Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe

Diskutiere Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe im Sonstige Haustier & Tiere Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; :060:Ein liebes Hallo an alle Tierliebhaber,:060: mit einem großen Projekt möchte ich mich nun heute an euch wenden. Ich möchte gerne einen...
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  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #1
H

Hoffnungsgarten

Guest
:060:Ein liebes Hallo an alle Tierliebhaber,:060:


mit einem großen Projekt möchte ich mich nun heute an euch wenden.

Ich möchte gerne einen Gnadenhof aufmachen, und brauche eure Tipps, Ratschläge, Kritik, und gerne auch aktive Hilfe vor Ort.


Wir sind bisher drei Frauen, die sich zusammengesetzt haben, und eine Idee haben.


Wir möchten verschiedene Tierarten auf dem Hof (wenn nötig dauerhaft) beherbergen, und weitervermitteln.


Es soll in Berlin oder Brandenburg entstehen.

Wir wollen einen Verein gründen.
Für die Gründung braucht man mindestens 7 Vereinsmitglieder.


Also wenn sich z.B. hier im Forum noch 4 Leute (oder mehr) finden, die bei uns mitmachen wollen (als Mitglied oder Gasthelfer), fänd ich das toll.


Gibt es hier Forumsmitglieder, die sich auf eine bestimmte Tierart spezialisiert haben?


Was sind da die schlimmsten Fehler, die man machen kann?


Kennt ihr Gnadenhöfe/Tierheime, die sich auf eine konkrete Tierart spezialisiert haben?

Finanzieren wollen wir es über Crowdfunding.

Eine von uns hat schon in Gnadenhöfen gefragt, ob sie Praktikas machen kann,

aber das ist dort nicht möglich. Noch nicht einmal ein kurzer Besuch ist dort möglich.
Das finde ich höchst eigenartig. Ist das überall so üblich?

Wir haben vor, sehr offen und transparent zu arbeiten.


Liebe Grüße
 
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  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe

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  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #2
So wirklich kann ich dir nicht helfen.

Als Gnadenhof, der sich spezialisiert hat, würde mir das Kuhaltersheim Hof Butenland ein, allerdings nehmen die z.Z. keine Praktikanten (vll. auch sehr starke Nachfrage?!). Gut Aiderbichl wäre zwar nicht auf eine Tierart spezialisiert, aber vll. könnte man da nach einem Praktikum fragen?

LG
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #3
Ich kann dir auch nicht wirklich helfen, aber ich wollte euch nur viel Glück wünschen :)
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #4
Mal 'ne ganz naive Frage:
Wer finanziert das?
Wer finanziert alleine die Räumlichkeiten?
Habt ihr dafür genug auf der Seite?
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #5
Das Geld wäre jetzt auch meine Frage gewesen, denn ohne einen guten Grundstock denk ich wirds schwierig, auch wenn ich die Idee toll finde
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #6
Hat doch oben geschrieben, dass das über "Crowdfunding" finanziert wird (was auch immer das ist...).
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #7
Off-Topic
Crowdfunding wird meist übers Internet betrieben: Man eröffnet auf Crowdfunding-Seiten (zB Startnext) sein Projekt, stellt es vor und sammelt so Geld von vielen Nutzern.
Man hat also keinen großen Geldgeber, sondern viele kleine "normale" Menschen, die einen kleinen Teil spenden - ich könnte beispielsweise 5 Euro dazu geben, du dann auch, der nächste 10, manche 50 oder mehr.
Oft ist das dann auch so, dass man etwas dafür bekommt, z.B. eine unbekannte Band, die ein neues Album aufnehmen wollen geben bei einer 10 Euro Spende einen Button raus, bei 20 Euro ein Musikstück, bei 50 ein T-Shirt o.ä.


Die Idee finde ich gut, allerdings kann ich wirklich nachvollziehen, dass man schwer an ein Praktikum ran kommt - Praktikanten (tut mir leid, aber ist so!) stören oft nur, man braucht Jemanden der sie einarbeitet, machen sie einen Fehler (was ja legitim ist) dann kann das viel Geld und Zeit kosten, man braucht Jemanden, der immer dabei ist usw.

Mit welchen Tierarten kennt ihr euch denn aus? Welche Tierarten wollt ihr aufnehmen?

