Erfahrungen mit Epilepsiehunden

Diskutiere Erfahrungen mit Epilepsiehunden im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Huhu zusammen Bei Spike wurde ja Epilepsie festgestellt, nun würden mich mal Erfahrungen von anderen Epilepsiehundehaltern ( was ein Wort )...
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blackmagic82

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Huhu zusammen

Bei Spike wurde ja Epilepsie festgestellt, nun würden mich mal Erfahrungen von anderen Epilepsiehundehaltern ( was ein Wort ) interessieren ...

Mir ist bei Spike einiges aufgefallen, ob man das auf die Epilepsie schieben kann weiß ich nicht, daher dieser Thread soll einfach so ein Erfahrungsaustausch sein.

Manchmal ist er so agressiv, nicht gegenüber mir oder anderen Menschen, aber gegenüber Wuschel oder auch den Katzen, ist aber wirklich nur Phasenweise. In dieser agressiven Phase bellt er auch immer ziemlich viel. Was bei ihm wirklich nicht normal ist, er ist normal ein ruhiger, im Wesen gefestigter, lieber und geduldiger Hund.
Dann ist mir aufgefallen, dass er die letzte Zeit viel schläft, er verpennt manchmal im wahrsten Sinne des Wortes den ganzen Tag, mag evtl mit den Tabletten zusammen hängen ... er bekommt Luminaletten.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen, oder lässt sich dieses Verhalten nicht auf die Epilepsie zurückführen?

LG
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #2
Hallo, das Verhalten gehört nicht zum Epilepsie-Erscheinungsbild. Das klingt eher nach einem Hirn-Tumor. Ich würde Dir hier wirklich zur Röhre raten, wenn das noch nicht geschehen ist. Bei Epilepsie und ähnlich gelagerten Krankheiten sind zunächst Wahrnehmungsstörungen (nicht mehr richtig sehen können, nicht mehr wissen, wo man ist), dann Gleichgewichtsstörungen und schließlich Krämpfe mit Verlust der Kontrolle über die Körperfunktionen. Wenn der Anfall vorbei ist, erinnert sich der Hund nicht mehr daran. Wenn allerdings die Anfälle (trotz Medikamente) in immer kürzeren Abständen kommen, merkt man schon ein Defizit. Bei meinem Schätzchen habe ich 1 Jahr lang gekämpft. Erst kamen die Anfälle so alle 4 Wochen, dann alle 10-14 Tage, dann alle 2-3 Tage, dann täglich, dann alle 3 Stunden - und das ganze trotz Medikamenten (wie sie auch für Menschen gegeben werden, nur höher dosiert). Gg
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #3
Das wurde ja alles schon gemacht, er läuft ja auch richtig schlecht, was aber schon lange vor der Epilepsie war ... deswegen kam er in die Röhre ... das mit dem Laufen ist ein Gendefekt im Kleinhirn :( nicht operierbar o.ä.
Die Epilepsie kam jetzt noch dazu ... der erste Anfall war schon 4 Stunden lang ... da war es schon kurz davor, dass er eingeschläfert wird, wegen dem Herz ....
Mein Ta hat gesagt ... beim nächsten Anfall wird es für ihn vorbei sein, das packt sein Herz einfach nicht mehr ... Na ja lange Geschichte ... mit wenig Hoffnung
Ich habe dieses Jahr ca 3500€ in den Hund gesteckt und wir finden einfach keine Lösung und keine Besserung ... von TA zu TA gerannt und jeder sagt mir das Gleiche ... dieser Hund wird nicht alt werden ..................................
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #4
ist das Herz denn soweit ok?? Wenn ich mich recht erinnere entsteht es meist durch das Herz oder das Hirn! Es kann auch ein Herzleiden dahinter stecken!
Und ich kante mal einen Irsch Setter der es auch hatte! Aber wohl nicht so schlimm, denn er worde recht alt!
Aber 3 Std ist schon ziemlich extrem:(

