Fragen speziell wegen Herdis

Diskutiere Fragen speziell wegen Herdis im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Fini, Da du dich ja gut mit Herdis auskennst kannst du mir vielleicht ein paar Fragen beantworten zu der hübschen Lady im ersten Bild von...
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Lilly-Walker

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Hallo Fini,

Da du dich ja gut mit Herdis auskennst kannst du mir vielleicht ein paar Fragen beantworten zu der hübschen Lady im ersten Bild von D.J. Thread .

Sie kommt aus Rumänien, vermutlich lebte sie ein paar Monate auf der Straße und meine Bekannte bekam sie ca. einjährig über eine Tierschutzorga die sie angeblich als Leonberger-Schäfermix anpries. Angeblich deshalb weil meine Bekannte sich vorher über Herdis informiert hatte und die ja so schön fand:?

Die Süße ist eine jetzt ca. 2 1/2 jährige Šarplaninachündin. Auf dem Bild ist sie noch recht schlank was sich inzwischen gut sichtbar geändert hat.

Sie ist nach Augenmaß etwa 60-62 cm hoch und wiegt laut Angabe der Besitzerin 40 Kilo (für mich sieht sie eher nach 50 Kilo aus ohne zu übertreiben). Sie wog wohl 46 und sollte laut TÄ gute 5-6 Kilo abspecken. Angeblich hat sie das auch was ich weder optisch feststellen konnte noch das ich beim tasten irgendeine Rippe fühlen konnte (so ging es der TÄ auch;)), da packst du wirklich nur in Fett:|.

Meine Bekannte meinte nun das die Hündin so optimal wäre und Herdis generell keine Taille hätten.

Wie siehst du das?

Dann ist die Hündin ziehmlich aggro bei anderen Hunden (nur die sie schon kennt mit denen geht es und auch da kommt es immer wieder zu Zwischenfällen). Sie wird richtig böse und hat sich auch schon so manchen Hund gekrallt und auch zugebissen.

So reagiert sie aber auch auf Radfahrer, Spaziergänger die ihr nicht passen und auf viele Menschen. Leute die sie kennt werden aber freudig begrüßt und die dürfen sie auch knuddeln. Allerdings darf man auch nicht in ihrer Nähe stehen wenn sie gerade einen "Tobsuchtsanfall" bekommt sonst kann es passieren das sie in ihrer Rage noch einen erwischt, egal ob Mensch oder Hund.

Viele andere Leute als auch ich rieten ihr zu einer Frau Kontakt aufzunehmen die sich den Herdis verschrieben hat und seit über 30 Jahren mit ihnen arbeitet. Tut sie leider nicht und sie ist auch völlig resistent wenn man ihr was raten will.

Einen Hundetrainer hat sie mal versucht, brach aber nach 2 Stunden einfach ab von wegen: Der hat null Ahnung und der weiß nicht wie Herdis ticken. O Ton: Herdis kann man nicht erziehen, sie lernen den Grundgehorsam nie weil es eben Herdis sind, zur Selbstständigkeit gezüchtet und die sind eben so.

Sie meinte aber auch einmal das ihre Hündin absolut nicht spielen würde. Da habe ich aber was anderes erlebt. Ich hatte für D.J. einmal ein Quietschie in einem alten Socken gepackt und mit in den Park genommen. Er rannte damit fröhlich qietschend umher und was macht die Herdidame? Sie flitzte hinterher als gäbe es kein Morgen mehr. Das strahlen in ihren Augen als sie es endlich mal zwischen ihre Zähne bekam werde ich im Leben nicht vergessen.

Die Hündin geht leidenschaftlich gerne jagen und ist des öfteren auch schon ausgebüxt. Ein Wunder das noch nichts schlimmeres passiert ist. Nicht auszudenken wenn sie auf einer ihrer Touren auf einen Hund oder gar Menschen losgeht:roll:

Ansonsten zieht sie ihre Besi nur durch die Gegend. Sie hat ihre Besi völlig im Griff und ich fürchte das irgendwann tatsächlich was schlimmes passiert.

Hättest du vielleicht einen Ratschlag was man da tun könnte?

Sind Herdis wirklich so unerziehbar wie sie angibt? (Einenen gewissen Gehorsam kann man doch auch diesen Hunden beibringen oder?)

