Gebissloses reiten

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  • Gebissloses reiten Beitrag #1
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Sportpferdefan044

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Hi! Hab vor kurzem in MEIN PFERD gelesen das Gebissloses Reiten empfehlenswert sein soll .Nun meine Frage :Was denkt ihr über Gebissloses reiten:)
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #2
ich bin schon einige male mit einer hackamore geritten... ich fand es angenehm, aber man muss schon sehr vorsichtig sein. die hebelwirkung auf die nase ist nicht zu unterschätzen...

anfänger würde ich da nicht dranlassen.

für mich ist aber klar dass ich mein pferd (wenn ich nun endlich alles regeln kann und eines haben werde) nur gebisslos reiten werde.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #3
Haii ich finde dass es mit dem Sidepull auch ganz gut geht ... ( also finde ich persönlich doch demnach welchen Nasenriemen man hat ( zbsp hatte ich einen sehr dicken harten ) der schruppt die haare ab ... also darauf fürd ich achten
GLG Caro
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #4
Ich reite meine Stute gebisslos. Sie geht jetzt viel entspannter als früher, wo ich noch mit Trense geritten bin.

Aber ich muss sagen, dass man dafür schon auch eine gewisse Stufe des Vertrauens haben muss. Oder einen guten reitlehrer und gut ausgebildete Pferde (gibt ja ein paar Reitställe indenen nur gebisslos geritten wird)

Die Zügeleinwirkung sollte beim gebisslosen reiten jab minimalst sein. das Pferd soll auf Schenkelhilfen und auch auf Stimme hören. Denn man kann mit zu viel Zügeleinwirkung, dem Pferd sehr wohl Schmerzen zufügen.

Wenn die Chemie stimmt zwischen Pferd und Reiter stimmt, das Pferd das gebisslose reiten erlernt hat, wirkt diese Art von reiten sich sehr gut auf Reiter und Pferd aus, also ich habe gute Erfahrung damit gemacht.

lg
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #5
Ob gebisslos oder mit Gebiss kann man nicht pauschal sagen. Vieles liegt einfach daran, was das Pferd lieber mag und was dem Reiter angenehmer ist und seine Schwächen ausgleicht bzw. sein Reiten verbessert.
Eine Stute von mir wurde -wie alle Youngsters- mit Sidepull angeritten, dann auf Bosal umgestellt -sie ist mittlerweile ein fast perfektes Bosalpferd und hat auch schon den Bayrischen Vizemeister auf Bosal gestellt. Sie läuft aber auch auf normalem Snaffle (Wassertrense) und seit einiger Zeit mit Babybit (blanke Kandare).
Sie läuft gebisslos sehr schön, mit Gebiss ist sie nachgiebig und feinfühlig (man darf eben nur nicht andauernd ziehen, das macht jedes Pferd stumpf).
Sie liebt Eisen und schnappt nach jedem Gebiss, sobald ich es vor ihr Maul halte.
Mein damalig englisch gerittenes Turnierpferd lief mit Halsring, doppelt gebrochenem KK Ausbildungsgebiss, Kandare (ist ja klar, muss er ja), und sehr gern auch mit merothischem Ledergebiss.

Ein Pferd, das gut an Schekel und Gewicht läuft, geht mit jedem Gebiss oder auch ohne. Leider ist das gebisslose Reiten häufig nur eine Verstärkung der Hilfen (beim mechanischen Hackamore die Komperssion des Pferdekopfes) um fehlende Rittigkeit und Reiterfehler zu kaschieren.
Bei meinen Pferden nehme ich oft das Kopfstück ab und lege den Zügel um den Hals (in einer Hand habe ich das Zügelende, in der anderen Hand das Kopfstück) und reite alles was sitzen sollte eben so. Das ist für mich immer der Test, ob die Übung wirklich sitzt oder ob ich fudel.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #6
Huhu,

