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Diskutiere Ausbüchsen im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Es gibt Momento, da könnte man seinen Hund erwürgen. Ich komm heut morgen vom Gassi mit Luna zurück, das Auto hatte ich schon aus dem Hof...
  • Ausbüchsen Beitrag #1
Elkecita

Elkecita

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Es gibt Momento, da könnte man seinen Hund erwürgen.
Ich komm heut morgen vom Gassi mit Luna zurück, das Auto hatte ich schon aus dem Hof gefahren, es war schon spät, wir mussten los. Mein Sohn wartete am Tor und ich führte Luna rein. Dachte, dass mein Sohn sie festhält, während ich das Tor zuziehe, da entwischt sie uns doch tatsächlich nochmal und saust raus aufs Feld.

Da kann man noch so betteln, "ven aquí" rufen, Luna stellte auf Durchzug und machte keine Anstalten umzudrehen. Ich mit 12 cm Stöckelschuhen und feinem Kostümchen - gut, dass Junior hinterhersausen konnte. Und das, wo wir eh schon spät dran waren.

Wie kann man einem jungen Hund anerziehen, dass er ohne Erlaubnis nicht aus dem Hoftor rausspringt und sich alleine auf den Weg macht? Unserer Mora haben wir das ihr Lebtag nicht beibringen können. Ich nehme an, mit VIIIIIIIIIEEEEEEL Geduld - aber wie??????

Danke für Eure Tipps.
Elke
 
  • Ausbüchsen

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  • Ausbüchsen Beitrag #2
Einen Pfeiler anbringen
wo Du die Leine anhängen kannst um das Tor zu öffnen und zu schließen.
Dem Hund das Komando WATREN geben sollte helfen ihn warten zu lassen.
Wenn er brav wartet ein leckerchen geben und loben.
So haben wir das unseren Großen Rottweiler-Colly Rüden beigebracht.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #3
Wie oft gehst du den gassi???? Meine Hunde waren vorher auch so.... bis ich mit ihnen mehr Gassi gegangen bin!!! Jetzt hauen sie nicht mehr ab:D
 
  • Ausbüchsen Beitrag #4
Huhu,

ich würde mal damit anfangen, dass sie sich auch beim mit dir gehen an dich halten und ruhig rausgehen muss. Das heißt sie wartet mit dir vor dem Tor, bis sie entspannt ist, und dann gehst du zuerst raus – ohne dich und vor dir läuft nichts.
Wenn sie bereits Zuhause ist und du nach Hause kommst würde ich sie vor dem Tor absitzen lassen, d.h. du gehst nicht rein, bevor sie nicht ruhig und zuverlässig sitzt. Wenn du das Tor einen Spalt öffnest und sie aufsteht geht das Tor sofort wieder zu.

Außerdem würde ich am Abruf üben, wenn sie abgeht ohne wieder zu kommen, und mal schauen, ob ihr wirklich genug macht, um sie auszulasten.

Liebe Grüße
 
  • Ausbüchsen Beitrag #5
Abgesehen von den Erziehungstipps ist es hier auch wirklich wichtig, dass dein Hund ausgelastet ist.
Das größte Grundstück wird irgendwann langweilig. Hunde sind Nasentiere, die Abenteuer und Neues erleben wollen. Andere Hunde und Tiere riechen, schnüffeln... das kann das Größte Grundstück irgendwann nicht mehr bieten.
Wenn ich mich richtig erinnere war die Hündin auch noch recht jung und im besten Tobealter? Da ist es nochmal wichtiger. Also rausgehen rausgehen rausgehen, toben, spielen und dadurch auch an der Bindung arbeiten.

Ein gelangweilter Hund wird sonst entweder irgendwann resignieren und aufgeben oder immer wieder versuchen, bei jeder sich bietenden Möglichkeit irgendwie rauszukommen..
 
