Pony beißt!

Diskutiere Pony beißt! im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, also Fibs ist ein 6 jähriger Mohrenkopfpony-wallach, ca. 130cm groß. Als er am anfang gekommen ist war er noch viel schlimmer als jetzt...
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Cosy

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Hallo,
also Fibs ist ein 6 jähriger Mohrenkopfpony-wallach, ca. 130cm groß.
Als er am anfang gekommen ist war er noch viel schlimmer als jetzt, man konnte ihn fast nicht handhaben, da er von der vorbesi nur verhätschelt und wenig gearbeitet wurde.
Am Anfang hat er richtig schlimm gebissen, wir vermuten weil er von der vorbesi verhätschelt wurde, dass er teilweise damit leckerlis fordert, weil er keine bekommt beißt er. Haben ihm die Leckerlis komplett abgestellt und seither ist es auch besser geworden, aber wenn man ihn führt, oder er ohne ihn zu halten nebenher läuft, kann es sein, dass er plötzlich nach der hand oder dem arm schnappt! oder wenn man in seine box kommt, dass er versucht einen zu zwicken.
habt ihr eine idee wie man das unterbinden, bzw. dauerhaft wegbekommt?? das pony gehört der 7-jährigen schwester meiner freundin, und es ist echt blöd wenn er die ganze zeit nach ihr zwickt. Bei mir und meiner freundin macht er es seltener, weil er vor uns respekt hat.
Bisher haben wirs so gemacht, dass wir ihm einen klaps auf den hals oder sonst wo (außer kopf) gegeben haben, und ihn dabei kurz aber laut angeschrien haben.

ein weiterer problem ist, dass er es beim putzen nicht schafft, stehen zu bleiben. wenn ich auf der linken seite bin dreht er sich nach rechts und umgekehrt, das stört richtig. an schlechter behandlung kann es nicht liegen. was können wir tun?

danke schonmal :]
lg
das ist der kleine stinker^^
 

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  • Pony beißt! Beitrag #2
Ach ja die Kleinen... ist leider oft so, dass man bei denen dazu neigt durchlässig zu sein, weil sie ja ach so klein und niedlich sind und niemandem was tun können...

Tja... meiner Meinung nach hilft da nur konsequentes Training. Schockt den Kleinen. z.B.: Jedesmal wenn er schnappen will, bleibst du ruckartig stehen und wirfst die Arme hoch, meinetwegen sage noch ganz laut nein dazu, so laut, dass er eine Reaktion zeigt, wie laut das sein muss, musst du eben wissen. Stampfe mit einem Bein auf. Er soll auf jeden Fall eine Schreckreaktion zeigen.
Er soll einfach merken, wenn ich das mache, passiert was, dass mir überhaupt nicht gefällt. Mit so nem kleinen Klaps vor die Brust ist das nicht getan, da lacht sich das Pony eins.
Du kannst dir auch eine Plastiktüte nehmen und jedes Mal wenn er schnappt hebst du sie hoch und raschelst ganz laut damit.
Oder nimm dir ne Gerte und schlag damit laut und ruckartig auf den Boden oder was weiß ich.

Es ist eigentlich völlig egal was du machst, Hauptsache du verdutzt ihn. Er soll es auf jeden Fall negativ aufnehmen und zwar richtig. Du sollst ihn nicht strafen, nur "ärgern". Irgendwann ist er von diesem Zeug so genervt, dass er es ganz lässt.

Und am besten macht ihr noch ein wenig Bodenarbeit mit dem Kleinen, so könnt ihr den Umgang mit ihm verbessern, die Rangordnung festigen und Vertrauen aufbauen.
 
