- Brauche mal eure Sichtweise bitte. Beitrag #1
DLMIV
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Ich habe einen sehr lieben Mann im Internet kennengelernt, in einem Spieleforum um genauer zu sein.
Wir reden beinahe täglich via MSN und das einzige was uns noch trennt ist die Distanz zwischen unseren Heimatorten.
Wir beide haben in dem Spieleforum eine gemeinsame Freundin, die glücklich verheiratet ist, allerdings sehr viel mitgemacht hat, in den letzten Wochen.
Erst wurde sie vergewaltigt, hatte allerdings keinerlei Erinnerungen daran sondern wusste nur was ihr gesagt wurde (gab Zeugen und Videoaufzeichnungen, sowie das Geständnis des Täters), dann hat sie die Diagnose Brustkrebs bekommen, und irgenwann kamen die Erinnerungen an die Vergewaltigung wieder.
Mit dieser Freundin habe ich hauptsächlich bei LJ geredet, im Forum und via Mail. Irgendwann hat sie sich leider MSN zugelegt. Trotzdem sind wir relativ eng befreundet.
Nun war Freitag die Anhörung, für sie und ihre Anwälte und den Täter und seine Anwälte.
Sie meinte, sie wird mir Samstag alles haarklein berichten. Samstag ging es mir jedoch nicht gut, also konnte ich nicht mit ihr reden. Dafür hat sie mit meinem Liebsten geredet. Wofür ich auch dankbar bin. Das ganze war sehr stressig für sie, auch mit ihrer schwächelnden Gesundheit, und da brauchte sie halt jemanden der ihr Weltbild wieder geraderückt.
Heute endlich hab ich mit ihr geredet und auch mit ihm.
Weniger mit ihm, weil sie pausenlos geredet hat, dafür mehr mit ihr. Die Anhörung kam nicht einmal zur Sprache.
Wenn sie nicht darüber reden will dann ist das für mich auch ok, das kann ich verstehen und akzeptieren.
Irgendwann fragte sie mich dann, ob sie uns beide alleine lassen soll. Wie sagt man jemanden höflich "Nun hau endlich ab?" oder "Wenn du denkst das du uns zwei mal alleine lassen sollst, warum gehst du dann nicht einfach und zwingst mich dazu unhöflich zu sein?".
Ich habe natürlich keins von beidem gesagt, sondern sie nur um einen Moment Geduld gebeten. Und irgendwann ist sie dann auch gegangen, weil sie noch was zu erledigen hatte.
Er wollte mir erklären was los gewesen sei, mir sogar den Chatlog von gestern schicken. Aber wozu? Wenn sie es mir nicht sagen kann dann sollte er es mir nicht sagen.
Durch den Brustkrebs ist sie momentan stark ans Haus gefesselt, online wann immer möglich, weil sie nicht mehr viel machen kann. Und wenn sie online ist dann schreibt sie entweder Mails oder chattet mit uns via MSN.
Bislang war ich diejenige zu der sie mit ihren Problemen kam. Seit gestern scheint sich das geändert zu haben. Das tut zwar weh, aber auch damit kann ich leben.
Ich habe jetzt aber Angst das sie tagtäglich an uns beiden dran hängt und versucht die Zeit totzuschlagen. Das er nun weniger Zeit für mich hat und mehr mit ihr beschäftigt ist, versuchen muss ihr Weltbild wieder gerade zu rücken.
Das sie mit ihrem Ehemann, den sie liebt, über diese Dinge nicht reden mag ist verständlich. Da ist viel Scham dabei. Aber sie sagt ihm auch nicht wenn der Ehemann etwas besser machen könnte. Der arme Mann bemüht sich redlich, aber sie sagt ihm nicht was genau sie braucht, weil sie Angst hat ihn zu verletzen.
Ich fühle mich so egoistisch, weil ich will das sie endlich wieder mit ihrem Ehemann und ihren erwachsenen Kindern, der Frau vom Rape- and Crisis Centre und ihren Freunden vor Ort redet. Weil das doch die Leute sind die ihr am nächsten sein sollten, die sie am besten unterstützen können, mit denen sie leben muss.
