Hunde von privat

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  • Hunde von privat Beitrag #1
Smoothie

Smoothie

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Anmerkung von Mischling: Diskussion wurde ausgegliedert aus

Ich schätze du liegst richtig. Leute die Mixhunde produzieren oder es fahrlässig dazu kommen lassen spreche ich eh jegliche Kompetenz ab einen kleinen Welpen bestens auf sein leben vorzubereiten. Er wird nicht anständig sozialisiert worden sein und ihr müsst es nun ausbaden. Schlussendlich habt ihr euch ja aber entschieden ausgerechnet dort einen Welpen zu kaufen daher, machts beste draus.
 
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  • Hunde von privat Beitrag #2
Hey,

erstmal danke für eure Antworten, auch wenn mir die von Smoothie nicht im geringsten weiter hilft ;) Ja es war ein Unfallwurf, die Vorbesitzer hatten Besuch mit Hund, der dann Emmi´s Mama gedeckt hat und Emmi und ihr Bruder Jack sind da bei entstanden. Ich versteh es selbst nicht, warum man nicht aufpasst, wenn man weiß, dass seine Hündin nicht kastriert ist, aber nun ist es passiert und nicht mehr rückgängig zu machen - Die Kleine hat trotzdem ein schönes Leben verdient! :)
 
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  • Hunde von privat Beitrag #3
Die Kleine hat trotzdem ein schönes Leben verdient!
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Finde ich auch, meine Kleine ist auch ein "Ups"-Wurf und der Bauer wollte die Kleinen auch nicht verscherbeln und hat wirklich ein paar Tolle Familien gesucht.

Ich schätze du liegst richtig. Leute die Mixhunde produzieren oder es fahrlässig dazu kommen lassen spreche ich eh jegliche Kompetenz ab einen kleinen Welpen bestens auf sein leben vorzubereiten. Er wird nicht anständig sozialisiert worden sein und ihr müsst es nun ausbaden. Schlussendlich habt ihr euch ja aber entschieden ausgerechnet dort einen Welpen zu kaufen daher, machts beste draus.

In vielen Posts schätze ich wirklich deine Meinung, aber manchmal frage ich mich echt, auf welchem Planeten du lebst.
Emmi schreibt, die Kleine kommt von nem Bauernhof - na und? Meine Kleine kommt von einem Schäfer, der seine Border eben als Arbeitshunde nutzt.
Es gibt eben noch (ältere) Menschen auf der Welt, die jeden Tag arbeiten und nicht die Nase in Bücher oder ähnliches stecken, um jegliches Tun und Handeln
feinstens nach Regeln abstimmen zu können.
Früher haben die Leute eben noch nicht aus allem ein Problem gemacht. Dann ist eben ein Ups-Wurf passiert. Weltuntergang? Die Kleinen sind gut aufgehoben
bei der Mama und Herrchen schaut nach allen Möglichkeiten der Kunst nach guten Familien und das ohne das grosse Geld machen zu wollen.
Wo ist das Problem? Ich sehe keins...

Was schlägst du vor, sollten wir mit Ups-Würfen tun? Sollen die Fellknäuel nun darunter leiden, nur weil sie nicht strickt nach allen Regeln des Züchtens produziert wurden? Ich finde toll, dass Emmi diesen Knirps hat und ich bin mir sicher, die Sozialisierung wird sie auch hinbekommen.
Man muss sich nur Mühe geben.

Anstatt ihr nun vorzuwerfen, dass sie ihren Hund "ausgerechnet dort" gekauft hat, könnte sie echte Tipps wirklich gebrauchen.
Dein Beitrag klingt für mich wie "Tja, selbst schuld. Du hast dir die Suppe eingebrockt, jetzt löffel sie selbst wieder aus." - find ich nicht gut, sorry.
 
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  • Hunde von privat Beitrag #4
Off-Topic
Dann brauch man aber nicht rum heulen wenn das tierelend nie ende nimmt ;)
 
  • Hunde von privat Beitrag #5
Off-Topic
Dann brauch man aber nicht rum heulen wenn das tierelend nie ende nimmt ;)

Danke.
Es geht mir darum das Leute fahrlässig mit ihren Tieren umgehen. So ein Wurf kann auch schief gehen und Mutter oder/ und Welpen sterben. Noch dazu platzen die Tierheime aus allen Nähten. Da müssen keine UPS würfe produziert werden. Wuerden die Leute aufpassen gäbe es auch keine ups würfe. Deswegen ist für mich ein UPS Wurf auch nicht mir Schulter zucken und was Solls erledigt. Es gibt genug Leute die einen UPS Wurf hatten und weil die Welpen so gut weggingen (und noch was in die Kasse geschafft haben) noch mal nen Wurf in die Welt setzten. Und jeder der einfach wild kauft unterstützt das tierelend. Ganz davon abgesehen; wenn schon jemanden mit UPS Wurf unterstützen dann doch wenigstens einen der dann für die Welpen alles tut und nicht sichtlich schlecht geprägte Hunde abgibt die Angst haben und alles Wild ankläffen.
 
