Fische unter den "magischen" 60 / 54

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  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #1
.Liane

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Hallo,

auf dass es eine Rege Diskussion wird und hoffentlich kein Hauen und Stechen.

Zunächst mal Vorweg (das liest bitte jeder, bevor er entrüstet aufschreit)
Ich bin NICHT dafür, dass man Mollys, Hochzuchtguppys, Platys und was weiß ich was da sonst noch in den Aquarien rumkarnickelt in kleine Aquarien packt, denn bei der Jungfischflut ist ohne gute Planung auch das Standart-60er zu klein. Ich will auch nicht Fische in zu kleine Becken packen, ich bin dagegen, Rote Neons in 30 cm zu halten wie ich dagegen bin, Prachtschmerlen in 60 cm zu halten.

Kleine Aquarien sind nur dann instabil, wenn sie überbesetzt sind, aber das trifft auch auf große Aquarien zu. 12 Liter laufen - entsprechende Pflege varausgesetzt - nicht weniger Stabil als 54 oder 112 Liter.

Ich möchte hier auf die zwei Möglichkeiten eingehen, in denen Aquarien - auch weit - unter 60/54 sinnvoll sein können.

Fall A: Jungfischaufzucht

Ich nehme hier mal - unfairerweise - alle Standard-Lebendgebärenden, Antennenwelse und die unverwüstlichen Barsche raus. Mir geht es hier um wenige winzige Jungfische.
Es wird ja immer geraten, mit eigenen Erfahrungen anzufangen... Ich hatte :022: lange Jahre meine Paraguaysalmler (Aphyocharax paraguayensis) und sie haben bei mir sogar gelaicht - ausgestorben sind sie dann, weil ich nur Männer nachgezogen hab *seufz* Trotz allem probieren haben sie immer nur im Haltungsaquarium abgelaicht, Jungfische wären da nie groß geworden, also mussten sie in ein seperates Aufzuchtbecken. Mag sein, dass das alles nie ein Problem geworden wäre, wenn es mehr Jungfische gewesen wären, aber so...
Stellt euch einen höchstens 3 mm langen dreieckigen Glassplitter mit Augen vor. Ich hab etwa 5 von denen ein ein 12 Liter Becken zur Aufzucht gegeben, nach der Logik, dass sie umso besser wachsen, je größer das Becken ist. Pustekuchen! Ein an der Oberfläche hängender Jungfisch, der nur an Lebendfutter passender Größe geht, sich aber weigert, sich dafür auch nur einen Millimeter zu bewegen ... lustig. Artemien mit Spritze rein - Fisch erschreckt sich vor Wasserbewegung - Artemie am Boden - wieder von vorne.
Auf diese Art hab ich von den ersten Jungfischen zwei groß bekommen, auch bei den folgenden waren die Quoten nicht besser.
Erst als das Aquarium voller winziger Planarien war, die die Jungfische gut gefressen haben, hab ich mehr groß bekommen.
Heute weiß ich dadurch, dass die Jungfische im Futter hätten stehen müssen. Um das zu bewerkstelligen, hätte ich in 12 Litern für 5 Jungfische unverhältnismäßig viel Futter gebraucht, das Wasser wäre umgekippt, ein wesentlich kleineres Gefäß (höchstens ein Liter, dafür aber mehrmals täglich Wasserwechsel) wäre die Lösung gewesen.
Auf dieser Erfahrung basierend halte ich zu kleine Gefäße für lange nicht so problematisch wie mangelnde Ernährung.

