- Geschichte von einer Pferdeherde Beitrag #1
Hamster_Lover
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Endlose Stille bei dunkler Nacht,die Stute über ihre Herde wacht.Glasklare Augen schauenruhig in die Weite,beruhigende Wärme des Menschenan ihrer Seite.Zuerst beunruhigten siedie Schritte im Gras, Anspannung aller Muskeln,die sie am Körper besaß.Warnendes Schnauben für ihre Herde,furchtsames Wiehern der
ihr anvertrauten Pferde.Als Wächter blieb sie biszum Schluß stehenund sah die Mähnen der angstvollgaloppierenden Pferde wehen.Sie hatte die Gefahr früh genug erkanntund wäre bei einem Wolf
wohl auch weggerannt.Doch die Silhouette eines Menschenim letzten Lichtfiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf denMenschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüßt sie den Unbekannten,sich nicht bewußt, dass die anderenPferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel in den Taschen,lässt sich hoffnungslos von ihm überraschen.Leuchten der Klinge im Mondlicht -hier spricht die Gewalt, kein Gericht.Schmerzverzerrte ungläubige Augen,Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.Zustechen der Klinge immer wieder,Zusammenbrechen der alten Glieder.Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.Instinkte der Natur waren erwacht,nicht das Raubtier Mensch bedacht.Letztes Schnauben als Warnung
für ihre Herde,im Mondlicht wild galoppierende Pferde.Die Sonne geht strahlend auf.Am nächsten Tag,keiner diese schreckliche Tat zuverstehen mag.Stumm steht die Herdebei ihrem Artgenossen,ein Pferd hat noch nieeine Träne vergossen.Zitternd leidend in endloser Qual,das Pferd hatte hier keine andere Wahl.Vertrauen und bedingungslose Treue,der Täter Mensch kennt keine Reue.