ich reite meine Hannoveranerstute seit letztem September ausschließlich auf Sidepull (ich hatte zunächst an den Bosal gedacht, die Idee aber schnell verworfen bzw. aufgeschoben) - sie kannte vorher lediglich Trensen mit Gebiss und dementsprechend merkwürdig war es am Anfang auch, die Hilfen ganz neu zu geben und zu überdenken.
Wir haben es so gehalten, dass wir sie am Anfang an der Hand hatten und die Zügelhilfen simuliert haben, so dass sie sich daran gewöhnen konnte, dass der Druck plötzlich nicht mehr über das Gebiss, sondern über andere Punkte laufen.
Auch die Arbeit an der Longe mit Kappzaum und Zügeln war recht hilfreich, wenn auch nicht konventionell.

Ansonsten stimme ich Machtnix zu, ein gut gerittenes Pferd läuft mit und ohne Gebiss gleich gut - obwohl ich sagen muss, dass mir das gebisslose Reiten besser gefällt; es verfälscht die übrigen Hilfen nicht und ich habe doch durchaus manchmal im Gelände gestaunt, wie stark ich das Gebiss doch teilweise in Anspruch genommen habe beim Durchparieren.

Leider ist das gebisslose Reiten häufig nur eine Verstärkung der Hilfen (beim mechanischen Hackamore die Komperssion des Pferdekopfes) um fehlende Rittigkeit und Reiterfehler zu kaschieren.

Das stimmt; eine Freundin von mir reitet ebenfalls gebisslos und bei ihr hat sich der Stuhlsitz um einiges verschlimmert, als sie damit angefangen hat.
Deshalb sollte man einen guten Reitlehrer an der Hand haben, der auf jeden Fall mal ein Auge darauf wirft.

LG
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #7
Du lässt dir ja auch helfen und nimmst nicht einfach einen gebisslosen Zaum mit ungeahnter Schärfe und freust dich über die neu gewonnene Sensibilität deines Pferdes. Das ist was ganz anderes.
Wer ein Pferd umstellt, darf -meiner Meinung nach- auch zu unkonventionellen Mitteln greifen, denn man sollte beim Umstellen eines Pferdes immer sehr auf das Pferd eingehen. Kein Pferd ist DIN genormt und auch kein Reiter. Beim Umstellen muss man eine gemeinsame gute Lösung finden, auch wenn diese eben etwas unkonventionell ist.
Das Sidepull ist sicher der sanfteste aller gebisslosen Zäume, da hier der Pferdekopf nicht komprimiert ist und der Reiter keine Hebelwirkung hat. Wer sich hier auf ein Tauziehen mit dem Pferd einlässt hat schon verloren. Mit Sidepull kann nur reiten, wer sein Pferd wirklich locker macht und durch Dehnung das Fallenlassen des Halses erreicht oder wer ein kreuzbraves Pferd hat, das auch mit Stallhalfter gehen würde.
Alle meine Youngsters reite ich mit Sidepull an und habe bisher nicht eine schlechte Erfahrung damit gemacht.
Im Gegenteil, ein Pferd das auf Sidepull und Bosal (ich stelle meine Pferde auch alle auf Bosal um) sehr gut zu reiten ist, findet schneller und leichter sein Gleichgewicht und ist während des Zahnwechsels problemlos zu weiter zu trainieren.
Viele Pferde sind zwar im Zahnwechsel artig und lieb, nehmen jedoch das Gebiss ungern oder spielen unnötig damit rum. So etwas muss nicht sein, wenn man auch längere Zeit gebisslos reiten kann. Nach meiner Erfahrung nehmen Pferde das Gebiss immer gern, wenn sie während schwieriger Zeiten eben nicht damit belästigt werden (auch wenn sie brav sind, der Schmerz und die Negativerfahrung ist ja trotzdem da) und warum soll ich mir etwas erreiten, was nachträglich einer Korrektur bedarf?
Ein gutes Bosalpferd ist ruckzuck auf jedem Gebiss zu reiten, da es durch Dehnung und Nachgiebigkeit seine Haltung erreicht und sehr schnell lernt auch dem Gebiss nachzugeben und zu folgen.
Sobald eine Übung sitzt nehme ich bei meinen Pferden sogar das Kopfstück ab und habe in der einen Hand das Zügelende, der Zügel liegt dann unten um den Hals und in der anderen Hand halte ich das Kopfstück. So teste ich ob ich wirklich auf dem richtigen Weg bin und ob die Übung gesichert ist oder ob ich mit dem Gebiss noch rumfudel.