Fall B: Dauerhafte Haltung

Je größer Desto besser? Für manche Fische ja, für manche nicht. Ich möchte hier auch wieder aus dem Nähkästchen plaudern. Ich rede hier nicht mehr von den gebräuchlichsten Fischen, bei kleineren Aquarien ist man immer ein klein wenig vom normalen weg.
Ich halte Ringelhechtlinge, aktuell in 60/54. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Fische in keinem Fall in einem größeren Aquarium halten würde. Ich habe mit 4 Fischen angefangen, mit denen war die Fütterung in dem Aquarium ein Abenteuer, da sie sich nicht zum Futter getraut haben. Im 12 Literaquarium zum Ablaichen ging alles problemlos. Auch heute, bei einem Bestand von 30 Tieren beobachte ich zwar, dass die Gesamtheit der Fische das Aquarium nutzt, jeder einzelne Fisch bewegt sich jedoch auf einem deutlich kleineren Gebiet. In einem Standard-40er würde ich die Fische heute problemlos halten.
Bei den Ringelhechtlingen sind/waren Aspidoren als Eierfresser. In der Quarantäne in 12 Liter waren sie problemlos, haben gut gefressen, waren öfter mal zu sehen, wenig scheu. Im 60er bei sonst gleichen Bedingungen ist mit innerhalb von weniger als 4 Monaten die Hälfte der Fische gestorben, sie waren so scheu, dass man nichtmal Atmen durfte, wenn man sie sehen wollte. Jetzt im 12er wieder das alte Bild. Zu wenig Fische für das Aquarium/Aquarium zu groß für die Fische. Jetzt plane ich ein Becken mit 35 x 45 und 25 cm Höhe, als Großer Grundfläche, wenig Wasserhöhe - Wozu auch ein Hohes Aquarium für Welse.
Bin ich jetzt ein Tierquäler, weil ich die Fische in ein kleineres Aquarium setze oder weil ich sie in einem 60er umgebracht hab?

Allgemein gibt es Fische, die in kleinen Aquarien gehalten werden sollten, weil sie schon im 60er kein Futter mehr finden würden (diverse maulbrütende Bettas, manche Killifische). Das sind dann aber Arten, die bezüglich Futter eher heikel sind.
Die kleinen Darios werden ja immer bekannter, super für 12 Liter Becken, aber nichts für den "Standard-Aquarianer", da sie nur Lebendfutter fressen. Überhaupt kann man sagen, dass die Fische für kleine Aquarien statt platz dann in anderer Form meist gehobene Ansprüche stellen. Auch kann man nicht sagen, dass ein kleiner Fisch in ein kleines Aquarium passt. Diverse winzige Bärblinge sind einfach viel zu hektisch, um in kleine Aquarien zu passen, so wie ich die flitzen sehe, würd ich da von 80 cm Minimum ausgehen.
Kampffische (gerade die Maulbrütenden), Zwergpanzerwelse, Hara jaedorni, Killifische, andere kleine Labyrinther (ich denke da an knurrende Zwergguramis o.ä.), kleine Grundeln, bei Nachwuchskontrolle auch Endler gehen sehr gut unter 60/54. Nur - je kleiner das Aquarium wird, desto enger wird es mit den Fischen.
Ich rede hier auch nicht von Gesellschaftbecken, ich rede von Aquarien mit genau einer Fischart, bei aggressiven Fischen auch mit genau definierter Fischanzahl. (nicht Umsonst ziehen Bettazüchter ihre Männchen manchmal in Einkochgläsern groß...)
Dabei finde ich für Salmler die Länge wichtig, die sie zum Schwimmen haben, für Welse dagegen die Grundfläche. Das Aquarium sollte also von den Maßen zu seinen Bewohnern passen. Es ist aber wirklich immer abzuwägen, ob das gut geht, im Zweifelsfall muss man bereit sein, den Fischen ein größeres Aquarium zu geben.

Ich bin nicht gegen große Aquarien, ich bin nur dagegen, alles kleinere zu verteufeln, weil es nicht passen kann. Ich bin gegen Kleinstaquarien für Einsteiger, aber für Kleinaquarien bei Leuten, die sich informieren und die Randbedingungen erfüllen können (Sollte ein Anfänger das schaffen... ok und Hut ab). Ich bin gegen sklavische Einhaltung von festgesetzten Werten sondern für Variation durch Beobachtung der Fische. Gegen Fische in zu kleinen Aquarien aber für Fische in kleinen.

Ich möchte hiermit erreichen, dass hier mal wieder nachgedacht wird... und nicht nur auf festen Dogmen beharrt. Und hoffentlich keine Schlammschacht vom Zaun brechen.

