Ziehen an der Leine

Diskutiere Ziehen an der Leine im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Besitze einen 7 - fast 8 Monatigen Golden Retriever. Habe mit ihm schon die Welpenschule besucht und habe mit dem Junghundekurs1 begonnen, der...
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Baby+Chica

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Besitze einen 7 - fast 8 Monatigen Golden Retriever. Habe mit ihm schon die Welpenschule besucht und habe mit dem Junghundekurs1 begonnen, der aber leider erst im Frühling fortgesetzt wird.
Wollte nun fragen, ob ihr für mich einige Tipps habt, ihm das zerren an der Leine abzugewöhnen - ist doch schon fascht 30 kg schwer und hat zimeliche Kraft! Er ist sonst ein ganz braver, bellt nicht - schlägt höchstens nachts an, folgt auf komand, alles.. wenn nur das Ziehen nicht wäre! Habe es auch schon probiert mit leckerchen.. aber klappt auch nicht lange! Halsband hat er einen "würger" weil er sein halsban nicht ausgestanden - und sich immer gekratzt hat. Aber wir befestigen die Leine an der Kette immer so, dass beie Ringe eingehängt sind, und es ihn nicht "würgt", weil ich diese Methode eigentlich nicht anwenden möchte, müsste anders auch gehen, odeR?? hoffe ihr habt Tipps für mich!!

Danke, Gruß aus Vorarlberg Madlin
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #2
wenn er zieht dreh dich um und lauf in die andere richtung
hat bei kira auch funktioniert.
sie darf ja ziehen aber nur wenn ich mit fahrrad fahre oder mein männl mit ihr joggen geht
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #3
Tja das hab ich auch schon probiert.. geht dann wieder ne weile gut.. Das mit dem Ziehen hat er sowieso erst seit ca. 1 Monat angefangen, davor lief alles super.. aber vielleicht liegt das auch mit dem "Flegelalter" zusammen.. keine Ahnung =)
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #4
Halllöööchen = )))

hab im März eine teckel hündin bekommen und die war auch immer total verrückt -auch jetzt noch und da sie ja jagdlich ausgebildet wurde sind wir in verschiedene Bauanlagen gefahren und so und da war ein Mann mit SEEEHR viel erfahrung und der hat mir geholfen das meine kleine nicht mehr zieht , denn auch teckel haben übelst kraft...

also wenn du mit ihm (dem hund) spazieren gehst , suchst du dir einen dünneren weidestock +der auch geräusche gibt wenn du mal bissel in der luft herumwedelst+ ...damit tippst du ihn auf der nase an, anfangs nur leicht und wenn es nicht hilft musst du halt ein wenig doller machen und dann im gleichem Atemzug zu ihm sagen "Bei Fuss" nach 2-3 mal wirst du merken das es klappt ...aber nimm immer einen stock mit ,..am ende reicht es schon wenn er das geräusch hört, .... irgendwann brauchst du es nicht mehr wenn er weiß *aah das darf ich nicht, ein hund zieht nicht...*

hoffe hab dir ein wenig geholfen !! LG
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #5
Danke!! klingt gut.. werde ich gleich morgen ausprobieren =)
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #6
ja anfangs war es mir auch ungeheuer weil tut ja vll auch mal weh, aber sie merken es sich sehr schnell ...

hoffe hilft dir
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #7
werde es mal "vorsichtig" versuchen.. und mit etwas schärferer stimmte kann ich bei ihm eh meistens viel richten =)
werde dich auf dem laufendem halten, wies klappt :lol:
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #8
oki ,freut mich = )))) schönen abend noch
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #9
Huhu!
Also ich versteh nicht richtig....meinst du man nimmt ein Stock und peitscht sozusagen in die Luft um ein Geräusch zu erzwingen?
Also meiner Meinung nach zieht der Hund doch ne total falsche Verknüpfung...er läuft doch dann nur Fuß aus Angst dass er nicht mit dem Stock auf die Nase gehauen wird (für den Hund ist es nicht angenehm^^)

Ich mein, ich würd dir ja auch nicht nen Stock ins Gesicht tun damit du langsamer läufst...ich glaub da würst du mir auch was anderes erzählen!!

VG
Jasmin
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #10
Ich persönlich hab auch viel Erfahrung mit Ziehen an der Leine!
*grins*
Hab auch ne Goldi-Hündin, die ne Menge Kraft hat.. Die zieht dann richtig aus Protest..
Das sieht dann so aus, dass da überhaupt nichts liegt, oder sie überhaupt nicht schnüffelt, sondern gerade aus guckt.. aber anstatt direkt neben mir zu laufen, zeiht sie und geht ca 1 meter mindestens von mir entfernt entlang.

