Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim

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  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #1
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pitseleh

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Hallo,
bin grad frisch hier angemeldet, weil ich eine Frage hab.
Wir haben vor ca 2 Monaten eine Katze aus dem Tierheim adoptiert.
Ihre Vorgeschichte:
Wurde mit ihrer Mutter (Wildkatze) und ihren Geschwistern in einer Parkanlage gefunden, unterernährt ins Tierheim gebracht.
Die Mutter musste kurz darauf wieder freigelassen werden, da nicht sozialisierbar. Die Geschwister wurden recht schnell vermittelt.
Nur unsere Kleine galt als "nicht/schwer vermittelbar", weil sie bei jeder Annäherung von Menschen panisch reagiert hat (schlimme Panikattacken, gegen Scheiben laufen, um sich schlagen).
Kontakt mit Menschen kennt sie nur von Impfungen, Kastration etc, ergo unangenehme/schmerzhafte Erfahrungen.
Meine Eltern wollten der Kleinen, fast ein Jahr alt, eine Chance auf ein schönes Zuhause geben und sind voller Geduld rangegangen.
Sie ist nun bereits 7 Wochen hier und kein Anzeichen von Besserung.
Wir lassen sie in Ruhe, damit sie sich gewöhnen kann, allerdings nehmen wir uns ca eine Stunde am Tag um mit ihr zu reden (aus guter Entfernung, wer zu nah kommt wird angefaucht).
Sie hat im ganzen Haus 4-5 Verstecke, aus denen sie nicht heraus/hervorkommt und in denen sie auch nicht erreichbar ist (unter der Treppe, hinterm Regal, in einer Kiste überhalb der Treppe)
Vom Tierheim wird uns immer nur gesagt "Geduld"... Nur sehen wir wirklich in der ganzen Zeit keinen Schritt vorwärts, ihre Panikattacken werden immer häufiger.
Erfahrung mit Katzen haben wir, nur ein solches Spezialfellchen hatten wir noch nicht.

Sie frisst normal und benutzt ihr Sandkistchen. Mit anderen Katzen kommt sie nicht zurecht (unterwürfig und extrem ängstlich). Ist auch "Einzelkind" hier zuhause, dh wir haben keine anderen Tiere.

Hat jemand eine Idee, wie wir ihr Vertrauen gewinnen können?
Die Situation wird hier zuhause immer angespannter, weil wir uns kaum noch trauen laute Geräusche und ruchartige Bewegungen zu machen, um die Katze nicht zu erschrecken.

Zurückgeben möchten wir sie ungern :(

Liebe Grüße
M.
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #2
Ja, manchmal ist das einfach so. Ein halb Wildes Kätzchen das ist schwierig. Es kann Monate dauern bis es sich ändert. Mein Hinweis, Futter sofort weg und nur noch aus der hand futter. Wenn sie nicht nimmt , dann gibt es nicht. Sie wird vielleicht ein paar tage vorsichtig sein und auch nicht fressen. aber egal. Da muß sie durch. Und vor allem keine Rücksicht nehmen, denn sonst wird sie nur noch ängstlicher. Musik aufdrehen an ihr vorbei laufen. Alles ganz normal
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #3
Hallo

Dass mit dem Futter kannst du ruhig ausprobieren, aber ich würde sie - falls sie nicht von der Hand frisst - nicht allzu lange hungern lassen.

Habt ihr denn schon mal versucht eine zweite Katze dazuzuvergesellschaften? Ich würd einfach mal eine zweite Katze (oder Kater) holen und vielleicht sieht sie dann, dass von Menschen ja gar nichts 'böses' kommt. Das müsste dann eben eine total liebe Schmusebacke sein, bei der ihr auch sicher sein könnt, dass sie mit so einer scheuen Katze "zurecht" kommt. Ist wahrscheinlich gewagt, aber versuchen würd ich es :eusa_think:
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #4
Sie ist nun bereits 7 Wochen hier und kein Anzeichen von Besserung.
Wir lassen sie in Ruhe, damit sie sich gewöhnen kann, allerdings nehmen wir uns ca eine Stunde am Tag um mit ihr zu reden (aus guter Entfernung, wer zu nah kommt wird angefaucht).
Sie hat im ganzen Haus 4-5 Verstecke, aus denen sie nicht heraus/hervorkommt und in denen sie auch nicht erreichbar ist (unter der Treppe, hinterm Regal, in einer Kiste überhalb der Treppe)
Vom Tierheim wird uns immer nur gesagt "Geduld"... Nur sehen wir wirklich in der ganzen Zeit keinen Schritt vorwärts,