  • Hunde von privat Beitrag #6
Danke.
Es geht mir darum das Leute fahrlässig mit ihren Tieren umgehen. So ein Wurf kann auch schief gehen und Mutter oder/ und Welpen sterben. Noch dazu platzen die Tierheime aus allen Nähten. Da müssen keine UPS würfe produziert werden. Wuerden die Leute aufpassen gäbe es auch keine ups würfe. Deswegen ist für mich ein UPS Wurf auch nicht mir Schulter zucken und was Solls erledigt. Es gibt genug Leute die einen UPS Wurf hatten und weil die Welpen so gut weggingen (und noch was in die Kasse geschafft haben) noch mal nen Wurf in die Welt setzten. Und jeder der einfach wild kauft unterstützt das tierelend. Ganz davon abgesehen; wenn schon jemanden mit UPS Wurf unterstützen dann doch wenigstens einen der dann für die Welpen alles tut und nicht sichtlich schlecht geprägte Hunde abgibt die Angst haben und alles Wild ankläffen.
Und was genau soll das jetzt mit Emmis Problem zu tun haben?
 
  • Hunde von privat Beitrag #7
Off-Topic
Solange das Menschenelend kein Ende nimmt, wird auch das Tierelend kein Ende nehmen. Aber auch das hilft der TE nicht weiter.
 
  • Hunde von privat Beitrag #8
Off-Topic
Wie philosophisch... und trivial.
 
  • Hunde von privat Beitrag #9
Hey,

was für eine Diskussion ._. Damit ist weder mir noch der Kleinen geholfen! Ich sage ja auch nicht, dass ich es gut finde, was die Vorbesitzer da gemacht haben!! Ganz im Gegenteil, sie hätten aufpassen müssen und die Hunde nicht ohne Aufsicht! Aber es ist nun mal passiert und man kann es nicht mehr ändern! Die kleine ist jetzt nun mal da und brauch hilfe um ein schönes Leben führen zu können!! Ich bitte euch auch, eure kommentare zu lassen, wenn ihr mir keine tipps geben könnt
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Die Kleine hat trotzdem ein schönes Leben verdient, welches ich ihr bieten möchte!

@Smoothie: Ich wusste vorher nicht das sie so schlecht sozialisiert ist! Man hat es ihr vor Ort auch nicht angemerkt und sie war nicht der erste Hund den ich mir angeschaut habe! Bitte unterlass deine Vorwürfe. Sry, aber wenn du mir keine Tipps geben kannst/magst wie auch immer, hat sich meine Unterhaltung mit dir erledigt!
 
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  • Hunde von privat Beitrag #10
Ich hab die ganze Diskussion mal hierhin verlegt, weil ich auch der Meinung bin, dass das nichts mit Emmis Problem zu tun hat. Der Hund ist schlecht sozialisiert, das ist gut zu wissen, aber mehr darauf rumreiten braucht man nun in dem Thema auch nicht, das hilft keinem weiter. Da aber scheinbar Bedarf besteht, darüber zumindest mal zu reden, hab ich einen neuen Thread draus gemacht.

Und um auch noch was beizutragen: Ich finds echt ärgerlich, dass hier jemandem mit einem Problem zuerst einmal Vorwürfe gemacht werden. Ganz nach dem Motto, wer den Hund bei so jemandem holt hat es ja nicht besser verdient. Keiner von euch war dort und kann beurteilen, ob da nicht alles mögliche für den Welpen getan wurde oder nicht. Wir können nicht einmal sicher sagen, ob er seine Probleme vom Aufwachsen dort hat. Und statt demjenigen jetzt zu helfen, wo er das Problem nunmal hat, wird ihm nur gesagt »selber schuld, komm damit klar«. Was soll das? Und wieso maßen wir uns eigentlich an, so viel besser zu sein als jemand, der den Hund von privat holt? Genug Leute holen den Hund vom unseriösen Züchter oder TS, das ist kein Stück besser.

Ganz abgesehen davon: Nicht jeder Hund, der von privat kommt, ist ein verstörtes Vermehrertier, das in irgendeinem Kellerraum aufgezogen wurde. Und wo soll das Tier hin? Soll es lieber ins TH als in gute Hände vermittelt werden, wo es Wochen oder Monate in einem Zwinger auf eine Familie wartet? Am besten dann wieder in ein unseriöses TH, das den Hund entweder gar nicht oder in schlechte Hände gibt? Ist das dann besser? Oder soll es der Bauer einfach so aufm Hof rumspringen lassen, bis es halt überfahren wird oder selber alt genug zum Nachwuchs produzieren ist?

Hier sagt keiner, dass man blind irgendwelche Vermehrer unterstützen soll, die zig Würfe im Jahr aus Versehen produzieren und dann verwurmte Tiere für gewinnbringendes Geld verschachern. Augen auf beim Hundekauf gilt immer. Aber nicht jeder, der seinen Hund von einem Privatmenschen hat, hat hier gleich die russische Welpenmafia angekurbelt. Manchmal ist ein Upswurf auf einfach nur ein Upswurf und wieso sollte den Welpen aus diesem Wurf kein gutes Zuhause zustehen? Vor einigen Jahren wurden die Welpen einfach ersäuft oder in einem Sack gegen die Wand geschmissen. War das dann die bessere Lösung, damit sie den übervollen THs keine Konkurrenz machen? Übrigens sind davon auch einige selbst schuld an ihrer Situation. Nicht alle, aber manche.