Und ich will nicht, das sie nun tagtäglich an uns wie eine Klette hängt. Weil ich auch mal länger als 20 Minuten mit ihm allein sein will. Und für manche Gespräche muss man ja auch erst in die richtige Stimmungslage kommen.
Sie ist immer noch meine Freundin, und ich hab sie immer noch lieb und will wirklich gern alles tun um ihr zu helfen. Aber verdammt noch mal, ich will auch mein eigenes Leben zurück!
Mit ihm will und kann ich nicht darüber reden. Für uns beide steht fest das man einem Freund helfen muss. Und sie braucht Hilfe. Und ich kann nicht von ihm verlangen nicht mit ihr zu reden. Ich kann nicht von ihr verlangen ihn nicht zu monopolisieren.
Brustkrebs und ihr schwaches Herz und dann noch all der Stress mit der Gerichtsverhandlung und ich die dann noch Zicken macht, wo sie mich doch so liebt - das würde nicht gut gehen.
Blöderweise ist sie auch noch jemand der so lieb und gut und rein ist und von allen eigentlich immer nur beschützt wurde. Klar, ihre Kindheit ware grottenschlecht, ähnlich wie meine. Aber sie hat geheiratet, Mann und Kinder beten sie an, Freunde ebenfalls.
Sie hatte mit einem anderen, gemeinsamen Freund, einen minimalen Streit, ein blödes Missverständnis und sie war zur falschen Zeit am falschen Ort und so hat er sich halt Luft gemacht, in ihre Richtung.
Oh, er hat sich entschuldigt. Und sie hat es angenommen. Aber sie bringt es immer wieder aufs Tapet, wenn auch indirekt. So eine Art Feindbild.
Ich sehe einfach keinen Ausweg und das macht mich echt unglücklich und unzufrieden.
Ideen, Ratschläge? Kopfwäsche für mich? Oh, und ich weiss das ich neidisch bin. Auf das glückliche Leben das sie bislang hatte.
Wir reden beinahe täglich via MSN und das einzige was uns noch trennt ist die Distanz zwischen unseren Heimatorten.
Wir beide haben in dem Spieleforum eine gemeinsame Freundin, die glücklich verheiratet ist, allerdings sehr viel mitgemacht hat, in den letzten Wochen.
Erst wurde sie vergewaltigt, hatte allerdings keinerlei Erinnerungen daran sondern wusste nur was ihr gesagt wurde (gab Zeugen und Videoaufzeichnungen, sowie das Geständnis des Täters), dann hat sie die Diagnose Brustkrebs bekommen, und irgenwann kamen die Erinnerungen an die Vergewaltigung wieder.
Mit dieser Freundin habe ich hauptsächlich bei LJ geredet, im Forum und via Mail. Irgendwann hat sie sich leider MSN zugelegt. Trotzdem sind wir relativ eng befreundet.
Nun war Freitag die Anhörung, für sie und ihre Anwälte und den Täter und seine Anwälte.
Sie meinte, sie wird mir Samstag alles haarklein berichten. Samstag ging es mir jedoch nicht gut, also konnte ich nicht mit ihr reden. Dafür hat sie mit meinem Liebsten geredet. Wofür ich auch dankbar bin. Das ganze war sehr stressig für sie, auch mit ihrer schwächelnden Gesundheit, und da brauchte sie halt jemanden der ihr Weltbild wieder geraderückt.
Heute endlich hab ich mit ihr geredet und auch mit ihm.
Weniger mit ihm, weil sie pausenlos geredet hat, dafür mehr mit ihr. Die Anhörung kam nicht einmal zur Sprache.
Wenn sie nicht darüber reden will dann ist das für mich auch ok, das kann ich verstehen und akzeptieren.