  • Pony beißt! Beitrag #3
Dann haben wirs ja bis jetzt richtig gemacht, also wir haben keinen Klaps gegeben (hab mich da etwas falsch ausgedrückt) wir haben ihm teilweise auch richtig eine verpasst... da wir immer zu zweit sind, also meine freundin putzt ein anderes pferd, haben wirs mittlerweile so angefangen, dass wenn meine freundin gerade gut gestanden ist, dass wir ihn dann von beiden seiten angeschrien haben. Gerte bringt auch was, jedoch ist er nachdem wir das 2x gemacht haben, sehr gerten empfindlich gewesen, das ist nicht wirklich praktisch, weil wenn er beim reiten aus den augenwickeln die gerte sieht, kann es sein dass er wild losdüst, also lassen wir das mit der gerte lieber.
Also vor der Plastiktüte hat er keine angst ;D , da lacht er fast noch mehr drüber als über den klaps^^
Ich denke wir machen da mit der aufstampf-anschrei methode weiter^^

hättet ihr vielleicht tipps, wie wir mit ihm das ruhige stehen beim putzen üben können? also kitzlig ist er nicht, das haben wir schon getestet. Vertrauen hat er sehr sehr viel in uns. Er läuft ohne ihn zu halten nebenher, er läuft einem wie ein Hündchen hinterher, nur ist das Problem, dass es sein kann, dass er dann mal rüberschnappt/beißt.

Und noch was: Da er von der vorbesi (kleines mädchen ca. 9 jahre) wahrscheinlich falsch geritten wurde, kann es sein dass er sich komplett dem zügel entzieht. stellung bekommt man zwar, aber biegen tut er sich nicht. teilweise kann er auch sein, dass er seinen kopf z.B. in die gewünschte richtung in die man gehen will stellt, aber dann nicht abbiegt. auch auf schenkel-und gertenhilfen nicht. er entzieht sich also total den hilfen. also stellung geht, biegung ist kein bisschen drin, wie könnte man das mit ihm üben, dass er sich in zukunft wieder biegt?

also wir denken, dass man nochmal von vorne anfangen sollte, und ihn sozusagen ein zweites mal einreiten, bzw. korrigieren. jetzt im winter können wir leider nicht aufn platz, wenn wir dann aber nen hänger haben fahren wir in ne halle. wobei wir nicht wissen, ob er überhaupt schonmal in einer wahr!

lg
 
  • Pony beißt! Beitrag #4
Hat niemand ne Idee wie man das nem Pony beibringen kann dass es beim putzen stehen bleibt??
 
  • Pony beißt! Beitrag #5
Hi Cosy,

ich bin ein bisschen überrascht über die Antwort hier. So ganz gehe ich damit nicht konform.
(Im übringen sind unsere Pferd so erzogen, dass sie bei sowas wie Arme hochreissen, Platiktüte etc eben nicht erschrecken ... sie sollen ja auch 'sicher' sein. Ich würde ein Pferd das auf sowas dauerhaft mit erschrecken reagiert erstmal einem Schrecktraining unterziehen, das ist ja gefährlich... Aufmerksam machen geht anders!)

In erste Linie solltet ihr euch eins in Erinnerung rufen: ihr habt da einen Jungspund stehen der sehr übermütig ist und vermutlich auch verzogen.

Ich würde euch daher erstmal zu 'harmloseren' Methoden raten, wenn er schnappen/beissen will Kopf abfangen, zur Seite biegen und ein lautes deutliches NEIN.
Dieses Schreien und Stampfen wird nämlich bei einem halbwegs intelligenten Pony nicht lange 'ziehen' er merkt schnell 'Pah da muss ich nicht erschrecken!' und was dann? Wie wollt ihr ihn dann 'erschrecken'?
Dann schon lieber ein energisches NEIN und auch einen ordentlichen Klaps im Schulter/Bug bereich (nicht Kopf/Hals) und den Kopf ruhig aber bestimmt wegschieben.
Der Klein hat meiner Ansicht nach gerade 2 Probleme: sein Alter (Übermut, Austesten) und die inkonsequente Erziehung bei den Vorbesis.