Wir hatten einen unserer früheren Hunde von so einem bösen Bauern. Und ich sehe bis heute nicht ein, dass das ein Fehler gewesen sein soll. Die Mutter gehörte einem anderen Bauern im Ort, lief läufig frei herum, wurde gedeckt und ist dann bei dem Bauern gestrandet, von dem wir den Welpen hatten. Sie war eine verstoßene Handaufzucht, die auch nicht groß sozialisiert wurde, wie es ein Züchter vielleicht getan hätte. Aber der Mann gab sich Mühe und hat ein gutes Zuhause für den Hund gesucht. Hätte man dem jetzt sagen sollen: Ne, sie haben hier zwar zig Familien stehen, die den Hund gerne nehmen würden, aber damit sie nix davon haben und ihre Lektion lernen bringen sie das Tier bitte erst ins TH, damit die ihnen eine Standpauke halten und entscheiden können, wo es hinkommt? Das entspricht ja dann so viel mehr dem Gedanken des Tierschutzes, den Tieren zu helfen und ihnen ein artgerechtes Zuhause zu suchen.
 
  • Hunde von privat Beitrag #11
Natürlich ist es ärgerlich, wenn in einem solchen Thema dann eine neue Diskussion beginnt, die der TE nun nicht mehr hilft.

Nun ist es aber ein eigenes Thema.

Natürlich ist es kein Stück "besser" einen Welpen aus unseriöser Zucht und/oder Vereinen zu holen und für mein Empfinden auch nochmal "schlimmer", wenn es ein Welpe aus dem Kofferraum - Vermehrerwelpe - ist (wobei die ja heutzutage oft sehr gut getarnt sind und teilweise sogar vom Heim-PC ausgedruckte "Papiere" bekommen!).

Trotzdem bin ich auch jemand, der niemals einen UPS-Wurf unterstützen würde, und zur Untersützung gehört nun mal auch der Kauf bzw. sogar die kostenlose Abnahme!

Wir leben nicht mehr in einer Zeit (bis auf wenige abgeschlagene Ortschaften), in denen jedes zweite Haus ein Bauernhof ist, alle Hunde frei im Dorf herum laufen und dadurch entstandene Welpen weitergegeben bzw. einfach umgebracht werden.

Wir leben in einer Zeit, in der Hunde einen völlig anderen Platz eingenommen haben bzw. auch einfach einnehmen müssen - auch vor dem Gesetz! Die Hundehaltung (bzw. generell der Umgang mit den Hunden, wozu auch die "Entsorgung" der Welpen gehört) haben sich geändert. Hunde sind nicht mehr einfach nur ein Werkzeug. Sie sind Teil der Familien. Wir können es uns nicht mehr leisten ohne Ende Hunde zu produzieren! Geht es so weiter ist der Weg zu Straßenhunden in Deutschland nicht mehr weit. So was geht schneller als man denkt und ist sehr schwer unter Kontrolle zu bekommen.

Natürlich kann man sich jetzt Fragen "Warum dann seriöse Züchter unterstützen?".

Der Punkt ist: Was wäre mir lieber? Was wünsche ich mir für die Zukunft? Hunde die aus seriöser Zucht kommen, bei denen es gesundheitliche und zuchttechnische Kontrollen gibt, die erst auf Nachfrage "produziert" werden und bei denen die Züchter durch Seminare und Schulungen auch ein wenig Ahnung von dem haben was sie da tun, oder wilde Vermehrungen ohne irgend etwas davon. Ich meine damit nicht nur Rassehunde aus dem VDH. Für mich gibt es mehrere seriöse Vereine und auch sehr positive Zuchtgedanken bei bestimmen "Mischlingen". Es geht hier wirklich einfach um "seriöse" Züchter.

Mit dem was man selber unterstützt (was man nun mal mit dem Kauf tut), pflastert man automatisch den Weg in die Zukunft!

Wirkliche "Ups-Würfe" können natürlich passieren.. aber mal ehrlich.. wie viel von den angeblichen "Ups-Würfen" sind das wohl? Wenn eine Hündin frei und ohne Aufsicht im Dorf herum läuft, dann ist es einfach kein Ups-Wurf mehr, wenn sie trächtig wird. Es gibt so viele Fälle von "Ups-Würfen", wo man einfach weiß, dass es schlechte bzw. gar keine Aufsicht war. Mal ganz von den "absichtlichen Ups-Würfen" abgesehen. Die Chance dass eine läufige Hündin unter Aufsicht gedeckt wird sind doch wirklich verschwindend gering und selbst in solchen Fällen wäre theoretisch eine "Pille danach" verfügbar.

Will sagen: Würde keiner mehr solche Würfe mit der Abnahme unterstützen und die Besitzer müssten drauf zahlen (oder tatsächlich die Welpen umbringen, was heutzutage nicht mehr so einfach ist und hohe Strafen geben kann) statt auch noch Gewinn damit zu machen(!), dann würde plötzlich um einiges mehr aufgepasst werden und dementsprechend gäbe es auch wesentlich weniger solcher Würfe!

Käufer von Ups-Würfen oder Vermehrerwelpen haben in der Regel (=nicht immer) einen der beiden Gründe für ihren Kauf: Niedrige Kosten oder Mitleid. Oft ist es auch einfach Unwissenheit oder der Mythos vom "gesunden Bauernhofmischling".
Niedrige Kosten sollte niemals das Argument sein, da die hohen Kosten beim seriösen Züchter nun mal wichtige Gründe haben (natürlich gibt es auch dort "zu" hohe Kosten) und Mitleid ist bei sowas immer der falsche Motivator, da man mit dem Kauf ja genau das System und damit die weitere "Produktion" unterstützt!