Lg Yvi
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #5
Sein Herz ist soweit schon OK, aber 4 Stunden krampfen, da macht das stärkste Herz irgendwann schlapp er hatte ja noch dazu 41° Fieber :(
Hätte es nicht bald aufgehört wär die Möglichkeit noch gewesen, ihn in Narkose zu legen, damit er dann raus kommt, wärs beim wach werden immer noch gewesen hätte sie die Spritze gesetzt ... das Fieber ging ja auch stetig nach oben statt mal nach unten :(
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #6
Hallo,

das hört sich aber nicht so an, als würden die Epilepsie-Medikamente richtig wirken. Wurde da schon mal der Phenobarbital-Blutspiegel gemessen, ob der überhaupt im wirksamen bereich liegt? Musste bei unserem alten DSH alle 6 monate gemacht werden.
warst du schon bei Dr. R in würzburg, der ist spezialist für solche Fälle.

gruß
Michael
 
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  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #7
Hallo Micha, ich gehe davon aus, dass bei ca. 3.500€ Behandlungs-/Medikamenten-Kosten solche Untersuchungen bestimmt gemacht wurden. Ich habe bei meinem Schatz auch alles machen lassen (bis auf die Röhre wegen Hirntumor). Die Medikamente haben nicht gewirkt. Ich sollte die Dosis weiter erhöhen. Das habe ich verweigert, weil mein Huntili dann nur noch vor sich hingedämmert hätte. Bei meinem war übrigens das Herz bis zum Schluss o.k., aber die Anfälle gingen auch nicht über Stunden. sondern nur vielleicht 3 - 5 Minuten, aber immer in kürzeren Abständen. Ich habe es auch (in Absprache mit der Tierärztin) mit Globulis aus der Homöopathie versucht, das Ergebnis war nicht schlechter und nicht besser als mit dem Medikament aus der Humanmedizin. Gg
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo blackmagic, wenn die Anfälle wirklich so lange dauern und auch noch Fieber dabei ist, würde ich heute, nachdem ich das durchgemacht habe, was mit meinem Schätzchen war,das nicht mehr durchstehen wollen. Hat Dein Huntili noch Freude am Leben? oder machen ihn die Medikamente zu müde, um daran teilzuhaben?! Immerhin hast Du Ärzte, die Dir sagen, dass es eigentlich keinen Wert mehr hat. Meine Ärztin hat mich nur zu immer neuen teuren Behandlungen überredet - geholfen hat es nichts. Ich habe viel zu lange meinen Schatz leiden lassen. Gg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #8
Genau DAS ist das schlimme ... er hat eine lebensfreude ... das ist der pure Wahnsinn ... er versteht nicht, dass er nicht kann wie andere Hunde ... durch das schlechte Laufen, er fällt ja auch immer hin :( Er ist so lern und wissbegierig du merkst richtig wie er gefördert werden will ... er lernt so schnell, er hört so klasse .... selbst mein Tierarzt sagt, das Wesen dieses Tieres ist ein Traum, der Kleine hat so eine Lust am Leben ... nun ja ... mit 1 Jahr ...

Wir haben uns nun auch entschieden unter Absprache mit unserem TA ... sollte es zu einem erneuten Anfall kommen ... insbesondere dieser stärke ( TA sagt auch, die Anfälle werden normal von mal zu mal stärker, wo soll der zweite landen, wenn der erste schon so schlimm war ) ... also beim nächsten schweren Anfall, dass wir ihn einfach erlösen :( es mag Herzlos klingen, einen so jungen Hund einfach einzuschläfern ... aber in diesem Fall ...

Ich verurteile auf jedenfall, seit ich Spike habe die Leute nicht mehr vorschnell, die ihre Hunde tragen ... es kann wirklich auch andere Gründe haben ....
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #9
Darf ich fragen wie lange er die Tabletten bekommt?

Die Nebenwirkungen sind ja auch nicht unbedingt ohne. Aggressivitätssteigerung bzw Hervorrufen von aggressivem Verhalten kann da durchaus mal vorkommen.