  • Ausbüchsen Beitrag #6
Hallo! Ich würde euch raten eine Hundeschule zu besuchen. Mir hat es vor allem geholfen, mir selbst in den Hintern zu treten und mit dem Hund zu trainieren denn wenn man nicht übt, steht man in der nächsten Trainingsstunde wie ein Idiot da ;) Und dann hatten wir auch das Ziel Begleithundeprüfung. Außerdem würde ich die Bindung stärken, wenn er einfach weg läuft. Das geht meiner Erfahrung nach z.B. super mit Mantrail weil der Hund dort im Team mit dem Frauchen ein positives Ziel erarbeitet/erreicht.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #7
Vielen Dank für Eure Antworten
Fusselbürste, wir haben eine kurze Leine neben dem Tor angebracht, an die wir sie normalerweise anbinden, wenn das Tor aufgeht. Ich habe auch schon öfter mal MIT ERFOLG versucht, mein Auto reinzufahren, ohne dass ich sie anbinde. Dann wird sie beim Aufmachen des Tores lieb begrüsst, gestreichelt und sanft in eine Ecke gewiesen, wo sie sich hinlegen muss (auf Platz reagiert sie noch nicht so gut, "túmbate"= leg DIch hin mag sie lieber - eben ein spanischer Hund, hahahaha). Und in 90 % der Fälle bleibt sie dort auch liegen, bis ich mit dem Auto ganz in der Einfahrt drin bin und ich die Autotüre aufmache und sie rufe. Dann wird sie gelobt. Aber so ganz kann ich mich darauf eben nicht verlassen, nur dass es mir nachmittags beim Heimkommen nicht so viel ausmacht, wenn sie mal ausbüchst, weil ich dann Zeit hab, ihr nachzurennen (morgens eben nicht, ausserdem ist es da noch stockfinster). Werde mal am Wochenende aktives Training am Tor mit Leckerlis machen. Bin mal gespannt.

Futtergeberin: ich gehe mit ihr normalerweise morgens bevor ich zur Schule/Arbeit fahre und abends, wenn ich heimkomm. Zwischendrin bin ich ja nicht da. Am Wochenende sind die Spaziergänge immer etwas ausgedehnter - logisch.

Mischling: Dann mach ich das ja richtig. Jedesmal wenn ich mit ihr Gassi gehe, muss sie vor dem geöffneten Tor ruhig warten - wird auch gestreichelt dabei - bis ich das Kommando "Vamos" gebe, dann gehn wir gemeinsam raus. Macht sie auch ohne Murren mit, allerdings an der Leine, ohne Leine weiss ich nicht, ob es sie nicht jucken würde, gleich rauszuspringen. Sie muss sich ja auch bei jedem Überqueren von einer Strasse hinsetzen und darf erst auf mein Kommando aufstehen und an meiner Seite über die Strasse laufen. Das mach ich manchmal mit Leckerli, andere Male nur mit Streicheleinheiten und lobenden Worten (witzig, auch hier liegt ihr "Sitz" weniger, sie reagiert viel besser, wenn man sie ganz höflich mit "Siéntate"= Setz Dich hin auffordert). Das mit dem Abruf wird geübt, zur Zeit nur mit Leckerlis, aber vielleicht nehm ich mir mal die Zeit und geh mit ihr ins Feld mit Schleppleine. Das Dumme ist: zur Zeit ist Jagdsaison, da trau ich mich nicht ins Feld, noch nicht mal ohne Hund, aus Angst, dass ich ne Schrotladung abkriege. :?

Infano, ja sie ist erst 7 Monate alt, und hinten im Feld kreucht immer irgendwas oder irgendwer rum, sei es ein Kaninchen, Katzen, streunende Hund oder Pilz- und Kräutersucher. Unsere Katze streicht da ja auch immer rum, und das sieht der Hund und versteht nicht, warum die Katze da frei rumlaufen darf und sie eben nicht. Und tagsüber ist eben niemand da, bis wir von der Arbeit bzw. Schule (kommt ja noch nachmittäglicher Sport und Musikunterricht dazu, da kommen wir oft erst spät heim während der Woche) nach Hause kommen. Das Wochenende ist herrlich für sie, da sind wir fast den ganzen Tag draussen bei ihr, beim Autoputzen, Hof kehren, Gartenarbeit, Heimwerken etc.