Ich möchte unbedingt noch betonen, dass ich in keinster Weise den Wert der Hunde als Lebewesen an sich damit "heruntersetzen" möchte! Natürlich kann auch ein Kofferraumwelpe, dessen leidende Mutter irgendwo in einem nassen Keller mit entzündetem Gesäuge verkümmert, ein absolut toller, problemloser und auch gesunder Hund sein! Natürlich hat auch dieser Hund es verdient zu leben, da er nichts für sein Schicksal kann. Trotz allem entscheidet der eigene Kauf darüber, welcher Weg weiter ausgebaut wird!
 
  • Hunde von privat Beitrag #12
Aber was dann? Sollen die Bauern ihre Würfe umbringen? Klar gibt es dafür Strafen, aber wo kein Kläger da kein Richter. Wo das wirklich noch durchgeführt wird rennt doch keiner zur Polizei und macht eine Anzeige. Also bleibt nur, dass die Hunde ins TH kommen, umgebracht werden oder halb wild wie Straßenhunde im Dorf umher rennen. Was ist daran dann besser?
Die meisten Bauern verschenken die Welpen übrigens (nahezu), sodass da kaum Gewinn zu machen sein dürfte. Und warum sollte den dann kümmern, ob er die Welpen loswird oder die Natur den Rest erledigt, wenn sie wild durch die Gegend springen? Was hält ihn davon ab, zwei Würfe im Jahr ins TH zu bringen und nichts zu ändern?
 
  • Hunde von privat Beitrag #13
Was ihn abhält? Das Gesetz, die möglichen Strafen (für das "Entsorgen" und das "laufen lassen"), die Kosten. Wenn man so etwas dann verhindern möchte, dann sollte man eben ein Auge darauf haben und es melden, anstatt ihn mit der Abnahme zu unterstützen, denn DAS hilft ganz bestimmt nicht dabei, dass die Leute lernen auf ihre Hunde aufzupassen!
Wir (meine Familie) haben früher übrigens auch einen "Bauernhofwelpen" als Familienhund geholt. Ein ganz wunderbarer (aber leider sehr kranker) Hund, den ich immer lieben werde. Trotzdem würde ich sowas einfach nicht unterstützen, denn das führt wie gesagt definitiv nicht zur Besserung der Situation.
 
  • Hunde von privat Beitrag #14
Davon, die Tiere weiter zu produzieren und ins TH zu bringen, hält ihn kein Gesetz und keine Strafe ab. Die Kosten dürften auch nicht gerade abschreckend sein, wenn Mutter und Welpen sich selbst überlassen werden sollten.
Was erreicht man denn da mit einer Meldung? Welcher Hahn kräht denn danach, wenn der zwei Würfe im Jahr produziert?
Und wenn er sie laufen lässt, was soll er bekommen? Nachher sind es halt nicht seine, wenn doch mal das OA vorbei kommt. Oder er soll sie im Zwinger einsperren. Und das »Entsorgen« bekommst doch sicher keiner mit, so blöd wird der dann nicht sein.

Die Leute, denen das wirklich sonst wo vorbeigeht, sind doch meist von Amtswegen her gar nicht zu packen. Denen ist egal, ob und wie sie die Welpen los werden. Und wenn das Amt tatsächlich kommt und sie mitnimmt – so what? Das kümmert dann doch auch wieder nicht.

Und wer sagt, dass aus jedem Bauern mit Ups-Wurf so ein Mensch wird? Der, der sich darum kümmert, die Hunde gut unterzubringen, wird nicht gleichgültig genug sein, sie andernfalls gegen die Wand zu schmeißen. Der wird auch nicht gleichgültig genug sein, zwei Würfe jährlich ins TH zu bringen oder die Tiere durchs Dorf rennen zu lassen. Der freut sich, wenn er die Welpen los wird, hat aber ein Problem, wenn er es nicht wird. Und warum sollte dann aus dem plötzlich so ein achtloser Vermehrer werden wie oben beschrieben, nur weil die Welpen des einen Wurfs alle abgenommen wurden? Und zu mehr Umsicht erziehst du den auch nicht, wenn er auf den Welpen hocken bleibt. Wie gesagt – wem es wirklich egal ist, der findet andere Wege.

Ich zweifel halt immer noch daran, dass aus jedem Privatmenschen mit einem Wurf Welpen gleich ein furchtbarer Mensch wird (oder er es schon ist), nur weil er die bei liebevollen Familien untergebracht bekommt. Ich glaube eher, dass zum regelmäßigen, sinnlosen Vermehren eine Grundeinstellung gehört, bei der es egal ist, ob die Welpen gut untergebracht werden oder sich selbst überlassen sterben. Aus Typ A wird für mich nicht automatisch Typ B wegen der Vermittlung eines Wurfes.
 
  • Hunde von privat Beitrag #15
Die Tiere ins Tierheim zu bringen ist aber mit Kosten und alles weitere wäre mit anderen Risiken und Mühen verbunden. Ob man nun lieber bereit ist diese einzugehen, anstatt auf seinen Hund aufzupassen, wer weiß. Mag es sicherlich auch geben. Es ist aber definitiv irgend eine Schwelle im Vergleich zu gar keiner bzw. sogar noch Untersützung, die die Abnahme der Welpen bedeutet.

Ich verstehe ansonsten den Rest von dir nicht ganz. Warum "schrecklicher" Mensch? Es gibt halt Menschen, die ihre Hunde in wirklich schlimmen Verhältnissen halten und Menschen, die einfach nicht aufpassen. Natürlich können wir da nun diskutieren wie schrecklich das eine oder das andere ist, aber darum geht es mir ehrlich gesagt nicht. Mir geht es darum, dass ich nichts davon unterstützen möchte.
 
