Gerade bei jungen Pferden und Pferden in Ausbildung immer den Sattel und die Ausrüstung kontrollieren. Da sich ein Pferd während der Ausbildung oft stark verändert muss das Sattelzeug entsprechend mitmachen!
Z.B. drückt ein zu enger Sattel auf die Schulter. Ein Bereiter, der pro Tag 10-12 Pferde reitet neigt leider manchmal dazu den Sattel zu nehmen, der seinem Rücken wohltut.
Auch sollten andere körperliche Wehwehchen ausgeschlossen werden. Bei einem jungen Pferd sind die Beine strengstens zu kontrollieren. Allein beim Wälzen schlagen sich junge Pferde häufig mal an und es kann ein schmerzhaftes Überbein entstehen. Schmerzen jeglicher Art müssen ausgeschlossen werden.
Ein Springpferd darf nicht umweltorientiert sein, das kann zu schweren Unfällen führen. Ein neuer Stuhl, plötzlich aufgemachter Regenschirm etc. darf das Pferd nicht sonderlich bei seiner Aufgabe stören.
Möglicherweise ist der Bereiter zu schnell rangegangen, was ein Pferd auch sauer machen kann. Gründe dafür können großes Talent des Pferdes, Leistungsdruck und Termindruck sein.
Ein Pferd das Angst hat oder sauer ist sollte viel gesprungen werden (2-4x pro Woche, dabei sollte das Springen nicht häufiger als 2x pro Woche das komplette Tagestraining ausmachen. Also evtl. mit Ausritt oder Dressurarbeit kombinieren).
Die Sprünge sollten jedoch winzig sein. Eben so, dass das Pferd sogar im Schritt noch drüberkäme. Es gibt beim Springtraining sehr viele Übungen zur Rittigkeit. Ein Pferd das sich beim Springen nicht anstrengen muss, viel springt und eben immer rittiger wird, wird auch wieder gern springen, da es nur pos. Erfahrungen macht. Es lernt dem Reiter zu vertrauen, niemals darf man ein solches Pferd springen lassen, wenn die Distanz nicht stimmt, egal wie hoch der Hopser ist. Funktionieren diese einfachen Rittigkeitsübungen kann man zu Reihen übergehen, die natürlich entsprechend perfekt aufgebaut sind. Innerhalb dieser Reihen werden die Sprünge ansteigend höher. In den Reihen werden weiter Rittigkeitsübungen gemacht. So tastet man sich langsam aber sicher wieder an den Parcours dran.
Ist das Pferd rittig und vertrauensvoll und ist der Reiter entsprechend gut, kann ein solches Pferd sehr schnell recht hoch springen, denn Höhe und Weite sind bis zu einem gewissen Grad unerheblich.