Perrera Hunde

Diskutiere Perrera Hunde im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; Ursprungsthema: Thread im Vermittlungsforum. Seufz. Gerade so kleine Schnuffelwelpen tun einem ja leid - aber mir tun auch die unzähligen Hunde...
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  • Perrera Hunde Beitrag #1
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Emblazoned

Guest
Ursprungsthema: Thread im Vermittlungsforum.

Seufz. Gerade so kleine Schnuffelwelpen tun einem ja leid - aber mir tun auch die unzähligen Hunde hier in den deutschen Tierheimen leid. Weißt du wieviele Pits dort ihr Dasein fristen und vermutlich auch dort sterben werden?
Klar ist das alles tierisch traurig und die Verhältnisse in spanischen Tierheimen sind sicher nicht so "gut" wie in deutschen, aber es nützt doch nichts die Probleme hier her zu verlagern und die freien Pflegestellen oder sogar die Tierheime mit ausländischen Hunden "vollzustopfen" - das macht die Bedingungen für die Hunde/Tiere hier nicht besser.
Sicher, jeder Hund hat ein Recht auf Leben - aber ich frag mich immer warum die Organisationen sich nicht mit ihrem Apell an die Einheimischen wenden oder die dortigen Verhältnisse verbessern? Ist mal ne ernstgemeinte Frage...

LG
 
  • Perrera Hunde Beitrag #2
Machen sie Embla. Aber die Mentalität ist da ganz anders. Da holt man sich einen Hund und wenn er krank wird, gibt man ihn ab, man kriegt ja fast gratis einen neuen. Allemal billiger als den alten zum TA zu schleppen. Das erstmal aus den Leuten rauskriegen, dauert ewig.
Macht bestimmt nicht jede Orga, aber die guten versuchens schon auf fortschrittlichem Weg, damit diese Karrerei der Hunde nur eine Übergangslösung ist.
 
  • Perrera Hunde Beitrag #3
Ich find zB das Projekt von der Sonja Zietlow gut bzw da kam neulich irgendwie ne Reportage.... Die vermitteln die Hunde in spanische Familien und das klappt wohl echt gut.
Also ich würd sagen es ist durchaus möglich. Nur halt mehr Arbeit als mal eben die Hunde nach Deutschland rüberzkarren. :)
 
  • Perrera Hunde Beitrag #4
Leider stehe ich solchen Rettungen sehr skeptisch gegenüber...
Weil man einfach zu oft hört das genau diese putzigen Welpen produziert werden, weil die lieben Deutschen sie ja sofort zu sich holen.

Deswegen, ich bin nicht herzlos, mir tun die armen Welpen ja auch Leid, aber ich will nicht, das ich dafür verantwortlich bin, das noch mehr Welpen produziert werden, nur weil wir sie ja alle nehmen.

Man hört und sieht es einfach zu oft... Trotzdem hoffe ich das beste für die Tiere

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Perrera Hunde Beitrag #5
Ja von dem Projekt habe ich auch gehört. Glaube über die Rütter Sendung. Sie schickt sie allerdings u.a. auch nach Deutschland. So ist es nicht. ;) Wollte natürlich auch nicht sagen, dass alle Spanier so sind, aber solange es noch in Arbeit ist alle zum Umdenken zu bewegen, finde ich es nicht schlimm, wenn auch Hunde in andere Länder geschiffert werden. Ist ja nich so, dass die nur nach Deutschland kommen.

Man muss sich natürlich mit der richtigen Organisation auseinander setzen. Klar, wenn man an schwarze Schafe gerät, ist das nicht besser, als sich einen Welpen vom Polenmarkt zu kaufen.
Ist für mich das A und O. Hunde die aus der Perrera kommen, kosten nix. Ich glaube, die Schutzgebühr beträgt nicht mal 20 Euro... verdienen tut da keiner was. Die Leute die sie da abgeben, bekommen weder Geld noch müssen sie was bezahlen. Genauso wie eine gute Organisation niemals Hunde von Leuten vor Ort abkaufen würde. Da muss man argumentieren. Geld ist der falsche Weg, zumal die sich dann vielleicht n neuen Hund holen, man könnt ja was dran verdienen.
 