  • Hunde von privat Beitrag #16
Ok, ich versuchs mal ausführlicher zu erklären.
Du hast geschrieben:
Will sagen: Würde keiner mehr solche Würfe mit der Abnahme unterstützen und die Besitzer müssten drauf zahlen (oder tatsächlich die Welpen umbringen, was heutzutage nicht mehr so einfach ist und hohe Strafen geben kann) statt auch noch Gewinn damit zu machen(!), dann würde plötzlich um einiges mehr aufgepasst werden und dementsprechend gäbe es auch wesentlich weniger solcher Würfe!
bzw.
Mit dem was man selber unterstützt (was man nun mal mit dem Kauf tut), pflastert man automatisch den Weg in die Zukunft!

Ich habe das so verstanden, dass ich den Bauern, der einmal einen Wurf hat, mit meinem Kauf unterstütze. Deswegen passt er nicht auf und produziert den nächsten. Wenn ich ihn nicht unterstützen würde würde das nicht passieren, weil er die Welpen – verbunden mit Kosten/Aufwand – selber unterbringen müsste (Tierheim in dem Fall, oder eben behalten).

Bin ich so weit richtig?

Meine Antwort/Frage darauf war, was dich da so sicher macht. Für mich gibt es zwei Typen Mensch in dem Fall: Den, dem es sonstwo vorbeigeht, der mehrmals aufgrund mangelnder Vorsicht Würfe produziert und sich nachher nicht kümmert. Und den, der eben wirklich mal einen Ups-Wurf hat, den versucht gut unterzubringen und damit ist das Thema durch. So wie ich dich verstanden habe würde ja aus dem letzteren ersterer werden, wenn ich ihn unterstütze, weil er ja weiß, dass er die Welpen (wie du sagtest mit Gewinn) los wird. Oder ich ermuntere Leute ohne Wurf dazu, ebenfalls mal nicht aufzupassen, wenn man so will.

Vorweg: Beim ersten würde ich so oder so keinen Hund holen. Aber wo ist das Problem, es beim zweiten zu tun? Ich glaube eben nicht, dass aus dem automatisch jemand wird, der immer wieder achtlos Hunde vermehrt, nur weil er mal einen Wurf los bekommen hat. Was genau unterstütze ich dann aber, wenn ich dort einen Welpen hole? Das erschließt sich mir nicht. Wenn der meinetwegen seinen Hund anschließend kastrieren lässt oder auf ihn aufpasst – was genau hab ich dann unterstützt, was so schlecht für den Tierschutz wäre?
Würde wirklich niemand die Welpen nehmen müsste der Bauer sie wie gesagt ins TH bringen, wo sie Wochen oder Monate auf ein neues Zuhause warten müssen und im schlechtesten Fall bei einer unseriösen Vermittlung landen. Wenn der Bauer also bemüht ist, für einen einmaligen Unfall eine gute Unterbringung zu finden, was spricht gegen ihn?

Und ab davon glaube ich, dass der, dem es wirklich egal ist, sich auch nicht um Konsequenzen schert. Für den sind »Kosten« keine Drohung. Dann setzt er die Welpen eben nachts im Karton vor die Türe des THs, kommt oft genug vor.

Ich hoffe, jetzt ist es klarer?
 
  • Hunde von privat Beitrag #17
Wer nicht auf seinen Hund aufpasst und seine läufige Hündin ohne Aufsicht im Dorf herumspazieren lässt, der ist für mich niemand, dem mal ein Ups-Wurf passiert ist, sondern jemand, dem das auch immer wieder passieren kann und voraussichtlich auch wird. Ich schrieb ja, dass es auch wirklich mal zu "echten" Ups-Würfen kommen kann, aber mangelnde Aufsicht gehört für mich nicht dazu und ich rechne bei solchen Leuten damit, dass sie auch nicht besser aufpassen werden, wenn alles so wunderbar funktioniert, die Welpen so süß sind und am Ende sogar noch Gewinn dabei rauskommt. Jede Schwelle, die es schwerer macht in solchen Situationen, hilft dabei die Leute zu "erziehen" besser aufzupassen. Da mag es dann auch mal jemanden geben, dem wirklich ein Ups-Wurf passiert und der sich wunderbar kümmert und der selbst mit anschließendem Gewinn danach ganz sicher besser aufpasst, aber das ist nun mal nicht der Fall mit dem man rechnen kann und sollte.

Welpen in Tierheimen gehen in der Regel übrigens relativ "gut weg". Selbst wenn nicht, wäre das für mich genauso wenig ein Argument dort zu kaufen, wie es das beim Vermehrer-Welpen nun mal auch nicht ist, selbst wenn das Schicksal der nicht verkauften Welpen dort meistens automatisch den Tod derer bedeutet.
 
  • Hunde von privat Beitrag #18
Ich habe mich jetzt leider aus Zeitgründen nicht ganz durchlesen können, möchte aber auch kurz dazu schreiben.

Meine erste Hündin ist aus einem UPS-Wurf. Ich habe sie mit 8 Wochen bekommen, kannte Mutter, Vater und Oma (ländliche Gegend). Ich habe mich auch total über den Besitzer aufgeregt, da es schon das zweite Mal war, dass ihm das passiert. Beim ersten Mal warens nur 2 Welpen, beim zweiten Mal schon 9, davon haben 2 nicht überlebt. Danach wurden die beiden Hündinnen endlich kastriert... Dennoch war meine Maus das Beste, was mir passieren konnte, aber ok, das ist emotional...

