Angst vor vorbeifahrenden Autos

Diskutiere Angst vor vorbeifahrenden Autos im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, Ich bin verzweifelt. Mein Bearded Collie ist jetzt fast 6 Monate, und er ht panische Angst vor vorbeifahrenden Autos bekommen. Vor ein paar...
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  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #1
NerosPappa

NerosPappa

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Hallo,
Ich bin verzweifelt.
Mein Bearded Collie ist jetzt fast 6 Monate, und er ht panische Angst vor vorbeifahrenden Autos bekommen. Vor ein paar Tagen lief alles noch super,
doch jetzt ist es übelst schlimm. Ich geh seit dem immer mit ihm an der Straße spazieren aber was für ein Graus. Nicht mal Leckerlies helfen, und dabei hat er vor nix anderem Angst außer eben fahrenden Autos.
Kann es vieleicht ein Trotzphase sein, oder will er mich testen??
Hat von euch einer einen Rat, ich weiß nicht weiter.:?:
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #2
ist denn irgendetwas passiert?
meine hündin wurde angefahren und hat seitdem angst vor großen autos oder lastern.
ich rede ihr dann immer gut zu und dann geht das schon.
bin zur übung immer an die autos rangegangen wenn die wo standen und hab sie schnuppern lassen...
aber bei ihr war das nicht so schlimm wie in deinem fall...
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #3
Nein das ist es ja. Es ist nix passiert. Deswegen kann ich es mir auch nicht erklären. Heut war es wieder besonders schlimm. Schon wenn er die Straße sieht. setzt er sich hin un läuft keinen Schritt mehr. Dann nimmt er nicht mal das leckerlie an. Ich rede ihm gut zu, ich streichle ihn. Dann läuft er ein Stück und bumm sitzt er wieder. dann werd ich laut. Ich geb ihm Befehle auf die er sonst nomalerweise super hört, doch das bringt auch nix.
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #4
Hallo Neros Pappa - es gibt spezielle CDs mit verschiedenen Lärm-Situationen extra für Hunde (Autolärm. Kindergeschrei, Telefonlärm, etc…) Ich habe mir damals das folgende Buch gekauft, da ist eine solche CD gratis drin (und das Buch ist auch nicht schlecht):

"Das Kosmos Welpenbuch" (von Hilke Heinemann). Buch mit CD ca 16-19€ glaube ich. Bekommt Du sicher über BOL oder so.

Vielleicht hilft das was.
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #5
Hallo, vielleicht hat er irgend etwas unangenehmes mit Autos verknüpft. Zum Beispiel ein lautes knallen als ein Auto vorbei gefahren ist, oder so was. Das kann ja viele Ursachen haben.

Mein Hund hatte mal eine Zeit lang Angst über Brücken zu gehen, das kam auch von einen tag auf den anderen.
Ich hab das ganz einfach so gemacht: Ich bin ganz "cool" über die brücke gegangen, um ihn zu zeigen das es absolut nichts schlimmes ist, hab ihn dabei auch nicht angeguckt (also ignoriert). Er hat es mir nachgemacht, anfangs noch etwas vorsichtig, aber nach einer Woche war das vorbei.

Glaube nicht das "cool bleiben" allein bei deinem hilft, aber du kannst es ja mal probieren.