  • Perrera Hunde Beitrag #6
Ich habe die Unterhaltung mal abgetrennt. ;)
Das berühmte Thema pro/contra Auslandstierschutz gehört wirklich nicht in den Vermittlungsthread.
Bei Bedarf kann ich es aber ins Hundeforum verschieben. Momentan schien der Tierhilfebereich angebrachter.

Um auf die erste Frage einzugehen: Was meinst du, was die Organisationen vor Ort alles leisten, Embla? Kurzfristige Hilfe für Notfälle, medizinische Versorgung, Kastrationskampagnen, ständige Verhandlungen mit den Tötungsstationen inklusive Zeit im Nacken, Koordination von Tierschutz und Öffentlichkeitsarbeit mit anderen Orgas, Vereinen und Pflegestellen und nicht zuletzt muss das alles irgendwie finanziert werden. Die Leute reißen sich sämtliche Arme und Beine für die Tiere aus und ich ziehe meinen Hut vor jedem Menschen, ob nun hier oder in den Mittelmeerländern, der den Mut, die Kraft und die Courage hat, sich mit diesem Elend auseinanderzusetzen.

Das Problem ist die Mentalität, wie Pewee schon schrieb. Dort ein Umdenken zu erreichen ist ein langer Prozess, bei dem es mit ein paar Jahren nicht getan ist. Erkläre mal einem Paradebeispiel-Spanier, was der für seinen Hund tun könnte, wenn es für ihn völlig selbstverständlich ist, ein Tier wegzugeben, weil es krank oder nicht mehr klein und niedlich ist. Dann wird es eben in die nächste Perrera gebracht, wo man keine Fragen stellt. So einfach ist das. Viele Menschen wachsen dort mit dem Gedankengut auf, dass ein Tier eine Sache ist. Mit Sachen kann man tun, was man will. Wenn man sie nicht mehr möchte, fliegen sie eben raus oder man wird sie anderweitig los. Das ist die traurige Realität und ich finde grundsätzlich, kein Tier sollte für seine Herkunft oder das Denken seiner Besitzer in dieser Form büßen müssen, wie du es schreibst.

Das Bewusstsein fehlt in manchen Ländern einfach und muss häufig erst geschaffen werden. Dass man Verantwortung für ein Lebewesen übernommen hat, das Futter, einen Schlafplatz, Pflege, Erziehung und Liebe und manchmal auch einen Arzt braucht.

Dein letzter Post ist mir etwas zu optimistisch (bitte nicht übel nehmen, alles gar nicht böse gemeint) und auch Sonja Zietlow bringt Hunde nach Deutschland, ebenso wie zahlreiche Tierschutzvereine ein bestimmtes Kontigent an Auslandshunden für ihre Kapazitäten einplanen. Es passiert (um beim Beispiel zu bleiben) in Spanien ständig, dass ein Tier aufgenommen und nach wenigen Jahren aus fadenscheinigen Gründen wieder abgegeben wird. Damit will ich nicht alle in einen Topf werfen, aber es kam und kommt eben immer noch oft vor. Da hat eine Vermittlung kaum Aussagekraft, von einer zeitweise schöneren Statistik abgesehen. Klar funktioniert eine Vermittlung im jeweiligen Land, aber es ist noch viel zu früh, um dieses Argument pauschal anbringen zu können.

Es geht nicht darum, dass man "alle" Hunde aus fernen Ländern nach Deutschland schaffen soll und auch nicht darum, Deutschland zu einem Refugium für Vermehrertiere (was nur teilweise zutrifft) zu machen, das wäre zu kurzsichtig gedacht und hätte mit Tierschutz nichts zu tun, analog zum Thema Wühltischwelpen und Hundemafia. Darum rackern die Leute sich doch ab. Damit die unkontrollierte Vermehrung freilaufender Hunde und Katzen eingedämmt wird und die Menschen Verantwortung übernehmen.