Viel Glück schonmal! :D
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #8
In einer Zeit in der die Menschen oft kaum genug Geld haben um ihre pflegebedürftigen Eltern in einem menschenwürdigen Altersheim unterzubringen halte ich es für mehr als unwahrscheinlich, dass man einen Gnadenhof für Tiere nur über Fundraising finanzieren könnte.
Vielleicht wenn man sich besonders gut und häufig in den Medien präsentiert und ordentlich Werbung macht?

Ansonsten denke ich für ein vernünftiges Projekt sollte auf jeden Fall noch Geld in der Hinterhand sein (entweder jemand hat reich geerbt oder eine von euch hat einen gut verdienenden Mann der zuschussen will), denn so ein Gnadenhof ist sicher ein Full-Time-Job und ihr werdes es kaum schaffen nebenbei noch arbeiten zu gehen.

Neben den Kosten für Grundstück (Kauf, Miete, Umlandspacht?) kommen Futterkosten und (bei einem Gnadenhof nicht zu vermeiden) hohe Tierarztkosten hinzu. Nebenbei fällt unglaubliche Arbeit an, was die Versorgung der Tiere und die Instandhaltung angeht.

Zur Finanzförderung könnte man vielleicht einen Hotel-Hof machen auf dem Urlauber ihre Ferien verbringen können und nebenbei die alten Tiere besuchen können, oder bei der Versorgung/Fütterung mithelfen dürfen (für Kinder sicher toll).
Aber auch so einen Ferienhof kann man nicht mit 4 Leuten betreiben.

Ich fürchte ihr solltet euch nochmal gründlichere Gedanken über die Finanzierung machen (habt ihr schon mal ausgerechnet wie viel Geld ihr so ungefähr im Monat brauchen würdet?).
So gut mir die Idee auch gefällt ich halte die Umsetzung für sehr schwer wenn man nicht bereits einen Haufen Geld besitzt den man reinstecken kann :(
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #9
Hallo Hoffnungsgarten,

ich finde es toll, dass ihr Tieren in Not helfen wollt. :)

Für einen Gnadenhof braucht man zunächst einmal ein Grundstück. Habt ihr das? Ansonsten wird es schwierig, weil es in Berlin keine bezahlbaren Grundstücke in passender Größe mehr gibt und auch das Umland ziemlich ausverkauft ist.

Warum fangt ihr nicht zunächst etwas kleiner an? In Berlin werden beispielsweise demnächst dringend Auffangstationen für junge Igel gesucht, die noch nicht genug Gewicht für den Winterschlaf zugelegt haben. Dafür braucht man nur einen kühlen Keller und Futter.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #10
Was sind da die schlimmsten Fehler, die man machen kann?
Ohne Konzept und Wissen etwas anfangen. Denn ohne Konzept, keine Geldgeber. Und ohne Wissen hinsichtlich Tierhaltung etc. ist das ganze sowieso zum scheitern verurteilt.

Darf ich fragen, wie alt du bist?
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #11
Na sie wollen sich ja informieren etc. Hat ja niemand gesagt das sie nichts wissen. Hier steht ja auch nicht das sie garnichts wissen oder?
Meine bekannte hat nen Minignadenhof und arbeitet trotzdem als Sozial Pädagogische Assistentin ;) Hat noch dazu 2 Kinder. Ja sie macht es mit ihrer Freundin zusammen aber es ist machbar.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #12
Die vielen Fragen zu allen möglichen Grundlagen zeigen, dass da noch nicht viel an Wissen oder Vorstellungen vorhanden sind.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #13
, würde mir das Kuhaltersheim Hof Butenland ein,
...
Gut Aiderbichl wäre zwar nicht auf eine Tierart spezialisiert, aber vll. ..
Vielen Dank, das schaue ich mir mal näher an. :D

Ich kann dir auch nicht wirklich helfen, aber ich wollte euch nur viel Glück wünschen
Danke dir, das können wir wirklich gebrauchen. ;)

Wer finanziert das?
Wer finanziert alleine die Räumlichkeiten?
Habt ihr dafür genug auf der Seite?
Wir dachten da an Spenden ...

Das Geld wäre jetzt auch meine Frage gewesen, denn ohne einen guten Grundstock denk ich wirds schwierig, auch wenn ich die Idee toll finde
Ja, schwierig wird das sowieso. Aber ich kann nicht warten, bis ich im Lotto gewinne ...


