- Mein Hund ist tot... Beitrag #1
Sunny26
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Hallo, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber irgendwie sehe ich in diesem Forum einen Weg besser mit meiner Trauer umgehen zu können, sie zu kanalisieren.
Am Sonntag den 28.11.2010 haben meine Frau und ich unsere 4 jährige Beaglehündin "Kimba" einschläfern lassen. Die Kleine war vor einem Monat ganz plötzlich erkrankt, wirkte apathisch und hatte ganz blasses Zahnfleisch. Wir haben ihr Blut testen lassen und das führte zu dem Ergebnis, dass alle drei Blutarten, die im Knochenmark gebildet wurden gen null waren. Ein absoluter Schock für uns!
Die Tierärztin meinte es wäre nichts ungewöhnliches, wenn mal einer oder gar zwei Werte nicht in Ordnung wären, doch das alle drei im Keller sind ist absolut ungewöhnlich. Dies konnte 3 Ursachen haben: 1. Ein Tumor in der Leber und /oder im Knochenmark. 2.Blutparasiten oder 3. eine orale Aufnahme von Hormonellen Medikamenten.
Den dritten Punkt konnten wir asbolut ausschließen, da wir aufgrund ihrer ewigen Durchfallattacken in den ersten zwei Jahren immer penibel darauf geachtet haben was sie frisst und das ja nichts rumliegt.
Es wurde eine ultraschalluntersuchung gemacht, die eine stark vergrößerte Leber aufzeigte, was auf eine Entzündung hinwies. Eine Röntgenaufnahme brachte die Erkenntnis, dass sichtbar keine Tumore oder Knochenveränderungen zu erkennen waren. Wir entschieden uns zum schnellen Handeln, ihr wurde erneut Blutabgenommen und in ein Speziallabor geschickt. Am nächsten Tag haben wir sie mehrere Stunden da lassen müssen, sie war so schwach und ihr Knochenmark und ihre Leber sollten biopsiert werden, um Tumore innerhalb der Zellen nachweisen zu können. Die Kleine war zu schwach und musste erstmal durch eine Bluttransfusion soweit aufgepäppelt werden, dass sie den Eingriff übrstand. Bange Stunden lagen vor uns und wir beteten, dass sie alles überstehen mag. Zu diesem Zeitpunkt war uns klar, dass sie jederzeit sterben kann. Ein Schnupfen bei praktisch nicht vorhandenem Immunsystem und sie stirbt. Eine Schnittwunde bei desolaten Blutergebnissen und sie verblutet. Es war graunehaft. Doch Kimba hat gekämpft und alles gut überstanden, die Tierärztin war überrascht und hatte mit einem Ableben gerechnet. Die Ergebnisse liessen Tage auf sich warten und dann hatten wir Geiwßheit, kein Tumor, keine Blutparasiten- ein Ideopatischer Befund, also eine Krankheit, die in keinem Lehrbuch steht und sich niemand erklären kann.
Sie wurde auf Kortison gesetzt 25 mg bei einem Hund mit 12 Kg Körpergewicht das maximale was ein so kleines Wesen ertragen kann. Übermässiger Durst und Hunger waren die Folge, ständiges Urinlassen. Jede Stunde sind wir mit ihr raus, auch nachts völlig egal wir wollten sie nicht aufgeben und sie uns nicht verlassen. Wir sind zu anderen Tierärzten gefahren u.a. auch in die aus dem Fernsehen bekannte Tierklinik Düppel in Berlin Zehlendorf. Dort war man auch ratlos und wollte die Biopsie wiederholen, die jedoch gerade erst einmal eine Woche her war. Niemand konnte uns helfen. Zeitgleich behandelten wir sie parallel auf Anraten unserer Stammtierärztin mit Ziegengold, einem Extrakt aus dem Ziegeneuter, welches das Immunsystem stärken soll. Tatsächlich, alle 2 Tage machten wir ein "Schnellblutbild" um zu sehen, inwieweit sich die Zellen nachbilden, und die weißen Blutkörperchen stiegen unaufhörlich in den Normbereich. Ob es an dem Ziegengold lag oder nicht weiß ich nicht, geschadet hat es sicher nicht, da es ja ein Pfanzliches Mittel ist.
Eher die geringe Zahl der roten Blutkörper machte uns zu schaffen, sind diese doch dafür zuständig, den Sauerstoff im Körper zu transportieren.
