mehrere Fragen zum meinen Kater

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  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #1
Louis

Louis

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Liebe Community,

ich habe mich gerade hier angemeldet, bin erst durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich habe ein paar Fragen zum meinem Kater und wäre dankbar, ein paar Expertenmeinungen zu bekommen, denn ich kenne mich mit Katzen generell so gut wie gar nicht aus.

Mein Kater ist 3 Jahre alt, und ich habe ihn ca. seit 1,5 Jahren übernommen. Er ist als Hauskatze geboren und hat leider auch in meiner Wohnung keine Möglichkeit, ins Freie zu kommen (Großstadt, 4.Stock). Immerhin gibt es 86 qm, die nun sein Lebensraum sind.

Wenn er gerade nicht schläft, ist er ein sehr aktives und neugieriges Tier. Immer läuft er mir hinterher und beobachtet was ich tue und möchte in meiner Nähe sein. Er ist extrem verspielt, wedelt sehr viel mit dem Schwanz, und möchte am liebsten dauernd mit mir spielen, d.h. kämpfen. Er beißt mich in die Hand (ganz sanft, kaut eigentlich eher, es kann aber auch zu Kratzern und Wunden führen, wenn er nicht aufpasst), wenn ich versuche ihn zu streicheln. Ich habe anfangs sehr viel mit ihm gespielt, wodurch er es nun auch gewöhnt ist. Nur möchte ich mittlerweile meine Hände schonen und ihm verbieten, mich zu beißen. Ist das nun schon zu spät? Habe ich durch mein inkonsequentes Verhalten „verzogen“? Ich würde ihn gerne ein wenig „schmusiger“ haben. Doch ich denke, ich kann die Natur der Katze nicht ändern. Werden Katzen im Alter etwas ruhiger? Sind drei Jahre noch „Kindheit“, und es ist normal, dass er so extrem verspielt ist?

Jeden Abend und jeden Morgen kommt er in mein Bett, legt sich auf meinen Bauch und möchte gestreichelt werden. Er schnurrt wie ein Weltmeister und schläft irgendwann ein. Ganz selten kommt er auch, wenn ich auf dem Sofa sitze auf meinen Schoß. Er hasst es aber, wenn ich ihn auf den Arm nehme und/oder ihn auf meinen Schoß setzen will. Dann maunzt und faucht er, bis er sich irgendwann losreißt. Kann ich im beibringen, auf meinem Arm zu bleiben? Oder muss ich akzeptieren, dass er es einfach nicht mag?

Ich habe versucht, einen weiteren Kater (gleich alt, andere Katzen gewöhnt, ein nicht dominantes, eher untergeordnetes Tier) in die Wohnung zu bringen. Zwei Monate lang wurde der neue von meinem terrorisiert, er musste immer unter dem Bett bleiben und stand unter konstanter Beobachtung. Nachts rannen sie so laut durch die Zimmer, dass ich ständig davon aufwachte. Am Ende habe ich den neuen Kater wieder abgeben, um ihn vor meinem zu schützen. Ich habe später zwei verschiedene Hunde regelmäßig zu Besuch gehabt. Mein Kater hatte zwar Respekt (er schlich würdevoll und den Hund herum), versperrte ihn aber auch gerne in der Küche, in dem er sich in den Eingang stellte. Der Hund, 10 mal so groß, traute sich dann nicht mehr raus. Meine Frage: Könnte ich mir eine weitere Katze oder einen Hund zulegen? Sollte es dann vielleicht kein Kater sondern eine Katze sein? Sollte es besser ein jüngeres Tier sein? Ich denke momentan, dass ein Hund sogar noch einfacher wäre. Aber eigentlich hätte ich gerne noch eine zweite Katze, denn ich bin zwar viel zuhause, hätte aber trotzdem gerne noch einen Spielgefährten für meinen Kater.