So, warum nun keinen Hund von dort holen? Die suchen ja auch ein Zuhause und die meisten UPS-Produzenten haben wohl auch oft keine Lust auf Wiederholung. Und was passiert denn mit den Welpen, wenn sie keiner will? Hier bei uns in der Gegend werden unerwünschte Katzen- und Hundebabys oft genug noch vom Bauern ersäuft, erschlagen, mit der Mistgabel aufgespiest etc. Problem gelöst, bis zum nächsten Mal! Diese Bauern haben erst gar nicht nach möglichen Besitzern gesucht!

Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Züchter nur auf nachfrage decken lassen. Die planen einen Wurf und suchen dann nach Besitzern. Sollte ich mich hier irren, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Hunde auf seriösen Weg zu vermehren tut eigentlich auch nicht Not, wenn man einen Blick in Tierheime und ins Ausland wirft... Und unseriöse, scheinbar seriöse Züchter, gibt es auch genug.

Das nur als Statement zu dem "man soll sich keinen Hund aus einem UPS-Wurf holen, um das nicht zu unterstützen". Wenn man sich keinen holt, verhindert man keinen einzigen weiteren UPS-Wurf! Da muss man schon anders dagegen ankämpfen. Zum Beispiel Kastration/Sterilisation nicht länger so verteufeln, wie es viele immer noch tun...
 
  • Hunde von privat Beitrag #19
Pia stammt auch aus einem Ups- Wurf von einem Bauernhof.
Ich war dort und hab mir die Hunde angesehen wollte sie aber noch nicht mitnehmen, weil sie grade mal 6 Wochen alt war.
Darauf hin wurde gedroht der Hund würde einfach, salopp gesagt, entsorgt.
Also hab ich sie mitgenommen, nicht gekauft.
Als sie dann bei uns war hab ich mich erst mal durchgegoogelt und ja ich hatte ein schlechtes Gewissen.
Aber was macht das für einen Unterschied ob ein Bauer/Vermehrer what ever seine Hunde auf den Markt wirft oder ob das ein Züchter tut.
Da spielt es in erster Linie keine Rolle ob die Tiere nun gesund oder sozialisiert sind.
Sie sind erstmal einfach nur da. Ob's jetzt der viel zu kurnasige Mops oder der verwurmte Mix ist... das tut sich in dem Moment gar nix!

Natürlich ist es nicht richtig die kommerzielle Vermehrung von Hunden (unter anderem) zu unterstützen indem man sich einen Hund für'n Appel und'n Ei aus der Bauernschaft oder den Mischling von drei Straßen weiter für 350,- kauft.
Aber seht euch doch mal bitte an was die immer so hoch gelobte Vereinsgeprüften Zuchten so zu Tage bringen.
Hunde die für unter 500,- nicht weg gehen und trotzdem der lebende Beweis für ein Verbrechen gegen die Natur sind.

Ich weiß das ich, sollte ich nach unseren beiden wieder Hunde haben wollen, meinen nächsten Hund nicht vom Hinterhof holen werde, aber mit Sicherheit auch nicht vom Züchter.
Es hätte genauso gut passieren können das sie sich einen verstörten Welpen aus dem TH geholt hätte.
Denn diese platzen ja auch wie bereits mehrmals erwähnt aus allen Nähten.
So naiv zu glauben das es einem Hund von da psychisch besser geht als einem Hund vom Vermehrer wäre ja nun wirklich Wunschdenken pur.
 
  • Hunde von privat Beitrag #20
Ich habe mich jetzt leider aus Zeitgründen nicht ganz durchlesen können, möchte aber auch kurz dazu schreiben.

Meine erste Hündin ist aus einem UPS-Wurf. Ich habe sie mit 8 Wochen bekommen, kannte Mutter, Vater und Oma (ländliche Gegend). Ich habe mich auch total über den Besitzer aufgeregt, da es schon das zweite Mal war, dass ihm das passiert. Beim ersten Mal warens nur 2 Welpen, beim zweiten Mal schon 9, davon haben 2 nicht überlebt. Danach wurden die beiden Hündinnen endlich kastriert... Dennoch war meine Maus das Beste, was mir passieren konnte, aber ok, das ist emotional...

Wie ich schon schrieb: Unser Familienhund von damals war auch ein solcher Bauernhofwelpe und ich werde ihn immer lieben. Genauso wird jemand seinen Hund vom Vermehrer auch lieben, wenn er ihn erst mal hat. Das ist ganz normal und ja auch richtig so, ändert aber nun mal rein gar nichts daran, dass man mit der Abnahme das System unterstützt.

So, warum nun keinen Hund von dort holen? Die suchen ja auch ein Zuhause und die meisten UPS-Produzenten haben wohl auch oft keine Lust auf Wiederholung.
Genau darum geht es: Keine Lust auf Wiederholung machen. Das tut man nun mal nicht, in dem man die Welpen abnimmt (und vor allem nicht, wenn man auch nur einen Euro dafür zahlt!). Es müsste einfach nur mit genug Arbeit, Zeit und vor allem Kosten verbunden sein, DANN würde den Leuten tatsächlich die Lust auf eine Wiederholung vergehen bzw. was noch besser ist: Die Leute würden beginnen VORHER darüber nachzudenken. Bestimmt aber nicht, solange die so süßen Welpen ohne großen Aufwand, teilweise sogar mit Gewinn, weggehen!

