- Erfahrungsbericht zur Sozialisierung und 2-Katzen-Haltung Beitrag #1
Soraya282
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Ich bin zwar noch nicht lange Katzenbesitzer und auch noch nicht lange hier im Forum angemeldet, aber immer wieder lese ich hier, dass viele Katzen, vor allem viele Kitten alleine gehalten werden, bzw. man nur die Anschaffung einer einzelnen Katze plant. Vor allem wenn es um Katzenbabys geht, werden diese oft viel zu früh von der Mami wegkommen und ihnen fehlt dann eine ganz entscheidende Phase in ihrer Sozialisierung und Entwicklung.
Und ich möchte hier mal meinen Erfahrungsbericht reinstellen, um zu zeigen, wie wichtig es ist, dass das Kätzchen richtig sozialisiert wird und auch einen Spielkameraden hat.
Bis vor kurzem konnte ich mir das auch nicht vorstellen.
"Was machen schon drei oder vier Wochen mehr oder weniger aus?
Die Besitzer haben ihre Kitten immer mit 8 Wochen weggegeben und nie gabs Probleme.
Die Kätzchen fressen alleine und gehen alleine aufs Klo und brauchen die Mama nicht mehr!
Bei zwei Katzen beschäftigen die sich nur mit sich, werden scheu und kuscheln ja gar nicht mehr mit mir."
Ganz ehrlich drei oder vier Wochen mehr, besonders diese vier Wochen von der 8. bis zur 12. Lebenswoche sind echt megawichtig!!
Joy kam auch viel viel zu früh zu uns.
Ich wusste zwar, dass Katzen eigentlich mindesten 12 Wochen alt sein sollten, aber die Besitzer wollten sie möglichst bald los werden, und so haben wir gesagt, ok, mit 8 Wochen nehmen wir sie.
Weil ich habe ja noch Destiny hier, die Joy dann adoptiert hat und ihr das was von der Mama fehlte beibringen konnte.
Joy war allerdings wie sich am Ende rausstellte nicht 8 1/2 Wochen alt, als sie zu uns kam, sondern erst 6 1/2 Wochen, also ein Baby!!
Aber nu war sie da und ich hatte sie lieb.
Bereits von Anfang an war Joy sehr sehr anhänglich und kuschelte gerne.
Allerdings tat sie dies oft sehr schmerzhaft, denn ich wurde gebissen und gekratzt, es war zwar immer lieb gemeint, aber echt z.T. richtig dolle und schmerzhaft.
Nach ca. zwei Wochen hatten sich beide Katzen eingelebt und Destiny fing an Joy zu bemuttern. Joy war dann zw. 8 und 9 Wochen alt.
(Die beiden sind übrigns zeitgleich bei uns eingezogen)
Sie spielten und rauften und Joy fing sich mehr als einmal beim spielen "Prügel" ein.
Innerhalb kürzester Zeit wurde das kratzen und beißen beim kuscheln aber weniger, bzw. sehr viel sanfter, sie schien zu wissen, wenn sie es doller macht, tut es weh.
Es war wirklich auffällig, wie sehr sie ihr Verhalten änderte, und sanfter und vorsichtiger mit ihren Krallen und Zähnchen wurde.
Inzwischen ist sie 13 Wochen alt und beim schmusen bekomme ich mehr die Samtpfoten zu spühren, als die Krallen, wenn sie meine Hand zu sich zieht um gestreichelt zu werden.
Auch auf ein "Nein" und nen kleinen stieb auf die Nase reagiert sie sofort und hört auf, wenn es anfängt mir wehzutun.
Wäre sie alleine hier gewesen, würde ich vermutlich immer noch gekratzt werden.
Trotzdem dass ich zwei Katzen habe, sind beide sehr sehr kuschelig und fordern ihre Portion Schmusen auch sehr streng und täglich bei mir ein.
D.h. die Angst, die Katze könnte nicht schmusig, sondern gar scheu werden, wenn da noch ne zweite Katze ist, ist absolut unbegründet.
Es gibt sicher Katzen, die von ihrem Charakter her weniger Kuschelkatzen sind, aber die würden auch in Einzelhaltung keine Schmusemonster werden.
Es ist herrlich Joy und Destiny beim Spiel zu beobachten und auch wenn ich mich viel mit ihnen beschäftige und mit ihrer Lieblingskatzenangel und den Aufziehmäusen spiele, so wie die beiden miteinander umgehen, dass könnte ich einer einzelnen Katze nicht geben.
Ich bin keine Katze.
Und ein Mensch kann, trotz viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit, eine zweite Katze nicht ersetzten, weil der Umgang untereinander total anders ist, als mit mir.
Ich könnte nicht mit ihr raufen, ihr ins Ohr "beißen", mich im "Kampf" mit ihr über den Boden rollen, oder wie wild durch die Wohnung jagen und über Sofa, Sessel, Stühle und durch die Kartons fangen spielen.
Ich kann ihr nicht auflauern, um sie dann wie beim Beutetierfang anzuspringen, oder mich belauern und fangen lassen.
Ich kann zwar mit ihr schmusen, aber ich kann sie nicht abschlecken wie es eine andere Katze tut.
Ich weiß, meine zwei lieben mich, aber hätten sie nur mich alleine, ich bin sicher, es würde ihnen was fehlen.
Es wäre schön, wenn künftige Katzenbesitzer sich die Anschaffung nur einer einzigen Katze und evtl einer viel zu jungen Katze sehr genau überlegen.
Wäre Joy alleine, ich hätte mehr Ärger und gespannte Nerven, als ich zusätzliche Arbeit mit einer zweiten Katze habe.