Die Idee finde ich gut, allerdings kann ich wirklich nachvollziehen, dass man schwer an ein Praktikum ran kommt - Praktikanten (tut mir leid, aber ist so!) stören oft nur, man braucht Jemanden der sie einarbeitet, machen sie einen Fehler (was ja legitim ist) dann kann das viel Geld und Zeit kosten, man braucht Jemanden, der immer dabei ist usw.
Mag schon sein. Aber ich gehe davon aus, dass es eine enorme Nachfrage gibt, an Praktikumsplätzen. Man kann sich also seinen Praktikanten aussuchen.
Wenn man den Tierschutzgedanken wirklich lebt, wovon ich ausgehe, bei einem Gnadenhof, oder kleinem Tierheim o.ä., dann sollte man auch für Nachwuchs sorgen wollen, und für Aufklärung etc. .
Es ging der Freundin (K.) ja nicht nur um ein Praktikum, sondern überhaupt erst mal um einen kleinen Besuch vor Ort, um sich einfach mal umzusehen, sich einen Eindruck zu verschaffen. Und um evtl. ein kleines Gespräch mit den Inhabern zu führen, in der Hoffnung, dass sie einem informell etwas Hilfestellung geben. Wie gesagt - wenn der Tierschutzgedanke wirklich da ist, sollte der nicht nur ums eigene kleine Gehöft kreisen. Und ein kurzes Gespräch von 30 oder 60 Minuten macht nun wirklich keine Umstände.

Mit welchen Tierarten kennt ihr euch denn aus? Welche Tierarten wollt ihr aufnehmen?
Viel Glück schonmal!
Danke sehr. :)
Tja, wenns nach mir ginge (M.), würden wir nur Hunde aufnehmen. Da kenn ich mich sehr gut aus.
K. und S. kennen sich etwas mit Katzen aus.
K würde wohl eher nur pflanzenfressende Nutztiere aufnehmen, von wegen veganer Einstellung und so.
Naja, und MIR :roll: ist klar, dass Hunde nur gehen, wenns keine entsprechenden Beutetiere in der Nähe gibt.
Du siehst also, da sind wir uns noch nicht einig.
Ich will aber nicht, dass es schon an den Vorüberlegungen hapert. -- Wie kann man sich da einig werden? :|

In einer Zeit in der die Menschen oft kaum genug Geld haben um ihre pflegebedürftigen Eltern in einem menschenwürdigen Altersheim unterzubringen
Mir ist egal, wo meine Erzeuger untergebracht werden.

Vielleicht wenn man sich besonders gut und häufig in den Medien präsentiert und ordentlich Werbung macht?
:? Ja, das war auch schon unsere Überlegung. S und K sind in sowas glaube ganz gut.

Ansonsten denke ich für ein vernünftiges Projekt sollte auf jeden Fall noch Geld in der Hinterhand sein (entweder jemand hat reich geerbt oder eine von euch hat einen gut verdienenden Mann der zuschussen will), denn so ein Gnadenhof ist sicher ein Full-Time-Job und ihr werdes es kaum schaffen nebenbei noch arbeiten zu gehen.
Aber wenn GANZ viele Mitglieder mitmachen? Und sich alle die Arbeit teilen? :)

Zur Finanzförderung könnte man vielleicht einen Hotel-Hof machen auf dem Urlauber ihre Ferien verbringen können und nebenbei die alten Tiere besuchen können, oder bei der Versorgung/Fütterung mithelfen dürfen (für Kinder sicher toll).
Aber auch so einen Ferienhof kann man nicht mit 4 Leuten betreiben.
Die Idee ist gut, hatte K auch schon.
Wir brauchen halt mehr Leute.

Ich fürchte ihr solltet euch nochmal gründlichere Gedanken über die Finanzierung machen (habt ihr schon mal ausgerechnet wie viel Geld ihr so ungefähr im Monat brauchen würdet?).
Gedanken, ja, aber noch nicht ausgerechnet. :|
Für einen Gnadenhof braucht man zunächst einmal ein Grundstück. Habt ihr das?
S hat sich schon umgeschaut. Also einfach erst mal so, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Es ist tatsächlich schwer. Die Größe ist eher nicht das Problem, sondern dass es keine direkten Nachbarn in nächster Nähe geben darf, die sich über Lärm oder Geruch aufregen könnten. Trotzdem sollte es für Besucher, und auch für uns selbst, erreichbar sein.