In meiner gesamten Wohnung besteht der Boden aus Laminat, allerdings sind in 2 Zimmern kleine Teppiche ausgelegt, damit die Katze was Gemütliches hat. Ist es normal, dass Katzen immer ausgerechnet auf die Teppiche oder auf das Sofa kotzen müssen? Vielleicht kann er sich dort beim Prozess des Würgens besser festkrallen… Stichwort „Übergeben“: Ich habe gelesen, dass Katzen dies machen müssen. Glücklicherweise geht er fast gar nicht an meine wenigen Pflanzen, was wohl auch daran liegt, dass die meisten Kakteen sind (Kategorie: Einmal und nie wieder). Vielmehr frisst er am liebsten Plastik. Kann ich ihn halbwegs sorgenlos an einer Plastiktüte kauen lassen? Anfangs habe ich immer alles akribisch weggeräumt, aber es lässt sich nicht vermeiden, dass er irgendwas findet. Und im Finden ist er sehr kreativ. Ich habe es mal mit Katzengras probiert, daran hat er sogar auch rumgekaut, Plastik gefällt ihm aber deutlich besser.

Achso, und noch etwas: ich habe zum meinem Geburtstag einen Weihnachtsstern bekommen. Sind diese nicht für Katzen giftig? Er ist ein kleiner und er steht auf einem Regal in der Küche, wo der Kater nicht hinkommen kann (das Regal ist so vollgestellt, dass keine Katzenpfote mehr drauf passen würde).

Ich hoffe, mein Post war nicht zu lang und meine Fragen nicht zu langweilig. Ich bin halt noch ein Neuling was Katzen angeht und würde über Antworten sehr freuen.

Viele Grüße,


Louis
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #2
Hallo und willkommen!
Ich musste manchmal echt schmunzeln! Aber erstmal! Mach den Weihnachtsstern weg! Der ist total giftig!!! Es kann ja auch mal ein Blatt runterfallen! Geh das Risiko nicht ein und verschenk ihn an einen Nicht-Katzenbesitzer!
Mit den Händen spielen hast Du verduselt! Du kannst immer wieder Nein sagen und ihn ignorieren wenn er dich beißt. Vielleicht klappt es!
Katzen ko... immer auf den Teppich, ich glaub das ist Katzengesetz;)!
Ich würde ihm einen Kater als Kumpel holen, er kann ein bischen jünger sein, aber nicht zu viel. Und er sollte einen ähnlichen Charakter haben, also kein schüchtener.
Mit dem Plastik, da würde ich echt aufpassen und alles wegtun! Nicht das er einen Darmverschluss bekommt oder daran erstickt.
Sorry, musste mich kurz fassen, bin grad an der Arbeit und es ist ein bischen stressig aber Du bekommst bestimmt noch mehr Tipps!
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #3
Hallo rotekatze,

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Den Weihnachtsstern werde ich nun fachgerecht entsorgen (= an die Nachbarn verschenken).

Ich werde mal ausprobieren, mit dem Kater nicht mehr mit den Händen zu spielen. Vielleicht nur mit einem Spielzeug, in das er reinbeißen darf. Er liebt Brötchen und Oliven, die trägt er immer durch die ganze Wohnung :) . Es ist nur schwer, das konsequent durchzuziehen, aber ich probiere es mal. Mein Vater hat mir schon mal ein paar Handschuhe aus dem Baumarkt gekauft, aber das löst das Problem auch nicht, denke ich.

Eigentlich ist alles aus Plastik immer sicher verwahrt, aber manchmal geht er nach einem Einkauf sofort an die Einkaufstüten. Mittlerweile habe ich auch nur noch Mülleimer mit Deckel, so dass er sich nicht heimlich was rausfischen kann.

Das "Katzengesetz" muss ich dann wohl oder übel akzeptieren und mir selbst sagen: "fröhliches Schrubben!" Ist nur immer sehr unangenehm, morgens um halb sieben :)

Ich kann nicht ganz verstehen, warum Katzen den gleichen Charakter haben sollten. Ist es nicht so, dass sich eine von ihnen in der Hierarchie zwangsläufig unterordnen muss? So habe ich das mal gelesen. Und was spricht gegen eine weibliche Katze? Mein Kater ist kastriert, ich hatte gedacht, dann kämpfen sie wenigstens nicht die ganze Nacht um ihr Revier.

