Westernreiten schwierig?

Diskutiere Westernreiten schwierig? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Aloha! :) Ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt... Aber mich würde mal interessieren, wer von euch alles Western reitet und ob es sehr...
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  • Westernreiten schwierig? Beitrag #1
Sunrise93

Sunrise93

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Aloha! :)

Ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt...
Aber mich würde mal interessieren, wer von euch alles Western reitet und ob es sehr schwer ist.
Viele sagen ja, dass es nicht so einfach ist, von Englisch auf Western umzusteigen.
Würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen. :)
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #2
Also ich hab damals "englisch" geritten und auch so Reitunterricht bekommen und bin dann später mit meinem Pferd zusammen aufs Westernreiten umgestiegen. Nicht wahnsinnig professionell, aber ich hab Reitunterricht bekommen (Angefangen mit reiner Bodenarbeit und später dann die Arbeit auf dem Pferd) und ich muss sage man gewöhnt sich schnell dran weil vieles einfach "logischer" ist aus der Sicht der Kommunikation mit dem Pferd - zumindest machten die Erklärungen meines Trainers dazu absolut Sinn.

LG
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #3
Kommt immer darauf an, welcher Lerntyp man ist.
Westernreiten an sich ist nicht viel schwieriger, als Englisch.
Ob es jetzt total schwierig ist sich umzustellen kann ich nicht behaupten, aber die ersten Reitstunden sind schon ungewohnt, aber mit einem gutem Lehrer und einem verlässlichen Pferd bekommt man das ganz schnell hin.

lg
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #4
Schließe mich den anderen an; es ist erstmal ungewohnt, weil die Hilfengebung etwas anders ist (insgesamt etwas "passiver"), aber der Umstieg von Englisch auf Western ist eigentlich leicht und man hat es - einen guten RL vorausgesetzt - schnell begriffen.

Schwieriger ist es umgekehrt - ich habe letztens nach rd. 25 Jahren Westernreiten mal wieder ein englisch gerittenes Pferd geritten (war auf der Suche nach einer neuen RB); das war selbst nach drei oder vier Malen so super ungewohnt und anstrengend, ich war jedes Mal total fertig hinterher :lol: und habe es dann sein lassen und mir lieber eine westerngerittene RB genommen.

Was in jedem Fall schwierig ist oder wird ist, wenn Du nicht ein (hoffentlich gut trainiertes) Schulpferd reitest, sondern eine RB oder gar ein eigenes Pferd hast, das noch Ausbildung/Training benötigt. Da ist es dann egal, ob Englisch oder Western - das ist beides anstrengend, schwierig und kann auch schonmal frustrierend sein. Aber auch hier ist ein guter RL Voraussetzung, dann klappt das schon.

Ein gut ausgebildetes Westernpferd ist sehr angenehm und entspannt zu reiten, man sitzt quasi nur obendrauf, folgt der Pferdebewegung, gibt ein paar dezente Hilfen und genießt ansonsten nur :mrgreen: ... ein gut ausgebildetes englisch gerittenes Pferd muss man permanent an die Hilfen stellen, treiben und im Sattel "arbeiten". Da ist nix mit "Entspannung" und "Genießen" (so empfinde/empfand ich es jedenfalls immer).
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #5
Ich find auch im Westernreiten sind die Hilfen ganz "anders". Feiner irgendwie. Hängt vermutlich auch immer vom reiterlichen Können und der Ausbildung des Pferdes ab, aber ich durfte mich mal aufs Pferd meines Trainers setzen. Erstmal ein Traumpferd sowieso. Als ich dann drauf saß hat mir mein Trainer Anweisungen gegeben und die leiseste Bewegung der Hüfte hat ausgereicht um zB die Richtung zu wechseln oder die Veränderung der Sitzposition hat bewirkt, dass das Pferd angehalten oder rückwärts gegangen ist und das wirklich so krass, dass man echt aufpassen musste wie man sitzt :D
Manchmal hat man gar nicht gemerkt das man was gemacht hat und das Pferd hat reagiert weil man ein bisschen schief/abgeknickt im Sattel saß.
Das fand ich super faszinierend.

Ich muss aber sagen ich hab ja die Reitweise mit meinem Pferd zusammen geändert damals, also sie hat es super angenommen.