Warum fangt ihr nicht zunächst etwas kleiner an? In Berlin werden beispielsweise demnächst dringend Auffangstationen für junge Igel gesucht, die noch nicht genug Gewicht für den Winterschlaf zugelegt haben. Dafür braucht man nur einen kühlen Keller und Futter.
Ja, die "etwas kleiner" Idee hatte ich auch schon. :roll: Erst mal nur 5 Katzen oder so. K meint aber, wenn, dann gleich richtig, man könne nicht andauernd mit dem Hof umziehen, nur weil man sich stückchenweise vergrößere.
Die Igel-Idee werd ich mal anbringen, danke.

Ohne Konzept und Wissen etwas anfangen. Denn ohne Konzept, keine Geldgeber. Und ohne Wissen hinsichtlich Tierhaltung etc. ist das ganze sowieso zum scheitern verurteilt.
Darf ich fragen, wie alt du bist?
Das Konzept erarbeiten wir uns gerade, wie du siehst.
Wissen hab ich wie gesagt, nur über Hunde.
Dass wir uns Fachwissen über artgerechte Tierhaltung aneignen müssen, also zu allen Tierarten die wir mal beherbergen, ist uns klar. Den neuen Sachkundetest (seit August) müssen wir auch ablegen.
Wir sind alle volljährig, ich bin 33.

Na sie wollen sich ja informieren etc. Hat ja niemand gesagt das sie nichts wissen. Hier steht ja auch nicht das sie garnichts wissen oder?
Meine bekannte hat nen Minignadenhof und arbeitet trotzdem als Sozial Pädagogische Assistentin Hat noch dazu 2 Kinder. Ja sie macht es mit ihrer Freundin zusammen aber es ist machbar.
Hey, COOL! Kannst du ihr meine Kontaktdaten geben? :D:uups:

Die vielen Fragen zu allen möglichen Grundlagen zeigen, dass da noch nicht viel an Wissen oder Vorstellungen vorhanden sind.
Deswegen fragen wir nach. Irgendwie muss man ja anfangen.

VLG / M
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #14
Zu den Finanzen:
Eine durchschnittliche deutsche Auffangstation hat an die 300.000€ reine Betriebskosten jährlich.
Betriebskosten.
Für ein Jahr.
Sprich: Strom, Wasser, Futter, Medikamente, Löhne, Instandhaltung, Wartung etc.

Und den Kauf eines entsprechenden renovierten Hofes inklusive Pacht umliegender Grundstücke kostet mit Sicherheit nochmal genau so viel.
Eine halbe Million € im ersten Jahr.
Spenden?
Wer spendet dafür?
Ich ziehe seit bald 8 Jahren Wildtiere auf- für mich spendet auch keiner.
Wozu auch?
Ich binde mir das ja an die Backe, da kann ich doch kaum erwarten, dass mir das jemand finanziert.

Wer wäre denn von euch berechtigt, Praktikanten anzuleiten?
Sind entsprechende Sachkenntnisse vorhanden?
Ich meine jetzt kein "Ich kenne mich mit Hunden aus", sondern etwas, das man schwarz auf weiß vorweisen kann.
Bescheinigungen irgendwelcher Art?

Edit:
Ich will dir das nicht ausreden, jedoch liest es sich wie ein "Irgendwie passt das schon, irgendwer wird das zahlen."
Davon träumen viele, aber niemand macht es.
Würde ich persönlich auch nicht machen, wenn kein Konzept vorliegt, das mich dann aber auch mal so richtig überzeugt.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #15
Zu den Finanzen:
Eine durchschnittliche deutsche Auffangstation hat an die 300.000€ reine Betriebskosten jährlich.
Also 25000 pro Monat. :eusa_think:

Wer spendet dafür?
Ich hoffe viele. :uups:

Ich ziehe seit bald 8 Jahren Wildtiere auf- für mich spendet auch keiner.
Wozu auch?
Ich binde mir das ja an die Backe, da kann ich doch kaum erwarten, dass mir das jemand finanziert.
Das finde ich großartig. :023:
Wie organisierst du das?
Magst aus dem Nähkästchen plaudern? Wenigstens eine oder zwei kleine Infos. :redface:


Wer wäre denn von euch berechtigt, Praktikanten anzuleiten?
Ähm ... braucht man dafür eine Berechtigung?

Sind entsprechende Sachkenntnisse vorhanden?
Ich meine jetzt kein "Ich kenne mich mit Hunden aus", sondern etwas, das man schwarz auf weiß vorweisen kann.
Bescheinigungen irgendwelcher Art?
Noch nicht. (Ich bin dran.)