LG
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #10
seit ca 2 Wochen eine Tablette pro Tag
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #11
Mmh. Alles klar. Also. Ich versuch das mal zu erklären.
Phenobarbital (der Inhaltsstoff der Tabletten) wirkt unter anderem sedativ-hypnotisch. Es ist überhaupt kein Wunder, dass dein Hund Erscheinungen wie Müdigkeit usw zeigt.
Bis sich das eingependelt hat, also bis sich quasi eine Toleranz gegen diese Nebenwirkung eingestellt hat, vergehen bis zu 2 Wochen. Dann erst hat sich auch das sogenannte "Steady State" eingestellt, in der das Mittel seine volle Wirksamkeit erreicht hat.
Bis dahin kann es sogar noch zu weiteren Ausfallerscheinungen kommen, selbst wenn es die richtige Dosierung ist.
Ich würde deinem Hund also erstmal einfach nen bisschen mehr Zeit geben und abwarten, wie es sich entwickelt.

Nach jeder Dosisänderung vergehen übrigens wieder 5 sogenannte Halbwertszeiten (das ist die Zeit, in der die Hälfte des Mittels wieder ausgeschieden wird vom Körper) ehe sich wieder ein Steady State einstellt. Das heißt, wenn also irgendwann die Dosis des Medikaments geändert werden muss (leider kanns dir bei Phenobarbital passieren (sofern ich mich jetzt recht entsinne), dass eine "Gewöhnung" im Zentralnervensystem auftritt, so dass die Dosis mit der Zeit erhöht werden muss), vergehen wieder mehrere Tage. Luminal hat glaub ich ne Halbwertszeit von 12 Std - also 5x12 Std sind 60 Std.
Ich hoffe ich schmeiß das jetzt nich was völlig durcheinander.

Normalerweise müsste er aber dann auch 2 Dosen bekommen pro Tag, wenn die HWZ nur 12 Stunden beträgt...:eusa_think:
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #12
Bekommt er auch ... eine Tablette pro Tag, aufgeteilt auf jeweils eine halbe frühs und eine halbe abends, sry das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #13
Ja ok dann ist ja gut ;)
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #14
Hallo, mein Lennox-Schätzchen sollte 3 x 2 Tabletten Epilepsinum bekommen , am Anfang. Nach 6 Wochen war keine Besserung, da sollte ich die Dosis erhöhen! Habe ich dann auch, aber es wurde nicht besser. Über ein halbes Jahr habe ich mein Schätzchen damit traktiert, ohne Erfolg! Ich hatte im Internet gelesen, dass Silizium hilfreich sein kann und mit meiner TÄ gesprochen, die hat mir das dann auch besorgt, denn die Mittel aus der Humanmedizin waren die totalen Hämmer . Mit den Silizium Globulies wurde das mit den Anfällen zwar nicht besser. aber mein Huntili war besser drauf. Er ist rumgetobt wie nichts. Erst als die Anfälle in immer kürzeren Abständen kamen, merkte man auch Hirn-Defizite. Das ging dann auch alles sehr schnell; -alle 3 Stunden einen Anfall. Ich war bei jedem Anfall bei ihm, um ihm rechtzeitig einen Schuh oder so in die Schnauze zu tun, damit er nicht an seiner Zunge erstickt (das ganze rund um die Uhr, ich habe auf einer Luftmatratze unten im Vorratsraum "geschlafen" weil mein Huntili
nicht mehr die Treppe hoch wollte). Er hatte sich den ehemaligen Kuhstall, inzwischen mit Hobelspäne ausgestreut, als seine letzte Ruhestätte ausgesucht. Die Tür zu mir war offen, und ich konnte hören, wann's wieder "losging". Als er nicht mehr aufstehen wollte, habe ich den Mann meiner TÄ angerufen (er ist TA für Grossvieh), und er hat sofort zugestimmt, mein Huntili zu erlösen. Gg
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #15
Entscheidung? :-(