Die Leute aus dem TH haben vollkommen recht! Geduld, Geduld, Geduld!
Mein Möhrchen Nr. 1 war genauso ein Spezialfall, nein eigentlich noch "schlimmer"... Die kleine verängstigte Maus hockte geschlagene 8 Wochen nur in einer einzigen Kratzbaumhöhle und hat sich noch nicht mal bis zum Katzenklo getraut. Ich musste sie in ihrem Versteck füttern und pieseln und auch "grösseres" wurde ganz schnell auf dem Teppich erledigt und dann verschwand sie voller Panik wieder in ihrem Versteck...:?

Wie gesagt, so ging das 8 Wochen lang. Ich habe in der Zeit immer nur mit ihr gesprochen..Bei einem Versuch, sie zu beknuddeln, hat sie mir eine üble blutige Schramme quer über die Hand verpasst...und angefaucht wurde ich sowieso nur.

Tja und dann eines Tages hat sie sich ganz zaghaft aus der Höhle getraut, fing an ihre Umgebung zu erkunden und wurde jeden Tag ein wenig mutiger. Nach einem halben Jahr durfte ich sie dann das erste mal berühren! Und da war das Eis gebrochen und sie gewann wieder Vertrauen zu Menschen. :D
Möhrchen entwickelte sich jedenfalls zu einer ganz lieben und dankbaren Schmusemaus.

Dasselbe wünsche ich Euch auch! Bitte nicht so schnell aufgeben! Es lohnt sich!!!;)
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #5
Bei mir kam auch gleich der Gedanke auf eine 2. Katze dazu zu holen. So hätte sie einen Artgenossen was ja generell nicht schlecht ist wie ich hier erlebe.
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #6
des ist echt traurig zu hören aber sie hat ja schon einiges durchgemacht und sie braucht halt die nötige zeit
des mit dem futter finde ixch auch eine gute idee
aber immerhin traut sie sich auf die toilette -....
verhalte dich so wie immer wenn die katze nicht da sein würde naja okay wenn du musik hörst villt nicht ganz zu laut
 
  • Ängstliches Katzenmädchen aus dem Tierheim Beitrag #7
Hallo!
Wir hatten dasselbe Problem mit unseren Katzen aus dem Tierheim - Unser Mädchen war extrem scheu (hat im Tierheim wochenlang nur unter der Decke gelebt). Zu Hause wurden alle anderen (wir haben 4 bei uns aufgenommen) sehr schnell zutraulich, nur unser Mädchen hatte furchtbare Angst und hat sich immer versteckt. Als sie aber gemerkt hat, dass all die anderen sich ganz normal verhalten, fing auch sie an, aus ihrem Versteck zu kommen. Sie hat sich dann unsterblich in unseren Kater verliebt (sie sind jetzt soooo süß miteinander). Trotzdem konnten wir immer noch kein Vertrauen zu ihr aufbauen. Wir bemerkten, dass sie absolut nicht auf ihren Namen reagierte und haben sie deshalb auch dann umgetauft - auf einen Namen, bei dem sie dann sofort reagiert hat. Dies hat dann einiges vereinfacht, denn nun konnte man auch mit ihr "kommunizieren" und sie wusste dann auch bescheid, wenn man mit ihr spricht. Außerdem fing ich an, ihr vorzulesen - mit ganz ruhiger, monotoner Stimme. (Bitte nicht lachen, aber es hilft wirklich). Am Anfang nur kurz (ca. 10 min) dann immer länger und immer wieder mit ihr Blickkontakt aufgenommen. Es hat auch bei uns sehr viel geholfen, wenn die anderen Katzen schnurrend bei uns waren, denn dann traute sich auch unser Mädchen immer öfters aus ihrem Versteck heraus.... Hier ist wirklich sehr viel Geduld gefragt. Vielleicht solltet ihr euch noch eine Zweitkatze aus dem Tierheim holen, welche absolut verträglich mit anderen und auch sehr zutraulich ist. Katzen lernen auch von anderen und untereinander!!!!
 
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