Aber Tierschutz hat meiner Meinung nach keine Nationalität. In den jeweiligen Ländern kann sich ohne Unterstützung nichts verändern und schon gar nicht verbessern. Hilfe zur Selbsthilfe ist wichtig und unerlässlich, aber woher man sein Tier holt, kann und sollte jeder selbst entscheiden. Mit "Nicht unser Land = Nicht unser Zuständigkeitsbereich" macht man es sich dabei imho zu einfach.

Völlig ausufernder Vergleich: Sogar in Deutschland gibt es arme Kinder, sollen wir (die reichen Nationen) im Umkehrschluss deshalb die Kinder in Afrika verhungern lassen oder Auslandsadoptionen unterbinden? Weil es nicht unser Land ist? Weil "die" ihre Probleme mal lieber selbst lösen sollen? Zu einem gewissen Grad sind wir auf der Welt füreinander verantwortlich.

Plädoyer beendet. :mrgreen: *schielt sich selbst zu*
 
  • Perrera Hunde Beitrag #7
Hallo zusammen,

ich verstehe an der ganzen Sache nicht, warum die politisch Verantwortlichen in den betreffenden Ländern nicht großangelegte Kastrationsaktionen durchführen.

Dazu gibt es einen Thread unter "News aus der Tierwelt", der eine solche Aktion in einem rumänischen Ort beschreibt.

Die Kosten dürften nicht höher sein als bei der bisherigen Praxis des Wegsperrens und Tötens, und das Problem der Straßenhunde hätte sich in einigen Jahren auf humane Weise von selbst gelöst...
 
  • Perrera Hunde Beitrag #8
Das problem ist, das wegsperren und töten garnichts kostet, die Hunde bekommen abfölle von Restaurants (meistens der Chinese von neben an -.-) und das wars.
Die Kastration für einen Rüden kostet hier um die 60-90 euro, die einer Hündin zwischen 120-160 euro.
Aber wie auch immer.
Zu dem Satz "Hier in DE sind auch TH Hunde", ja, allerdings haben die artgerechtes Futter, paten die sich darum kümmern, freiwillige die damit Gassi gehen, meistens großzügige Zwinger, frisches Futter und Wasser, und werden nicht nach 21 Tagen getötet!
Zwischen Perra und Tierheim ist ein riiiiiiieeeeeessssseeeeennnn unterschied, und man kann Deutschen Tierschutz nicht mit Spanischem vergleichen.
Das schlimme ist, die Tierschützer sind am verzweifeln, sie opfern hier ihre ganze freizeit, um eines dieser armen geschöpfe irgendwie zu retten.
Sie streiten mit dem Perrera personal, so das die Tiere etwas mehr Zeit bekommen, sie haben furchtbaren druck, da die Perrera dann tötet, wenn der TA gerade Zeit hat, sie bekommen keine unterstützungen vom Staat. Im gegenteil! Sie werden am ende noch blöd angemacht, das sie nicht so 'viele' Hunde halten dürfen!
Bitte hört auf, das ihr immer meint, die Vermittlung von Auslandshunden nach Deutschland verhindern zu müssen, hier sterben die Hunde elendig weg, werden in Plastiksäcke gesteckt, und in einem großen Container geworfen oder auf die Müllhalde gebracht *seufz*
 
  • Perrera Hunde Beitrag #9
Off-Topic
Zwischen Perra und Tierheim ist ein riiiiiiieeeeeessssseeeeennnn unterschied, und man kann Deutschen Tierschutz nicht mit Spanischem vergleichen.
Und das rechtfertigt es, einen 'deutschen' Hund im TH zu lassen, vielleicht sein Leben lang?
Ich habe ja nichts gegen internationale Hilfe - aber bitte Hilfe zur Selbsthilfe.
Seid doch ehrlich: für jeden Hund der nach Dtl geht, bleibt hier einer im TH und in Spanien (oder sonstwo) rückt einer nach...

Und zu einem Umdenken im betreffenden Land führt das nicht, die Hunde gehen ja parktischerweise nach Dtl (bzw ins Ausland) - das ist natürlich die bequemste Lösung.

Man soll sich lieber dafür einsetzen, dass die Lage vor Ort besser wird (Aufklärung, auch die eigene Urlaubsplanung... nur als Beispiel.)