Von der doppelten Freude und dem doppelten Spaß mal ganz abgesehen!!
Vielleicht gibts noch andere Katzenbesitzer, die ähnliche Erfahrungen, vielleicht auch negative Erfahrungen gemacht haben.
Ich weiß das war jetzt sehr viel Text :uups:
Aber der Zweck heiligt die Mittel
Und ich möchte hier mal meinen Erfahrungsbericht reinstellen, um zu zeigen, wie wichtig es ist, dass das Kätzchen richtig sozialisiert wird und auch einen Spielkameraden hat.
Bis vor kurzem konnte ich mir das auch nicht vorstellen.
"Was machen schon drei oder vier Wochen mehr oder weniger aus?
Die Besitzer haben ihre Kitten immer mit 8 Wochen weggegeben und nie gabs Probleme.
Die Kätzchen fressen alleine und gehen alleine aufs Klo und brauchen die Mama nicht mehr!
Bei zwei Katzen beschäftigen die sich nur mit sich, werden scheu und kuscheln ja gar nicht mehr mit mir."
Ganz ehrlich drei oder vier Wochen mehr, besonders diese vier Wochen von der 8. bis zur 12. Lebenswoche sind echt megawichtig!!
Joy kam auch viel viel zu früh zu uns.
Ich wusste zwar, dass Katzen eigentlich mindesten 12 Wochen alt sein sollten, aber die Besitzer wollten sie möglichst bald los werden, und so haben wir gesagt, ok, mit 8 Wochen nehmen wir sie.
Weil ich habe ja noch Destiny hier, die Joy dann adoptiert hat und ihr das was von der Mama fehlte beibringen konnte.
Joy war allerdings wie sich am Ende rausstellte nicht 8 1/2 Wochen alt, als sie zu uns kam, sondern erst 6 1/2 Wochen, also ein Baby!!
Aber nu war sie da und ich hatte sie lieb.
Bereits von Anfang an war Joy sehr sehr anhänglich und kuschelte gerne.
Allerdings tat sie dies oft sehr schmerzhaft, denn ich wurde gebissen und gekratzt, es war zwar immer lieb gemeint, aber echt z.T. richtig dolle und schmerzhaft.
Nach ca. zwei Wochen hatten sich beide Katzen eingelebt und Destiny fing an Joy zu bemuttern. Joy war dann zw. 8 und 9 Wochen alt.
(Die beiden sind übrigns zeitgleich bei uns eingezogen)
Sie spielten und rauften und Joy fing sich mehr als einmal beim spielen "Prügel" ein.
Innerhalb kürzester Zeit wurde das kratzen und beißen beim kuscheln aber weniger, bzw. sehr viel sanfter, sie schien zu wissen, wenn sie es doller macht, tut es weh.
Es war wirklich auffällig, wie sehr sie ihr Verhalten änderte, und sanfter und vorsichtiger mit ihren Krallen und Zähnchen wurde.
Inzwischen ist sie 13 Wochen alt und beim schmusen bekomme ich mehr die Samtpfoten zu spühren, als die Krallen, wenn sie meine Hand zu sich zieht um gestreichelt zu werden.
Auch auf ein "Nein" und nen kleinen stieb auf die Nase reagiert sie sofort und hört auf, wenn es anfängt mir wehzutun.
Wäre sie alleine hier gewesen, würde ich vermutlich immer noch gekratzt werden.
Trotzdem dass ich zwei Katzen habe, sind beide sehr sehr kuschelig und fordern ihre Portion Schmusen auch sehr streng und täglich bei mir ein.
D.h. die Angst, die Katze könnte nicht schmusig, sondern gar scheu werden, wenn da noch ne zweite Katze ist, ist absolut unbegründet.
Es gibt sicher Katzen, die von ihrem Charakter her weniger Kuschelkatzen sind, aber die würden auch in Einzelhaltung keine Schmusemonster werden.
Es ist herrlich Joy und Destiny beim Spiel zu beobachten und auch wenn ich mich viel mit ihnen beschäftige und mit ihrer Lieblingskatzenangel und den Aufziehmäusen spiele, so wie die beiden miteinander umgehen, dass könnte ich einer einzelnen Katze nicht geben.
Ich bin keine Katze.
Und ein Mensch kann, trotz viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit, eine zweite Katze nicht ersetzten, weil der Umgang untereinander total anders ist, als mit mir.
Ich könnte nicht mit ihr raufen, ihr ins Ohr "beißen", mich im "Kampf" mit ihr über den Boden rollen, oder wie wild durch die Wohnung jagen und über Sofa, Sessel, Stühle und durch die Kartons fangen spielen.
Ich kann ihr nicht auflauern, um sie dann wie beim Beutetierfang anzuspringen, oder mich belauern und fangen lassen.
Ich kann zwar mit ihr schmusen, aber ich kann sie nicht abschlecken wie es eine andere Katze tut.
Ich weiß, meine zwei lieben mich, aber hätten sie nur mich alleine, ich bin sicher, es würde ihnen was fehlen.
Es wäre schön, wenn künftige Katzenbesitzer sich die Anschaffung nur einer einzigen Katze und evtl einer viel zu jungen Katze sehr genau überlegen.
Wäre Joy alleine, ich hätte mehr Ärger und gespannte Nerven, als ich zusätzliche Arbeit mit einer zweiten Katze habe.
Von der doppelten Freude und dem doppelten Spaß mal ganz abgesehen!!
Vielleicht gibts noch andere Katzenbesitzer, die ähnliche Erfahrungen, vielleicht auch negative Erfahrungen gemacht haben.
Ich weiß das war jetzt sehr viel Text :uups:
Aber der Zweck heiligt die Mittel