Ein Problem gibt es aber bei der Süßen, habe ich selber schon mitbekommen. Sie läßt sich sehr schwer motivieren. Sie mag Leckerlies aber sobald sie was gesichtet hat sind die ihr völlig schnuppe. Sie ist dann auch nicht mehr ansprechbar. Ich habe es selbst gesehen und war zunächst ehrlich gesagt auch ein wenig ratlos, allerdings fiel mir später die Geschichte mit dem Quietschie wieder ein und ich riet ihr sich eins zuzulegen da die Süße damit offenbar zu ködern sei.

Die Besi winkte nur ab und meinte: Nene, das hat sie nur gemacht weil D.J. damit so einen Spaß hatte.

Ich würde der Besi gern Ratschläge zukommen lassen ohne das sie sich bedrängt oder gar bevormundet vorkommt, vorrangig aber zum Wohl des Hundes. Mögen tu ich beide, sowohl Hund als auch Besi:)

Auf keinen Fall möchte ich der Besi die Liebe zu ihrer Hündin absprechen, sie richtet ihren Tagesablauf wirklich nach dem Hund und sie würde sich ein Bein aussreissen des Hundes wegen aber damit ist der Hündin auch nicht geholfen.

Vielleicht weißt du ja was.

Natürlich sind auch andere Vorschläge willkommen aber bitte unter der Berücksichtigung das es sich hier um einen Herdenschutzhund handelt die manchmal besonderer b.z.w. anderer Ansätze benötigen;)
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #2
Hallo, :)
also ich versuche deine Frage mal so gut ich kann zu beantworten.

Sie ist nach Augenmaß etwa 60-62 cm hoch und wiegt laut Angabe der Besitzerin 40 Kilo (für mich sieht sie eher nach 50 Kilo aus ohne zu übertreiben). Sie wog wohl 46 und sollte laut TÄ gute 5-6 Kilo abspecken. Angeblich hat sie das auch was ich weder optisch feststellen konnte noch das ich beim tasten irgendeine Rippe fühlen konnte (so ging es der TÄ auch

Meine Bekannte meinte nun das die Hündin so optimal wäre und Herdis generell keine Taille hätten.
Herdis haben eine Taille wie andere Hunde auch, ein Herdi mit Normalgewicht sollte also auch eine leichte Taille haben. Je nach dichte der Unterwolle sieht man sie besser oder schlechter. Am besten sieht man es wenn sie nass sind.

Auf mich wirkt das Gewicht schon noch hoch. Wobei das schlecht einzuschätzen ist, da das wirklich je nach Knochenstärke variieren kann.

Dann ist die Hündin ziehmlich aggro bei anderen Hunden (nur die sie schon kennt mit denen geht es und auch da kommt es immer wieder zu Zwischenfällen). Sie wird richtig böse und hat sich auch schon so manchen Hund gekrallt und auch zugebissen.

So reagiert sie aber auch auf Radfahrer, Spaziergänger die ihr nicht passen und auf viele Menschen. Leute die sie kennt werden aber freudig begrüßt und die dürfen sie auch knuddeln. Allerdings darf man auch nicht in ihrer Nähe stehen wenn sie gerade einen "Tobsuchtsanfall" bekommt sonst kann es passieren das sie in ihrer Rage noch einen erwischt, egal ob Mensch oder Hund.
Ich denke das hängt sicherlich mit dem territoralverhalten einerseits, mit ihrer Vergangenheit und zu wenig Führung andererseits zusammen.
Die Schwierigkeit ist wirklich, dass man diesen Hunden vermittelt das sie nicht stehts und ständig "in Arbeit" (bedeutet für den Herdi eben wirklich Schutz) sein müssen und man als Besitzer solche Dinge selbst regelt. Das ist schon verdammt schwierig und gerade in einem Lebensumfeld in dem ein Herdi nun mal viele fremde Hunde und Menschen trifft, kann das schnell zu Überforderung führen. Je nach dem wo sie her kommt, ist sie vielleicht ganz anders aufgewachsen und sozialisiert worden.
Sozialisation ist ja gerade bei diesen Hunden die absolute Grundlage für das spätere auskommen miteinander, mit der Umwelt und den Lebensumständen.