Zum stehen bleiben beim putzen, da fragt euch mal:
Warum zappelt er denn?
Nur wenn ihr an ihm 'dran' seid? (Ist er vielleicht sehr empfindlich? Testet mal verschiedene Bürsten und Druckstärken aus)
Oder hampelt er auch rum, wenn er mal 3 Minuten allein angebunden ist und ihr 1-2 Meter daneben steht?
Ist er nur beim putzen allein? Hilft es, wenn noch ein Pferd/Pony dabei steht?
Außerdem sind 5-10 Minuten stillstehen auch eine ordentliche Leistung ;) gerade für so ein junges Pony. Hier rate ich euch erstmal zu Ruhe bei euch selbst, solang er kurze Zeit still steht und dann die Position verändert/ausweicht, würde ich sagen dass ein ruhiges 'Steh' reicht.
Da du ja eher beschreibst, dass er ausweicht würde ich doch auch schlechte Erfahrungen beim putzen tippen (ich kannte mal ein Pony das von einem Kind immer gezwickt wurde beim putzen, es hat fast 2 Jahre gedauert bis das den Erwachsenen aufgefallen ist, bisdahin war halt das Pony 'ungezogen' und wurde ständig angeschnauzt/gemaßregelt), wobei Kinder einem Pony beim putzen auch ohne Absicht mal 'weh tun' können... sollte das dass Problem sein, dann brauchts einfach eine Weile bis er soviel vertrauen zu euch fasst, das er dass lässt.
Und das ein Pferd sich beim putzen auch mal bewegt ist auch normal ;) je jünger das Pferd desto normaler..

Eine andere Frage: wie lebt er denn? Gruppenhaltung? Box? Offenstall? UND wie lebte er davor?

Zum biegen: ich vermute der Kleine ist 'steif wie ein Brett' da wird nur richtiges gymnastizieren helfen. Habt ihr jemand der ihn korrekt reiten kann? Dann das 'übliche' Programm: Zirkel, Volten, Schlangenlinien, Seitengänge, Schenkelweichen. Ich denke der Kleine muss gründlich daran erinnert werden, dass man einem Schenkel zu folgen hat ;) Ich vermute, dass er bei der Vorbesi mit seinem geschummel durchgekommen ist - oder er hat es nicht richtig gelernt. Aber eigentlich ist das nicht so wichtig, wenn ihr jemand habt/seid der die Hilfen richtig geben kann (so dass das Pony merkt was man von ihm will) dann ist es einfach "nur" eine Frage der Übung.


LG Lilly
 
  • Pony beißt! Beitrag #6
Hallo,

also mein Nano hat das auch eine Zeit lang gemacht. Ich hab mich immer gewundert warum er immer in den Taschen zugange war und geschnappt hat. Denn bei mir hat er kaum Leckerlies bekommen. Ich hab den herrausgefunden das eine von den Stallkollegen die Pferde im vollstopft.

Also wichtig ist auch das ihr euch alle einig seit und er nix zwischendurch bekommt. Ich hab das bei Nano so gemacht immer wenn er in die Taschen wollte oder in Begriff war zu schnappen denn habe ich ihn weggrdrückt und "nein" gesagt, genauso wie Lilly sagte. Damit habe ich viel Erfolg gehabt und er macht es nicht mehr.

Zum stehen bleiben: mein Cookie 3 Jahre kann auch noch nicht so lange stehen und dreht ab und an genauso wie mein Nano (5 Jahre). Ich versuche schnell zu putzen und meine Süßen nicht zu lange warten zu lassen. Man muss auch bedenken für die ist das angebunden rumstehen ganz schön laaaaaaaaaaaangweilig. Ihr solltet ein bisschen geduld haben. Es kann aber natürlich auch sein das er schlechte erfahrungen gemacht hat, das müsstet ihr testen.

lg
Anni
 
  • Pony beißt! Beitrag #7
Hallo, erstmal danke für eure antworten!

Er ist absolut scheufrei, also bringt das auch nichts wenn man die arme hochreißt.

Wegdrücken und nein sagen haben wir schon versucht, jedoch schnappt er dann nach der hand.

Also bei ihm hat es schon am meisten wert wenn man ihn anschreit, und dabei aufstampft. arme hochwerfen haben wir bis jetzt nicht gemacht.