Gebisslos ist eben nicht immer sanft auch wenn die Herstellerindustrie das so gern rauskehrt.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #8
hi

also ich habe vor längerer zeit mal in einem cavallo gelesen der artikel nannte sich "gebisslose gewissensbisse"
mit einem gebisslosen zaum muss man genauso vorsichtig sein wie mit einer trense oder kandarre ansonsten kann man dem pferd sehr schaden

eine die bei uns mal im stall war hat ihr pony mit ner mechanischen hackemore in anlehnung geritten...das arme pony...

man sollte auch immer beachten wie der zaum wirkt und wie er eingesetzt wird...so darf man mit einer hackemore niemals in anlehnung reiten, sie ist nur für kleine kurze impulse und lockeres reiten gedacht denn sonst hat das pony/pferd ständig druck auf der nase und im gnick und übertreibt mans kann man dem pferd auch etwas damit brechen....ist nicht schön..
also aufgepasst und gut informiert ist schon die halbe miete

als ich damals mein finley nicht mehr in anlehnung reiten konnte (wegen gnickverletzung vom weideunfall) bin ich auf nen halsring umgestiegen, wir brauchten zwar etwas übung aber es hat gut geklappt

wenn man gebisslose zäume richtig einsetzt und das pferd damit gut klar kommt dann super

Lg
Integra
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #9
hi

also ich habe vor längerer zeit mal in einem cavallo gelesen der artikel nannte sich "gebisslose gewissensbisse"
mit einem gebisslosen zaum muss man genauso vorsichtig sein wie mit einer trense oder kandarre ansonsten kann man dem pferd sehr schaden

eine die bei uns mal im stall war hat ihr pony mit ner mechanischen hackemore in anlehnung geritten...das arme pony...

man sollte auch immer beachten wie der zaum wirkt und wie er eingesetzt wird...so darf man mit einer hackemore niemals in anlehnung reiten, sie ist nur für kleine kurze impulse und lockeres reiten gedacht denn sonst hat das pony/pferd ständig druck auf der nase und im gnick und übertreibt mans kann man dem pferd auch etwas damit brechen....ist nicht schön..
also aufgepasst und gut informiert ist schon die halbe miete

als ich damals mein finley nicht mehr in anlehnung reiten konnte (wegen gnickverletzung vom weideunfall) bin ich auf nen halsring umgestiegen, wir brauchten zwar etwas übung aber es hat gut geklappt

wenn man gebisslose zäume richtig einsetzt und das pferd damit gut klar kommt dann super

Lg
Integra

Um einem Pferd mit einem mechanischen Hackamore das Nasenbein zu brechen, muss dieses schon viel zu tief geschnallt sein und man muss enorme Kräfte aufbringen. Sehr viel wahrscheinlicher sind Knochhautreizungen bzw. leichte entündungen mit anschließender Knochenauftreibung. Diese erkennt man leicht daran, dass sich auf dem Nasenbein ein unschöner Buckel bildet. Wird die entzündete Stelle geschont (ist für das Pferd immerhin sauschmerzhaft, daher erfreuen sich viele Reiter an der sensibilität der Pferde) so bildet sich eine Kuhle.
Ist dieser Buckel verschiebbar, handelt es sich um eine Art sehr dicker Hornhautbildung, was auch unschön ist und ein Zeichen übertriebener Handeinwirkung ist.
Häufig sind diese Anzeichen auch bei Pferden zu sehen, deren Reithalfter dauerhaft zu eng geschnallt ist.