Hier muss die Besitzerin wirklich lernen Führung zu übernehmen und ALLES zu managen. Das bedeutet aber enorm viel arbeit. Da wäre ein kompetenter (Herdi erfahrener) Trainer vor Ort sicher das beste. Der könnte die Fehler aufdecken und ihr dabei helfen.

Einen Hundetrainer hat sie mal versucht, brach aber nach 2 Stunden einfach ab von wegen: Der hat null Ahnung und der weiß nicht wie Herdis ticken. O Ton: Herdis kann man nicht erziehen, sie lernen den Grundgehorsam nie weil es eben Herdis sind, zur Selbstständigkeit gezüchtet und die sind eben so.
Ja, es stimmt schon das HSH zum selbständigen Arbeiten an der Herde gezüchtet wurden. Das ist kein Vergleich zu anderen Rassen, die oft als "Eigenständig" betitelt werden. Man sagt es gibt eigenständige Hunde und "HSH-eigenständigkeit" :mrgreen:
ABER: natürlich lassen sich aus diese Hunde erziehen.
Wenn man aber schon von vornherein mit der Haltung ran geht "die sind eben eigenständig und werden nie perfekt hören...." - dann kann das ganze ja nichts werden. Gerade hier braucht doch der Besitzer eine riesen Motivation sich dieser Herausforderung zu stellen.
Gerade heute habe ich wieder einen Junghunde Kurs mit einem HSH beendet, die Herdi Hündin war genau so gut wie die anderen. Es hat vielleicht mehr Mühe gekostet, sie macht alles in ihrem Tempo und braucht öfters noch etwas mehr Motivation, aber es geht! ;)
Man muss sich bewusst sein, das ein Herdi beim trainieren nie die gleiche Motivation haben wird wie z.B. ein Hütehund. Da muss man sich etwas einfallen lassen. Leckerlies und spielie helfen einen bei der Motivation da oft nicht mal weiter. Ich kenne einige HSH die leckerlies, wenn überhaupt, nur Zuhause annehmen.
Beim Herdi läuft alles über Bindung. Das ist der Punkt über den man am meisten erreichen kann. Also würde ich viiiele Bindungsfördernde Übungen machen.

Sie meinte aber auch einmal das ihre Hündin absolut nicht spielen würde. Da habe ich aber was anderes erlebt. Ich hatte für D.J. einmal ein Quietschie in einem alten Socken gepackt und mit in den Park genommen. Er rannte damit fröhlich qietschend umher und was macht die Herdidame? Sie flitzte hinterher als gäbe es kein Morgen mehr. Das strahlen in ihren Augen als sie es endlich mal zwischen ihre Zähne bekam werde ich im Leben nicht vergessen.
Wie süss, ich stell mir das strahlen gerade Bildlich vor. :)
Es ist so, dass Herdi wenig spielen. Um Goro zum spielen zu motivieren musste ich mich schon ziemlich zum Clown machen. ;) Der Grund warum Herdis weniger spielen bzw. an vielen Fang- und Beutespielen nicht interessiert sind liegt an ihrer Veranlagung (veränderte Reizleitung im Gehirn, genauer steht das in einigen HSH Büchern, ich suche sie aber gerne hevor, wenn du es genauer wissen willst). Man muss eben raus finden auf was sie abfahren. Bällchen oder Stöckchen spiele interessieren die wenigsten. Aber Zerrspiele oder einen alten Lappen schütteln war für Goro da schon spannender. ;)

Die Hündin geht leidenschaftlich gerne jagen und ist des öfteren auch schon ausgebüxt. Ein Wunder das noch nichts schlimmeres passiert ist. Nicht auszudenken wenn sie auf einer ihrer Touren auf einen Hund oder gar Menschen losgeht
Das halte ich ebenfalls für gefährlich. Da liegt es wirklich in der Verantwortung der Besitzerin sowas zu verhindern. Für mich wäre das ein wahrer Alptraum.
Wo büxt sie denn aus? Aus dem Grundstück oder beim Spazierengehen?

Ich denke ihr kann geholfen werden, wenn sie das Grundproblem erkennt und jemanden kompetentes an ihrer Seite hat, der ihr Hilft da weiter zu kommen. Das Grundproblem sehe ich (bei dem was ich gelesen habe) vor allem in fehlender Führung. Sie muss lernen wie ihr Hund die Welt betrachtet, vorausschauend handeln und managen. Das fängt bei solchen einfachen Dingen an wie, dass sie ihre Hündin nicht "um die Ecke kontrollieren lässt" oder sie darauf achtet dass ihre Hündin fremden Personen und Hunden nicht nachschaut.
Ich weiss nicht wie sie das bei sich zuhause handhabt, aber auch da müsste sich sicher vieles ändern.