Wegen dem nicht stehenbleiben:
Also wir haben des schno ausprobiert, mit verschiedenen druckstärken und bürsten usw.
Schlechte erfahrungen hat er nicht gemacht, da die Vorbesi in so geliebt hat, und deswegen leider auch so verhätschelt hat. wegen diesem verhätscheln ist er dann Frech geworden weil er ja dann den Menschen nicht mehr als Anführer ansieht.
Er weicht nicht vor der bürste aus, er läuft immer hin und her. auch wenn man grad geht zum sattel o.ä. holen läuft er immer wieder hin und her. wir haben ihm jetzt,falls ihm langweilig ist ein spielzeug an seinen putzplatz gehängt, an dem spielt er auch die ganze zeit, bewegt seinen hinterwagen trotzdem hin und her.

er lebt in der box, kommt aber jeden tag auf die weide. wir würden gern zu einem offenstall ausbauen, da macht aber der nachbar probleme.

das ist ja das problem, dass er sich gar nicht richtig gymnastizieren lässt. wir hatten auch schonmal jemanden da, der getestet hat, ober vielleicht etwas hat, wegen dem er sich nicht biegen kann. aber er ist kerngesund.
was macht ihr denn für gymnastizierende übungen??

wenn man das so hört, scheint er ja ein schlimmes pony zu sein ;D aber wir wollen ihn icht hergeben, da er doch eigentlich nett sein kann. (wenn er will)
lg
 
  • Pony beißt! Beitrag #8
Respekt und Konsequentes Trainig finde ich, ist das A und O. :D

Wenn er beim Putzen rumzickt oder beißt, ein klares Nein! und nen Klaps auf den Hintern. Vielleicht reduzierst die Zeit beim Putzen auf max. 5 Min. ? So muss er nicht so lange "rum stehen" und sich langweilen. So zickt er auch nicht so viel rum. Mähnenpflege und sowas würd ich dann einfach verschieben.

Wichtig ist auch das Belohnen! also wenn er aufhört zu zwicken, den kopf weg dreht oder einige Schritte zurück geht, dann Belohn das mit Möhren oder Pferdekeksen :D Damit er weiß, dass das jetzt richtig war. Wenn er beim gehen zb. Spaziergehen anfängt zu beißen oder zu zwicken, klares Nein! nicht rumbrüllen, aber laut genug das er merkt, das es so nicht geht. Wenn nötig wieder einen Klapps, sonst wird er es nicht lernen.
Wenn er aufhört SOFORT belohnen. So muss er sich seine Möhrchen verdienen und wenn man was leckeres zwischendurch bekommt, lernt man sowieso viel lieber. ;)

Du hast geschrieben, das er das kleine Mädchen eher zwickt als wie euch, ich denke jetzt mal das er "vorsichtiger" bei euch ist, da er dort auch mal nen Klapps abbekommt. Klingt jetzt bestimmt fies aber das würd ich ausnutzen, den anscheinend hat er Angst oder ähnliches vor der Gerte. Die würd ich also immer mitnehmen, als "verstärkung" sozusagen ;)
Mit dem Korrekturreiten würd ich noch warten, ich finde er sollte erstmal richtig händelbar sein, bevor man anfängt ihn neu einzureiten.
Was will man schliesslich mit einem Pferd das vielleicht super ausgebildet ist und Turniere mitreitet aber absolut frech und schwer im Umgang ist? ;)
(nur so ein beispiel xD)

Wünsch euch aufjedenfall alles gute. :D
 
  • Pony beißt! Beitrag #9
Gerte haben wir auf jeden fall immer dabei. Er wird von uns nur noch mit worten oder streicheln "belohnt", denn auch wenn man ihn mit leckerlie lobt wenn er was gut gemacht hat, fängt er wieder an zu schnappen. das ist eben der schweinefuß bei ihm. Streicheln liebt er, deswegen hilft das auch.

