- Stinkstiefel-oder das Licht am Ende des Tunnels! Beitrag #1
G
Gast16799
Guest
Hallo!
(So erstmal hoffe ich, dass ich hier richtig bin - wenn nicht bitte einfach verschieben.)
Es ist immerwieder unglaublich wie manche Menschen so unmenschlich - nein untierisch mit anden Lebewesen umgehen.
Das Pferd als Sportgerät, als Roboter, das funktionnieren muss..... leider zu oft Realität.
Eingepfercht in eine klassische Gitterbox aus den 70ern und nur die Reithalle und seine tristen vier Wände kennend - so habe ich ihn das erste mal gesehen.
Täglich zu viele Reitstunden am Stück musste er laufen. Die meisten "Reitschüler" waren viel zu schwer für ihn. Der Reitunterricht eine Qual! Auf die Pferde wurde nicht geachtet - hauptsache der Reiter hat seinen Willen und seinen Spass. Sporen, Gerten, Schlaufenzügel, falsch angebrachte Hilfszügel, nicht passendes Sattel- und Zaumzäug als Standart! Kein Heu, nur Pellets und Heucops (und KEINE Wiese!).
Stinkstiefel - ein "aggressives" tretendes und beißendes Pferd! Ja "Stinkstiefel" (oder Stinki wie ich zu ihm sage) wurde er genannt. Stumpfes struppiges Fell, leere Augen, schlechte (jahrelang nicht gemachte) Hufe, abgemager bis auf due Knochen!!!!! Sattel- und Gurtzwang, Panik vorm Putzen und berührt werden (nur der Chef konnte ihn für die Stunden fertig machen - und das auch nur mit fragwürdigen Mitteln...)!
Einige Zeit dachten wir wir kriegen ihn nicht durch - Stinki war ein wandeldes Skelett! Als ich die ersten Male die Boxentür von "meinem" Stinki aufgemacht habe kamen mir entweder Hufe oder Zähne entgegengeflogen! Ganz nach dem Motto: "Angriff ist die beste Verteidigung!" Mit Brot und Äpfeln habe ich ihn "bestochen", nach einer Woche konnte ich ihn anfassen und vorsichtig streicheln. Langsam haben wir uns angefreundet. Gemeinsam haben wir ihn aufgepäppelt und ich muss sagen, er hat einen ordentlichen Appetit entwickelt und nimmt schön (aber sehr langsam) zu! Stinki ist jetzt regelmäßig beim Schmied und muss mit seinen tollen Hufen jetzt auch nicht mehr lahm gehen. An der Longe arbeite er fleißig mit. Spazieren Gehen liebt er! Genauso wie seine Koppel und das beisammensein mit seiner Herde den ganzen Tag auf dem Paddock! Es war ein hartes Stück Arbeit, "meinem" Stinki die tiefsitzende Angst vor Sattel und Trense zu nehmen! Als ich ihm das erste Mal einen Sattel wieder aufgelegt habe wusste ich, dass er das "böse Ding" auf seinem Rücken nur duldete, weil er (zum Glück!) gelernt hat mir zu vertrauen.
Stinki - oder das Licht am Ende des Tunels: heute hat er zwar immer noch kein Idealgewicht, aber die pure Lebensfreude in den Augen. Der Süße strotzt nur so vor Energie, wenn wir in der Reithalle nach getaner Arbeit ausgelassen Fangen spielen. Sein Fell glänzt und er baut ordentlich Muckies auf! Und - wer hätte das gedacht
- der "alte Stinkstiefel" ist ein richtiger Sonnenschein, der jedem Mensche freudig entgegendackelt und sich gerne an der Stirn und am Wiederrist ausgiebig kraulen lässt! Tja der Stinki ist halt ein großer Kuschelbär. Wenn er mir heute den Popo zudreht, dann kuckt er schelmisch nach hinten und lässt sich genüsslich von mir die Schweifrübe und den Hintern kraulen!
Ja Stinki und seine 5 Leidenskammeraden habe es geschafft. 6 von den 7 Pferden die wir übernommen haben haben konnten wir mit etwas Geduld, viel Liebe, Sonnenschein und frischer Luft "wieder zu normalen Pferden machen". ( Nummer 7 mussten wir einschläfern lassen... da kam alle Hilfe zu spät...)
Ich musste mir Stinkis Geschichte (soweit ich sie kenne - wobei ich mir nicht sicher bin ob ich sein ganzes früheres Leben überhaupt so genau kennen möchte!) einfach mal von der Seele schreiben! Einerseits, weil es mich entsetzt hat, wie man andere Lebewesen so behandeln kann, andererseits weil ich so stolz auf "meinen" Stinki und seine wahnsinns Entwicklung und seine Fortschritte bin, dass ich es am liebsten Jedem erzählen möchte: Stinki hatts geschafft! :clap:
!!!