Vielleicht kannst du sie doch noch irgendwie überreden dass sie sich bei der HSH erfahrenen Frau meldet?
Ideal wäre natürlich jemand in der Nähe, der sie mal zuhause besucht. Der guckt was die Hündin zuhause so macht und was sie auf Spaziergängen macht.

LG
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #3
Zuletzt bearbeitet:
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #4
Hallo, :)
also ich versuche deine Frage mal so gut ich kann zu beantworten.

Besten Dank *verneig*;)

Herdis haben eine Taille wie andere Hunde auch, ein Herdi mit Normalgewicht sollte also auch eine leichte Taille haben. Je nach dichte der Unterwolle sieht man sie besser oder schlechter. Am besten sieht man es wenn sie nass sind.

Auch wenn sie naß ist sieht man keine Taille bei ihr:?

Auf mich wirkt das Gewicht schon noch hoch. Wobei das schlecht einzuschätzen ist, da das wirklich je nach Knochenstärke variieren kann.

Ich denke das hängt sicherlich mit dem territoralverhalten einerseits, mit ihrer Vergangenheit und zu wenig Führung andererseits zusammen.
Die Schwierigkeit ist wirklich, dass man diesen Hunden vermittelt das sie nicht stehts und ständig "in Arbeit" (bedeutet für den Herdi eben wirklich Schutz) sein müssen und man als Besitzer solche Dinge selbst regelt. Das ist schon verdammt schwierig und gerade in einem Lebensumfeld in dem ein Herdi nun mal viele fremde Hunde und Menschen trifft, kann das schnell zu Überforderung führen. Je nach dem wo sie her kommt, ist sie vielleicht ganz anders aufgewachsen und sozialisiert worden.
Sozialisation ist ja gerade bei diesen Hunden die absolute Grundlage für das spätere auskommen miteinander, mit der Umwelt und den Lebensumständen.

Hier muss die Besitzerin wirklich lernen Führung zu übernehmen und ALLES zu managen. Das bedeutet aber enorm viel arbeit. Da wäre ein kompetenter (Herdi erfahrener) Trainer vor Ort sicher das beste. Der könnte die Fehler aufdecken und ihr dabei helfen.

Das habe ich mir gedacht, also lag ich mit meiner Einschätzung garnicht so daneben. Vieles was ich so beobachtete habe ich bisher für mich behalten weil ich die Besi nicht bedrängen möchte, vor allem läßt sie sich nur ungern Fehler aufzeigen und schon dreimal nicht von einem Nichtherdibesitzer der überhaupt keine Ahnung von Herdis hat:roll:.

Ja, es stimmt schon das HSH zum selbständigen Arbeiten an der Herde gezüchtet wurden. Das ist kein Vergleich zu anderen Rassen, die oft als "Eigenständig" betitelt werden. Man sagt es gibt eigenständige Hunde und "HSH-eigenständigkeit" :mrgreen:
ABER: natürlich lassen sich aus diese Hunde erziehen.
Wenn man aber schon von vornherein mit der Haltung ran geht "die sind eben eigenständig und werden nie perfekt hören...." - dann kann das ganze ja nichts werden. Gerade hier braucht doch der Besitzer eine riesen Motivation sich dieser Herausforderung zu stellen.

Sie hat ja vieles über Herdis gelesen (ob es Bücher waren weis ich nicht) oder sich anderweitig Infos geholt aber ich befürchte sie zieht sich immer nur das herraus was sie gerade so gebrauchen kann um ihre eigenen Defizite nicht sehen zu müssen. Mit Sicherheit war auch einiges an Fehlinformationen dabei.

Gerade heute habe ich wieder einen Junghunde Kurs mit einem HSH beendet, die Herdi Hündin war genau so gut wie die anderen. Es hat vielleicht mehr Mühe gekostet, sie macht alles in ihrem Tempo und braucht öfters noch etwas mehr Motivation, aber es geht! ;)
Man muss sich bewusst sein, das ein Herdi beim trainieren nie die gleiche Motivation haben wird wie z.B. ein Hütehund. Da muss man sich etwas einfallen lassen. Leckerlies und spielie helfen einen bei der Motivation da oft nicht mal weiter. Ich kenne einige HSH die leckerlies, wenn überhaupt, nur Zuhause annehmen.