Hallo Zusammen,
vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Ich muß leider eine sehr schwere Entscheidung treffen.
Mein armes Hundi hatte am WE sehr viele und schwere Krampfanfälle. Den ersten und einzigen Anfall dieser Art hatte er vor 8 Wochen und war danach wieder beschwerdefrei. Letztes WE aber ging es plötzlich wieder los und steigerte sich auf 10 Anfälle am Sonntag, nach denen er am Abend offenbar blind und taub und vollkommen orientierungslos und schwach war.
Aber wenigstens stand er am Sonntag nochmal wieder auf......
Auf meinen verzweifelten Anruf beim tierärztlichen Notdienst am Sonntag abend, bekam ich die Auskunft, dass ich mal am Montag nachmittag zum Röntgen kommen solle und im übrigen könne man in solchen Fällen sowieso kaum bzw. nur sehr schwer etwas machen.
So warteten wir die Nacht ab und dummerweise bin ich irgendwann eingeschlafen.......
Am Morgen mußte ich dann entsetzt feststellen, dass mein Hundi, vielleicht sogar schon seit einiger Zeit, in einem schweren Krampfanfall auf der Seite lag.
Dieser Anfall hielt über Stunden an, das Hundi kam nicht mehr zu sich. Als er dann endlich in der Tierklinik war, wurde zusätzlich festgestellt, dass er außerdem hohes Fieber hatte (41,5).
Er bekam zuerst Elektrolytinfusionen und wurde gekühlt.
Schweren Herzens ließ ich ihn in der Klinik.
Da sich sein Zustand nicht änderte, bekam er später eine Narkose, wurde praktisch in ein künstliches Koma versetzt.
Obwohl der TA bei der ersten Konsultation meinte, die Prognose sei sehr schlecht und das Hundi hätte wahrscheinlich bereits organische Schäden erlitten, sagte er später am Telefon, er würde doch noch eine Chance sehen und ich solle den Hund über Nacht in der Klinik lassen,man wolle ihn am Morgen aus der Narkose wecken und schauen, ob und wie es ihm geht.
Sehen durfte ich mein Hundi aber nicht mehr, was mir angesichts der Narkose komisch erschien. Denn entweder liegt der Hund im Koma und kann nichts mehr wahrnehmen oder es besteht die Gefahr, dass er aufgeschreckt wird und die Krampfanfälle daraufhin wieder einsetzen (so hätte ich gedacht.......)
Heute morgen bekam ich telefonisch mitgeteilt, dass es meinem Hundi besser gehen würde, er sei tatsächlich aufgewacht, würde auch fressen, wäre aber noch orientierungslos und verängstigt. Man wollte ihn jetzt weiter beobachten und versuchen, ihn auf Medikamente einzustellen.
Ein Besuch bzw. das Sehen meines Hundes wurde mir heute wieder verweigert mit dem Argument, dass man das Risiko eines "Sich-Aufregens" vermeiden wolle und ihm seine geringe Chance, das Ganze zu überstehen, nochmal bis Morgen lassen solle.
Ich kann das schon verstehen, auf der anderen Seite wird er doch höchstwahrscheinlich nie wieder gesund werden können und ich weiß nicht, ob er sich nur quälen muß.
Auch die Kosten, die in der Tierklinik durch die, aus meiner Sicht auch recht eigenmächtige Behandlung, entstehen, sind für mich recht nebulös.
Es kamen sogar sehr schlimme Bedenken von Freunden, ob der Hund überhaupt noch am Leben ist und mir hier Dinge in Rechnung gestellt werden, die gar nicht stattfinden......Zumal ich ja den Hund nicht sehen darf.
Es ist schon alles sehr komisch.
Wenn ich aber mal positiv denken will und ich das Hundi morgen wieder mit heimnehmen kann.....was tu ich dann? Ich weiß ja letztlich nicht, in welchem gesundheitlichen Zustand er ist.
Gestern morgen meinte man zudem in der Tierklinik, dass auch das Gehirn schaden genommen haben kann und die Möglichkeit besteht, dass er aggressiv werden könnte.....
Mein "Haus"-Tierarzt und auch Bekannte raten mir,den armen Hund aus seinem Leid zu erlösen, da er doch nie mehr derselbe sein kann.
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich denken und tun soll und was das Richtige ist......
Vielleicht ist es doch keine Epilepsie (das hohe Fieber sei nicht typisch dafür), sondern eine bakterielle Infektion, die wieder in Ordnung kommen kann?
Aber sind trotzdem evtl. bereits irreparable Schäden an Organen und Hirn entstanden?
Kann er wieder gesund werden oder wird er evtl. sogar zu einer tickenden Zeitbombe? Muß er sich quälen?
Für Eure Meinungen wäre ich dankbar!
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #16
Ersteinmal fühl dich gedrückt
denn so eine Geschichte ist wohl für jeden Hundehalter der Gau.

