- Auslauf für Farbmäuse - Erfahrungsbericht Beitrag #1
Sina
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Ich habe mir überlegt, dass ich mal einen Thread zum Thema "Auslauf bei Farbmäusen" eröffne. Dieses Thema wird häufig und sehr kontrovers diskutiert.
Halter, die sich gegen den Auslauf aussprechen, argumentieren meist damit, dass Farbmäuse sehr revierbezogen sind und dass Auslauf ihnen unnötigen Stress bereiten würde.
Tatsächlich wäre es für Farbmäuse äußerst stressig, regelmäßig aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen zu werden.
Wie genau kann man den Auslauf für Farbmäuse also gestalten, damit er für Maus und Halter erfreulich wird?
Ich möchte Euch hier kurz einen Einblick in meine Auslaufhaltung geben. Ich hoffe, dass er einige andere Halter inspirieren kann.
Die Idee zum Auslauf kam schon vor einiger Zeit, weil ich das Gefühl hatte, dass unserer Trupp sich auf 90x60x140 irgendwie eingeengt fühlt. Natürlich sind diese Maße für ca. 10 Mäuse völlig geeignet, ich wollte ihnen aber trotzdem die Möglichkeit geben, sich richtig auszutoben.
Unser Plan war es zunächst, den Auslauf nicht ständig zur Verfügung zu stellen. Wir entschieden uns deshalb dafür, den Auslauf klappbar zu bauen. Hartfaserplatten, die mit Gewebeklebeband verbunden wurden, waren schnell als das geeignetste Baumaterial ausgewählt.
Der Auslauf sollte natürlich so an den Käfig angeschlossen werden, dass die Mäuse selber entscheiden können, ob sie in den Auslauf möchten oder nicht.
Die ersten Versuche sahen so aus:
Der Auslauf wurde von den Mäusen stark frequentiert. Nach sehr kurzer Zeit entschieden wir, ihn dauerhaft stehen zu lassen und nur abzubauen, wenn wir viel Besuch in der Wohnung haben (z.B. eine Party).
Allerdings erwiesen sich zahlreiche Aufbauten als nicht dauerhaft geeignet. Eines Abends fand ich Trüffelchen im Wohnzimmer - sie biss mir in den Zeh.
Bei dieser Version fanden wir sie erst zwischen Hartfaserplatte und Käfiggitter und dann auf dem Käfig:
Mittlerweile haben wir das Ausbrecherproblem gelöst, indem wir die Hartfaserplatte wieder seitlich vom Käfig angeschlossen und das Käfiggitter unten mit einem Brett abgesichert haben.
Die Mäuse danken uns den Auslauf. Sie sind im Auslauf deutlich zutraulicher als im Käfig. Sie nutzen den Platz, den sie zusätzlich haben. Und das beste: Sie gehen morgens zum Schlafen wieder in den Käfig. Wenn wir also wirklich mal den Auslauf abbauen müssen, müssen wir nicht erst groß Mäuse in den Käfig scheuchen.
Mein Fazit ist: Auslauf für Farbmäuse ist kein MUSS. Wenn er richtig gemacht wird, wenn (endlich) alle undichten Stellen abgesichert sind und wenn die Tiere selber entscheiden können, in welchem Maß sie den Auslauf nutzen, ist er für Halter und Tiere ein Gewinn.
Halter, die sich gegen den Auslauf aussprechen, argumentieren meist damit, dass Farbmäuse sehr revierbezogen sind und dass Auslauf ihnen unnötigen Stress bereiten würde.
Tatsächlich wäre es für Farbmäuse äußerst stressig, regelmäßig aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen zu werden.
Wie genau kann man den Auslauf für Farbmäuse also gestalten, damit er für Maus und Halter erfreulich wird?
Ich möchte Euch hier kurz einen Einblick in meine Auslaufhaltung geben. Ich hoffe, dass er einige andere Halter inspirieren kann.
Die Idee zum Auslauf kam schon vor einiger Zeit, weil ich das Gefühl hatte, dass unserer Trupp sich auf 90x60x140 irgendwie eingeengt fühlt. Natürlich sind diese Maße für ca. 10 Mäuse völlig geeignet, ich wollte ihnen aber trotzdem die Möglichkeit geben, sich richtig auszutoben.
Unser Plan war es zunächst, den Auslauf nicht ständig zur Verfügung zu stellen. Wir entschieden uns deshalb dafür, den Auslauf klappbar zu bauen. Hartfaserplatten, die mit Gewebeklebeband verbunden wurden, waren schnell als das geeignetste Baumaterial ausgewählt.
Der Auslauf sollte natürlich so an den Käfig angeschlossen werden, dass die Mäuse selber entscheiden können, ob sie in den Auslauf möchten oder nicht.
Die ersten Versuche sahen so aus:
Der Auslauf wurde von den Mäusen stark frequentiert. Nach sehr kurzer Zeit entschieden wir, ihn dauerhaft stehen zu lassen und nur abzubauen, wenn wir viel Besuch in der Wohnung haben (z.B. eine Party).
Allerdings erwiesen sich zahlreiche Aufbauten als nicht dauerhaft geeignet. Eines Abends fand ich Trüffelchen im Wohnzimmer - sie biss mir in den Zeh.
Bei dieser Version fanden wir sie erst zwischen Hartfaserplatte und Käfiggitter und dann auf dem Käfig:
Mittlerweile haben wir das Ausbrecherproblem gelöst, indem wir die Hartfaserplatte wieder seitlich vom Käfig angeschlossen und das Käfiggitter unten mit einem Brett abgesichert haben.
Die Mäuse danken uns den Auslauf. Sie sind im Auslauf deutlich zutraulicher als im Käfig. Sie nutzen den Platz, den sie zusätzlich haben. Und das beste: Sie gehen morgens zum Schlafen wieder in den Käfig. Wenn wir also wirklich mal den Auslauf abbauen müssen, müssen wir nicht erst groß Mäuse in den Käfig scheuchen.
Mein Fazit ist: Auslauf für Farbmäuse ist kein MUSS. Wenn er richtig gemacht wird, wenn (endlich) alle undichten Stellen abgesichert sind und wenn die Tiere selber entscheiden können, in welchem Maß sie den Auslauf nutzen, ist er für Halter und Tiere ein Gewinn.