Da ich mittlerweile western reite lernen meine Pferde, dass ein Bump (leichtes Klopfen mit dem Schenkel) vorwärts bedeutet und ein Wegnehmen des Schenkels mit gleichzeitigem Anlegen des Sporens nicht vorwärts sondern das Aufwölben des Rückens mit Erhaltung des Tempos bedeutet. Wenn die Pferde sehr gut sind, werden sie dann auch langsamer. Bei einem sehr guten Pferd wird der Schenkel nicht mehr weggenommen, sondern nur der Sporen angelegt um bei gleichbleibenden Tempo den Rücken aufzuwölben, so dass der Hals fällt und sich mit aufwölbt (die Schulter bleibt so oben).
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #10
Hallo,

als überzeugter und langjähriger Gebisslos-Reiter möchte ich dich in deiner Idee bestärken. Unsere 3 Isländer (Wallach 14, Stute 6 und Stute 6 Jahre) und unser Berittpferd (Holsteiner, 4 Jahre) können wir alle mit Ring-Knotenhalfter alleine oder in der Gruppe, auf dem Reitplatz, der Ovalbahn, im Gelände und im Straßenverkehr problemlos reiten.

Und was die Sicherheit durch ein Gebiss betrifft: Wenn sich ein Pferd einmal erschrecken und durchgehen sollte, wird sich weder von einem sanften noch von einem scharfen Gebiss davon abhalten lassen. Bei Panik geht es ums Leben - und nicht um einen kurzen Schmerz im Maul. Wie bei vielen Dingen in der Reiterei sind gebisslose Zäumungen Geschmackssache. Wir sind mit den Ring-Knotenhalftern und den Seilzügeln von Heinz Welz sehr zufrieden, weil diese Kombination äußerst stabil und vielseitig ist. Man kann die Pferde anbinden, in kleinen Zirkeln longieren, bei der Fresspause den Zügel in die Führöse einschnallen und auf den Boden legen ohne Angst zu haben, dass er beim Drauftreten reißt und man kann natürlich damit reiten - und waschbar ist das Zeug auch noch.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #11
Um die Sache mit der Sicherheit nochmal aufzugreifen.
Manchmal ist es nicht eine Frage des eigenen Sierheitsgefühls (jeder verantwortungsvolle Reiter kennt sein Pferd am Besten), sondern eine Ansichtssache der jeweiligen Versicherung.
Wenn ich mit meinem Hengst mit Bosal ausreite, bin ich z.B. nicht versichert. Auch wenn er ein wunderbares Bosalpferd ist selbst wenns Hart auf Hart kommt.
Daher dürfen meine RB's nur mit Gebiss ausreiten. Ich selber bin für mich und mein Pferd verantwortlich, Fremdreitern darf ich dieses Risiko (auch finanzieller Art, denn passieren kann immer etwas) jedoch nicht zumuten.

Pferde können sehr gut unterscheiden, welche 'Waffen' ein Reiter bei sich trägt - ob er sie nun einsetzt oder nicht. Ein Pferd, das nicht gewohnt ist Selbstdisziplin zu üben und einfach dem Reiter das Zepter in die Hand zu geben (bedingungsloses Vertrauen selbst bei Schmerz und bedingungsloser Gehorsam auch bei hohem Adrenalin- bzw. Hormonspiegel) ist oft mit einem entsprechendem Gebiss einzuschüchtern. Einem Pferd, das kopflos in Panik rennt, kann man sicher das Maul blutig reißen und die Seiten blutig spornieren, ohne eine Reaktion. Zum Glück kommt das sehr selten vor. Ich hatte bisher nur ein Pferd, das ohne jeden Selbsterhaltungstrieb panisch reagierte und selbst dieses Pferd war nach 1 1/2 Jahren zu einem guten und vor allen Dingen sicheren Reitpferd zu erziehen.
So lange ich eine Ohr-Hirn Linie bei einem Pferd noch habe (auch wenn es diese ignoriert, ist sie meist dennoch da), kann ich mit entsprechenden Hilfsmitteln und entsprechend reiterlichem Können noch agieren. Das ist keine Neuheit, sondern altbekanntes Wissen (schon aus den Vorzeiten der Reitkunst -s. Frederico Grisone 1507-1570 einer der Verfechter der Gewaltschule ).
Die 'Alten Hüte' und Ansichten der damaligen 'Gewaltschule' herrschen teilweise noch heute, wenn auch in abgeschwächter Form. Auf solche Ansichten stützen sich im Wesentlichen viele Versicherungen.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #12
Huhu,

