- Tagebuch einer Igelrettung Beitrag #1
*Pigeon*
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Guten Abend liebes Forum!
Seit Freitag Abend bin ich nun Pflegerin einer Igeldame und muss sagen das ich selten so viel auf einmal bei einem Pflegling erlebt habe.
Mein erster Igel ist es nicht und auch von meinen sonstigen Pfleglingen, den Tauben bin ich einiges gewohnt aber diese Dame kann einen immer wieder zum staunen bringen.
Freitag
Meine Mutter kommt mit einem grinsen und einem Karton aus der Arbeit und sagt mir nur: ,,Da! Ich habe da was für dich! Das saß auf der Straße und rührte sich nicht''. Ich hoffte auf eine meiner Tauben die mir morgens entwischt war. Ich öffnete den Karton und sah ein Stachelknäul das sich kaum bewegte und nur laut vor sich hin schnaufte. Beim genaueren Untersuchen des Stachelritters wurde mir klar: Der ganze Igel war über und über voll Mit Fliegenmaden, Zecken und sonstigen Untermietern.
3 Stunden lang sammelten wir mit 3 Leuten Tausende Eier ab, machten mal ne Stunde Pause und sammelten dann weiter. Es nahm einfach kein Ende. Nach und nach zeigte sich das Ausmaß. Auf der linken Seite zog sich eine riesen Verletzung von Augen bis zum Ohr. Das Auge ist verletzt und Ausgelaufen und nur die Reste vorhanden. Ich hatte schon viel gesehen und dachte schon daran die kleine erlösen zu lassen, doch irgendwas sagte mir ich solle es versuchen. Nachdem wir so ziemlich alles sichtbare entfernt hatten, zog die kleine in einen mit Tüchern ausgepolsteren Umzugskarton. Rührei und Wasser hineingestellt und sie zum schlafen ins Gästewc gestellt. Draußen wäre nichts, da hätten uns die Fliegen die nächste Schicht Eier beschert.
Samstag
Der erste Gang führ zur Igeldame um zu sehen ob sie die Nacht überstanden hat. Nach dem Blick in den Karton erleicherung sie schnieft und schnauft platt liegend im Karton. Obwohl sie so schlecht aussah hat sie doch das ganze Ei gefressen. Igel lebt, also ab zum (NOT)Tierarzt in der Hoffnung das was gutes bei raus kommt. Beim Arzt angekommen sind wir auch gleich dran. Sie bekommt Antibiotika und Augentropfen für die nächsten Tage, eine Dosis Frontline und Stronghold? gegen die Ungeziefer und wird gewogen: 760g. Geht ja eigentlich noch. Bis hierhin gehen wir alle von einem Kerlchen aus, was sich aber noch als Irrtum rausstellen wird...
Bezahlen tuen wir nichts und fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.
Dann das Erschrecken meine Mutter sieht das es in einer kleineren Wunde anfängt zu wuseln, die ersten Maden scheinen geschlüpft zu sein, einige Eier scheinen wir doch übersehen zu haben...
Nach einige Telefonaten steht fest absammeln und Ivomec drauf sonst fressen sie sich weiter ins Geweben. Einige Zeit später habe ich es auch von einer Freundin aufgetrieben bekommen und ich sammel die ganzen Bieter ab und tropfe auf die befallenen Stellen noch Ivomec, während meine Geschwister nach versteckten Eier suchen und doch noch einige Finden. Während ich Futter auftreibe hat meine Mutter auch bestimmt 10 dicke Zecken entfernt. Das andere Auge ist verklebt aber vorhanden, wir tupfen es vorsichtig frei und geben die Augentropfen ein. Die Wunden desinfizieren wir mit Betaisodona Lösung und lassen sie nun in Ruhe schlafen. Die Stunden war genug Stress für alle. Abends schauen wir nocheinaml nach ihr geben ihr die Augentropfen und helfen ihr etwas beim fressen da sie auch Probleme mit den Atemwegen hat und deswegen das Futter weder sehen noch richtig riechen kann, sobald man ihr das fressen mit der Pinzette reicht schnappt sie zum Glück zu
.