Und was passiert denn mit den Welpen, wenn sie keiner will? Hier bei uns in der Gegend werden unerwünschte Katzen- und Hundebabys oft genug noch vom Bauern ersäuft, erschlagen, mit der Mistgabel aufgespiest etc. Problem gelöst, bis zum nächsten Mal! Diese Bauern haben erst gar nicht nach möglichen Besitzern gesucht!

Alle wissen immer so genau, dass das passiert.. da muss ich mich wirklich fragen: Wenn es so sicher ist und/oder der Bauer es selber sagt (bezieht sich auf den Post direkt über mir), warum zeigt man ihn dann nicht an? Davon ganz abgesehen schrieb ich oben auch schon mehrfach, dass Mitleid dort aber leider nicht hilft, bzw. natürlich hilft man DEM Welpen, der vor einem sitzt damit, aber man unterstützt mit der Abnahme nun mal das System, egal ob es nun angebliche "Ups-Würfe" sind, oder Vermehrerwelpen. Bei Vermehrerwelpen ist allen klar (zumindest wenn man darüber nachdenkt), dass die Welpen getötet werden, wenn sie nicht weggehen und trotzdem haben mittlerweile zum Glück genug Menschen den Verstand "NEIN" zu sagen, weil es nun mal nichts bringt DEN Welpen zu retten, wenn nur deswegen eben ein neuer Welpe produziert wird, der dann wieder DER Welpe ist...


Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Züchter nur auf nachfrage decken lassen. Die planen einen Wurf und suchen dann nach Besitzern. Sollte ich mich hier irren, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Hunde auf seriösen Weg zu vermehren tut eigentlich auch nicht Not, wenn man einen Blick in Tierheime und ins Ausland wirft... Und unseriöse, scheinbar seriöse Züchter, gibt es auch genug.

Für mich ist ein seriöser Züchter jemand, der erst auf Nachfrage deckt. Zu welchem Züchter man geht ist einem ja selber überlassen und man kann ja ohne Probleme genau die Art Züchter unterstützen, deren Art und Weise der Zucht man als gut empfindet. Für mich gibt es da recht hohe Ansprüche. Die schrieb ich oben ja auch schon in Kurzfassung dazu.

Tiere aus dem Ausland her holen folgt übrigens genau dem selben Prinzip wie auch die Untersützung von Vermehrern oder angeblichen UPS-Würfen. Machst du einen Platz frei, sorgst du nur dafür, dass er direkt von selber Stelle wieder gefüllt wird. Wir haben dazu auch irgendwo einen extra Thread gehabt (Straßenhunde vermehren sich anhand des vorhandenen Platz- und Futterangebotes).


MIR ist es eben wichtig das System zu unterstützen, welches ich mir für die Zukunft wünsche und für mich ist das ein seriöser Züchter!


Das nur als Statement zu dem "man soll sich keinen Hund aus einem UPS-Wurf holen, um das nicht zu unterstützen". Wenn man sich keinen holt, verhindert man keinen einzigen weiteren UPS-Wurf! Da muss man schon anders dagegen ankämpfen. Zum Beispiel Kastration/Sterilisation nicht länger so verteufeln, wie es viele immer noch tun...

Natürlich verhindert man so solche Würfe. Vielleicht keinen der verschwindend geringen tatsächlichen UPS-Würfe, aber eben vor allem die "Och Welpen sind doch süß und wenns passiert, passiert es halt" und "Ich hätte schon gerne mal, dass meine Hündin 1x Welpen hat und Nachbars Rüde ist so ein toller Hund!" und "Gassi gehen? Ach was.. ich mach die Tür auf und dann läuft sie ihre Runde im Dorf und kommt wieder, wenn sie fertig ist" etc.

Du willst also sagen, dass man eine unbegründete Kastration (mit teilweise sehr schwerwiegenden seelischen und gesundheitlichen Folgen für den Hund!) nun befürworten soll, weil es Leute gibt die nicht im Stande sind auf ihre Hunde aufzupassen? Vor allem wird sie ja momentan noch von allen Seiten befürwortet und der Wandel beginnt nun erst. Die Leute, die Welpen wollen und/oder denen es egal ist, die möchten in der Regel nicht die Kosten einer Kastration übernehmen. Solche Leute denken erst über sowas nach, wenn die Arbeit, Zeit und Kosten von einer Welpenaufzucht höher werden als die einer Kastration.

Wo wir eben wieder bei dem Punkt sind: Man unterstützt mit der Abnahme (auch der kostenlosen!) das System und sorgt für weitere solcher Würfe!


