Kein Pferd braucht einen Sperr- und/oder Nasenriemen, um sein Kiefer abzustützen. Wenn sie nicht geritten werden, schaffen sie es schließlich auch, sich zu entspannen, ohne dass das Maul aufklappt.
Ich finde, Sperriemen haben mehr Schaden als Nutzen. Wenn das Pferd beim Reiten das Maul aufsperren will, dann mache ICH etwas falsch und ICH muss an meiner Zügelführung arbeiten. Das Pferd kann nichts dafür, wenn ihm das Maul wehtut und ich finde, es sollte die Möglichkeit haben, zu zeigen, dass ihm etwas weh tut.
Wenn das Pferd verritten ist, liegt der Fehler natürlich nicht unbedingt beim Reiter, aber der Sperrriemen löst das Problem nicht. Das Pferd muss wieder Vertrauen in die Reiterhand fassen und das tut es nicht, wenn man es dazu zwingt, den Zügelzug zu ertragen und ihm die Möglichkeit nimmt, diesem wenigstens teilweise auszuweichen.
Fressen im Gelände kann man durch Erziehung unterbinden.
Genauso wie das Schnappen nach anderen Pferden. Wenn der Mensch beim Pferd ist, entscheidet er, was gemacht wird und was nicht, welches Pferd in der Nähe geduldet wird und welches nicht. Indem das Pferd einfach schnappt, übernimmt es die Aufgabe des Ranghöheren und das darf es einfach nicht. Außerdem ist ein unkontrolliert schnappendes Pferd auch im Umgang untragbar. Wenn man es am Halfter führt, hindert es schließlich auch kein Sperrriemen am Beißen.
Und Daisy, dass man Pferde nur mit Sperrriemen einreiten soll, ist totaler Blödsinn. Ich habe ein Pony ohne Sperr- und ohne Nasenriemen eingeritten und es hatte keinerlei Probleme mit dem Gebiss

Und wenn das Gebiss durch's Maul gezogen wird, dann liegen die Schmerzen des Pferdes sicher nicht am fehlenden Sperrriemen:silence:
Meine RB hat auch ein englisch kominiertes Reithalfter. Ich verschnalle die Riemen aber immer so locker, dass sie das Maul immernoch bequem öffnen kann und lasse den Sperrriemen manchmal auch ganz weg.