LG Lilly
 
  • Perrera Hunde Beitrag #10
*seufz* jemand der einen Hund aus Spanien adoptieren will, will keinen aus DE adoptieren.
Sie es doch mal so: ja, der Hund aus DE bleibt mglw. sein lebenlang im TH, allerdings hat er dort trotzdem jemand, der sich um ihn kümmert, einen vollen bauch und ein dach über dem Kopf, während in Spanien alle 21 Tage über Tausende von Hunden (vorallem viele Welpen) getötet werden, auch eine grausame und perverse art.
Wenn jemand den entschluss gefasst hat, einen Hund aus Spanien/Griechenland/Ägypten/portugal oder Italien zu Adoptieren, dann gebt ihm doch gute tips und so, aber versucht ihn nicht zu manipulieren und ihm ein schlechtes gewissen wegen der 'deutschen' Hunde einzureden.
Ein schlechtes gewissen braucht man nicht haben, weil man einen ES Hund asoptiert, im gegenteil, jedes leben das gerettet wird, ist gertettet! und JEDER Hund hat eine Chance verdient, ob aus Deutschland oder Spanien!
Klar, wenn einer raus ist, rückt ein anderer nach, nur, wenn der erste Hund nicht Adoptiert wird, wird er getötet und der andere rückt trotzdem nach.....
 
  • Perrera Hunde Beitrag #11
So wie ich das gehört habe, sinds gerade die politisch Verantwortlichen, die am meisten Giftköder legen, nachdem sie Tage zuvor noch das Verbot beführwortet haben. Wenn der Bürgermeister von schieß mich tot, sowas vorlebt, ist doch klar, dass viele dann mitmachen.
Offiziell heißt es immer, "nene machen wir nicht", die Tatsachen sprechen leider andere Worte. Deswegen dauert der ganze Übergangsakt, die Tiere auch woanders hinzubringen, so lange.

Wie gesagt, dass es Übergangsweise so sein soll, habe ich nichts. Ich mache da keinen Unterschied ob Deutschland oder Spanien. Man sollte aber auch bedenken, dass die Tierhilfen nicht nur sinnlos die Tiere irgendwohin karren, es wird tatsächlich viel Öffentlichkeitsarbeit gemacht und viele Tiere werden kastriert. Nur leider geht sowas auch gerne mal unter (was gute Tierschützer übrigens sehr bedauern, da sie schnell in eine Schublade gesteckt werden). Tierschutz ist ne Menge arbeit, wenn man da immer alles dokumentieren würde, würde viel zu viel Zeit draufgehen, den man sinnvoller investieren könnte.
Man darf eben nicht nur dem Vorurteil nachgeben, dass Tierhilfen nur die Hunde loswerden wollen. Das ist nur ein kleiner Teil ihrer Arbeit. Sicherlich gibts bestimmt auch Tierhilfen, die nur dies machen und zusätzlich noch mit extra krassen Bildern auf die Tränendrüse drücken. Von solchen Tierhilfen würde ich mich sowieso grundsätzlich fern halten.
Ich habe Respekt davor. Meine Tierhilfe sammelt Hunde für wenige Tage ein, wenn sie keinen Platz mehr haben, um sie zu kastrieren und danach wieder ins "Leben" zu lassen. Sie wissen, dass die meisten nicht überleben, aber sie konnten zumindest sicherstellen, dass keine weiteren Welpen produziert werden. Immerhin.
 
  • Perrera Hunde Beitrag #12
Ich finde man sollte dort helfen, wo die Hilfe zur Zeit am nötigsten ist und am Dringlichsten.
Viel Werbung für diese Tiere betreiben ist das wichtigste, auch wenn mal wieder andere Meinungen auftauchen.
Wenn nur 1 Tier durch diesen Aufruf gerettet wird, vielleicht sucht ja jemand gerade einen Hund.
Kann man die Mail nicht nochmal direkt ins Hundeforum setzen, geht sonst vielleicht etwas unter.
Vielleicht läßt sich doch noch jemand überzeugen und nimmt sich einen kleinen Spanier und keinen Hund vom Züchter.
LG Anja
 
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