Nochmal vielen Dank für deine Antworten und einen schönen Feierabend!
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #4
Hallo Louis,

das ähnliche temperament ist wichtig, damit nicht einer, wie es bei dir ja schonmal war, unterdrückt wird und sich nicht mehr unter dem Bett hervortraut.
Der andere Kater muss bei deinem wohl auch Grenzen setzen können.
Aber dazu würde ich gerne auf die Vergesellschaftungsprofis hier warten, da es bei mir auch schon länger her ist mit der Katzenhaltung.

Ein weiterer Kater wäre gut, da Kater oft ein wilderes Spielverhalten anden Tag legen, als Katzen. So können beide spielen, wie es zu ihnen passt.
Wir hatten eine Katze und einen Kater, beides Freigänger zum Glück, so dass der Kater seine wilderen Spiele mit dem Nachbarskater machen konnte.
Meine Katze hat gerne mit ihm geschmust, aber spielen war mit ihm nicht ihres...

LieGrü Schnitzi
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #5
Feierabend, schön wärs!
Ich denke ein Kater sollte es sein, weil Deiner eh schon dominant ist und Kater auch rauher miteinander spielen, das kann in die Hose gehen! Und Du hast doch gesehen was passiert wenn Du einen schüchternen dazuholst! Der kann sich nicht wehren und wird total untergebuttert! Zieht sich zurück, wird unsauber weil sie/er total angst hat. Bei gleichen Charakter machen sie die Rangordnung untereinander aus, was schon mal zur Sache gehen kann, und dann ist in der Regel gut.
Warte doch mal ab was die anderen meinen!
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #6
Hallo Louis,
und erstmal herzlich Willkommen im Forum ;)

rotekatze hat ja schon einiges zusammengefasst.
Mit dem Plastik würde ich wirklich aufpassen, denn das kann übel ausgehen - aber Du hast ja schon reichlich Vorkehrungen getroffen ;)
Gegen das Kotzen könnte ich Malzpaste empfehlen - unsere beiden "Kleinen" lieben die heiß und innig und haben auch noch nie gekotzt. Unsere beiden "Großen mögen keine Malzpaste und kotzen daher auch gelegentlich (aber zum Glück doch eher selten, und bisher zum Glück auch oft auf die Terrasse oder aufs Parkett, wo man´s schnell wieder wegwischen kann. Die Couch haben sie Gott sei Dank bisher verschont ;))

Und zum Kumpeltier: Klar, Du kannst es auch mit einer Katze versuchen, aber allgemein gilt wohl (Ausnahmen bestätigen die Regel), dass Kater untereinander einfach wilder spielen und das den meisten Katzen nicht so wirklich gefällt.
Wir haben hier aber auch 2 Pärchen sitzen (die "Kleinen" sind als Findelkind-Geschwister eingezogen und verstehen sich supergut, die "Großen" sind vor einem halben Jahr aus dem Tierheim dazugezogen und können sich auf den Tod nicht leiden (was aber daran liegt, dass die Dinah ohnehin keine anderen Katzen mag :( ) Der große und der kleine Bub haben sich inzwischen auch prima angefreundet.
Ich fände es schon sinnvoll, wenn die Katzen (oder Kater) einen ähnlichen Charakter haben - eben weil sie dann wahrscheinlich einen besseren Draht zueinander finden. Hast Du einen superdominanten Kater und holst ´nen Angsthasen dazu, wird sich der wieder monatelang unter der Couch verkriechen. Holst Du einen weniger schreckhaften Kater dazu, kann es sein, dass es am Anfang ordentlich im Karton rappelt und die zwei heftig streiten - aber dann werden sie sich möglicherweise im wahrsten Sinne des Wortes "zusammenraufen" ;)

Ein Katzenkumpel wäre für Deinen Kater aber auf jeden Fall eine tolle Sache - das könnte übrigens auch helfen, dass er Deine Finger in Ruhe lässt, weil er mit dem Kumpel rauft und feststellt, dass ausgefahrene Krallen schmerzhaft sein können ;)

LG, seven
(edit: mal wieder zu lahm ;) )
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #7
Hallo Schnitzi,

danke für deine Antwort. Das leuchtet mir ein. Schmusen will mein Kater wohl doch eher weniger, er muss sich austoben können, und dafür wäre ein Kater dann doch das Richtige. Wenn ich dann abends nach Hause komme, sind sie dann hoffentlich müde und legen sich beide schnurrend zu mir aufs Sofa...