Ich glaube ich zeige ihr mal diesen Thread oder empfehle ihr sich hier anzumelden damit sie selbst mitschreiben kann. Ob sie es dann auch macht?:eusa_think:

Beim Herdi läuft alles über Bindung. Das ist der Punkt über den man am meisten erreichen kann. Also würde ich viiiele Bindungsfördernde Übungen machen.

Das haben ihr schon so viele Leute gesagt. Ich schlug ihr auch vor mit dem Clicker zu arbeiten da die Süße auf Lautreize sehr wohl reagiert. Wenn ich mit D.J. bei Spaziergängen mit dem Clicker bestätigt habe schaute sie gleich immer was das für ein seltsamen Klickklack war.
Wie stell ich mir bindungsfördernde Übungen beim Herdi vor? Ganz klassisch wie bei allen anderen Hunden oder gibt es bei den Herdis ein paar Kniffe zusätzlich?


Wie süss, ich stell mir das strahlen gerade Bildlich vor. :)

Das war auch schön anzusehen. Schade das man es bei ihr so selten zu sehen bekommt dabei hat sie so ein ausdrucksstarkes Minenspiel.

Es ist so, dass Herdi wenig spielen. Um Goro zum spielen zu motivieren musste ich mich schon ziemlich zum Clown machen. ;) Der Grund warum Herdis weniger spielen bzw. an vielen Fang- und Beutespielen nicht interessiert sind liegt an ihrer Veranlagung (veränderte Reizleitung im Gehirn, genauer steht das in einigen HSH Büchern, ich suche sie aber gerne hevor, wenn du es genauer wissen willst).

Gern, interessiert mich selbst auch ungemein und ich gebe solche Empfehlungen ebenso gerne weiter. Vielleicht kann ich ein paar Leute überreden damit wir ihr gemeinsam ein gut geschnürtes Buchpaket zu irgendeiner Gelegenheit schenken können;)

Man muss eben raus finden auf was sie abfahren. Bällchen oder Stöckchen spiele interessieren die wenigsten. Aber Zerrspiele oder einen alten Lappen schütteln war für Goro da schon spannender. ;)

Da lag das Quietschie möglicherweise sogar in ihrem Motivationsbereich da es einerseits für sie schöne Töne von sich gab und es anderseits durch den Socken so herrlich schüttelbar war:mrgreen:

Das halte ich ebenfalls für gefährlich. Da liegt es wirklich in der Verantwortung der Besitzerin sowas zu verhindern. Für mich wäre das ein wahrer Alptraum.

Nicht nur für dich.


Wo büxt sie denn aus? Aus dem Grundstück oder beim Spazierengehen?

Auf Spaziergängen. Sie spielt erst ein paar Min. mit einem anderen Hund, plötzlich kriegt sie was in die Nase oder sieht etwas und schon ist sie weg.
Sie ist auch schon aus einem HB oder auch aus einem Geschirr rausgeschlüpft und düste ab.

Soweit ich weiß war sie schon mal für eine Stunde weg und ihre Besi hat sie mitten auf der Hauptstraße wiedergefunden:shock:

Seltsamerweise können direkt vor ihrer Nase Kaninchen sitzen, das interessiert sie überhaupt nicht auch dann nicht wenn diese plötzlich wegrennen.

Hört sie allerdings etwas im Gebüsch, sieht oder riecht sie, ist sie ausser Rand und Band. Irgendwie läßt mich das wieder zweifeln ob sie tatsächlich jagen geht. Für mich sieht das nach aufpassen und stromern aus.

Ich denke ihr kann geholfen werden, wenn sie das Grundproblem erkennt und jemanden kompetentes an ihrer Seite hat, der ihr Hilft da weiter zu kommen. Das Grundproblem sehe ich (bei dem was ich gelesen habe) vor allem in fehlender Führung. Sie muss lernen wie ihr Hund die Welt betrachtet, vorausschauend handeln und managen. Das fängt bei solchen einfachen Dingen an wie, dass sie ihre Hündin nicht "um die Ecke kontrollieren lässt" oder sie darauf achtet dass ihre Hündin fremden Personen und Hunden nicht nachschaut.
Ich weiss nicht wie sie das bei sich zuhause handhabt, aber auch da müsste sich sicher vieles ändern.