Ist auch schwer etwas zu zusagen, wenn du den Hund in der Klinik hast wird ja alles für ihn getan.

Ich denke du solltest diese Gedanken auch mit den TÄ dort besprechen,
frage sie mal wie sie sich verhalten würden wenn es ihr Tier wäre, oft bekommt man dann eine ehrliche Antwort.

Alles Gute
 
  • Erfahrungen mit Epilepsiehunden Beitrag #17
Zu Eueren Geschichten kann ich als Laie schwer etwas sagen, denn meiner Meinung nach kann Epilepsie viele Ursachen haben und sich mit den unterschiedlichsten Auswirkungen zeigen. Soll heissen: Ich meine, dass kein Epilepsiefall wie der andere ist und man jeden gesondert betrachten muss.

@blackmagic82:
Agressivität sehe ich persönlich in keinem Zusammenhang mit Epi-Anfällen.

@heidimoni:
Leider kann ich Dir hier auch nichts raten. Als Laie und in Ferndiagnose ist dies auch schwer möglich. So kann man auch auf Deine Frage nach den irreparablen Schäden an Organen und Hirn kaum etwas sagen. Auch auf die Frage, ob Du Dein Hundi erlösen solltest wirst nur Du Dir eine Antwort geben können, weil nur Du den konkreten Zustand Deines Hundis kennst.
Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass Dein Hundi in der Tierklinik in guten Händen ist.
Aber ich sehe es so wie Du, dass hohes Fieber nicht typisch ist für eine Epilepsie. Dahinter könnte schon etwas anderes stecken, dass seinen Gesamtzustand neben einer möglichen Epilepsie durchaus verschlechtern kann. Ich gehe aber davon aus, dass man in vielen Fällen eine Epilepsie in den Griff bekommen kann, so dass der Hund dennoch ein weitgehend "normales" Leben führen und auch ein hohes Alter erreichen kann.

Ich möchte hier aber auch von meinen eigenen Erfahrungen mit Epilepsie bei Hunden berichten, auch deshalb, weil "blackmagic82" im Threadtitel um Erfahrungen mit Epilepsiehunden gebeten hat.
Im Jahr 2007 bekam unsere Hündin Benji einen Tag nach einer Kombiimpfung (Tollwut, etc.) einen epileptischen Anfall. Der TA führte dies natürlich nicht auf die Impfung zurück, wobei ich mir sicher bin, dass da ein unmittelbarer Zusammenhang bestanden hat (googelt mal nach Impfschäden, etc.). Im folgenden bekam unsere Hündin ca. alle 2 bis 4 Wochen einen epileptischen Anfall, der aber meist nur wenige Minuten dauerte. Der TA meinte, dass es noch nicht notwendig wäre, Psychopharmaka zu verabreichen, sondern erst, wenn die Anfälle intensiver oder häufiger würden. Aufgrund ihres "zarten" Wesens wollten wir ihr aber keine Psychopharmaka verabreichen, denn wir sahen dabei die Gefahr, dass sie durch diese Medikamente möglicherweise anderweitig geschädigt werden könnte und sich diese auf die Psyche auswirken würden.
Entsprechend haben wir dann eine Tierheilpraktikerin konsultiert, die unsere Hündin mit homöopathischen Mitteln behandelt hat. Danach verlängerten sich die Anfallszeiträume auf ca. einen Anfall in 1 bis 2 Monaten. Als wir dann später wegen einer anderen Sache nochmals beim TA waren und wir dabei nochmal die Epilepsie ansprachen gab uns dieser dann ein homöopatisches Medikament, mit dem er bei Epilepsie gute Erfahrungen gemacht hatte. Er meinte allerdings, dass es nicht bei jedem Hund helfen kann. Es hiess: Oenanthe Crocata. Dies gibt es in flüssiger Form und in Tablettenform. Damit haben wir es erreicht, dass sich der Anfallszeitraum nochmals verlängerte auf ca. einen Anfall in 3 bis 6 Monaten. Damit konnten wir und unsere Benji leben.

Ich wollte dies hier nur mal schildern um zu zeigen, dass ggf. auch homöopatische Medikamente bei Epilepsie helfen können und es nicht immer nur Psychopharmaka sein müssen.

LG

Willi
 
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