Wenn das hier nicht in eine verbale Prügelei ausartet - wer würde mit mir Arten sammeln, die er selber schon unter 60/54 gehalten hat und das befürworten kann? Hier dürften Erfahrungswerte besser sein als Literaturwerte. Denn im Internet wird im Zweifelsfall heutzutage 60/54 angegeben, egal ob der Fisch die braucht oder nicht.


Grüße
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #2
Hey,

ich sehe das ähnlich wie du. die meisten meiner becken sind kleiner als 60cm... aber ich halte auch nur Betta-arten (momentan wieder splendens (40cm) und rutilans (50cm), hoffentlich bald ein pärchen coccina)

von den im handel erhältlichen arten, die auch in Anfängerhänden leben (nicht ÜBERLEBEN, das tun guppys in dreckbrühe auch) würde ich aber keine in unter 60cm halten.

Ich denke dass z.b 80% aller anfänger an meinen Rutilans verzweifelt wären. Ich sehe die wenn hoch kommt 2-3x die woche. Und das auch nur wenn ich mit ner taschenlampe vorm becken hocke. bei licht kommen die gar nicht aus den pflanzen raus, da seh ich allerhöchstens einen schimmer wo ein fisch sein könnte.

die jungtiere (falls ich mal welche entdecken sollte, irgendwie kommen nie welche durch- gefräßige eltern) würden die in einer kleinen faunabox aufwachsen. wie sollte ich denn auch fisch großziehen die ich in einem 60cm-becken erst nach monaten finden würde?

Betta-nachwuchs dagegen ziehe ich ZUERST gemeinsam in einem 60cm-becken auf. und separiere nur nach bedarf, da ich auch nicht viele jungtiere habe (meist nicht mehr als 50-zum glück). ich hab noch nie ein jungtier verloren auf die art.

Eigentlich sind sowieso fast alle arten die sich auch unter 60cm wohl fühlen würden eher weniger etwas für anfänger. Killifische sind teuer und schwer zu bekommen, die meisten betta-arten genauso. oder sie sind futterspezialisten (und welcher anfänger will schon neben dem Becken eine Futtertier-zuchtanlage mit mind. 4 verschiedenen futtertieren stehen und laufen haben?)
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #3
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #4
Wozu auch ein Hohes Aquarium für Welse.
Ähm kommt drauf an was für Wels ;)
Sorubim Lima(60cm) z.b. lieben es sich senkrecht ins Aq zustellen. Deswegen sollte das Becken auch Hoch sein.

Ansonsten gefällt mir dieser Beitrag[SCHILD]Yes[/SCHILD]

Ich habe auch ein "Artenbecken". Dadrin halte ich 5 Bratpfannenwelse. Das Becken hat 112l und die Fütterrung fällt bei diesen "Ich-Buddel-Mich-Ein-Und-Warte-Auf-Bäute"-Fischen echt schwer. In meinem 375ö Becken hab ich es nie hingekriegt und die Exemplare waren, als ich sie in das für einen Chaca Chaca forgesehende Becken, abgemargert. Mittlerweile geht es denen echt gut und sie lieben Rote bzw Weiße und Schwarze Mücken Larven :)

MfG
Marvin
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #5
Hi,

Killifische sind teuer und schwer zu bekommen, die meisten betta-arten genauso

Hier würd ich nicht verallgemeinern. Meine P. annulatus sind mittlerweile fast schon im Standardsortiment, je nach Stamm fressen sie Flockenfutter (meine tun das problemlos) und aktuell liegt der Preis um 4 Euro (ok, geht auch manchmal bis 8 Euro hoch).
Meine würd ich einem entsprechend interessierten Anfänger durchaus in die Hand geben. Da sie absolut nicht anspruchsvoll ans Wasser sind, dürfte er sogar weniger Ärger mit denen haben als mit den Guppy-Mimosen aus dem Handel.

Kleine Aquarien sind nur dann instabil, wenn sie überbesetzt sind, aber das trifft auch auf große Aquarien zu.
"nicht" vergessen?

Hm.. entweder "instabil wenn" oder "stabil wenn nicht" ?

Ähm kommt drauf an was für Wels
Sorubim Lima(60cm) z.b. lieben es sich senkrecht ins Aq zustellen. Deswegen sollte das Becken auch Hoch sein.