Sonntag
Die Abenteuer mit ihr nehmen nicht ab. Als ich morgens in die Kiste gucken trifft mich fast der Schlag: Das ganze Handtuch voll mit Blút und Gewebeteilen! Meine Mutter berichtet das sie morgens um 7 einen kleine Fleck gesehen hat und ich um 10 aufeinmal das ganze Handtuch. Wir machen uns Sorgen und überlegen woher die Masse an Blut kommt. Igel sauber, keine offenen Wunde und sie ganz gut drauf. Woher kommt das ganze also? Die Gewebeteile habe ich in ein Gläschen mit Alkohol getan, da wir morgen deswegen zum Tierarzt fahren. Sie ist trotz alle dem gut drauf frisst und trink. Lässt das tägliche Prozedere mit Medis und absuchen nach Zecken und anderem ohnn Probleme über sich ergehen. Es wird gegrübelt und gegoogelt. Theorien werden aufgestellt von inneren Verletzungen bis Würnern ist so ziemlich alles dabei.
Erst am abend geht mir ein zufällig ein Licht auf als ich die Gewebeteile genauer Betrachte: Spinn ich? Ein Pfötchen und da noch eins, ein Schwänzchen und da Augen und ein Kopf?
Nein der Arzt sagte mir er sein ein Männchen?
Nach Googeln steht fest: ER ist doch eine Sie!
Abscheinend hat der ganze Stress und die Medikamente dazu geführt das der Körper die Schwangerschaft frühzeitig beendet hat und die sie die jungen tot geboren hat. Das erklärt auch warum sie nur noch 736g wiegt.
Die anderen Föten muss sie wohl gefressen haben.
Ich werde morgen doch zum TA gehen und mir meine Theorie bestätigen lassen.
Montag
Ich stehe extra früher auf um die erste beim Ta zu sein.
Die Dame wird von Tag zu Tag aktiver und versucht die Umwelt jeden Tag ein wenig mehr wahrzunehmen. Sie frisst weiterhin gut und lässt sich die Medis ohne Probleme geben. Mein Hausta staunt nicht schlecht und bestätigt mir das ich das Plazenta und einen Fötus eingesammelt habe also keine großer Grund zur Aufregung und etwas Blut der heute morgen im Urin war, wäre normal.
Die Wunden wurden bis jetzt gut versorgt und Maden waren keine zu sehen. die riesen Verletzung auf der linken Seite muss aber später Operiert werden da sich sort noch Reste des Auges befinden und die Wunde so schlecht abheilen würde. In einer Woche soll ich noch mal vorbei schneien.
So macht sie auf Ihn einen fitten Eindruck, sie ist sehr umgänglich und lies alles ohne Probleme machen. Eine Wurmkur machen wir auch später sie soll noch etwas zu nehmen und die Endzündung in der Nasenhöhle zurück gehen, momentan findet er eine Narkose und OP zu riskant. Denn ganz über den Berg sei sie noch nicht.
Mit weiteren Antibiotika und Schmerzmittel haben wir so erstmal die Praxis verlassen. Eine Salbe soll ich noch in die Augenhöhle geben, die habe ich aber zu Hause da ich sie normalerweise für Tauben und deren Abschnürungen benutze.
Nun sitze ich hier am Pc und darf gleich nochmal den Igel unter die Lupe nehmen. Meie Mutter hat mich grade gerufen und anscheinend scheint sie doch nicht alles rausgebracht zu haben. So eben hat sie noch 2 Teile ausgeschieden ob Mutterkuchen oder Junge konnten wir grade nicht erkennen...
Von nun an möchte ich mein Erlebtes mit Erina mit euch teilen vielleicht Interessiert es ja jemanden von euch was aus der Dame wird. Mir zumindest hat sie gezeigt das sie leben will auch wenn das bedeutet das sie vielleicht nicht mehr in die Freiheit kann...