Kimba bekam an einem Morgen plötzlich schlecht Luft, atmete 60 mal in der Minute und war ganz und gar erschöpft. Wir haben die Tierärztin angerufen die meinte wir könnten höchstens versuchen ihr noch einmal eine Transfusion zu geben, was aber sehr ungewöhnlich sei, weil bereits schon die erste Bluttransfusion mit hohen Risiken verbunden ist. Kimba hat aber auch diese weggesteckt und siehe da, es ging ihr von Tag zu Tag besser.
Sie spielte sogar wieder und war richtig gut drauf... Wir haben es endlich geschafft, dachten wir doch es kam anders. Meine Frau bemerkte, dass Kimba Blutschwämme im Urin hatte,zusätzlcih verschlechterte sich wieder die Atmung und sie war ganz schwach. Wir sind abend dann gleich in die Tierklinik Potsdam gefahren. Dort sagte man, dass das die Nebenwirkungen des Kortisons sei, welches wir zwischenzeitlich wieder herab und dann wieder heraufsetzten (25 mg natürlich auf Anweisung der Tierärztin). Sie haben uns erneut mit Antibiotikum nach Hause geschickt, was wir ihr auch gleich verabreicht haben.An diesem Tag hatte Kimba ihren 4.Geburtstag. Dann verschlechterte sich Kimbas Zustand so sehr, dass sie sich 4 mal in der Nacht übergab und Blut erbrach. Es ging nichts mehr und wir trafen die Entscheidung sie zu erlösen. Es war schwer und wir haben unglaublich geweint. Doch für sie war es die Beste Entscheidung. Nun ist sie weg, wir ließen sie einzeln einäschern und haben sie am Montag nach Hause geholt, ihr eine schöne Ecke eingerichtet mit Bildern und einer Kerze. Ich häte niemals gedacht jemals soetwas für ein Tier zu machen... Doch sie war mehr als das.
Nun ist in uns diese gähnende Leere, das Gefühl alles verändert sich und mit dem Schmerz einfach nicht zu recht zu kommen. Aber ich denke es wird besser werden, wir haben einen Weg für uns gefunden mit dem wir leben können.
Es tut gut all das mal niederzuschreiben und vielleicht auch anderen, deren Tiere ein ähnliches Schicksal erleiden mussten, Trost zu spenden.
Danke für die Aufmerksamkeit....
Am Sonntag den 28.11.2010 haben meine Frau und ich unsere 4 jährige Beaglehündin "Kimba" einschläfern lassen. Die Kleine war vor einem Monat ganz plötzlich erkrankt, wirkte apathisch und hatte ganz blasses Zahnfleisch. Wir haben ihr Blut testen lassen und das führte zu dem Ergebnis, dass alle drei Blutarten, die im Knochenmark gebildet wurden gen null waren. Ein absoluter Schock für uns!
Die Tierärztin meinte es wäre nichts ungewöhnliches, wenn mal einer oder gar zwei Werte nicht in Ordnung wären, doch das alle drei im Keller sind ist absolut ungewöhnlich. Dies konnte 3 Ursachen haben: 1. Ein Tumor in der Leber und /oder im Knochenmark. 2.Blutparasiten oder 3. eine orale Aufnahme von Hormonellen Medikamenten.
Den dritten Punkt konnten wir asbolut ausschließen, da wir aufgrund ihrer ewigen Durchfallattacken in den ersten zwei Jahren immer penibel darauf geachtet haben was sie frisst und das ja nichts rumliegt.
Es wurde eine ultraschalluntersuchung gemacht, die eine stark vergrößerte Leber aufzeigte, was auf eine Entzündung hinwies. Eine Röntgenaufnahme brachte die Erkenntnis, dass sichtbar keine Tumore oder Knochenveränderungen zu erkennen waren. Wir entschieden uns zum schnellen Handeln, ihr wurde erneut Blutabgenommen und in ein Speziallabor geschickt. Am nächsten Tag haben wir sie mehrere Stunden da lassen müssen, sie war so schwach und ihr Knochenmark und ihre Leber sollten biopsiert werden, um Tumore innerhalb der Zellen nachweisen zu können. Die Kleine war zu schwach und musste erstmal durch eine Bluttransfusion soweit aufgepäppelt werden, dass sie den Eingriff übrstand. Bange Stunden lagen vor uns und wir beteten, dass sie alles überstehen mag. Zu diesem Zeitpunkt war uns klar, dass sie jederzeit sterben kann. Ein Schnupfen bei praktisch nicht vorhandenem Immunsystem und sie stirbt. Eine Schnittwunde bei desolaten Blutergebnissen und sie verblutet. Es war graunehaft. Doch Kimba hat gekämpft und alles gut überstanden, die Tierärztin war überrascht und hatte mit einem Ableben gerechnet. Die Ergebnisse liessen Tage auf sich warten und dann hatten wir Geiwßheit, kein Tumor, keine Blutparasiten- ein Ideopatischer Befund, also eine Krankheit, die in keinem Lehrbuch steht und sich niemand erklären kann.
