- Gott nahm es sich zurück Beitrag #1
Lillium
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Am frühen, verregnetem Morgen betrat ich den Stall, um gleich darauf von den Stimmen meiner hungrigen Tiere empfangen zu werden.
Doch halt, was war denn das für ein Stimmchen, im Ziegenstall?
Drei kleine Zwergziegenkitze lagen im Stroh,ziemlich mitgenommen und erschöpft, doch einem schien ganz besonders chlecht zu gehen. Es konnte nicht aufstehen, seine Beine waren wie gelähmt und auch die Geiß ließ es nicht an sich heran, als ich versuchte, das arme Ding zu ihren Zitzen zu führen.
Das kleine, zitternde Kitz rief leise, vor Schmerz, Hunger und Angst, nach seiner Mutter, die sich von ihm abwandte.
Ich rannte aus dem Stall und besorgte mir eine Flasche, in die ich warme Milch füllte und gab es dem Kitz zu trinken. Es nuckelte eifrig und jede halbe Stunde kam ich es besuchen, um es zu füttern.
Ich glaubte ich könnte es retten, ich glaubte, seine Beine würden stark genug werden, ich glaubte daran und doch täuschte ich mich so gewaltig. Es war so tapfer gewesen, doch so konnte es nicht leben, nicht mit gelähmten Beinen. Was wäre das wohl für ein Leben? Ein Kitz, das nicht springen konnte wie die anderen, nicht laufen konnte, nicht an den Blättern des Baumes knappern und nicht mit den anderen raufen und spielen. Nein, das wäre nicht Recht gewesen und doch wünsche ich mir, es hätte seinen ersten Lebenstag überlebt.
Nun frage ich mich: Warum lässt Gott so junges Leben überhaupt auf die Welt, wenn er es sich so schnell wieder zurück nimmt?
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Doch halt, was war denn das für ein Stimmchen, im Ziegenstall?
Drei kleine Zwergziegenkitze lagen im Stroh,ziemlich mitgenommen und erschöpft, doch einem schien ganz besonders chlecht zu gehen. Es konnte nicht aufstehen, seine Beine waren wie gelähmt und auch die Geiß ließ es nicht an sich heran, als ich versuchte, das arme Ding zu ihren Zitzen zu führen.
Das kleine, zitternde Kitz rief leise, vor Schmerz, Hunger und Angst, nach seiner Mutter, die sich von ihm abwandte.
Ich rannte aus dem Stall und besorgte mir eine Flasche, in die ich warme Milch füllte und gab es dem Kitz zu trinken. Es nuckelte eifrig und jede halbe Stunde kam ich es besuchen, um es zu füttern.
Ich glaubte ich könnte es retten, ich glaubte, seine Beine würden stark genug werden, ich glaubte daran und doch täuschte ich mich so gewaltig. Es war so tapfer gewesen, doch so konnte es nicht leben, nicht mit gelähmten Beinen. Was wäre das wohl für ein Leben? Ein Kitz, das nicht springen konnte wie die anderen, nicht laufen konnte, nicht an den Blättern des Baumes knappern und nicht mit den anderen raufen und spielen. Nein, das wäre nicht Recht gewesen und doch wünsche ich mir, es hätte seinen ersten Lebenstag überlebt.
Nun frage ich mich: Warum lässt Gott so junges Leben überhaupt auf die Welt, wenn er es sich so schnell wieder zurück nimmt?
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