Deena: an eine Hundeschule hatte ich auch schon gedacht, die Frage ist nur: WANN????? Da einer unserer Familie dabei sein muss, sehe ich da kaum Möglichkeit, ausser es wären Wochenendkurse. Unter der Woche kommen mein Sohn und ich immer erst frühestens um 7 Uhr nach Hause, oft auch später, dann muss gekocht werden und Abendessen. Da noch Zeit für was andres rauszuholen, ist fast unmöglich. Den Hund hol ich dann raus, wenns schon finster ist - grins, ich hab ja keine Angst, bin ja von einem Riesenhund begleitet :lol:

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Gestern hat sie uns den ganzen Rasen voll Federn beschert, denn sie hat eine Taube verspeist. Was wir jetzt nicht wissen, ob sie irgendwo auf dem Grundstück eine schon halb verfaulte Taubenleiche gefunden hat oder obs eine war, die gegen unsere Scheiben geknallt ist (ständig donnern welche gegen die Scheiben, und das, wo sie meistens rotzdreckig sind - vor allem sinds Tauben und Pirole, die sich den Hals brechen, einmal wars ein Turmfalke, der tat mir schrecklich leid).
 
  • Ausbüchsen Beitrag #8
Ihr lasst euren Hund bis 19 Uhr alleine??????? Ach du sch....
 
  • Ausbüchsen Beitrag #9
Mein Mann kommt früher nach Hause. Ich sprach von mir. Aber wer arbeitet und Kinder hat, der weiss, dass man während der Woche selten früher als 19 Uhr zu Hause ist.

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Ausserdem, bis 5 Uhr arbeitet fast jeder, oft muss man bis 6 im Büro sein. Ich glaube nicht, dass ich,da eine Ausnahme bin. Bei so viel Kritik hier möchte ich doch manchmal wirklich gerne wissen, wie Ihr alle Euer Geld verdient :evil:
 
  • Ausbüchsen Beitrag #10
Deena, sowas einfach nur in den Raum zu werfen hilft ja auch keinem, oder? ;)

Elkecita:
Wie lange geht ihr denn? Und wo geht ihr, wenn du dich nicht ins Feld traust?
Nur mit Leckerlis herlocken halte ich ehrlich gesagt für keine so gute Idee, denn dann bestichst du sie lediglich und wenn sie mal nicht hungrig genug ist kommt sie auch nicht. Ich würde lieber mit der Schleppleine trainieren, dann aber nicht hin und wieder, sondern konsequent und immer.

Wenn du sie am Tor hinter dir warten lässt, ist sie dann entspannt oder wartet nervös hinter dir, bis du aufmachst? Warten alleine genügt nicht, sie soll dabei auch ruhig und entspannt und nicht total unter Strom sein.

Wer kümmert sich denn tagsüber um den Hund und wann? Was macht euer Hund denn den ganzen Tag? Wenn du morgens vor der Arbeit und nachts nach dem Essen mit ihr gehst liegen dazwischen ja 15 Stunden oder etwas um den Dreh, in denen der Hund dann alleine und/oder nicht beschäftigt ist. Das ist für einen Hund viel zu lange und da wundert nicht, dass sie die Energie rauslässt, indem sie ausbüchst.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #11
Mein Mann kommt früher nach Hause. Ich sprach von mir. Aber wer arbeitet und Kinder hat, der weiss, dass man während der Woche selten früher als 19 Uhr zu Hause ist.

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Ausserdem, bis 5 Uhr arbeitet fast jeder, oft muss man bis 6 im Büro sein. Ich glaube nicht, dass ich,da eine Ausnahme bin. Bei so viel Kritik hier möchte ich doch manchmal wirklich gerne wissen, wie Ihr alle Euer Geld verdient :evil:

Ganz einfach indem man mit dem Lebenspartner auf verschiedene Schichten arbeite. Das eine was will, das Andere was man muss. ;)
Es gibt im übrigen also auch Hundesitter. Es gibt immer wege man muss sie nur gehen wollen:)

Lg
 
  • Ausbüchsen Beitrag #12
Wenn ihr so wenig mit dem Hund arbeiten könnt würde ich das Risiko des Ausbückens nicht eingehen!
Nimm halt eine längere Leine und erarbeite das warten IMMER wieder.
Dein Hund ist nicht ausgelastet und braucht tatsächlich dann das Rennen um sich auszulaufen.
Zumindest würde ich das so machen!
 