Lg Patricia
Seit Freitag Abend bin ich nun Pflegerin einer Igeldame und muss sagen das ich selten so viel auf einmal bei einem Pflegling erlebt habe.
Mein erster Igel ist es nicht und auch von meinen sonstigen Pfleglingen, den Tauben bin ich einiges gewohnt aber diese Dame kann einen immer wieder zum staunen bringen.
Freitag
Meine Mutter kommt mit einem grinsen und einem Karton aus der Arbeit und sagt mir nur: ,,Da! Ich habe da was für dich! Das saß auf der Straße und rührte sich nicht''. Ich hoffte auf eine meiner Tauben die mir morgens entwischt war. Ich öffnete den Karton und sah ein Stachelknäul das sich kaum bewegte und nur laut vor sich hin schnaufte. Beim genaueren Untersuchen des Stachelritters wurde mir klar: Der ganze Igel war über und über voll Mit Fliegenmaden, Zecken und sonstigen Untermietern.
3 Stunden lang sammelten wir mit 3 Leuten Tausende Eier ab, machten mal ne Stunde Pause und sammelten dann weiter. Es nahm einfach kein Ende. Nach und nach zeigte sich das Ausmaß. Auf der linken Seite zog sich eine riesen Verletzung von Augen bis zum Ohr. Das Auge ist verletzt und Ausgelaufen und nur die Reste vorhanden. Ich hatte schon viel gesehen und dachte schon daran die kleine erlösen zu lassen, doch irgendwas sagte mir ich solle es versuchen. Nachdem wir so ziemlich alles sichtbare entfernt hatten, zog die kleine in einen mit Tüchern ausgepolsteren Umzugskarton. Rührei und Wasser hineingestellt und sie zum schlafen ins Gästewc gestellt. Draußen wäre nichts, da hätten uns die Fliegen die nächste Schicht Eier beschert.
Samstag
Der erste Gang führ zur Igeldame um zu sehen ob sie die Nacht überstanden hat. Nach dem Blick in den Karton erleicherung sie schnieft und schnauft platt liegend im Karton. Obwohl sie so schlecht aussah hat sie doch das ganze Ei gefressen. Igel lebt, also ab zum (NOT)Tierarzt in der Hoffnung das was gutes bei raus kommt. Beim Arzt angekommen sind wir auch gleich dran. Sie bekommt Antibiotika und Augentropfen für die nächsten Tage, eine Dosis Frontline und Stronghold? gegen die Ungeziefer und wird gewogen: 760g. Geht ja eigentlich noch. Bis hierhin gehen wir alle von einem Kerlchen aus, was sich aber noch als Irrtum rausstellen wird...
Bezahlen tuen wir nichts und fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.
Dann das Erschrecken meine Mutter sieht das es in einer kleineren Wunde anfängt zu wuseln, die ersten Maden scheinen geschlüpft zu sein, einige Eier scheinen wir doch übersehen zu haben...