LG fini
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #6
Auf keinen Fall darfst du den hund in dieser Situation trösten. geh einfach weiter, als wenn nichts wäre. Denn wenn du ihn tröstest, fühlt er sich in seiner Angst bestätigt.
Du solltest den Hund nciht nur mit Leckerlies ablenken. Denn Balenkung bringt da nicht mal so viel. Du musst dem Hund zeigen, dass du die Situation unter Kontrolle hast. Mach ihn auf dich aufmerksam und lob ihn, wenn er dich beachtet. Wenn er neben dir läuft, einfach mal ab und zu8 sagen "XY hier!", er sieht dich an. Und loben, wenn er dich ansieht. Das klapt übrigens auch, wenn der Hund zeiz oder Vögel oder so jagen will.
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #7
Vielen Dank an alle.
Ich find es super was ihr mir für Ratschläge gegeben habt. Einige Probier ich nachher gleich mal aus. Doch gibt es da noch etwas zu berichten. Kommt ein Auto auf uns zu oder fährt ganz na an uns vorbei ist nix. Nero verhält sich normal und hört auf alles was ich sage. Es ist nur an einer großen Straße so schlimm. trösten tu ich ihn nicht. Im gegenteil ich geh so 5m weg, hocke mich hin und rufe ihn. Am Anfang ist er auf mich zu gekommen doch jetzt nicht mehr, nicht einmal mit seinem lieblingsleckerlie. Lob bekommt er erst von mir wenn er gelaufen ist. es geht einigermaßen aber eher schlecht.
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #8
Er hat sicher ein unangenehmes Erlebnis gehabt und verknüpft das mit Autos. Mein Hund hat Angst vor Kühen. Im Sommer ging er schwimmen und lief dann naß unter dem Weidezaun mit hoch erhobenem Schwanz durch und bekam einen elektrischen Schlag. Das waren für ihn die Kühe, nicht der Weidezaun. So kanns dem Hund auch ergangen sein. Ein Auto für vorbei und ihm tat plötzlich etwas weh (Insektenstich z.B. im Ohr) und schon wars das Auto. Er muss erst wieder Vertrauen kriegen, aber ein Tier braucht lange, es lernt ja auch nur durch Erfahrungen. Wir Menschen können so etwas einschätzen, lernen aber selten aus schlechten Erfahrungen.
Gruß HelgaK
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #9
Angst - und was man dagegen tun kann

Hallo zusammen,

hier die Website von Kayce Cover, Weiterentwicklung des Clickertrainings z.B. Zootiere trainiert, ärztliche Behandlungen Stress- und Angstfrei meistern zu können - läßt sich genauso auf andere angstauslösende Situationen anwenden:

PERCEPTION MODIFICATION OR COUNTER-CONDITIONING
In "Bridge and Target" training, the third thing the animals are taught to do is to relax on cue, a key step in preparing them for changing their attitudes about things. In order to teach the animal to relax on cue, the trainer says "easy," "x," or any other cue word while massaging the animal's muscle groups. After a short time, simply hearing the word cue helps the trainee relax. (...) "Perception modification" (Cover, 1994) is the description of the process by which we can change the way animals look at any given event. For examples, in less than 20 minutes trainers can significantly calm frightened or aggressive animals....

hier der Link bezgl. Wahrnehmungstraining: :

Perception Training is a means of giving animals coping skills and changing their perceptions of stressful or disliked events. Benny Erez trained market hogs to stand voluntarily while blood samples were taken. Since these pigs all learned to want to be first, they were certainly regarding the collection of blood differently than before! Hence, this one procedure gave three benefits. Judging from the overt signs of stress, such as running, squealing, and straining, we reduced the stress these pigs experienced as a result of being restrained or poked with a needle, and, had pigs "requesting" to be bled...

Mehr darüber, wie man Verhaltensänderungen mit Hilfe der Bridges erreichen kann hier:

und eine kurze Übersetzung der wichtigsten Punkte:

Covers Formel für Wahrnehmungsveränderung in Zyklen
Ein Werkzeug, das den Tieren ermöglicht, ihre Gefühle zu managen