  • Ausbüchsen Beitrag #13
Tja, ja, die Spanier machens einem nicht leicht... :roll:
Ich weiß das, da ich auch so eine spanische Dampfwalze habe, der alles andere (Hasen, Katzen, Tauben....) wichtiger ist, als zu hören...
Aber mit viel Geduld und Spucke klappt auch das...
Ich wollte nur mal anmerken, das mein Hund auch häufig allein ist und Du Dir kein schlechts Gewissen einreden lassen solltest. Meine Hündin kommt prima damit klar, sie ist im Gegensatz zu Deinem Hund nicht den ganzen Tag im Garten, sie muss im Haus bleiben, weil unsere Zäune zu niedrig sind und die Nachbarn sie zwar sehr gern haben, aber sie nicht jeden Tag im Garten haben wollen. Des Weiteren hat Dein Hund ja, so nehme ich an, die Aufgabe auf`s Haus aufzupassen, wie es sich gehört, für einen Hund. Deshalb ist eine Auslastung ja gegeben. Ich habe viele Bekannte und Freunde, die Bauernhöfe besitzen und sich auch nicht ständig um ihren Hofhund kümmern können, diese verbringen die meiste Zeit (tagsüber) in großen hundegerechten Zwingern und dürfen über Nacht raus und müssen auf den Hof aufpassen, da hat keiner Zeit mit dem Tier Mänekes zu machen! Ich glaube da geht es unseren Hunden echt gut.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #14
Danke Lolly, Du sprichst mir aus dem Herzen. Luna hat einen riesigen Garten für sich und verteilt tagsüber Brennholz malerisch über die ganze Fläche, buddelt Löcher, hetzt den Nachbarkatzen und unserer eigenen Katze nach, hat rund ums Haus aufzupassen, wer oder was da vorbeiläuft, spielt mit ihrem Ball. Ich glaube nicht, dass es ihr schlecht geht oder dass sie sich gross langweilt.
Morgens hab ich nicht viel Zeit zum GAssi gehen, während der Woche. Aber abends gehts dann mit dem "Rudel" los. Keine Ahnung wie lange, das ist unterschiedlich. Teils an der Leine, teils in einem Park freilaufend. Am Wochenende gehts quer durchs Feld, sofern keine Jäger rumballern.
Mischling, wenn wir rausgehen und ich sie am Tor zurückhalte, ist sie ruhig und entspannt, bekommt auch beruhigende Streicheleinheiten auf dem Rücken von mir. Keine Spur von Anspannung. Habe am Wochenende schon erste Versuche gemacht, sie am offenen Tor zurückzuhalten. Die Neugier und die Jugend, sowie eine zufällig vorbeispringende Katze sind zur Zeit noch die grössten Hindernisse.
Beim Gassigehen sehe ich schon Erfolge beim Strassenüberqueren. Inzwischen setzt sie sich meistens schon von ganz alleine und freiwillig ohne Aufforderung hin, bevor wir eine Strasse überqueren. Steter Tropfen höhlt den Stein. Sie zieht auch jedesmal weniger an der Leine (ausser, ihre Rudelkameraden sind schon vorausgegangen und sie riecht das).

Schleppleinentraining muss ich hinten im Feld machen, in der Wohngegend geht das nicht. Aber wie gesagt, hab ich im Moment noch Angst wegen der Jäger. Für das Training am Eingangstor ist es aber eine gute Idee.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Lolly, was hast DU denn für einen "Spanier?
 