Sie wurde auf Kortison gesetzt 25 mg bei einem Hund mit 12 Kg Körpergewicht das maximale was ein so kleines Wesen ertragen kann. Übermässiger Durst und Hunger waren die Folge, ständiges Urinlassen. Jede Stunde sind wir mit ihr raus, auch nachts völlig egal wir wollten sie nicht aufgeben und sie uns nicht verlassen. Wir sind zu anderen Tierärzten gefahren u.a. auch in die aus dem Fernsehen bekannte Tierklinik Düppel in Berlin Zehlendorf. Dort war man auch ratlos und wollte die Biopsie wiederholen, die jedoch gerade erst einmal eine Woche her war. Niemand konnte uns helfen. Zeitgleich behandelten wir sie parallel auf Anraten unserer Stammtierärztin mit Ziegengold, einem Extrakt aus dem Ziegeneuter, welches das Immunsystem stärken soll. Tatsächlich, alle 2 Tage machten wir ein "Schnellblutbild" um zu sehen, inwieweit sich die Zellen nachbilden, und die weißen Blutkörperchen stiegen unaufhörlich in den Normbereich. Ob es an dem Ziegengold lag oder nicht weiß ich nicht, geschadet hat es sicher nicht, da es ja ein Pfanzliches Mittel ist.
Eher die geringe Zahl der roten Blutkörper machte uns zu schaffen, sind diese doch dafür zuständig, den Sauerstoff im Körper zu transportieren.
Kimba bekam an einem Morgen plötzlich schlecht Luft, atmete 60 mal in der Minute und war ganz und gar erschöpft. Wir haben die Tierärztin angerufen die meinte wir könnten höchstens versuchen ihr noch einmal eine Transfusion zu geben, was aber sehr ungewöhnlich sei, weil bereits schon die erste Bluttransfusion mit hohen Risiken verbunden ist. Kimba hat aber auch diese weggesteckt und siehe da, es ging ihr von Tag zu Tag besser.
Sie spielte sogar wieder und war richtig gut drauf... Wir haben es endlich geschafft, dachten wir doch es kam anders. Meine Frau bemerkte, dass Kimba Blutschwämme im Urin hatte,zusätzlcih verschlechterte sich wieder die Atmung und sie war ganz schwach. Wir sind abend dann gleich in die Tierklinik Potsdam gefahren. Dort sagte man, dass das die Nebenwirkungen des Kortisons sei, welches wir zwischenzeitlich wieder herab und dann wieder heraufsetzten (25 mg natürlich auf Anweisung der Tierärztin). Sie haben uns erneut mit Antibiotikum nach Hause geschickt, was wir ihr auch gleich verabreicht haben.An diesem Tag hatte Kimba ihren 4.Geburtstag. Dann verschlechterte sich Kimbas Zustand so sehr, dass sie sich 4 mal in der Nacht übergab und Blut erbrach. Es ging nichts mehr und wir trafen die Entscheidung sie zu erlösen. Es war schwer und wir haben unglaublich geweint. Doch für sie war es die Beste Entscheidung. Nun ist sie weg, wir ließen sie einzeln einäschern und haben sie am Montag nach Hause geholt, ihr eine schöne Ecke eingerichtet mit Bildern und einer Kerze. Ich häte niemals gedacht jemals soetwas für ein Tier zu machen... Doch sie war mehr als das.
Nun ist in uns diese gähnende Leere, das Gefühl alles verändert sich und mit dem Schmerz einfach nicht zu recht zu kommen. Aber ich denke es wird besser werden, wir haben einen Weg für uns gefunden mit dem wir leben können.
Es tut gut all das mal niederzuschreiben und vielleicht auch anderen, deren Tiere ein ähnliches Schicksal erleiden mussten, Trost zu spenden.
Danke für die Aufmerksamkeit....
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