Hat man nun jemand, der seine Unachtsamkeit bereut und hoch und heilig verspricht, dass er die Hündin danach kastrieren lässt bzw. - was ich für wesentlich sinnvoller halte - schlicht besser aufpassen wird, dann kann man von mir aus ja so naiv sein und das glauben, aber mir persönlich wäre das zu riskant. Wer sagt mir denn, dass derjenige sich das nicht doch nochmal anders überlegt, wo doch alles so wunderbar funktioniert hat (eventuell sogar noch Gewinn gemacht wurde), oder gar direkt einfach gelogen hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Pia stammt auch aus einem Ups- Wurf von einem Bauernhof.
Ich war dort und hab mir die Hunde angesehen wollte sie aber noch nicht mitnehmen, weil sie grade mal 6 Wochen alt war.
Darauf hin wurde gedroht der Hund würde einfach, salopp gesagt, entsorgt.
Also hab ich sie mitgenommen, nicht gekauft.
Als sie dann bei uns war hab ich mich erst mal durchgegoogelt und ja ich hatte ein schlechtes Gewissen.
Aber was macht das für einen Unterschied ob ein Bauer/Vermehrer what ever seine Hunde auf den Markt wirft oder ob das ein Züchter tut.
Da spielt es in erster Linie keine Rolle ob die Tiere nun gesund oder sozialisiert sind.
Sie sind erstmal einfach nur da. Ob's jetzt der viel zu kurnasige Mops oder der verwurmte Mix ist... das tut sich in dem Moment gar nix!

Natürlich ist es nicht richtig die kommerzielle Vermehrung von Hunden (unter anderem) zu unterstützen indem man sich einen Hund für'n Appel und'n Ei aus der Bauernschaft oder den Mischling von drei Straßen weiter für 350,- kauft.
Aber seht euch doch mal bitte an was die immer so hoch gelobte Vereinsgeprüften Zuchten so zu Tage bringen.
Hunde die für unter 500,- nicht weg gehen und trotzdem der lebende Beweis für ein Verbrechen gegen die Natur sind.

Von mir oben zitiert:

Natürlich kann man sich jetzt Fragen "Warum dann seriöse Züchter unterstützen?".

Der Punkt ist: Was wäre mir lieber? Was wünsche ich mir für die Zukunft? Hunde die aus seriöser Zucht kommen, bei denen es gesundheitliche und zuchttechnische Kontrollen gibt, die erst auf Nachfrage "produziert" werden und bei denen die Züchter durch Seminare und Schulungen auch ein wenig Ahnung von dem haben was sie da tun, oder wilde Vermehrungen ohne irgend etwas davon. Ich meine damit nicht nur Rassehunde aus dem VDH. Für mich gibt es mehrere seriöse Vereine und auch sehr positive Zuchtgedanken bei bestimmen "Mischlingen". Es geht hier wirklich einfach um "seriöse" Züchter.

Mit dem was man selber unterstützt (was man nun mal mit dem Kauf tut), pflastert man automatisch den Weg in die Zukunft!

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Für mich kämen z.B. auch viele Rassen nicht in Frage. Es liegt ja an einem selber zu schauen was man unterstützen möchte. Ich persönlich würde, egal ob Rasse oder nicht, auch keinerlei Gendefekte unterstützen, die sich auf die Gesundheit auswirken können, selbst wenn sie offiziell anerkannt sein mögen (Ridgeback, Merle, Dilute etc.). Auch andere Extreme, die sich auf die Gesundheit auswirken, kämen für mich nicht in Frage. Hat aber auch nichts mit dem Thema an sich zutun, finde ich.

Ich versuche es dir auch nochmal näher zu bringen, was viele nicht zu verstehen scheinen:

Kaufe ich einen Hund von einem Züchter, der genau so züchtet wie ich es gut finde, dann sorge ich dafür, dass genau dieser Züchter weiter züchten wird bzw. dass generell dieses System unterstützt und damit ausgebaut wird.
Genau das tue ich aber auch, wenn ich einen Welpen aus dem Kofferraum kaufe und nun mal auch, wenn ich einen Welpen von angeblichen Ups-Würfen hole.

Menschen, die absichtlich Würfe produzieren (und sie dann auch gerne mal "Ups-Wurf" nennen), werden damit sicherlich nicht aufhören, solange es sich für sie lohnt. Sollten sie damit aber am Ende sogar draufzahlen müssen, dann werden sie es ziemlich sicher nicht wiederholen bzw. würde es so etwas generell kaum noch geben, wenn entsprechende Abnehmer fehlen würden und sich das herumgesprochen hat.
Menschen, die einfach nicht auf ihre Hunde aufpassen, die werden damit eher anfangen, wenn so ein Wurf Geld, Zeit und Arbeit kostet, als wenn am Ende alles wunderbar - ja sogar mit Gewinn - verläuft.
Menschen, die die ungewollten Welpen einfach töten, kann man logischerweise auch eher damit abbringen, dass man das Entsorgen erschwert, als damit ihnen die Arbeit (und das Risiko!) auch noch abzunehmen (ja sogar ihnen noch Geld zu geben!). Wenn sich hier alle so sicher damit sind, dann tut doch was, was wirklich hilft! Geht zu dem Menschen hin, macht ihm Arbeit, macht ihm Schwierigkeiten! Klärt ihn über das Gesetz - die hohen Strafen - auf, droht mit einer Anzeige (meldet es auch ruhig, wenn jemand es schon ankündigen sollte), geht täglich vorbei und schaut nach dem Rechten etc. Einfach "Schwierigkeiten" machen, so dass derjenige sich in Zukunft gut überlegt, ob er nicht doch besser auf seinen Hund aufpasst und/oder ihn kastrieren lässt.
Wie gesagt: Bei Vermehrerwelpen ist den meisten Menschen mittlerweile klar, dass es nichts bringt das Mitleid entscheiden zu lassen. Dabei hat man dort wirklich so gut wie keine Möglichkeit das "Entsorgen" zu verhindern bzw. überhaupt zu erschweren. Bei Menschen die hier in Deutschland leben, wo man den Wohnort kennt, ja sogar eventuell selber vor Ort ist, kann man so viel tun!
 
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