LG
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #6
Hey,

Also wirklich schwer ist es nicht, von Englisch auf Western umzusteigen.
Bei mir war es am Anfang sehr ungewohnt, die Zügel so lange zu lassen. Und eben dass die Pferde so schnell auf alles reagieren.
Ich hab mich total erschreckt, als ich das erste mal auf der Stute meiner Trainerin gesessen hab:lol: die hat extrem schnell auf die Hilfen reagiert, wenn man zum Beispiel im Galopp nur etwas mit der Hüfte eingeknickt ist, hat die 'nen fliegenden Wechsel gemacht. Und ich lag fast im Dreck:eusa_shhh:

Hast du vor, umzusteigen?

lg
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #7
Ja, das hatte ich vor, weil mich die englische Weise (auf Deutsch gesagt) ankotzt. :D
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #8
ich bin ja auch gerade dabei umzusteigen und bis jetzt finde ich es super = )

wir wurde das englische irgendwie zu langweilig und dann hab ich's jetzt einfach mal mit was neuem probiert. die pferde meines reitlehrers sind echt super und irgendwie hab ich das gefühl man kann viel besser mit ihnen arbeiten als mit den meisten englisch-gerittenen pferden... sie reagieren einfach viel besser auf hilfen und sind sonst auch ganz angenehm. also da ich ja erst eine stunde hatte kann ich das jetzt zwar net so gut beurteilen, aber auf mich wirkt das jetzt net arg schwer; es ist zwar ne umgewöhnung, aber gut machbar denke ich.

probier's doch einfach mal aus ;-)
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #9
@talita
Auch englischgerittene Pferde müssen/sollten nur auf Hilfen reagieren. Ich weiß ja nicht welche Vorstellung du hast, aber hast du schon einmal eine richtig gute Dressurkür gesehen? Da sieht man die zarten Hilfen nämlich nicht und die Pferde reagieren auf die leisesten Druck der Schenkel. Von dem her kann ich nicht zustimmen, dass Westernpferde besser auf Hilfen reagieren, da kommt es bloß auf die Ausbildung drauf an und es gibt sehr wohl Westernpferde, die nur schwer reagieren.......
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #10
ich will jetzt auch umsteigen... für mich ist englische dressur einfach zu steif und förmlich.

es macht mir einfach keinen spaß.

ich bin nur noch immer auf der suche nach einem guten (und erreichbaren)stall... ist im raum wien ja nicht so einfach...
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #11
@lillium: das westernpferd ist aber tendenziell (von ausnahmen mal abgesehen) feinfühliger, sprich nicht so abgestumpft wie so manches englisch gerittene pferd, weil die hilfengebung im westernreiten doch relativ sparsam erfolgt und beim englischreiten eigentlich (ich übertreibe jetzt mal) ständig nur getrieben wird, paraden gegeben werden etc.

ich denke, das meinte talita ...
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #12
@lillium: das westernpferd ist aber tendenziell (von ausnahmen mal abgesehen) feinfühliger, sprich nicht so abgestumpft wie so manches englisch gerittene pferd, weil die hilfengebung im westernreiten doch relativ sparsam erfolgt und beim englischreiten eigentlich (ich übertreibe jetzt mal) ständig nur getrieben wird, paraden gegeben werden etc.

ich denke, das meinte talita ...


zudem ist es leichter ein zerrittenes dressurpferd zu finden als ein total verrittenes westernpferd. (siehe reitschule)
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #13
Man darf natürlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein sensiblel gerittenes Westernpferd darf nicht mit einem unsensiblen Englisch gerittenen Pferd verglichen werden.
Meine Erfahrungen auf einem sehr guten Springpferd meines Trainers und einem sehr guten Westernpferd waren gleich - ich fühlte mich beide Male eigentlich als Beifahrer und war froh zu überleben.

Westernreiten ist anders und meiner Meinung nach auch einfacher, da die Pferde sehr viel eigenständiger arbeiten. Zudem gibt es beim Westernreiten einfach sehr viel mehr Disziplinen und jeder Reiter kann sich nach seinen Vorlieben und den Vorlieben seines Pferdes entsprechend entwickeln. Man wird einfach nicht in eine Schiene gepresst.
Gymnastizierung, guter Sitz, sensible Hand, theoretisches Wissen, ein guter Trainingsplan etc. sind in beiden Reitweisen für einen entsprechenden Erfolg maßgeblich.
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #14
Westernreiten ist anders und meiner Meinung nach auch einfacher, da die Pferde sehr viel eigenständiger arbeiten.

