Ja, Hunde träumen auch und sie verarbeiten damit auch ihren Tagesablauf oder Erlebtes, wie wir Menschen..
Hallo Ihr lieben,
Gestern Abend war sie meine Tessa total komisch drauf. Wir waren ja gestern wieder beim TA und sie bekam ein neues Antibiothika gespritzt, weil sie das Andere beim letzten Mal nicht vertragen hat. Erst hat sie ganz normal gelegen und geschlafen, dann musste ich ihren Kreislauf weder in Schwung bringen, ihre Lefzen waren schon wieder ziemllich blass innen und nach unserem Rumknuddeln hat sie wieder geschlafen. Nach einer Weile bekam sie Albträume und sie zuckte wie wild mit ihren Augen und war am wegrennen anscheinend. Ihr ganzer Körper war dabei richtig schlimm in Bewegung und plötzlich lag sie ganz still da und hat nicht gar nicht mehr geatmet. Ich hab wieder einen Riesenschreck bekommen und bin gleich zu ihr, ich hab sie 3x laut angesprochen und erst beim 3. Mal hat sie einen tiefen Atemzug gemacht und wachte kurz auf. Sie schloss dann ganz friedlich ihre Augen und schlief einfach weiter.
Dann begannen wieder ihre Albträume und es sah so aus, als würde sie aus ihrer Babyzeit träumen, denn sie fing wieder an zu nuckeln im Schlaf und fiepte ein bisschen. (das hat sie ganz oft gemacht, als ich sie aus dem Tierheim holte, die letzten Jahre eigentlich nicht mehr) Dann erschrak sie mit einem Mal ganz doll und fing wieder an mit ihren Augen ganz dolle zu zucken, sie atmete schwer und unkontrolliert. Es sah schrecklich aus. Sie versuchte wieder wegzulaufen, denn ihre Beinchen machten richtige Laufbewegungen und ihr Schwänzchen war bis zum Bauch eingeklemmt. Ich bin dann wieder zu ihr runter und hab sie so wie früher immer ganz sanft gestreichelt, bis sie wieder zu sich kam. Wieder atmete sie erleichtert auf, blieb aber wach. Ich bin dann mit ihr gegen 01.00 Uhr (oder ein bisserl später...) nochmal rausgegangen, weil sie ja nicht mehr so lange durchhält und sie wuffte draußen alles an, was ihr gerade in den Sinn kam. Oben, als wir zu Bett gingen, ging es dann richtig los. Sie war mit einem Mal total nervös, sprang aus ihrem Bett und flitzte in geduckter Haltung durchs Schlafzimmer. Neben der Tür in der Ecke kauerte sie dann ziemlich verstört und guckte ganz ängstlich um sich. Ich machte die Terrassentür zu und schloss die Jalousie, weil ich dachte, dass sie etwas von draußen hörte. Dem war wohl nicht so, denn sie gab keine Ruhe, sie flitzte ständig hin und her und ich hab sie dann in mein Bett geholt, aber das nützte auch nichts, wieder saß sie in der Ecke und hatte ängstliche Augen. Es war irgendwie, wie damals, als ich sie bekam. Schrecklich!
Ich machte dann die Schlafzimmertür auf und sie ging ins Wohnzimmer. Also insgesamt hab ich bestimmt 15 Mal das Licht an- und wieder ausgeschaltet und bin hin-und hergewetzt. Sie wurde einfach nicht ruhiger.
Ich bin dann nochmal zu ihr hin, hab sie ins Schlafzimmer zurückgeholt und dachte nun ist es gut. Sie machte auch beim Streicheln die Augen genüsslich zu und das war es dann wieder... sie schnellte hoch wie eine Rakete und hatte auch Atemnot.
Ich hab sie dann wieder rausgelassen und hab die Terrassentür wieder auf gemacht. Dann hab ich mich hingelegt und bin selber eingeratzt, immerhin war es schon gegen 3 Uhr. Naja, ich bin dann noch ein paar Mal aufgewacht, hab nach ihr geguckt, aber sie lag im Wohnzimmer zwischen Couch und Tisch und schien ganz ruhig zu sein. Um 6.30 Uhr kam mein Lebensgefährte aus der Nachtschicht und ging mit ihr gleich raus. Als er wieder da war, fragte ich ihn, ob sie anders als sonst sei und er verneinte. Wir haben dann gefrühstückt und beim Frühstück merkte ich, dass sie immernoch total nervös war. Komisch... aber jetzt seit ca. einer Stunde schläft sie endlich ruhig und friedlich.
Keine Ahnung, was sie geträumt hat, aber es muss grausam gewesen sein. Als Auslöser denke ich, war wieder die Angst beim TA. Obwohl sie selber vor ihm keine Angst hat, nur vor dem Behandlungstisch selber, das kriegt sie immer das große Zittern, dass man sie fast doppelt sieht.
LG Mikki