Wahrnehmungsveränderung:
Die Veränderung der Wahrnehmung eines Tieres lässt sich daran erkennen, wie sich seine Reaktion auf das Ereignis oder den Stimulus im Vergleich zur Ausgangssituation verändert. Dieses lässt sich am effektivsten durch einen Konditionierungprozess erreichen, in dem das Ereignis/Stimulus mit einem konditionierten Verstärker kombiniert, oder bestraft wird, damit sich der Wert des Verstärkers oder der Strafe auf den Auslöser überträgt. (Cover, "An Introduction to Bridge and Target Trainng Technique, 1990, überarbeitet 2000) [Diese Definition ist auch zitiert im IMATA Glossary , Hurley, J and Scaramozzino, J, 1998] *IMATA = International Marine Animal Trainer Association
Mit diesem Prozess werden aversive (oder Angst einflößende / übermäßig erregende) Ereignisse/Stimuli in kleine Teile aufgebrochen und jedes einzelne mit Verstärkern kombiniert. Haben sich die kleinen Teile in der Wahrnehmung des Tieres (positiv) verändert, werden sie wieder zum Gesamtverhalten zusammengesetzt.
Im Resultat kann das Tier das Ereignis nicht nur tolerieren oder ignorieren, sondern oftmals sogar lernen zu genießen, was es vorher fürchtete oder hasste.
Ebenso kann man Dinge, die vorher attraktiv waren ,mit sorgfältigem Management von Konsequenzen „neutralisieren“.
Zyklen:
Hierbei wird das Tier durch einen Zyklus von Überbrückung, Nachlassen der Herausforderung, Überbrückung (intermediäre Brücke = ib) und schließlich einer Pause (die genauso lang oder länger dauert wie Dauer der Herausforderung) and die Herausforderung herangeführt. Das Ziel ist, dass das Tier die ganze Zeit über in einem entspannten, nicht reaktivem Zustand bleibt, bzw. konzentriert auf den Trainer aber die Herausforderung ignorierend. (Cover, 2002)
Im Grunde bewirkt dieses Training, die Wahrnehmung des Tieres im Bezug auf den Stimulus, Gegenstand oder Ereignis etc. zu verändern.
Dazu versetzt man das Tier in einen entspannten Zustand. Am besten konditioniert man für diesen Zustand ein Signalwort – ich (Kayce Cover) benutze oft eine Tiefenmassage, jedoch reicht es oft schon, sich auf das Tier zu fokussieren. Während dieser Übung besteht der Job des Tieres darin, ruhig und auf Dich konzentriert zu bleiben. Wenn möglich, arbeite mit einem Co-Trainer, um das Problem einzuführen. Diese Person beginnt damit, das „Problem“ außerhalb des Reaktionsradius des Tieres, zu präsentieren. Dann bringt er das „Problem“ einen Schritt näher, ib, einen Schritt zurück, ib und dann (sehr wichtig!) eine Pause (mindestens genau so lange wie der Zeitraum der „Problem-Präsentation“) um dem Tier zu ermöglichen, in den ursprünglich entspannten Zustand zurück zu gelangen.
Diese Zyklen werden wiederholt und die Entfernungen werden (in den folgenden Behandlungen) schrittweise reduziert. (Zwei Schritte näher, ib, zwei Schritte zurück, ib, Pause / (nächste Behandlung: vier Schritte näher, ib, vier Schritte, ib, Pause usw.) bis man ganz am Tier ist. Dann kann man entweder damit beginnen (mit den gleichen Zyklen), um das Tier herum zu gehen, hinter das Tier zu treten, oder irgend eine andere Variable zu verändern (z.B. wenn das „Problem“ andere Hunde sind, kann man jetzt zu einem anderen Trainingspartner-Hund wechseln, oder einen weiteren Hund dazu nehmen, oder das Tempo verändern, etc.). zu jeder Zeit sollte der Trainer, der das „Problem“ (z.B. den anderen Hund) führt, den zu trainierenden Hund gut beobachten. Das Ziel ist, das Tier so schnell wie möglich zu fördern ohne dass er seine Entspanntheit/Fokus verliert. Sobald das Tier das erste Anzeichen von Erregung zeigt, stoppt der zweite Trainer und entfernt dann langsam das „Problem“ Auf diese Weise wird dem trainierten Tier der adrenalisierede Stimulus entzogen, wenn er es also mag (wie in „die Catharsis der Aggression mögen“) "verliert" er durch beginnendes Zeigen von Interesse, oder sogar eigentlich sogar bei jeglicher Verhaltensveränderung überhaupt.
In der Zwischenzeit steht oder sitzt der erste Trainer bei dem Tier und gibt das konditionierte Entspannungssignal und unterstützt mit ibs und reichlich eingestreuten Terminal Bridges (tbs) am nahsten Annährungspunkt um am Ende des Zyklus. Das trainierte Tier beginnt meist ziemlich bald, sich auf das Gesicht des Trainers zu konzentrieren und von der sich nähernden Ablenkung weg zu sehen. Dieses ist ein gewünschtes Zeichen. Es zeigt, dass der Hund plant, sich sich nicht vom "Problem" ablenken zu lassen.
Dieser Prozess ist, wenn er richtig durchgeführt wird, extrem langeilig für den Beobachter, da es aussieht, als ob nichts passiert. Jedoch bewirkt es schnelle, nachhaltige Ergebnisse.
Es ist sehr wichtig, immer nur einen Aspekt des "Problems" zu verändern.
Die „Pause“ ist sehr wichtig. Die Konditionierte Entspannung ist sehr wichtig. Und die ib ist sehr wichtig. (…) Die Vorhersagbarkeit der Zyklen und der Pausen scheint den Tieren zu helfen, bis zum Ende der Behandlung durch zu halten. (…)
Wenn Du an etwas arbeitest, das nicht bewegbar ist (z.B. um einem Tier beizubringen ins Wasser zu gehen) kannst Du mit dem Tier an den Strand (Bach, See, Fluß) gehen. Dort geht man im Prinzip genauso vor, nur bewegt man eben den Hund näher an das Objekt und wieder zurück unter Verwendeung der ibs, tbs und Pausen.
Wenn du einem Tier beibringen möchtest, für eine Blutabnahme (oder andere Tierärztliche Maßnahmen) stehen zu bleiben, machen erst sie Spritze, dann die Nadel und schließlich die Spritze mit Nadel machen die „Annäherungs-Entfernungskreise“. (Nebenbei bemerkt, kündigen wir dem Tier immer an, was passieren wird, damit sich das Tier mental darauf vorbereiten kann und wir fangen an, handfeste Beweise zu sehen, dass es das auch tatsächlich tut). ... Copyright 2004 by Syn Alia Training Systems ®