also bei uns werden alle Pferde gebisslos geritten... ich kann das Glücksrad empfehlen, aber auch das Side Pull, Bosal oder einfach nur das Knoten´halfter. Das Bitless Briddle ist an sich auch nicht schlecht, állerdings muss man da etwas fit im Kopf sein, da man die Wirkung erst verstehen muss. Ich riete auch mit Hackamore, allerdings ist das er eine Zäumung, die eher fürs Gelände geeignet ist. Die tägliche Platzarbeit würde ich damit nicht umbedingt machen, es sein denn, das Pferd reagiert gut auf Schenkel und Gewicht. Ich kann meine Stute so lenken und brauch die Zügel nur ab und an zur Unterstützung. Da geht das. Wichtig ist nur immer, das der Zaum, egal welcher, richtig auf der Nase liegt. Dazu findet man aber im INternet schon gute Beschreibungen.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #13
Ich reite mein Pferd des Öfteren mit Sidepull... Wobei ich mich denjenigen anschließen kann, dass eine gebisslose Zäumung, die falsch gehandhabt wird, genauso viel Schaden anrichten kann wie eine normale Trense mit Gebiss- aber im Endeffekt kann man mit jeder Zäumung großen Schaden anrichten, wenn man sie falsch verschnallt oder falsch benutzt.

Im Gelände gebisslos Reiten sollte vorher mit der Versicherung abgeklärt sein- im Normalfall ist gebisslos Reiten im Gelände nicht mitversichert!
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #14
Wegen der Versicherung musst du schon aufpassen, wenn du das Pferd nur an der Straße führst... viele Verlangen selbst dabei ein Gebiss... die Uelzner kann ich da nur empfehlen...

Im anderen hast du sicher Recht, aber ich hab schon im anderen Thema was darüber handelt was geschrieben, zum Wohlempfinden ect...
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #15
Hi!
Wir müssen gerade zwangsläufig einen unserer jungen Wallache auf gebissloses Reiten umstellen. Er ist 6J. seit etwas mehr als einem Jahr unter dem Sattel und wurde schonend angeritten - mit Gebiss (einfach gebrochene Wassertrense). Er geht/ging damit artig in der Halle und auch im Gelände!
Nun ist sein EquinesSarkoid leider in kurzer Zeit so vorangeschitten, dass er in den Maulwinklen und innen im Maul starke Verdickungen hat. Er hat zwar keine Schmerzen, aber wir wollen ihm nicht zumuten ein Gebiss in das "angeschwollene" Maul nehmen zu müssen.
Bis jetzt klappt die Umstellung prima. Er ist die Arbeit am Kotenhalfter und Kappzaum ja auch schon gewohnt.
"Vertrauensprobleme" beiderseits gab es nicht, da bei uns auf dem Hof die Pferd-Reiter-Teamarbeit eine tragende Rolle spielt.

Nur nach der Versicherung müssen wir sehen, da der "Kleine" auch als Fürhpferd geht, wenn wir Aus-/Stern-/und Wanderritte anbieten.

Meine RB (ex-Angsthase und ex-Durchgängerin im Gelände :eusa_shhh:) möchte ich jezt auch auf Sidepull umstellen - zumindest im Gelände, da ich zwar immer die Trense drauf hab, aber die Zügel eh immer schlackern, weil wir Beide druch eine Kommunikation von Stimme und Gewicht geeinigt haben und uns so - im wahrsten Sinne des Wortes- blind verstehen. Das Gebiss habe ich früher wieso eh nur zum bremsen missbraucht (und jeh mehr ich zum bremsen an den Zügeln gezogen habe als sie ne Renn- und Panikattakke hatte, desto mehr ist sie mir gegen das Gebiss glaufen.).
Und da wir das Zeug heute eh nicht mehr brauchen, muss ich ihr ja beim Ausreiten kein Gebiss mehr ins Maul schieben.
Bleibt hier auch wieder nur noch die Versicherungsfrage - aber an der bin ich dran.