Sollte ich mir jedoch einen ganz jungen Kater zulegen, weiß ich ja noch nichts über dessen Temperament. Ein Kitten würde aber wohl dann von meinem Kater gleich auf seine Weise "erzogen" werden? Dann vielleicht doch eher einen, der mindestens 1-2 Jahre alt ist?

Eigentlich hätte ich ja gerne eine richtige Schmusekatze. Wenn ich mir einen Kater vom gleichen Temperament wie dem meinen hole, kann ich das aber wahrscheinlich vergessen. Naja, dann bleibe ich halt der "Dosenöffner" und hoffe, dass sich meine lieben Tiere zwischendurch gnädigerweise erbarmen und sich von mir streicheln lassen :) Wenn ICH brav bin ...



EDIT: seven, rotekatze, danke für die beiträge!

@rotekatze:
ich verstehe das nun mit der Rangordnung. Bis sie das ausgemacht haben, muss ich wohl ein paar Nächte Chaos in der Wohnung ertragen, aber es wird sich ja dann irgendwann hoffentlich legen. Trotzdem schönen Feierabend, wann auch immer :)

@seven: mein Kater kotzt ziemlich oft, von Malzpaste habe ich noch nie gehört. Danke für den Tipp, ich werde mich mal informieren. Das mein Kater vielleicht meine Hände in Ruhe lässt und ausgeglichener wird, ist das beste Argument für mich, noch einen weiteren Kater zu besorgen. Und mein kleiner freut sich bestimmt auch drüber, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit.
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #8
Wenn meine Kätzinnen miteinander Spielen, wird hinterher gejagt, aber wenn die Wohnung zu ende ist gestoppt und nicht dann geprügelt. Eine Freundin hat Kater - die rennen weniger, sind aber dauernd am raufen. Wenn ich so einen Raufbold meinen Kätzinnen vorsetzen würde, wären die wohl ziemlich überfordert, weil sie eben nicht so "Körperbetont" spielen wollen, sondern nur rennen ohne sich weh zu tun.

Bei katern geht es eben doch deutlich ruppiger zu, da wäre eine Kätzin unglücklich damit, und der Kater auch, wenn die nicht richtig mitmachen will.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

und es gibt auch Schmusekater, die gerne raufen, keine sorge!

ich würde auch sagen so 1-2 Jahre wären ideal, die Vergesellschaftung wird sowieso ne zeit dauernd und heiß hergehen, aber die paar Wochen steht man ja durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #9
Mit dem schmusen, möglicherweise kommt Dein Kater dann öfter zu Dir, weil er sich mit dem anderen austoben konnte und Du dann für das schmusen zuständig bist.
Wenn Du noch eine Katze dazuholst, kann das ja auch ein schmuser sein, es heißt ja nicht, wenn er ängstlich und zurückhaltend ist, ist er automatisch ein Schmusekater. Auch ein "dominanter" Kater kann Schmuseeinheiten lieben.
Ich würde eher kein Kitten nehmen, vielleicht einen der ab 1 Jahr alt ist. Und er sollte gut sozialisiert sein, also nicht vor der 12. Woche von der Mutter getrennt und Katzengesellschaft kennen.
 
  • mehrere Fragen zum meinen Kater Beitrag #10
Da mir grad langweilig ist hab ich mal nach ein paar Katern geguckt die eventuel passen könnten.
Und da ich nicht weiß wo genau du wohnst hab ich einfach mal bei den ANAA_Katzen geguckt die hier sehr beliebt sind, da sie als besonders sozial gelten.



 
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