Nach einige Telefonaten steht fest absammeln und Ivomec drauf sonst fressen sie sich weiter ins Geweben. Einige Zeit später habe ich es auch von einer Freundin aufgetrieben bekommen und ich sammel die ganzen Bieter ab und tropfe auf die befallenen Stellen noch Ivomec, während meine Geschwister nach versteckten Eier suchen und doch noch einige Finden. Während ich Futter auftreibe hat meine Mutter auch bestimmt 10 dicke Zecken entfernt. Das andere Auge ist verklebt aber vorhanden, wir tupfen es vorsichtig frei und geben die Augentropfen ein. Die Wunden desinfizieren wir mit Betaisodona Lösung und lassen sie nun in Ruhe schlafen. Die Stunden war genug Stress für alle. Abends schauen wir nocheinaml nach ihr geben ihr die Augentropfen und helfen ihr etwas beim fressen da sie auch Probleme mit den Atemwegen hat und deswegen das Futter weder sehen noch richtig riechen kann, sobald man ihr das fressen mit der Pinzette reicht schnappt sie zum Glück zu
Sonntag
Die Abenteuer mit ihr nehmen nicht ab. Als ich morgens in die Kiste gucken trifft mich fast der Schlag: Das ganze Handtuch voll mit Blút und Gewebeteilen! Meine Mutter berichtet das sie morgens um 7 einen kleine Fleck gesehen hat und ich um 10 aufeinmal das ganze Handtuch. Wir machen uns Sorgen und überlegen woher die Masse an Blut kommt. Igel sauber, keine offenen Wunde und sie ganz gut drauf. Woher kommt das ganze also? Die Gewebeteile habe ich in ein Gläschen mit Alkohol getan, da wir morgen deswegen zum Tierarzt fahren. Sie ist trotz alle dem gut drauf frisst und trink. Lässt das tägliche Prozedere mit Medis und absuchen nach Zecken und anderem ohnn Probleme über sich ergehen. Es wird gegrübelt und gegoogelt. Theorien werden aufgestellt von inneren Verletzungen bis Würnern ist so ziemlich alles dabei.
Erst am abend geht mir ein zufällig ein Licht auf als ich die Gewebeteile genauer Betrachte: Spinn ich? Ein Pfötchen und da noch eins, ein Schwänzchen und da Augen und ein Kopf?
Nein der Arzt sagte mir er sein ein Männchen?
Nach Googeln steht fest: ER ist doch eine Sie!
Abscheinend hat der ganze Stress und die Medikamente dazu geführt das der Körper die Schwangerschaft frühzeitig beendet hat und die sie die jungen tot geboren hat. Das erklärt auch warum sie nur noch 736g wiegt.
Die anderen Föten muss sie wohl gefressen haben.
Ich werde morgen doch zum TA gehen und mir meine Theorie bestätigen lassen.
Montag
Ich stehe extra früher auf um die erste beim Ta zu sein.
Die Dame wird von Tag zu Tag aktiver und versucht die Umwelt jeden Tag ein wenig mehr wahrzunehmen. Sie frisst weiterhin gut und lässt sich die Medis ohne Probleme geben. Mein Hausta staunt nicht schlecht und bestätigt mir das ich das Plazenta und einen Fötus eingesammelt habe also keine großer Grund zur Aufregung und etwas Blut der heute morgen im Urin war, wäre normal.
Die Wunden wurden bis jetzt gut versorgt und Maden waren keine zu sehen. die riesen Verletzung auf der linken Seite muss aber später Operiert werden da sich sort noch Reste des Auges befinden und die Wunde so schlecht abheilen würde. In einer Woche soll ich noch mal vorbei schneien.
So macht sie auf Ihn einen fitten Eindruck, sie ist sehr umgänglich und lies alles ohne Probleme machen. Eine Wurmkur machen wir auch später sie soll noch etwas zu nehmen und die Endzündung in der Nasenhöhle zurück gehen, momentan findet er eine Narkose und OP zu riskant. Denn ganz über den Berg sei sie noch nicht.
Mit weiteren Antibiotika und Schmerzmittel haben wir so erstmal die Praxis verlassen. Eine Salbe soll ich noch in die Augenhöhle geben, die habe ich aber zu Hause da ich sie normalerweise für Tauben und deren Abschnürungen benutze.
Nun sitze ich hier am Pc und darf gleich nochmal den Igel unter die Lupe nehmen. Meie Mutter hat mich grade gerufen und anscheinend scheint sie doch nicht alles rausgebracht zu haben. So eben hat sie noch 2 Teile ausgeschieden ob Mutterkuchen oder Junge konnten wir grade nicht erkennen...
Von nun an möchte ich mein Erlebtes mit Erina mit euch teilen vielleicht Interessiert es ja jemanden von euch was aus der Dame wird. Mir zumindest hat sie gezeigt das sie leben will auch wenn das bedeutet das sie vielleicht nicht mehr in die Freiheit kann...
Lg Patricia