Kann man so nicht pauschalisieren. Wenn man sein Pferd "umlernt" sozusagen, kommt es gerade in der ersten Phase darauf an, dass der Reiter dem Pferd deutlich zu vertehen gibt und geben kann, was von ihm abverlangt wird.
Kein Pferd arbeitet gezielt ohne die Kommunikation mit dem Reiter, es sei denn sie kennen zB die Aufgaben, weil sie sie immer und immer wieder gemacht haben und machen sie deshalb schon fast automatisch.

Ich hab damals bevor ich überhaupt westerntechnisch in den Sattel gestiegen bin, mit Bodenarbeit angefangen, zusammen mit meinem Pferd. Und da musste die Kommunikation erstmal sitzen ehe man einen Schritt weiter gehen konnte.

Gymnastizierung, guter Sitz, sensible Hand, theoretisches Wissen, ein guter Trainingsplan etc. sind in beiden Reitweisen für einen entsprechenden Erfolg maßgeblich.

Ja, absolut.
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #15
Ich reite Englisch und kenne dort die verschiedenen Sparten (Springen, Dressur, Military usw.)
Mit Westernreiten kenn ich mich garnicht aus aber ich würd gerne mal wissen was es dort für verschiedene Sparten gibt.
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #16
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #17
Okey also inder Vielfalt hat Westernreiten eindeutig gewonnen :lol:
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #18
Wobei manche Disziplinen meiner Meinung nach nicht mehr viel mit dem eigentlichen Westernreiten zutun haben und nur wegen der Show betrieben werden, dazu gehört für mich zB dieses "Barrel Race" - damit kriegen die Leute ihre Pferde nämlich auch ganz schnell kaputt

LG
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #19
Also meine Erfahrungswerte sind eigentlich nur positiv. Ich war für ein jahr in Portugal und habe dort 9 Jungpferde eingeritten alle im Westernstil auch mit Joyn up und viel Bodenarbeit. Ich denke das, dass umsteigen nicht wirklich schwer ist weil der Sitz das a und o ist, wenn du deinen Mittelpunkt gefunden hast tut man sich ziemlich leicht weil wie die anderen schon gesagt haben mehr passiv geritten wird.
Du musst beweglich in der Hüfte sein und gleichzeitig gerade sitzen und wenn man vorher gut Englisch geritten ist, hat man die wichtigsten Vorraussetzungen eigentlich schon. Ich möchte nicht über Englischreiter schimpfen aber ich denke das die Pferde die Metoden vom richtigen Westernreiten (also ich mein nicht aufsporen oder der gleichen) um einiges angenehmer empfinden.
Ich habs bei meinen 9 Jungpferden gesehen ich bin in einem Jahr nur 2mal von einem Jungpferd gefallen und das ist weißgott ned viel.
 
  • Westernreiten schwierig? Beitrag #20
Ich bin im letzten Oktober von englisch auf western umgestiegen.
Davor hatte ich aber etwas mehr als 1 Jahr Pause gemacht.
Grundsätzlich bin ich sehr es gibt einfach noch einige Dinge an die ich mich gewöhnen muss. Beispielsweise die andere Zügelführung (gibts das Wort? *an Kopf kratz*
Ausserdem finde ich es momentan noch sehr ermüdend die Hilfen mit den Beinen zu geben. Man ist ja mit den Beinen viel weiter vom pferd entfernt, und zusätzlich sind das Muskeln die (ich zumindest) eigentlich für nichts anderes brauche... Da muss ich manchmal schon echt durchbeissen...
Aber das wird schon ;P

Grundsätzlich kommt es halt einfach sehr darauf an wo man lernt. Ich ritt vorher ca. 6 Jahre in einem Reitbetrieb, davor 2 Jahre bei einer Privatlehrerin, beide englisch. (bei der Privatlehrerin war ich aber noch sehr jung, da haben wir vor allem Gleichgewichtsübungen usw gemacht)

Jetzt bin ich bei einer Westernreitlehrerin. Meist sind wir zu zweit, oder dan bin ich aleine. Sie ist wirklich sehr gut, erklärt mir alles ganz genau und macht mich auch schon auf die kleinsten verbesserungen aufmerksam.:D
 
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