  • Ausbüchsen Beitrag #15
Ebenfalls einen Mischling, irgendwas zwischen golden Retriver (schreibt man das so?) und Terrier, allerdings ein ehemaliger Straßenhund und sie kam auch erst mit 15 Monaten zu uns, weshalb wir es auch etwas schwerer hatten...gegen den Jagdtrieb habe ich mittlerweile ein Sprühhalsband, weil bei uns eine Autobahn verläuft und ich doch Angst habe, sie nicht zurückhalten zu können. Sie ist ziemlich ignorant ( es sind 2 Hundeschulen und 3 private Trainer gescheitert), ich habe aufgegeben, aber mit dem Halsband klappt es super, sie muss es nur noch umgelegt haben und haut dann nicht mehr ab. Das fanden auch einige Leute hier im Forum nicht so toll, wobei ich wiederum nicht toll finde sie von der Autobahn aufzusammeln. Die Schleppleine war auch mein bester Freund, allerdings, habe ich damit keine Erfolge erziehlt, was nicht heißen soll, das es nicht bei anderen Hunden funktioniert. Ich habe sie hinterher einfach frei laufen lassen, da sie ja ansonsten hört und kann mittlerweile ohne Leine an hoppelnden Häschen vorbei laufen, wenn ich sie zuerst gesehen habe....ich glaube auch bei Dir wird mit der zeit alles seinen Weg finden. Jeder benötigt seinen Zeit und ich habe auch nicht die Zeit jeden Tag mit meinem Hund zu trainieren....manchmal frage ich mich wie andere hier das so schaffen können....
 
  • Ausbüchsen Beitrag #16
Des Weiteren hat Dein Hund ja, so nehme ich an, die Aufgabe auf`s Haus aufzupassen, wie es sich gehört, für einen Hund. Deshalb ist eine Auslastung ja gegeben. Ich habe viele Bekannte und Freunde, die Bauernhöfe besitzen und sich auch nicht ständig um ihren Hofhund kümmern können, diese verbringen die meiste Zeit (tagsüber) in großen hundegerechten Zwingern und dürfen über Nacht raus und müssen auf den Hof aufpassen, da hat keiner Zeit mit dem Tier Mänekes zu machen! Ich glaube da geht es unseren Hunden echt gut.
Wer Angst um sein Haus hat sollte sich eine Alarmanlage kaufen, kein lebendes Wesen mit Bedürfnissen.
Wieso gehört es sich denn für einen Hund, auf das Haus aufzupassen?
Mal ganz abgesehen davon, dass das keinerlei Auslastung für einen Hund ist, wenn er nur rumliegen und ab und an anschlagen soll, nach Lust und Laune am besten noch, ohne es richtig gelernt zu haben. Man braucht sich dann auch nicht beschweren, wenn der Hund keine Bindung zu einem hat, woher soll die auch kommen?
So etwas wie einen hundegerechten Zwinger gibt es übrigens kaum und wenn der Hund den ganzen Tag drin ist und nachts dann eben auf den Hof gelassen wird ist das für mich in keinster Weise artgerecht. Da wird der Hund als Alarmanlage gehalten und mehr nicht. Und nur, weil diese Leute nichts mit ihrem Hund machen und der eigene es im Vergleich dazu ja besser hat heißt das noch lange nichts, man muss sich ja nicht immer die schlechtesten Beispiele rauspicken und sich dann auf die Schulter klopfen, weil man es selbst nicht ganz so schlecht macht.