In Beiden Fällen weden wir /ich von der Stallbesi und Reitlehrer unterstützt - worum ich echt froh bin, denn ganz alleine wollte ich es doch nicht machen (trotz tonneweiser Infos in Interet und Büchern die ich mir besorgt habe).

Also alles in Allem bin ich dafür - wenn man weis was man tut/erfahrene Unterstützung hat und wenn Reiter und Pferd damit zurecht kommen.

LG, Seeley
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #16
Ich finde es sehr schön, wenn man ein Pferd gebisslos reiten kann.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #17
Ich habe in Versicherungsfragen eine sehr gute Resonsanz bekommen als ich angegeben habe, dass ein sehr bekannter Trainer mein Pferd gebisslos umgestellt hat (habe ich zwar schon vorher gemacht aber das interessiert ja die Versicherung nicht. Der Trainer hat mein Pferd in dem einen Monat, wo er es zur Beurteilung hatte, vorwiegend gebisslos auf Bosal geritten).
Da ich nachweisen konnte, dass ich bei diesem Trainer weiterhin wöchentlich unterricht nehme, hat die Versicherung keine Probleme gemacht.

Ich reite einen Hengst und der Trainer ist der deutsche Bundestrainer (Western) Kai Wienrich. Das half.

Ich denke man muss einer Versicherung nur schon vor einem Schadensfall nachweisen, dass Pferd und Reiter sicher sind, dann ist die Klausel des gebisslosen Reitens wenig problematisch.
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #18
Also wir sind im Sommer ganz viel mit halzring geritten! (das heißt mit einem strick um den halz) ich persönlich finde das die beste möglichkeit - vorallem für freizeitpferde von denen nicht großartig etwas verlankt wird! Natürlich ist da voraussetzung das man seinem Pferd und das Pferd dem reiter vertraut!
Das ist natürlich auch nichts für den dauerzustand aber wie ich finde für reiter und Pferd eine toller erfahrung! also unser Pony hatte sehr viel Spaß daran und ist viel aktiver gelaufen!
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #19
Hi =)
Also ich kann das gebisslose Reiten nur empfehlen :) Ich selbst bin beim Rai Reiten angelangt ; hierbei wird mit Western - bzw. Raisattel und dem Bändele als " Trense " geritten :) Doch auch hierbei solltest du beachten, dass der Respekt gegenüber des Pferdes auf jeden Fall da sein sollte und was fast noch wichtiger ist , ist der Respekt des Pferdes dir gegenüber. Diesen hast du entweder schon oder musst ihn dir "erarbeiten". Informiere dich doch mal im Internet über das Rai Reiten, ich denke es wird dir gefallen :) Lg NaomiChicco
 
  • Gebissloses reiten Beitrag #20
Ich reite meine beiden Pferde nur gebisslos. Angefangen habe ich mit Knotenhalfter und Seil. Damit habe ich auch meinen Vollblutwallach Merlin ausgebildet. Er geht auf dem Platz ebenso wie im Gelände und wird damit auch gesprungen. Jetzt nehme ich ab und zu auch mal ein Sidepull her und das geht genai so gut.

Sehr wichtig ist es, dass ein Pferd auf die gebisslose Zäumung umgestellt wird und dass der Reiter lernt, damit umzugehen. Es ist eine andere Art der Kommunikation auf die sich Reiter und Pferd erst einmal einstellen sollten. Je nach Kopfstück müssen die Zügelhilfen auch etwas anders gegeben werden, wie z.B. beim Knotenhalfter und das sollte man auf alle Fälle lernen.
 
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