Würde ich persönlich auch nicht machen, wenn kein Konzept vorliegt, das mich dann aber auch mal so richtig überzeugt.
Verstehe ich. :?
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #16
25.000€ pro Monat, ja.
Rechnen wir weniger. Viel weniger. Man fängt ja schließlich nicht riesengroß an. ;)
Sagen wir 5000€ pro Monat.
Für die Versorgung der Tiere, Tierarztkosten, Strom, Wasser, Zwinger- und Stallbau...und...das ist nicht zu vernachlässigen:
Wer macht das umsonst?
Ja, der ein oder andere Praktikant. Aber du kannst dich nicht auf Praktikanten stützen. Was, wenn keine kommen?
Du musst Leute bezahlen.
Oder gedenkst du, dass du und deine Freundinnen das alleine machen?
Ihr müsst doch auch Geld verdienen, von irgendwas leben und arbeiten gehen.
Aber wer versorgt dann die Tiere?
Das ist ab einer bestimmten Anzahl einfach ein Fulltime-Job.
Wir reden hier ja nicht von 4 Hunden, sondern unter Umständen von 20 oder 30 Tieren.
Alte, ungewollte Tiere.
Und dann wird eins krank und du musst es mit zur Arbeit nehmen oder während der Arbeit zum TA.
Welcher Arbeitgeber macht das mit?
(Meiner, aber das ist die Ausnahme...:eusa_shhh:)

Praktikanten:
Dafür brauchst du mehr als einen Verein. Ein Gewerbe. Du musst dafür vermutlich die IHK kontaktieren.
Eventuell braucht's auch 'ne Ausbildereignung, aber das weiß ich nicht.
Die IHK wird's wissen.

Ich finde das wirklich lobenswert, was ihr da vorhabt, aber beginnt doch im Kleinen.
Beginnt als Verein in Kooperation mit anderen oder schließt euch einem Verein an-seid Pflegestellen, die ein Netzwerk unterhalten.
Gnadenhöfe wachsen nicht aus dem Boden heraus.
Ihr benötigt Vorerfahrung, auch praktische in diesem Bereich.
Sponsoren findet ihr nur in großen Vereinen. Und das auch nicht heute oder morgen, sondern erst, wenn ihr euch jahrelang einen Namen gemacht habt und funktioniert.

Was meine Wildtiere angeht:

Je nachdem, ob es sich um Jungtiere handelt, füttert man Tag und Nacht, schleppt die Viecher mit zur Arbeit, opfert seine Pause.
Nach 5 Monaten Saison bin ich erledigt. Und zwar völlig.
Zumal man eben auch nebenbei noch bis zu 10 Std am Tag arbeitet.
Ich möchte nicht wissen wie viele Tausende von € ich da bereits reingesteckt habe.
Bei mir ist das inzwischen ein relativ kleiner Rahmen, vielleicht 40-50 Tiere im Jahr, meist über den Sommer.
Alles von Spatz bis Uhu, aber auch Säugetiere, die eben alle paar Stunden Milch benötigen.
Da braucht es einen nachsichtigen Arbeitgeber, finanzielle Rücklagen, Kraft und unendlich starke Nerven.
Und auch wenn ich das gerne in einem größeren Rahmen machen würde...es geht einfach derzeit nicht.
Also gibt man sich mit dem zufrieden, was man hat.
Und wenn's nur 'n kleines Eichhorn ist, dem man dadurch helfen kann- für das Eichhorn ist es die Rettung.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #17
Ich würde mir das sehr, sehr gut überlegen.
Stellt euch mal vor, ihr habt irgendwann einen Hof voll Tiere, aber das Geld reicht nicht mehr - was dann? Dann seid ihr selber ein riesiger Notfall (die hatten vor kurzem erst wieder eine Frau im TV, die Unterstützung brauchte, bei HundKatzeMaus haben die solche Fälle fast wöchentlich)
Dann gibt es schon genug Tierheime etc. die Spenden brauchen und oft nicht genug bekommen - wieso sollte man gerade euch SO viel Spenden?
Dann klingt das nicht gerade so, als wüsstet ihr, wie man sich um die meisten Tiere überhaupt kümmert... da wäre sicher jemand mit einer Ausbildung zum Tierpfleger nicht schlecht..
etc pp
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #18
Warum sucht ihr euch nicht einen Tierschutzverein, ein Tierheim oder einen Gnadenhof, wo ihr mitarbeiten könnt? So wäre den bereits bestehenden Organisationen und somit auch den Tieren ja auch geholfen ;)
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #19
Um diesen traum umzusetzen braucht man sehr lange vorbereitungszeit. Da muss zuerst einiges an geld beisammen sein. Bei firmen sagt man ja, man muss sich die ersten 6 monate selbstfinanzieren können. Finde das bei eurem traum auch einen guten ansatz, ihr müsst zuerst geld für die ersten 6 monate beisammen haben. Ausserdem pläne ausarbeiten, wie ihr an potenzielle spender kommt....
Man muss auch finanzielle reserven für notfälle auf der seite haben und vorallem genügend zuverlässige helfer.