Er ist händelbar, aber da ist eben dieses schnappen zwicken und beißen.
Und er fängt nicht erst an zu zappeln wenn er länger steht, er läuft von anfang an hin und her. also er bewegt sich richtig. also er ist angebunden und vor ihm ist die wand. dann dreht er sich so weit, bis er mit einer seite wieder die wand berührt. und das manchmal auch entgegen unsrer richtung. Mähnenpflege braucht er sowieso nur ca. 2-3mal pro woche, wir schütteln halt meistens nur das stroh raus. putzen haben wir schon auf 5min reduziert :]
 
  • Pony beißt! Beitrag #10
Mit einem solchen Pony kann man prima Bodenarbeit machen. Vermutlich ist der Kleine durch Kinderreiten einfach unterfordert.
Hierbei ist wichtig, dass die junge Besitzerin des Ponys unter Anleitung mitmacht. Kindern macht das aber meistens viel Spaß und sie sind leicht zu motivieren.
Erstmal ist es wichtig, dass das Pony angebunden ruhig steht. Das ist zwar Zeitaufwändig, aber einfach. Das Pony wird hoch angebunden (so hoch, dass es keinen Unsinn machen kann, aber nicht so hoch, dass es im Hohlkreuz stehen muss) und einfach mal für 2 Std. allein gelassen. Das schadet keinem Pferd.
Anschließend wird geritten und dann wieder für 2 Std. stehen lassen. Danach wieder longieren oder Reiten.
Macht man das einige Tage, lernt das Pferd schnell, sich in den Zeiten, wo es angebunden ist zu entspannen. Man kann nach dem Reiten auch ein Heunetz anbringen und mal Wasser reichen. Das Pferd soll bei der Arbeit auch wirklich gearbeitet werden, damit es lernt, sich zu entspannen, sobald es angebunden wird.
Auch später kann man das Pferd nach dem Reiten 1/2 Std. zum Abschwitzen anbinden (geht auch in der Box) und vorher 1/2 Std. geputzt (evtl. locker gesattelt) angebunden stehen lassen.
Angebunden stehen muss für das Pferd Ruhepause bedeuten.
Gerade bei längeren Ausritten. Wanderreitpferde, Turnierpferde mit mehreren Prüfungen pro Tag, Pferde die häufig auf Reitkursen geritten werden und Distanzpferde stehen immer angebunden still. Sie kennen das und erholen sich. Das ist keine Tierquälerei, sondern Erziehung.
Die Bodenarbeit soll anstengende Kopfarbeit und Laufarbeit enthalten, damit das Pferd ausgeglichen ist. Hier muss die junge Besitzerin angeleitet werden, damit das Pferd später nicht nur bei Erwachsenen 'funktioniert', sondern auch ein kleines Mädchen akzeptiert. Außerdem muss das Kind lernen, wie es mit seinem Pony umgehen muss, damit beide wirklich Spaß haben. Ein Erwachsener oder Jugendlicher kann die Vorarbeit leisten.

Beim Putzen muss das Pony still stehen. Wenn es nicht steht gibt es Kommentarlos einen kräftigen Klapps auf die Kruppe - ohne jede weitere Regung des Menschen.
Sollte das Pony sich gegen den Menschen lehnen, geht das gar nicht. Gerade kleinere Kinder können schnell überrant werden.
So ein Verhalten plättet Kinderzehen, bringt Angst vor dem Pferd und verdirbt den Spaß der Kinder am Pferd. Das Ende ist dann häufig der Pferdehändler für das Pony - ein neues, braves muss her.
Also vorher Maßnahmen ergreifen, bevor das Kind wirklich Angst bekommt oder gar verletzt (getreten, gegen eine Wand gedrückt...) wird.
Ein Hufkratzer tut da gute Dienste. Diesen hält man locker in der Hand, auf Höhe der unteren Bauchbereichs (ca. Sporenstelle oder etwas höher).
Schmeißt sich das Pony nun gegen den Menschen, hält dieser einfach den Hufkratzer hin - nicht aktiv gegen das Pony drücken. Das Pony erhält einen Stich und sollte diesem weichen. Weicht es nicht, muss man ein wenig drücken - je nach Winterfell. Wieder um tut der Mensch so, als wäre er völlig unbeteiligt. Straft und schimpft ansonsten nicht. Das Pony muss einfach merken, dass es unangenehm ist, einen Menschen umzurennen oder zu quetschen. Diese Maßnahme aber einem Kind nicht beibringen, da Kinder häufig aus Schreck zu Überreaktionen neigen (gerade wenn das Pony plötzlich rumgeht oder nicht gleich reagiert). Bei größeren Pferden nimmt man übrigens keinen Hufkratzer, sondern den eigenen Ellenbogen, den man in die Hüfte stemmt.

