in Deutschland verursachen (kleinigkeiten zahlt ja meistens die pflegestelle) oder eher für 1-2 hauptamtliche Mitarbeiter für so nen kleinen Verein? Ebenso die durchaus berechtigte Frage: braucht so ein kleiner VErein hauptberufliche Mitarbeiter oder könnte mandas auch nebenher im Ehrenamt machen?
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #6
Ja, schon. Aber in diesen Fällen hätte es in Deutschland direkt Interessenten gegeben, die einem Hund ein Zuhause gegeben hätten.

Da frage ich mich dann eben immer, warum ein Tier aus dem Ausland plötzlich Interessenten hat, während nicht ganz so weit entfernt davon auch genug Hunde in Tierheimen sitzen, die genauso ein Zuhause bräuchten. Leider, habe ich da manchmal das Gefühl, sind Tiere aus dem Ausland, eben weil sie aus dem Ausland sind, viel interessanter.

Natürlich ist es für jedes Tier schön, wenn es ein Zuhause findet, aber wenn der Preis dafür ist, daß die Tiere im eigenen Land dann eher uninteressant sind, weil sie eben nicht publikumswirksam beworben werden oder weil es keinen "Skandal" gibt, über den man berichten kann, finde ich das auch traurig.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #7
Ohhh...die Reportage habe ich auch gesehen, hatte nebenbei gelernt als das kam kurz unterbrochen und mich dadrüber tierisch aufgeregt..wahh von wegen die deutschen nehmen die hunde zu tierversuchen, ich glaube ich spinne....ich kann es echt nicht nachvollziehen, selbst mit beweisen (fotos mit den neuen besitzern, untrschriften etc.) wurde denen nciht geglaubt..also ich würde sagen itlaien ..... aufreg
 
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  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #8
Die Frage ist auch,, ob das so toll ist einen halbwilden Hund sofort in eine Familie zu geben - nicht selten landen die kurze zeit später doch im tierheim: nicht stubenrein, nicht auf Menschen geprägt, keine Bindungsmöglichkeit an den Menschen dafür total verängstigt, brauchen eigentlich eher ein Hunderudel von selbstbewussten hunden, weil sie Menschen ja praktisch kaum kennen, teilweise beißen sie aus purer Anggst wenn mensch sie anfassen will...

Eigentlich gehören diese Hudne erst mal einige Monate in eine erfahrene pflegestelle ohne Kinder, die den hunden die Möglichkeit gibt sich zu fangen, die normalen gepflogenheiten im haushalt zu lernen (zum Beispiel, dass es zwar auf dem Strand ok ist alles essbare zu klauen und überall hin zu kacken, aber im haus nicht auf dem tisch geklaut werden darf), die zeigen,d ass nciht alle MEnschen böse sind sondern mache auch total nett - und erst wenn die Hudne wirklich weit genug sind ein normales filienleben zu führen dann an die interessenten zu vermitteln.

Hundeanfänger sind viel zu unerfahren, um einen hund von so einem panischen Bündel zu einem familientier zu machen, für Kinder ist das zu gefährlich und für die Hunde istes mehr Schaden als nutzen,w enn sie kurz darauf doch im tierheim sitzen.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #9
Wir haben seöber einen Hund aus dem Ausland (India). Wir habenhier in den Tierheimen keinen passenden gefunden, weil wir ziemlich viele Ansprüche haben (verträglich mit Kindern, Katzen Hunden, allein bleibe usw.). India kommt zwar aus Spanien, ist aber von der Haltung her kein großer Unterschied. Zuerst lebte sie als Wachhund an der Kette und wurde dann,warscheinlich weil sie nicht wachsam ist, in die Tötung abgeschoben. (In Italien gibt es keine Tötungen, oder?) Dort wurde sie dann von Tierschützern gerettet und kam ein paar Tage auf eine spanische Pflegestelle. Dann kam sie zu uns, erstmal als Pflegestelle mit Bleibeoption. (Wir sind nicht besonders Hundeerfahren, hatten nur zwei Jahre unseren alten, lieben Rüden Bolle, für den wir einen Zweithund suchten) Die meissten Hunde sind nicht "halbwild". India hat sich sofort mit unserem Bolle und mir (13 Jahre) und meiner Schwester (10 Jahre) vertragen. Sie hat kein einziges mal gebissen. Am Anfang war sie natürlich nicht stubenrein, aber nach ein paar Wochen war ins Haus pinkeln nur noch Ausnahmezustand. Sie kannte gar nichts, weder Sitz noch Platz noch Autofahren, aber mithilfe von Training und Hundeschule, kann sie es nun. Ich denke nicht das India besonders lieb und lernfähig ist, sie ist ein ganz normaler Hund aus dem Ausland. Natürlich ist jeder Hund anders, ich denke es gibt auch viele Angstbeisser usw, aber es sind nicht alle.

PS: Tierschutzvereine vermitteln mit Schutzvertrag. Wenn man mit dem Hund nicht klarkommt wird eine andere Pflegestelle gesucht, Tierheim ist der letzte Weg. Außerdem wirden allermeisstens Vorkontollen gemacht, wo geprüft wird ob die Familie zum Hund passt.

PPS: Sorry für die lange Geschichte.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #10
Eure India hatte aber einen zweiten Hund, an den sie sich halten konnte. Sie musste ja nur von ihm lernen und ihm alles nachmachen, und er hat ihr Sicherheit vermittelt.

Wäre sie einfach so in eine Familie gekommen, ganz ohne anderen Hund, wäre es viel schwerer geworden, sie hätte ja kein Vorbild gehabt. Sie hätte also ganz alleine raus finden müssen, wie man sich als Hund in einer Familie verträgt. So hat sie gesehen was Bolle darf und was nicht - das ist viel einfacher.

Es gibt wirklich gute EVreiene, die pflegestellen haben und Hunde auch erst mal an Pflegestellen vermitteln wie bei euch - wo es aber kein problem gibt, wenn man nach ein paar Moanten merkt, es kklappt eben doch nciht so gut.

Aber es gibt auch viele nicht so gute Vereine, die Hunde nicht mehr zurück nehmen...Und es nimmt echt überhand, es gibt heute nur noch wenige gute vereine und sehr viele die damit eher geschäfte machen wollen.
 
  • Deutsche Tierschützer in Italien unerwünscht Beitrag #11
Hi,
eigentlich sollte es hier nicht um Auslandstiere pro und contra gehen, sondern darum, dass die italienischen Tierschützer die Transporte erschweren und um die Praxis der dortigen Behöreden. Ich denke, Threads zum Thema "Hunde aus dem Ausland" gibt es hier schon genug.
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.
 
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