- Max - Die Geschichte eines "unvergesellschaftbaren" Kaninchens Beitrag #1
K
Kiwi
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Hallo liebe Foris!
Habe ich euch die Geschichte eigentlich jemals offiziell zuende erzählt, die damals begonnen hat?
https://www.tierforum.de/t150393-vergesellschaftung-moeglich.html
Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, aber es ist mein Lieblingsbeispiel davon, wie ein Kaninchen, das als unvergesellschaftbar galt, doch noch zu seinem Happy End fand.
Wer mich hier etwas kennt, hat vielleicht schon von dem Gnadenhof gehört, auf dem ich mithelfe. Von da kam damals auch Max.
Max hatte eine schlimme Vergangenheit. Er wurde bei einem "Hobbyzüchter" im dunkeln Keller in einem Hamsterkäfig gehalten. Kastriert wurde er nie. Und als er aus seiner persönlichen Hölle befreit wurde, war er auch schon ein Senior mit ca. 10 Jahren. Da war die 0,5m² große Box auf dem Gnadenhof schon eine signifikante Verbesserung für das Kerlchen.
In der nächsten Zeit wurden immer wieder Vergesellschaftungen mit ihm versucht. Die Versuche wurden endgültig eingestellt, als er einen Artgenossen sogar totbiss. Das war das erste Mal, dass ich von ihm hörte. Im Chat von einem Hühnerforum sprachen sie von dem Kaninchen, das lieber allein bleiben sollte, weil es so fies sei. Und da dachte ich mir schon: Kann eigentlich gar nicht sein.
Das dürft etwa im Jahr 2011 gewesen sein.
Irgendwann lernte ich Max dann persönlich kennen und er brachte mein Herz zum schmelzen. (Ich fand außerdem heraus, dass seine Vergesellschaftung jedes Mal völlig falsch angegangen wurde. Zuvor wurden die Kaninchen nur durch ein Gitter getrennt und später auf viel zu engem Raum zusammengesetzt.)
Nachdem ich meine Pläne, ihn mit meinen eigenen Kaninchen zu vergesellschaften, verwarf, fand ich tatsächlich noch Abnehmer für ihn. Der Tierarzt gab grünes Licht für die Kastration und 6 Wochen später durfte er zu seiner Kähte ziehen.
Sie war ebenfalls eine ältere Kaninchendame. Ihr Partner war vor kurzem gestorben und die Besitzer wollten kein junges Tier mehr dazu setzen. Es war ein absoluter Glücksgriff. Die Vergesellschaftung wurde dieses Mal vernünftig durchgeführt.
Die beiden Verstanden sich auf anhieb und genossen ihren Lebensabend zusammen.
Max, der 12 Jahre lang ohne Artgenossen gelebt hatte, sie sogar schwer verletzte, wenn er die Möglichkeit dazu hatte und bei dem bereits alle die Hoffnung aufgegeben hatten, hatte endlich seine große Liebe gefunden.
Das Glück hielt leider nicht allzu lange. Ein halbes Jahr später verstarb Kähte. Und Max, der seine Futteraufnahme daraufhin komplett einstellte, folgte ihr nur 4 Tage, später am 18.6.2013.
Für mich ist es trotzdem ein Happy End. Das Schöne ist ja, dass Tiere im Hier und Jetzt leben - nicht in der Vergangenheit.
Und ein wunderbares Beispiel dafür, dass es für jedes, aber auch wirklich jedes Einzelkaninchen, noch Hoffnung gibt.
Habe ich euch die Geschichte eigentlich jemals offiziell zuende erzählt, die damals begonnen hat?
https://www.tierforum.de/t150393-vergesellschaftung-moeglich.html
Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, aber es ist mein Lieblingsbeispiel davon, wie ein Kaninchen, das als unvergesellschaftbar galt, doch noch zu seinem Happy End fand.
Wer mich hier etwas kennt, hat vielleicht schon von dem Gnadenhof gehört, auf dem ich mithelfe. Von da kam damals auch Max.
Max hatte eine schlimme Vergangenheit. Er wurde bei einem "Hobbyzüchter" im dunkeln Keller in einem Hamsterkäfig gehalten. Kastriert wurde er nie. Und als er aus seiner persönlichen Hölle befreit wurde, war er auch schon ein Senior mit ca. 10 Jahren. Da war die 0,5m² große Box auf dem Gnadenhof schon eine signifikante Verbesserung für das Kerlchen.
In der nächsten Zeit wurden immer wieder Vergesellschaftungen mit ihm versucht. Die Versuche wurden endgültig eingestellt, als er einen Artgenossen sogar totbiss. Das war das erste Mal, dass ich von ihm hörte. Im Chat von einem Hühnerforum sprachen sie von dem Kaninchen, das lieber allein bleiben sollte, weil es so fies sei. Und da dachte ich mir schon: Kann eigentlich gar nicht sein.
Das dürft etwa im Jahr 2011 gewesen sein.
Irgendwann lernte ich Max dann persönlich kennen und er brachte mein Herz zum schmelzen. (Ich fand außerdem heraus, dass seine Vergesellschaftung jedes Mal völlig falsch angegangen wurde. Zuvor wurden die Kaninchen nur durch ein Gitter getrennt und später auf viel zu engem Raum zusammengesetzt.)
Nachdem ich meine Pläne, ihn mit meinen eigenen Kaninchen zu vergesellschaften, verwarf, fand ich tatsächlich noch Abnehmer für ihn. Der Tierarzt gab grünes Licht für die Kastration und 6 Wochen später durfte er zu seiner Kähte ziehen.
Sie war ebenfalls eine ältere Kaninchendame. Ihr Partner war vor kurzem gestorben und die Besitzer wollten kein junges Tier mehr dazu setzen. Es war ein absoluter Glücksgriff. Die Vergesellschaftung wurde dieses Mal vernünftig durchgeführt.
Die beiden Verstanden sich auf anhieb und genossen ihren Lebensabend zusammen.
Max, der 12 Jahre lang ohne Artgenossen gelebt hatte, sie sogar schwer verletzte, wenn er die Möglichkeit dazu hatte und bei dem bereits alle die Hoffnung aufgegeben hatten, hatte endlich seine große Liebe gefunden.
Das Glück hielt leider nicht allzu lange. Ein halbes Jahr später verstarb Kähte. Und Max, der seine Futteraufnahme daraufhin komplett einstellte, folgte ihr nur 4 Tage, später am 18.6.2013.
Für mich ist es trotzdem ein Happy End. Das Schöne ist ja, dass Tiere im Hier und Jetzt leben - nicht in der Vergangenheit.
Und ein wunderbares Beispiel dafür, dass es für jedes, aber auch wirklich jedes Einzelkaninchen, noch Hoffnung gibt.