tb = Terminal Bridge
entspricht dem Klick oder Marker-Wort bei Clickertraining

ib = intermediäre Brücke
funktionionirt wie das "kalt, lau, warm heiß, heiß, heiß" beim Topfschlagen.
Gebräuchlicherweise kann man ein Wortsignal verwenden: z.B "gugugugu" als ib und "guut" als tb (Kaycy Cover verwendet "xxxxxxx" als ib und "X" als tb, aber dass könnte in der Öffentlichkeit falsch verstanden werden
whistling.gif
.

Das Konditionieren funktioniert wie beim Klickertraining. Zunächt sagt man also seinen gewählten tb-Marker (z.B. "Gut") und gibt sofort ein Leckerchen, tb-Leckerchen tb- Leckerchen, ca. 5 mal hintereinander.
Dann prüft man, ob der Hund das verstanden hat, indem man den tb-Marker sagt, wenn der Hund gerade nicht schaut.
Wenn er sofort reagiert, kann man mit Schritt 2 weitermachen und den ib-Marker konditionieren.
Angenommen, man hat sich für tb= "gut" und "gugugugu" = ib entschieden. Man nimmt also ein Leckerchen in die Hand und hält es dem Hund vor die Nase, beginnt "gugugugu" zu sagen und zieht es etwas vom Hund weg, folgt der Hund dem Leckerchen, "Gut" sagen und Leckerchen geben.

die ib sagt dem Hund - das was du gerade machst ist gut, mach weiter so. Anfangs macht man es dem Hund noch nicht so schwer und gibt recht früh die tb. Mit der ib kann man sehr gut zum Weitermachen Veranlassen - sobald der Hund sein gewünschtes Verhalten abbricht, stoppt die ib - oft reicht das aus, den Hund zu veranlassen, das Verhalten wieder aufzunehmen.
Beim shapen kann man so schneller vorgehen, weil man hier nicht wie beim Clickern, das Verhalten mit dem Click "abbricht", sondern die ib auch (z.B. durch stimmliches "Anfeuern") den Hund dazu veranlasst, weiter zu probieren. Die ib sagt dem Hund, ob seine Spur ehr lauwarm oder brühend heiß ist.... _________________
Liebe Grüße
Martina
 
  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #10
Vielen Dank an alle.
Ich find es super was ihr mir für Ratschläge gegeben habt. Einige Probier ich nachher gleich mal aus. Doch gibt es da noch etwas zu berichten. Kommt ein Auto auf uns zu oder fährt ganz na an uns vorbei ist nix. Nero verhält sich normal und hört auf alles was ich sage. Es ist nur an einer großen Straße so schlimm. trösten tu ich ihn nicht. Im gegenteil ich geh so 5m weg, hocke mich hin und rufe ihn. Am Anfang ist er auf mich zu gekommen doch jetzt nicht mehr, nicht einmal mit seinem lieblingsleckerlie. Lob bekommt er erst von mir wenn er gelaufen ist. es geht einigermaßen aber eher schlecht.
Hatte das gleiche
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Hatte das gleiche Problem mit meinem Cavalier King Charles.Bin deshalb immer Tagsüber nur kurze Zeit und abends ganz lange Gassi gegangen,weil da weniger Autos auf der Straße sind.Nach ca. 4 Wochen hat sich die Angst gelegt.
 
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  • Angst vor vorbeifahrenden Autos Beitrag #11
Vielen Dank
Ich probier es weiter, noch nix helfen tut, Aber ich geb nich auf, mit eurer super hilfe schaff ich das :)))
Danke und nochmals Danke an alle
 
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