:mrgreen: Man merkt, das Welse nicht so meins sind, ich bin vom "Durchschnittswels" ausgegangen. Dieser Wels ist aber sowieso nichts für ein Minibecken ;)

Danke für eure Antworten, es ist beruhigend, dass hier auch Aquarianer sind, die nicht auf der "Alles unter 60 cm ist Tierquälerei"-Schiene fahren :)

Grüße
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #6
:mrgreen: Man merkt, das Welse nicht so meins sind, ich bin vom "Durchschnittswels" ausgegangen. Dieser Wels ist aber sowieso nichts für ein Minibecken ;)
Also ich dachte als ich gelesen hab im Beitrag das ein Wels nicht so ein hohes Becken benötigt, dachte ich es wäre auf alle Fischgrößen bezogen sry mein Fehler[SCHILD]Sorry[/SCHILD]

Gruß
Marvin
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #7
hey, vorweg möchte ich sagen, dass mir dieser Beitrag sehr gut gefällt.

Ich hoffe die evtl. anstehenden Diskussionen Arten nicht aus, wäre ziemlich schade um den Beitrag!

Eine Stelle in deinem Beitrag gefällt mir besonders gut:
Ich bin nicht gegen große Aquarien, ich bin nur dagegen, alles kleinere zu verteufeln, weil es nicht passen kann. Ich bin gegen Kleinstaquarien für Einsteiger, aber für Kleinaquarien bei Leuten, die sich informieren und die Randbedingungen erfüllen können (Sollte ein Anfänger das schaffen... ok und Hut ab). Ich bin gegen sklavische Einhaltung von festgesetzten Werten sondern für Variation durch Beobachtung der Fische. Gegen Fische in zu kleinen Aquarien aber für Fische in kleinen.

Besser hätte man es nicht ausdrücken können.
Schön, dass es auch noch Leute gibt die nicht nur auf ihre 60L beharren und alles andere als 'schlecht' oder gar 'tierquälend' bezeichnen. Der richtige Besatz gibt sich auch mit 54L zufrieden.

Wenn sich auch nur die Tierhandlungen, ZooLäden etc solche Gedanken machen würden, und dem Käufer das auch erklären könnten, wären wahrscheinlich (meine Vermutung!) so einige Probleme behoben.
Aber wie man so schön sagt, Geld macht blind- egal um was es geht..- schade.

Ich persönlich kenne mich hier nicht sehr gut aus was die Haltung der Fische angeht, deshalb finde ich es interessant hier mitlesen und an neues Wissen gelangen zu können.

LG.
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #8
Hallo,

da jetzt gerade mal Zeit ist, wollte ich meine Killis als kleinbeckengeeignete Fische vorstellen :mrgreen:
Ich werd dabei bei allen folgenden trennen, was ich schon so gehalten hab und was ich nur für geeignet halte - das vereinfacht eine Diskussion.

Pseudoepiplatys annulatus; Ringelhechtling

Aktuelle Beckengröße, mögliche Beckengröße:
Ich halte sie in 60*30*30cm, das ist imho aber erst bei ca 30 Fischen nötig. Für ein oder zwei Trios hat mir mein Händler 30*30*30cm empfohlen, dieser Empfehlung schließe ich mich an. Für die Jungfische braucht man dann allerdings nochmal ein Becken dieser Größe :mrgreen:. Alternativ sollte 40er oder 50er Standard gehen. Zuchtansatz problemlos in 30*20*20 cm.
Ohne Zuchtgedanken reicht ein Becken, da kann auch mal ein Jungfisch groß werden.
Vergesellschaftung: Bodenfische, Garnelen. Nur ruhige, friedliche Fische wählen, sonst gehen die annulatus unter.

Futteransprüche:
Je nach Stamm unterschiedlich, meine fressen problemlos Flockenfutter, Frostfutter, gerne aber Lebendfutter. Dekapsulierte Artemien geben ein ganz gutes Aufzuchtfutter ab.
Bei reiner Flockenernährung ist die Vermehrung gedrosselt, aber machbar.
Achtung einige Stämme sind nur mit Lebendfutter zu ernähren, vor Kauf fragen!