Für viele Leser klingen diese Tipps vielleicht brutal, wenn man sie so beschreibt. Sie sind es nicht, wenn der Mensch diese quasi emotionslos und angeblich völlig unbeteiligt ausführt. Selbst mit Hilfsmitteln wie z.B. einem Hufkratzer kann man einem Pferd nicht die Art Erziehung angedeihen lassen, die sie in der Herde erfahren (treten, beißen...). Die Alternative für ein unfreundliches Kinderpony ist leider oft sehr viel schlimmer.
 
  • Pony beißt! Beitrag #11
@ Machtnix: Danke,Danke,Danke, danke (tausendmal danke!)
wir haben es die letzten drei tage genauso durchgezogen wie du es gesagt hast, und anscheinend hat er genau diese art von erziehung gebraucht. es geht sogar schon besser mit dem ruhigen stehen bleiben.

Nein, verkaufen würden wir ihn niemals :] er ist eigentlich so ein tolles pferd, er ist so anhänglich und geht mit dem reiter durch dick und dünn, nur sind da halt die probleme mit nicht stehen bleiben, steifmachen und schnappen. obwohl das gebeiße auch schon besser geworden ist, so mit der überraschungseffekt methode.

schaut mal unser rennvideo vom november an: der coole kleine ist fibs, die große tinkerstute ist Pia :]
 
  • Pony beißt! Beitrag #12
Der Kurze sieht wirklich klasse aus!!! Hab mir das Video gleich 2x angesehen. Ich hab allerdings auch einen Riesenspaß an Shettys.

Das 'wir würden ihn niemals verkaufen' ist leider sehr relativ. Jede Mutter liebt ihr Kind mehr als das Pferd und sobald das Kind mit einem gebrochenen Zeh oder einem Biss in den Bauch auch nach Wochen nur noch mit Druck und voller Angst zum Pferd geht, kommt das Pferd (vernünftigerweise) weg.

Wir haben auch mal gesagt 'den verkaufen wir nicht' und haben unseren 'Glücksshetty' dann doch abgegeben.
Er war eben auch frech und wir fanden keinen mehr, der sich um ihn kümmerte (natürlich kostenlos).
Auf unserer Wiese wurde er leider zu fett, das wäre auf Dauer nicht gut für ihn gewesen. Bei damals 12 Pferden hatten wir nicht die Zeit uns um den Kleinen zu kümmern. Ich hatte damals allein täglich 3 Pferde zu reiten und eines anzureiten. Die Probleme mit unserem 'Zorro' waren allerdings sehr viel ärger als das, was ihr mit eurem Pony habt.
Für ihn wurde allerdings der perfekte Platz gefunden und er wurde mit vollem Rückgaberecht auf Lebenszeit (egal in welchem Alter und Zustand) verkauft.
Die neue Besitzerin hatte nur 2 andere Pferde (1 Rentener und 1 Reitpferd), 4 Kinder und viiiel Zeit für ihn. Mittlerweile hat sie ihn sogar eingefahren. Wir haben noch immer losen Kontakt uns sie kann bis heute nicht verstehen, wie wir so ein Pferd abgeben konnten - er ist ein Schatz. Tja er ist eben ausgelastet.

Also ist auch bei eurem Pferdchen schnelles Handeln angesagt. Wenn meine -aus der Hüfte geschossenen- Tipps jetzt schon greifen, ist das klasse, denn der Kleine sieht echt knuffig aus. Es wäre toll, wenn er sich zu einem richtig guten Kinderpony mausert.
Das Einfahren ist übrigens auch so ein Tipp den ich dir gern gebe. So kann das Pony auch wenn das Kind größer wird, noch bei euch bleiben. Er ist ja ein kräftiges Kerlchen und kein Schmalspurshetty.
 