Luna hat einen riesigen Garten für sich und verteilt tagsüber Brennholz malerisch über die ganze Fläche, buddelt Löcher, hetzt den Nachbarkatzen und unserer eigenen Katze nach, hat rund ums Haus aufzupassen, wer oder was da vorbeiläuft, spielt mit ihrem Ball. Ich glaube nicht, dass es ihr schlecht geht oder dass sie sich gross langweilt.
All diese Dinge tut dein Hund aus Langeweile, weil er nicht ausgelastet ist und nichts mit sich anzufangen weiß. Übrigens hattest du doch in einem anderen Thread gesagt, dass dein Hund deine Katze nicht jagt, »nur« die anderen? Wobei beides verdammt gefährlich ist und m.E. unterbunden gehört.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #17
Moment mal, jeder Hund hat sicherlich auch Bedürfnisse und ganz sicher ist nicht jeder in der Lage diese Bedürfnisse zu 100 % zu erfüllen, oder sehe ich da was falsch? Bedeutet das, ich hätte meinen Hund besser in Spanien auf der Strasse lassen sollen? Ich gehe arbeiten, habe einen Sohn und der hat auch Bedürfnisse, ich habe auch Bedürfnisse und meine Katzen haben auch Bedürfnisse, alle Bedürfnisse werden so gut es eben geht erfüllt, manchmal eben mit viel Zeit und manchmal mit weniger (Sorry, Asche auf mein Haupt, einen Mann habe ich auch noch mit Bedürfnissen:lol:). Ich bin echt überrascht, wie das andere so alles schaffen? Vielleicht habe ich ein organisatorisches Problem, aber mein Tag hat nur 24 Stunden...
 
  • Ausbüchsen Beitrag #18
Ich meine damit nicht, dass man 24 Stunden am Tag für den Hund da sein soll. Andererseits mag ich es gar nicht, wenn man sich mit »der hätte es da oder dort schlechter« rausredet, wenn man den Hund wie hier fast 14 Stunden alleine lässt – er hat ja einen Garten. Sicher gibt es berufstätige Menschen mit Hund, die das durchaus schaffen, aber wenn ich schon weiß, dass mein Hund den gesamten Tag (wenn wir mal die Stunden rechnen, in denen es hell ist) alleine ist, warum hole ich mir dann einen und was habe ich von dem Hund dann noch?
Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, dazu hattest du ja nichts geschrieben, darum soll das auch kein Vorwurf sein, aber wenn ich lese »der soll das Haus bewachen« und »ist den ganzen Tag alleine« dann frage ich mich, ob man mit einem elektronischen Wachgerät nicht besser bedient wäre. Mag aber auch sein, dass das in dem Zusammenhang falsch rüber kam, wenn dem so ist, tut es mir leid. Mir ist nur diese »Kette« aufgestoßen, besonders in Kombination mit »woanders hätte er es schlechter«. Ich für meinen Teil orientiere mich lieber an Leuten, die es besser machen als ich, nicht an denen, die es schlechter machen ;).
 
  • Ausbüchsen Beitrag #19
Wer Angst um sein Haus hat sollte sich eine Alarmanlage kaufen, kein lebendes Wesen mit Bedürfnissen.
Wieso gehört es sich denn für einen Hund, auf das Haus aufzupassen?
Mal ganz abgesehen davon, dass das keinerlei Auslastung für einen Hund ist, wenn er nur rumliegen und ab und an anschlagen soll, nach Lust und Laune am besten noch, ohne es richtig gelernt zu haben. Man braucht sich dann auch nicht beschweren, wenn der Hund keine Bindung zu einem hat, woher soll die auch kommen?
So etwas wie einen hundegerechten Zwinger gibt es übrigens kaum und wenn der Hund den ganzen Tag drin ist und nachts dann eben auf den Hof gelassen wird ist das für mich in keinster Weise artgerecht. Da wird der Hund als Alarmanlage gehalten und mehr nicht. Und nur, weil diese Leute nichts mit ihrem Hund machen und der eigene es im Vergleich dazu ja besser hat heißt das noch lange nichts, man muss sich ja nicht immer die schlechtesten Beispiele rauspicken und sich dann auf die Schulter klopfen, weil man es selbst nicht ganz so schlecht macht.


All diese Dinge tut dein Hund aus Langeweile, weil er nicht ausgelastet ist und nichts mit sich anzufangen weiß. Übrigens hattest du doch in einem anderen Thread gesagt, dass dein Hund deine Katze nicht jagt, »nur« die anderen? Wobei beides verdammt gefährlich ist und m.E. unterbunden gehört.