Ganz liebe Grüße,
Seeley (únd natürlich Stinki, Polly & Co.)
(So erstmal hoffe ich, dass ich hier richtig bin - wenn nicht bitte einfach verschieben.)
Es ist immerwieder unglaublich wie manche Menschen so unmenschlich - nein untierisch mit anden Lebewesen umgehen.
Das Pferd als Sportgerät, als Roboter, das funktionnieren muss..... leider zu oft Realität.
Eingepfercht in eine klassische Gitterbox aus den 70ern und nur die Reithalle und seine tristen vier Wände kennend - so habe ich ihn das erste mal gesehen.
Täglich zu viele Reitstunden am Stück musste er laufen. Die meisten "Reitschüler" waren viel zu schwer für ihn. Der Reitunterricht eine Qual! Auf die Pferde wurde nicht geachtet - hauptsache der Reiter hat seinen Willen und seinen Spass. Sporen, Gerten, Schlaufenzügel, falsch angebrachte Hilfszügel, nicht passendes Sattel- und Zaumzäug als Standart! Kein Heu, nur Pellets und Heucops (und KEINE Wiese!).
Stinkstiefel - ein "aggressives" tretendes und beißendes Pferd! Ja "Stinkstiefel" (oder Stinki wie ich zu ihm sage) wurde er genannt. Stumpfes struppiges Fell, leere Augen, schlechte (jahrelang nicht gemachte) Hufe, abgemager bis auf due Knochen!!!!! Sattel- und Gurtzwang, Panik vorm Putzen und berührt werden (nur der Chef konnte ihn für die Stunden fertig machen - und das auch nur mit fragwürdigen Mitteln...)!
Einige Zeit dachten wir wir kriegen ihn nicht durch - Stinki war ein wandeldes Skelett! Als ich die ersten Male die Boxentür von "meinem" Stinki aufgemacht habe kamen mir entweder Hufe oder Zähne entgegengeflogen! Ganz nach dem Motto: "Angriff ist die beste Verteidigung!" Mit Brot und Äpfeln habe ich ihn "bestochen", nach einer Woche konnte ich ihn anfassen und vorsichtig streicheln. Langsam haben wir uns angefreundet. Gemeinsam haben wir ihn aufgepäppelt und ich muss sagen, er hat einen ordentlichen Appetit entwickelt und nimmt schön (aber sehr langsam) zu! Stinki ist jetzt regelmäßig beim Schmied und muss mit seinen tollen Hufen jetzt auch nicht mehr lahm gehen. An der Longe arbeite er fleißig mit. Spazieren Gehen liebt er! Genauso wie seine Koppel und das beisammensein mit seiner Herde den ganzen Tag auf dem Paddock! Es war ein hartes Stück Arbeit, "meinem" Stinki die tiefsitzende Angst vor Sattel und Trense zu nehmen! Als ich ihm das erste Mal einen Sattel wieder aufgelegt habe wusste ich, dass er das "böse Ding" auf seinem Rücken nur duldete, weil er (zum Glück!) gelernt hat mir zu vertrauen.
Stinki - oder das Licht am Ende des Tunels: heute hat er zwar immer noch kein Idealgewicht, aber die pure Lebensfreude in den Augen. Der Süße strotzt nur so vor Energie, wenn wir in der Reithalle nach getaner Arbeit ausgelassen Fangen spielen. Sein Fell glänzt und er baut ordentlich Muckies auf! Und - wer hätte das gedacht
Ja Stinki und seine 5 Leidenskammeraden habe es geschafft. 6 von den 7 Pferden die wir übernommen haben haben konnten wir mit etwas Geduld, viel Liebe, Sonnenschein und frischer Luft "wieder zu normalen Pferden machen". ( Nummer 7 mussten wir einschläfern lassen... da kam alle Hilfe zu spät...)
Ich musste mir Stinkis Geschichte (soweit ich sie kenne - wobei ich mir nicht sicher bin ob ich sein ganzes früheres Leben überhaupt so genau kennen möchte!) einfach mal von der Seele schreiben! Einerseits, weil es mich entsetzt hat, wie man andere Lebewesen so behandeln kann, andererseits weil ich so stolz auf "meinen" Stinki und seine wahnsinns Entwicklung und seine Fortschritte bin, dass ich es am liebsten Jedem erzählen möchte: Stinki hatts geschafft! :clap:
Ganz liebe Grüße,
Seeley (únd natürlich Stinki, Polly & Co.)