Irgendwann fragte sie mich dann, ob sie uns beide alleine lassen soll. Wie sagt man jemanden höflich "Nun hau endlich ab?" oder "Wenn du denkst das du uns zwei mal alleine lassen sollst, warum gehst du dann nicht einfach und zwingst mich dazu unhöflich zu sein?".
Ich habe natürlich keins von beidem gesagt, sondern sie nur um einen Moment Geduld gebeten. Und irgendwann ist sie dann auch gegangen, weil sie noch was zu erledigen hatte.
Er wollte mir erklären was los gewesen sei, mir sogar den Chatlog von gestern schicken. Aber wozu? Wenn sie es mir nicht sagen kann dann sollte er es mir nicht sagen.
Durch den Brustkrebs ist sie momentan stark ans Haus gefesselt, online wann immer möglich, weil sie nicht mehr viel machen kann. Und wenn sie online ist dann schreibt sie entweder Mails oder chattet mit uns via MSN.
Bislang war ich diejenige zu der sie mit ihren Problemen kam. Seit gestern scheint sich das geändert zu haben. Das tut zwar weh, aber auch damit kann ich leben.
Ich habe jetzt aber Angst das sie tagtäglich an uns beiden dran hängt und versucht die Zeit totzuschlagen. Das er nun weniger Zeit für mich hat und mehr mit ihr beschäftigt ist, versuchen muss ihr Weltbild wieder gerade zu rücken.
Das sie mit ihrem Ehemann, den sie liebt, über diese Dinge nicht reden mag ist verständlich. Da ist viel Scham dabei. Aber sie sagt ihm auch nicht wenn der Ehemann etwas besser machen könnte. Der arme Mann bemüht sich redlich, aber sie sagt ihm nicht was genau sie braucht, weil sie Angst hat ihn zu verletzen.
Ich fühle mich so egoistisch, weil ich will das sie endlich wieder mit ihrem Ehemann und ihren erwachsenen Kindern, der Frau vom Rape- and Crisis Centre und ihren Freunden vor Ort redet. Weil das doch die Leute sind die ihr am nächsten sein sollten, die sie am besten unterstützen können, mit denen sie leben muss.
Und ich will nicht, das sie nun tagtäglich an uns wie eine Klette hängt. Weil ich auch mal länger als 20 Minuten mit ihm allein sein will. Und für manche Gespräche muss man ja auch erst in die richtige Stimmungslage kommen.
Sie ist immer noch meine Freundin, und ich hab sie immer noch lieb und will wirklich gern alles tun um ihr zu helfen. Aber verdammt noch mal, ich will auch mein eigenes Leben zurück!
Mit ihm will und kann ich nicht darüber reden. Für uns beide steht fest das man einem Freund helfen muss. Und sie braucht Hilfe. Und ich kann nicht von ihm verlangen nicht mit ihr zu reden. Ich kann nicht von ihr verlangen ihn nicht zu monopolisieren.
Brustkrebs und ihr schwaches Herz und dann noch all der Stress mit der Gerichtsverhandlung und ich die dann noch Zicken macht, wo sie mich doch so liebt - das würde nicht gut gehen.
Blöderweise ist sie auch noch jemand der so lieb und gut und rein ist und von allen eigentlich immer nur beschützt wurde. Klar, ihre Kindheit ware grottenschlecht, ähnlich wie meine. Aber sie hat geheiratet, Mann und Kinder beten sie an, Freunde ebenfalls.
Sie hatte mit einem anderen, gemeinsamen Freund, einen minimalen Streit, ein blödes Missverständnis und sie war zur falschen Zeit am falschen Ort und so hat er sich halt Luft gemacht, in ihre Richtung.
Oh, er hat sich entschuldigt. Und sie hat es angenommen. Aber sie bringt es immer wieder aufs Tapet, wenn auch indirekt. So eine Art Feindbild.
Ich sehe einfach keinen Ausweg und das macht mich echt unglücklich und unzufrieden.
Ideen, Ratschläge? Kopfwäsche für mich? Oh, und ich weiss das ich neidisch bin. Auf das glückliche Leben das sie bislang hatte.