Erstmal, mein Hund ist nie in einem Zwinger, er hat genug Auslauf den ganzen Tag.
Und dass er mir die Nachbarkatzen vom Grundstück wegjagt, dafür bin ich ihr dankbar. Ich kann es einfach nicht ab, dass die Viecher bei der Nachbarin durchgefüttert werden und dann bei uns auf den Rasen sche....n. Wenn ich eine bei uns auf dem Grundstück erwische, wird sie auch verjagt. Mein Mann hat schon gedroht, dass er den Katzen mit ner Schrotflinte hinterhergeht. Geht einfach nicht, dass die Nachbarn alle Katzenkinder durchfüttern, diese aber weder kastrieren noch irgendwie sonst tierärzlich verpflegen. Das ist eine grosse Unverantwortlichkeit.

Meiner Katze läuft Luna nach, weil sie denkt, dass Kitty mit ihr Fangemann spielt. Das findet sie suuuuuper, auch dieses Fauchen und mit der Pfote nach ihr hauen, fasziniert sie und empfindet sie als Aufforderung zum Spiel. Ich nehme ja mal an, sie weicht den Krallen rechtzeitig aus und es fehlt ihr nicht irgendwann mal ein Auge. Kitty hat ja das Kellerfenster als Zuflucht. Sie weiss genau, dass Luna ihr nichts antun würde, sie mag sie halt nur nicht, aus. Freundschaft mit einem Hund????? Sowas ekliges, das einem immer am Popo schnuppern will???? Pfui Teufel, neee, sowas ist für unsere Prinzessin einfach unter aller Würde.

Ich gebe Lolly recht, ich glaube Ihr Hund noch meiner haben ein schönes Leben, auch wenn wir nicht immer hinter ihnen her und mit ihnen zusammen sind. Familie, Beruf, sonstige Verpflichtungen, das alles raubt einem auch Zeit - wer mehr Freizeit hat, die er seinen Haustieren widmen kann, den beneide ich - geb ich schlicht und einfach zu. Jetzt kommt bestimmt wieder jemand und sagt, ja dann hätt ich mir keinen Hund zugelegt. Mag derjenige Recht haben. Aber mit den Jahren hat man sich schon so an ein Tier gewöhnt, dass es fehlt, wenn keins da ist. Und der Hund ist für mich auch ein Ausgleich zum Alltag, ist ein Wesen, dem ich auch mal meine Sorgen ins Fell drücken kann, ohne dass man mir antwortet, bzw. nur mit Zuneigung antwortet, mir uneigennützig zeigt, dass ich ihre "beste Freundin" bin und mir mit einer Schlabberzunge über die Wange ihre Wärme und Liebe gibt. ABer das brauch ich hier ja nicht zu schildern, schliesslich sind wir hier alle Hundebesitzer.
 
  • Ausbüchsen Beitrag #20
Rausreden liegt mir völlig fern, ich hatte vor meiner goldigen Hündin, eine Schäferhündin, die mein Exfreund "vergessen" hat bei seinem Auszug mitzunehmen. Also ganz so unerfahren und unbewußt ist die Entscheidung zu meinem jetzigen Goldstück nicht. Mein Hund hat aber auch nicht nur Bedürfnisse, sondern auch, und ich glaube da bin ich nicht allein mit meiner Meinung, Pflichten. Zu diesen Pflichten gehört unter anderem auf unsere "Höhle" aufzupassen und wenn wir zusammen sind, das Rudel zu beschützen, so wie ich auch sie beschütze, wenn große Hunde kommen und sie Angst hat. Dafür wird mit ihr gespielt, sie bekommt ihre Mahlzeiten und hat einen eigenen Platz auf der Couch! Meine Pflichten muss ich auch ausführen und alle anderen in unserem "Rudel" haben ebenfalls Pflichten, die ausgeführt werden müssen!
Nur zur Info: Mein Mann arbeitet von zu Hause aus, ich bin 30 h in der Woche im Büro und mein Sohn geht in die Schule, unsere Dame ist also nicht wirklich oft und nicht lang allein, aber grundsätzlich habe ich Verständniss für andere Hundebesitzer denen es so geht, eine berufliche Situation kann sich heutzutage schnell ändern, was dann, Hund ins Tierheim? Andere können immer gut reden, wenn man es sich leisten kann, keine Frage, was ist aber, wenn nicht mehr...
 
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