Ich war noch nicht bei ihr Zuhause. Laut Aussage der Besi kann und darf aber auch nicht Jeder reinkommen. Erwartet sie Besuch wo sie unsicher ist wird der Hund kurzerhand zu ihren Eltern gegeben oder dem Besuch wird abgesagt. Wenn der Besuch schon da ist wird der Hund auch kurzerhand in einen anderen Raum verfrachtet.

Meine Freundin war allerdings schon häufiger bei ihr und die berichtete das Ayra keinen Terz macht sondern bestenfalls kurz angeschlagen hat.
Meine Freundin ging also in die Wohnung ohne groß von der Hündin Notiz zu nehmen.
In der Diele stand eine volle Schüssel mit Frolics und meine Freundin nahm die gedankenlos in die Hand und stellte sie beiseite, auch da blieb der Hund ruhig obwohl sie laut Besi sonst schon knurrt wenn einer nur ihr Futter anschaut.

Ich muß auch sagen das meine Freundin ein sehr selbstbewußtes und resolutes aber gleichzeitig ruhiges Auftreten hat und keinerlei Unsicherheiten im Umgang mit Hunden zeigt, gleich welcher Rassen.

Was mir noch einfällt: Die Besi hat einen erwachsenen Sohn der mit der Hündin auch ab und an raus geht wenn die Mutter arbeiten ist.
Der Sohn geht mit ihr genauso raus wie mit dem Vorgängerhund (Schäfi) und bleibt immer ruhig und gelassen. Er hält sie weder besonders kurz noch läßt er ihr zuviel an Leine. Macht sie Theater reagiert er überhaupt nicht und geht stur seinen Weg. Inzwischen macht sie sich nichtmal mehr die Mühe sondern trottet brav neben ihm her. Überhaupt wirkt der ganze Hund wesentlich weniger gestreßt wenn er mit ihr geht.


Vielleicht kannst du sie doch noch irgendwie überreden dass sie sich bei der HSH erfahrenen Frau meldet?
Ideal wäre natürlich jemand in der Nähe, der sie mal zuhause besucht. Der guckt was die Hündin zuhause so macht und was sie auf Spaziergängen macht.


LG


Ich werde noch einmal einen günstigen Moment abpassen und versuchen ihr den Kontakt zur Herdifrau schmackhaft zu machen. Mal schauen ob mir irgendwas einfällt.

Ich danke dir für deine Mühe, auch für´s lesen meiner Mammutpost´s immer;)
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo,,
schau mal hier: http://www.amazon.de/Hundereich-Arbeitsbuch-Integration-Hunden-Tierschutz/dp/3936188254/ref=sr_1_5


und dieses: http://www.amazon.de/Herdenschutzhunde-Thomas-Achim-Schoke/dp/3936188084/ref=sr_1_1


vielleicht möchte sich Deine Freundin diese Bücher mal besorgen?

LG
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

und dieses hier, ich hoffe es ist ok einen Link eines anderen Forums hier einzustellen?


Dank dir für die Mühe. Ich werde die Links gerne weitergeben:D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #5
Hallo, meinst Du mit "Herdies" einen Herdenschutzhund?!, Wenn ja, ist doch wohl sein Verhalten nachzuvollziehen, wenn er keine Herde hat. Gib ihm ein Territorium, wo vielleicht noch etwas zu bewachen ist, und sei es Dein Hof (Auto, Spielgeräte der Kinder oder so). Gg
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #6
Natürlich meine ich Herdis und deine Antwort halte ich jetzt nicht gerade für produktiv. Sorry wenn ich so deutlich bin aber das mußte eben raus.