  • Pony beißt! Beitrag #13
Hey,
die eltern haben schon überlegt für die kleine ein anderes pony zu kaufen, aber gerade die kleine liebt ihren "Fibsi Pipsi" mit seinen Macken und sie hat auch gelernt mit ihnen umzugehen.
Und auch seit man ihn öfters reitet merkt man auch, dass er ausgeglichener geworden ist. aber man merkt auch, dass wenn er leider 2 tage pause drinhatte dass er schon wieder etwas nachgelassen hat. deshalb wird er jetzt jeden tag bewegt, im winter manchmal schwierig, aber wir sind ja wetterfest.
also der kleine ist schon toll :] komischerweise passt er trotz allem auf adass er niemandem auf die füße steht :D

ja wir haben ihn diesen sommer eingefahren :] er ist echt das perfekte kutschpferd! Das coolste ist, er ist ein absolut umzugsicheres pony, er liebt blasmusik und genießt es fast wenn der trommler so richtig auf die trommel haut. Da sieht man ihm die entspannung an ;D
 
  • Pony beißt! Beitrag #14
Super.
Also bei euch hat es ein Pferd wirklich gut. Ihr macht euch wirklich einen Kopf darum, dass es Mensch und Tier als Gemeinsamkeit gut geht.
 
  • Pony beißt! Beitrag #15
dankeschön! ja, wir versuchen es den pferden so schön wie möglich zu machen, wir haben auch keine richtige weide, uns gehört ein großer wald den wir eingezäunt haben (man braucht zu fuß ca. 1 stunde um ihn zu durchqueren). da halten sie sich eigentlich immer auf.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

wir haben heute einen ausritt gemacht. und haben ihn zum schlimmsten ritt des jahres gekürt! wir sind auf unserer üblichen strecke galoppiert plötzlich wurde fibs (ich bin auf ihm gesessen) übelst schnell sodass ich ihn nichtmehr kontrollieren konnte! ich wollte ihn auf einen engen zirkel reiten , doch er machte sich so steif dass er nur noch gerade raus raste! unsere galoppstrecke war schon lange vorbei und wir sind auf den teer gekommen, er raste direkt mit mir auf nen acker zu, rutschte davor aus, viel zur seite und voll auf mich drauf. mir ist aber gott sei dank níchts passiert und ihm auch nicht. Bin dann auch wieder draufgesessen. Als wir dann an einen kleinen berg kamen den wir nach unten reiten wollten, sprang er mit mir links ins dichte gebüsch am weg und pflügte mit mir da durch! Ich bin dann auch gleich abgesprungen. Dann ist er den weg aus dem wir gekommen sind entlang zurückgaloppiert. Pia (also das andere Pferd) hat nur verdutzt geguckt. da fibs aber anscheinend keine ahnung hatte wo wir sind und sowieso ohne pia nirgendwohin geht, ist er nach ner weile wieder zurück zu uns galoppiert, aber er ließ sich nicht mehr einfangen! plötzlich galoppierte er dann wieder weg, und kam kurz später wieder wild angebuckelt. er hat gebuckelt, so habe ich noch nie ein pferd buckeln gesehen! er raste durch die Gebüsche und bockte, bockte, bockte. als er endlich dann damit fertig war, lief er im schritt wie ein beleidigtes kind wieder weg. Wir sind dann ohne ihn in die entgegengesetzte Richtung weggelaufen. Als erstes haben wir gedacht er sei gegangen, aber er ist nach ein paar Minuten angaloppiert gekommen. dann ist er einige meter vor uns stehen geblieben uns hat gefressen. Wir haben ihn dann wegen dieses umverschämten verhalten sozusagen von unserer "herde verstoßen" und haben ihn wieder weggejagt. irgendwann sind wir dann stehen geblieben und haben ihm den rücken zugedreht. er ist dann auch langsam auf uns zugekommen. den restlichen weg war er dann brav.
Ich denke, er hatte in dem moment einfach nen flo im hintern, bzw. zuviel energie die er rauslassen musste. was denkt ihr??
Was eben totall be...scheiden ist, wenn das kleine mädchen draufgesessen wäre und er so ein verhalten an den tag gelegt hätte, dann wäre sie unter garantie nie mehr auf ein pferd gesessen.
 
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