Entscheidung? :-(
Hallo Zusammen,
vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Ich muß leider eine sehr schwere Entscheidung treffen.
Mein armes Hundi hatte am WE sehr viele und schwere Krampfanfälle. Den ersten und einzigen Anfall dieser Art hatte er vor 8 Wochen und war danach wieder beschwerdefrei. Letztes WE aber ging es plötzlich wieder los und steigerte sich auf 10 Anfälle am Sonntag, nach denen er am Abend offenbar blind und taub und vollkommen orientierungslos und schwach war.
Aber wenigstens stand er am Sonntag nochmal wieder auf......
Auf meinen verzweifelten Anruf beim tierärztlichen Notdienst am Sonntag abend, bekam ich die Auskunft, dass ich mal am Montag nachmittag zum Röntgen kommen solle und im übrigen könne man in solchen Fällen sowieso kaum bzw. nur sehr schwer etwas machen.
So warteten wir die Nacht ab und dummerweise bin ich irgendwann eingeschlafen.......
Am Morgen mußte ich dann entsetzt feststellen, dass mein Hundi, vielleicht sogar schon seit einiger Zeit, in einem schweren Krampfanfall auf der Seite lag.
Dieser Anfall hielt über Stunden an, das Hundi kam nicht mehr zu sich. Als er dann endlich in der Tierklinik war, wurde zusätzlich festgestellt, dass er außerdem hohes Fieber hatte (41,5).
Er bekam zuerst Elektrolytinfusionen und wurde gekühlt.
Schweren Herzens ließ ich ihn in der Klinik.
Da sich sein Zustand nicht änderte, bekam er später eine Narkose, wurde praktisch in ein künstliches Koma versetzt.
Obwohl der TA bei der ersten Konsultation meinte, die Prognose sei sehr schlecht und das Hundi hätte wahrscheinlich bereits organische Schäden erlitten, sagte er später am Telefon, er würde doch noch eine Chance sehen und ich solle den Hund über Nacht in der Klinik lassen,man wolle ihn am Morgen aus der Narkose wecken und schauen, ob und wie es ihm geht.
Sehen durfte ich mein Hundi aber nicht mehr, was mir angesichts der Narkose komisch erschien. Denn entweder liegt der Hund im Koma und kann nichts mehr wahrnehmen oder es besteht die Gefahr, dass er aufgeschreckt wird und die Krampfanfälle daraufhin wieder einsetzen (so hätte ich gedacht.......)
Heute morgen bekam ich telefonisch mitgeteilt, dass es meinem Hundi besser gehen würde, er sei tatsächlich aufgewacht, würde auch fressen, wäre aber noch orientierungslos und verängstigt. Man wollte ihn jetzt weiter beobachten und versuchen, ihn auf Medikamente einzustellen.
Ein Besuch bzw. das Sehen meines Hundes wurde mir heute wieder verweigert mit dem Argument, dass man das Risiko eines "Sich-Aufregens" vermeiden wolle und ihm seine geringe Chance, das Ganze zu überstehen, nochmal bis Morgen lassen solle.
Ich kann das schon verstehen, auf der anderen Seite wird er doch höchstwahrscheinlich nie wieder gesund werden können und ich weiß nicht, ob er sich nur quälen muß.
Auch die Kosten, die in der Tierklinik durch die, aus meiner Sicht auch recht eigenmächtige Behandlung, entstehen, sind für mich recht nebulös.
Es kamen sogar sehr schlimme Bedenken von Freunden, ob der Hund überhaupt noch am Leben ist und mir hier Dinge in Rechnung gestellt werden, die gar nicht stattfinden......Zumal ich ja den Hund nicht sehen darf.
Es ist schon alles sehr komisch.
Wenn ich aber mal positiv denken will und ich das Hundi morgen wieder mit heimnehmen kann.....was tu ich dann? Ich weiß ja letztlich nicht, in welchem gesundheitlichen Zustand er ist.
Gestern morgen meinte man zudem in der Tierklinik, dass auch das Gehirn schaden genommen haben kann und die Möglichkeit besteht, dass er aggressiv werden könnte.....
Mein "Haus"-Tierarzt und auch Bekannte raten mir,den armen Hund aus seinem Leid zu erlösen, da er doch nie mehr derselbe sein kann.
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich denken und tun soll und was das Richtige ist......
Vielleicht ist es doch keine Epilepsie (das hohe Fieber sei nicht typisch dafür), sondern eine bakterielle Infektion, die wieder in Ordnung kommen kann?
Aber sind trotzdem evtl. bereits irreparable Schäden an Organen und Hirn entstanden?
Kann er wieder gesund werden oder wird er evtl. sogar zu einer tickenden Zeitbombe? Muß er sich quälen?
Für Eure Meinungen wäre ich dankbar!