Und wenn du richtig gelesen hättest, handelt es sich erstens um eine Hündin und zweitens ist es nicht meine.
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #7
Hallo,
vielleicht schaffst du es ja ihr ins Gewissen zu reden, in dem du ihr klar machst, welch Stress das für die Hündin bedeutet immer auf "Zack" zu sein. Du sagtest ja, dass sie ihr so sehr am Herzen liegt.
Wenn du ihr mit dem Argument kommst, dass sie mehr Führung übernehmen soll, wird sie wohl abhängen (so wie die meisten reagieren würden).
Sie muss ihrer Hündin diese Schutzaufgabe wirklich abnehmen, das scheint wirklich das Grundproblem zu sein. Alles andere wie Ablenkung bei Begegnungen ist mehr Symptombekämpfung. Was nicht unbedingt schlecht ist, denn immerhin vermeidet sie damit, dass sich das Verhalten weiter festigt. Aber am ursprünglichem Problem wird es nichts ändern. Ich denke da wird sie einiges im Alltag ändern müssen, dass ihr bisher gar nicht so bewusst gewesen ist. Aber um das zu erkennen, wird sie nicht um einen kompetenten Trainer kommen.

Einer der Bücher, die Zwanzigaugen empfohlen hat, ist von Mirjam Cordt. Sie gibt auch Seminare über HSH. Vielleicht kannst du sie ja entweder zu einem Seminar oder zu einem Buch bewegen. Sie hat auch gerade in dem Bereich Erfahrung mit Hunden aus dem Ausland.

Bindungsfördernde Übungen und Spiele sind beim Herdi nicht anders als bei anderen Hunden. Vieles gemeinsam entdecken, viel zusammen erleben und meistern stärkt die Bindung. Gibt es eine gute Hundeschule in der Nähe? Bei uns werden z.B. fun-trainings angeboten, dort werden sehr viele Übungen gemacht die die Bindung stärken. Hauptsache man macht ein paar tolle Sachen zusammen. Spezielle Übungen die Führung stärken sind übungen wo der Hund sich ganz auf Frauchen verlassen muss und diese ihn ruhig führt (z.B. durch Hinternisse, über "komische" Unterfründe usw.).
Suchspiele sind auch immer toll. Goro hat sie geliebt. Was hier wichtig ist, dass der Hund mit dem Besitzer zusammen sucht und nicht für sich alleine. Bei diesen Übungen sollte es immer um ein Miteinander gehen. Also nicht "Frauchen streut Futter und ich suche", sondern wir suchen zusammen. :)

Der absolute "Held" :mrgreen: für einen herdi ist man z.B., wenn er in einer für ihn unsicheren Situation, gemerkt hat "Wow, Frauchen hat alles im Griff". Ich hatte da mal ein Erlebnis mit Goro, wo mir das so richtig klar wurde.


Gern, interessiert mich selbst auch ungemein und ich gebe solche Empfehlungen ebenso gerne weiter.
Ich habe noch mal geguckt und zitiere am besten mal aus dem Buch:
Zitat aus: Herdenschutzhunde, Petra Krivy, Kosmos 2004

... Coppinger erklärt auch warum bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen bei Herdenschutzhunden anders verlaufen als bei anderen Hunden: Der Grund liegt in der Konzentration chemischer Botenstoffe, den Neurotransmittern, konkret dem Dopamin. Neurotransmitter sind Überträgerstoffe des peripheren autonomen Nervensystems die für die Bildung und Übertragung von Erregungen in Nervenzellen wirksame Verbindungen darstellen. Sie leiten Signale (..) und führen zu den entsprechenden den Reizen angepassten Reaktionen im Organismus und Verhalten.

Neurobiologische und -chemische Untersuchungen belegen, dass HSH im Unterschied zu z.B. Hütehunden eine sehr geringe bis kaum wahrnehmbare Konzentration an Dopamin aufweisen. Hieraus erklärt sich das Desinteresse mancher HSH an Stöckchen- oder Bällchenspielen.
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #8
Nochmals Dankeschön,

ich werde ihr den Titel des Buches nennen in der Hoffnung das sie es sich nicht nur besorgt sondern auch liest;)

Hundeschule...hm... gute Frage. sicherlich wird es in einer Großstadt wie hier eine gute geben aber das kann ich nicht auch noch für sie übernehmen zumal ich demnächst wohl arbeiten werde, zum anderen weil ich momentan selber arge Probleme habe (nein, nicht wegen D.J., mit dem läuft alles bestens:)) geht eher in Sachen Gesundheit meinerseits:?

Ich bezweifel überdies auch das sie eine Hundeschule sofort den Rücken kehren würde sobald ein Trainer nur sagen würde das der Hund in der Gruppe besser für den Anfang einen Maulkorb trägt. Würde ich persönlich für besser erachten denn halten kann sie die Süße im ernstfall auch nicht wirklich.