Finde, wenn ihr sowas tut, solltet ihr nur die tiere aufnehmen, die ihr auch kennt. Und da finde ich sogar dass fachwissen fehlt.
Am besten arbeiten alle 3 mal vorübergehend in einem tierheim, gnadenhof od so. Ihr braucht praxis und erfahrung und ratschläge von tierpflegern.
 
  • Eröffnung eines Gnadenhofes - Tipps, Lob, Kritik, Rat, Hilfe Beitrag #20
Nehmt euch Urizens Tipps zu Herzen und fangt klein an.
Ich halte es gar nicht für so unwahrscheinlich, dass sich das Projekt über Crowfunding finanzieren ließe, ihr würdet euch wundern, für was die Leute alles spenden.
Aber ihr braucht mehr als nur ein wages Konzept, damit die Leute euch helfen. Technische Projekte beginnen ebenfalls mit einem Prototyp, das lässt sich durchaus auch auf euch übertragen.

Ein Freund von mir führt einen Gnadenhof. Damit hat er irgendwann angefangen, weil er einfach ein viel zu großes Herz für Tiere hat. Er hat ein kleines Grundstück mit einem Schuppen und einem Gehege und dort hat er ganz viel Geflügel von Leuten aufgenommen, die es nicht mehr haben wollten.
Auch Kaninchen hat er immer aufgenommen (aufgrund der Haltungsbedingungen die er nicht ändern konnte/wollte, habe ich ihn aber gebeten, davon abzusehen, noch mehr aufzunehmen), auch ein Pony stand mal auf seinem Grundstück. Irgendwann hat er es als Verein angemeldet, vorher darfst du so oder so keine Geldspenden entgegennehmen, wenn ich das richtig verstanden habe. Es gäbe viele Möglichkeiten, das kleine Gartengrundstück weiter zu einem soliden Gnadenhof umzugestalten, das ist ihm nur leider aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich.

Worauf ich hinaus will: Sowas will klein anfangen und dann wachsen, wenn Nachfrage und Finanzierungsmöglichkeiten bestehen. Etwas kleines lässt sich auch viel leichter wieder abbrechen, wenn es schief läuft.
Und wenn ihr so etwas aufgebaut habt, könnt ihr noch immer euer Projekt im Internet präsentieren und um Hilfe bitten es auszuweiten. Kickstarter gibt es ja z.B..
Und wenn es nicht funktioniert, dann ist es ja auch kein Weltuntergang, da ihr den kleinen Verein ohne weiteres allein halten könntet.

Außerdem solltet ihr euch eine spezielle Nische suchen, das macht es auch immer leichter Anhänger zu finden. Eine ganze Tierart könnte da auch für den Anfang etwas viel sein. Ihr könntet z.B. einen Gnadenplatz für alte Hunde und Katzen geben.
Oder euch mit Kastrationsprojekten von wildlebenden Katzen beschäftigen.
Mit entsprechenden Schulungen vielleicht auch eine Wildtierauffangstation mit Möglichkeit zur Auswilderung.
Seltenere Tierarten suchen auch oft eine Gnadenunterkunft, Frettchen fallen mir da jetzt auf Anhieb ein oder auch im Bereich der Aquaristik oder Terraristik. Klar ist das nun nicht wirklich euer Fachgebiet, aber was nicht ist, kann ja noch werden und ihr solltet da eh langfristig denken, das wird nichts sein, was übermorgen oder schon in einem Jahr steht.

Innovativ werden ist angesagt. Ein Projekt, dass die Leute so sehr anspricht, dass sie dahinter stehen und sich wünschen, dass es umgesetzt wird.
 
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