Wasseransprüche:
Ich halte sie weich/schwach sauer, also getorftes Wasser. Der Züchter hält sie in mittelhartem Leitungswasser, also hier erfragen, was der Stamm gewohnt ist, ich hab auch schon von aufgesalzenem Wasser gelesen. Bei mir haben sie sich aber als nicht problematisch gezeigt, selbst bei einem leichten Säuresturz noch abgelaicht...

Geschlechtsunterschiede, Zucht
Männchen deutlich bunter.
Zucht bei guter Fütterung nicht schwierig, Haftleicher, bei genügend kleinem Futter werden immer ein paar Jungfische im Haltungsbecken groß, sofern keine starken Laichfresser /Jungfischfresser vorhanden sind.

Sonstiges
Killifisch, lebt nur etwa 3 Jahre, dafür ist die Zucht nicht allzu problematisch.
Die Erfahrungen sind extrem unterschiedlich (problemlos bis Mimose), ebenso wie die idealen Wasserwerte.
Nur Nachzuchten im Handel, möglichst deutsche wählen; Im Idealfall Bezug über andere Halter. Mittlerweile regelmäßig im Handel (3-8 Euro /Stück).

Anfängergeeignet?
Bedingt. Bezüglich Fütterung und Wasser ja, es ist nur anfangs schwierig, sich bezüglich der Fischarten so einzugrenzen.



Grüße
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #9
Hallo

*staub abpust*

So, dann möchte ich mal meinen Zwergwels als nicht zwergbeckengeeignet vorstellen... oder doch... je nachdem *g*

Aspidoras pauciradiatus, Zwergschmerlenpanzerwels

Aktuelle Beckengröße, mögliche Beckengröße:
Ich halte sie aktuell in 45*38*20 cm, die Größe brauchen sie auch. Diese Größe würde ich von der Grundfläche nicht weit unterschreiten, weil sie doch recht viel schwimmen und man große Schwärme braucht. Selbst mit 14 Tieren sehe ich nicht unbedingt viel von den Fischen und sie verschwinden, sobald sich etwas in der Nähe bewegt. Ein größeres Becken wäre sicher machbar, aber dann nur mit viel mehr Fischen. So 30 aufwärts. Ein hohes Becken würde ich nicht unbedingt empfehlen, sie mögen es nicht, zum Luftholen so weit nach oben schwimmen zu müssen.

Futteransprüche:
Alles,was auf den Boden kommt. Artemien, rote Mückenlarven, Tubifex, ... Wenigstens in der Hinsicht sind sie nicht schwierig.

Wasseransprüche:
Weich und wirklich sauer. Über einem pH von 6 verblassen die Farben.

Geschlechtsunterschiede, Zucht:
Beides schwierig. Die Weibchen werden mit Laich deutlich runder. An der Zucht selbst arbeite ich noch.

Sonstiges:
Wirklich schreckhaft. Bei mir schießen sie bei der kleinsten Störung wie blöd durchs Aquarium. Viel sehen tue ich auch nicht von ihnen, nur mal zur Fütterung. Strömung mögen sie - jedenfalls laut Literatur. Wirklich Karussell fahren wollten sie bei mir nicht, leicht sichtbare Strömung scheint ihnen zu gefallen.
Es gibt bei neuen Tieren hohe Verlustraten und die meisten sind Wildfänge.
Sand ist meiner Erfahrung nach nicht zwingend notwendig, allerdings würde ich großen Kieseln den Vorzug vor normalem Kies geben.

Anfängergeeignet?
Nein.

Grüße
 
  • Fische unter den "magischen" 60 / 54 Beitrag #10
Ich hatte früher auch die Erfahrung gemacht, dass sich gerade verschiedene Killiarten in kleinen Becken durchaus wohl fühlen. Wenn man sie in kleine Becken zum Ablaichen einsetzt, tauen manche erst richtig auf. Kann natürlich daran liegen, dass die in ihrer Heimat echt teilweise in Pfützen leben...

Generell würde ich auch keinem Anfänger zu kleinen Becken raten oder filterlosen, dazu sollte es schon einige Erfahrung haben.

Liebe Grüße von Mice
 
Thema:

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