Ich habe ihr mal erzählt das D.J. so als Terriermix eigentlich auch nicht so leicht zu händeln sei und das wir am Anfang einige Bindungsprobleme hatten (dachte ICH zumindest) und was ich mit D.J. alles angestellt habe um eben Selbige zu stärken. Ich zeigte ihr auch wie man gemeinsam mit Hund die Welt entdecken und erobern kann (D.J. liebt übrigens auch gemeinsame Suchspiele:D)

Sie fand das toll und meinte, o Ton: Jaaaaaaaaa D.J., den hätte ich mir auch nicht zugetraut:roll:

Ich kann ihre Gedankengänge ehrlich gesagt nicht nachvollziehen und momentan ist es mir auch zu müßig.

Da sie frisch umgezogen ist und noch kein Inet hat werde ich ihr den Thread vielleicht ausdrucken und zukommen lassen.

Vielleicht wird sie doch noch wach und erkennt das es allerhöchste Eisenbahn ist etwas zu unternehmen *hoff*

Momentan kann ich mehr leider für beide nicht tun auch wenn der Hund mir sehr leid tut.
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #9
Hallo,
Hundeschule...hm... gute Frage. sicherlich wird es in einer Großstadt wie hier eine gute geben aber das kann ich nicht auch noch für sie übernehmen zumal ich demnächst wohl arbeiten werde, zum anderen weil ich momentan selber arge Probleme habe (nein, nicht wegen D.J., mit dem läuft alles bestens:)) geht eher in Sachen Gesundheit meinerseits:?
Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung!

Es würde wohl auch nichts bringen, wenn du das für sie übernimmst. Sie muss es selbst auch wollen, sonst wird es schwierig.

LG
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #10
Ich habe auch einen Herdi hier (mit Taille) :

ESCN1528.JPG


Sie hat anfangs keine Leckerlies draussen angenommen. Mit viel Übung ging das. Allerdings nur Käse und Hühnerherzen. Leckerlies aus dem Zoofachmarkt nimmt sie draussen nicht.

Vor Kurzem, nach der 2. Läufigkeit, hat sie mit Schutzverhalten begonnen.

Spielen tut sie nicht viel. Beim Arbeiten auf dem Hundeplatz oder im Gelände ist sie aber immer mit viel Elan dabei.

Für einen HSH ist eine Auslastung wichtig, wenn es nichts zu bewachen gibt.

Grüße Siva und Bernd
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #11
Käsewürfel als Leckerli sind ein guter Tipp! :D
Bei Käse können die schlecht nein sagen.
 
  • Fragen speziell wegen Herdis Beitrag #12
Ich habe einen Kuvacz Mix Rüde und der ist inzwischen 2,5 Jahre und noch voll in der Pupertät.
HSH sind schon etwas schwieriger in der Erziehung als andere Rassen,
aber man sollte eben wie bei jedem Hund das Verhalten genau beobachten und auch danach erziehen.
Dann klappt das auch super mit dem Grundgehorsam.
Allerdings muß man ihm auch klar machen,wer der ranghörere ist,
ansonsten klappt das nicht.
HSH sind meistens relativ dominant und auch eigenständig.
Henry läßt sich am besten mit der Stimme erziehen.
Er findet nichts toller,als wenn ich ihn überschwenglich lobe.
So hat er auch alles gelernt was er lernen sollte.
Beim spazieren gehen kann ich ihn normal abrufen,
allerdings ist er ab und an auch mal weg.
Das liegt dann daran,das sich irgendwo einfach was verändert hat und er das
genau beäugen muß.
HSH gehen auch sehr nach Veränderungen und zeigen die auch meistens an.
Ich habe mich in der Anfangszeit,als ich gemerkt habe,daß er anders wird
als meine bisherigen Hunde mit einigen Kuvaczzüchtern in Verbindung gesetzt
um meinen Hund besser verstehen zu lernen.
Das hat sehr geholfen und inzwischen hört Henry fast perfekt.
Eine Begleithundeprüfung werden wir vermutlich nie machen können,
weil er die Gruppe vermutlich umkreisen und verbellen würde.;o)
Damit kann ich aber leben.;o)
 
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Fragen speziell wegen Herdis

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