Ich war lange Zeit in einer Hundschule, in der ich nicht wirklich was gelernt habe.. außer dass meine Kleine ihr Sozialverhalten erlernt hat..
Diese Hundeshule hatte übrigens auch "Winterpause".. naaaaaja.. ich bin nicht sonderlich beeindruckt von dieser "Marotte".
Jetzt, nach ca 5 Monaten Hundeschulen-Pause hab ich endlich wieder begonnen mit ihr in eine Hundeschule zu gehen, welche etwas strenger ist und auch Agility trainiert.. (*freu, freu, freu*)

Jedenfalls, und nun zum Thema:
In dieser alten hundeschule wurde mir gesagt, einfach in ne andre richtung gehen, wenn sie zieht,und das immerwieder, bis sie irgendwann nicht mehr zieht.. *zwinker*
Kannst dir ja denken, was das geholfen hat,.. das ging ein-zwei Tage gut und dann hat sie wieder gezogen.
Naja, bei der neuen Hundeschule, von der ich doch sehr überzeugt bin, gab es anfangs eine persönliche beratungsstunde. da wurde ganz persönlich auf die alltäglichen problemchen eingegangen und was dagegen zu tun ist.
Ich hab das mit dem Ziehen natürlich erwähnt und mir wurde geraten, dass ich das sozusagen als Übung aufbauen soll:

erstmal:
Es gibt die "lange" und die "kurze" Leine (du kannst auch eine nehmen und die eben lang oder kurz machen! ;) ) An der langen Leine kann der Hund schnüffeln und im grunde machen was er will, an der kurzen Leine aber muss er gehorchen und darf nicht mehr schnüffeln, geschweigedenn ziehen!!

Jetzt zur kurzen Leine und der eigentlichen Übung:
Zuerst links neben dir Sitz machen lassen,
dann einfach losgehen ohne was zu sagen und sollte sie dann ziehen,
musst du sie mit der Leine in einem kräfitgem Ruck nach hinten-unten ziehen.. das machst du ungefähr drei-vier mal und <<tadaaaaa>> *g*
wenn der Hund dann eine zeit lang gut neben dir her gelaufen ist (Leine locker lassen und sie muss durchhängen), dann lässt du ihn wieder neben dir Sitz machen, belohnst ihn und lässt ihn laufen, oder eben an der langen Leine tun und lassen was er will!

Bei uns ist das Wunder geschehen.. kein Ziehen mehr.. *hihi* Sie achtet jetzt sogar beim laufen richtig auf mich..

Soo, ich hoffe, du hast dich durch meinen langen Text durchkämpfen können und ich habe dir mit meinen Tips ein wenig weitergeholfen! ;)

Liebe Grüße
Janine
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #11
hm.. stimmt auch wieder.. ich werds einfach mal so probieren: zieht der hund, und hört nicht auf meine stimme, kann ich ja mit dem stöckchen peitesch / ihn antippen.. und wenn er dann auf micht schaut und brav fuß läuft, gleich ein leckerli geben..

so besser?? dann ist es ja eigentlich nur um seine aufmerksamkeit zu bekommen, und er verknüft dann das geräusch mit einem leckerli.. hmm.. ka =)
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tja ich besitze schon eine lange und eine kurze leine - tipp von der hundeschule :lol: bis jetzt hats ja eben gut geklappt.. nur er hat seit neuem diese phase.. weiß nicht.. aber denke mal er ist jetzt sowieso im "flegelalter".. und wenn er gezogen hat, hats halt auch einen "ruck" mit der Leine gegeben, aber nach unten?? muss ich vielleicht auch mal probieren.. =) hab morgen 10 stunden schule.. und danach den Abend vollgepackt, um meinem Hund das ziehen an der leine abzugewöhnen :p
 
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  • Ziehen an der Leine Beitrag #12
also das mit dem nach unten ziehen klappt sicher nur bei großen, weil wenn man das mit kleinen hunden machen will muss man ja auffem boden lang kriechen löl


aber wenns hilft =)))
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #13
+g+ tja da hab ich ja mal glück gehabt, dass meiner schon groß ist.. :p
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #14
lach ja da hast du recht ...teckel und golden retriever scho n "kleiner" unterschied fg
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #15
Dazu hätt ich ne kleine Frage *schäm*

Also mein Hund ist ein RottweilerMix und hat unmengen von Kraft. Das Problem ist das das Halsband deswegen schon ausgeleiert ist, also durch das ziehen.
Wenn ich sie aber zurückzerre ( weil sie eben zieht ab und an ) sieht das aus als wenn ich ziemlich grob mit ihr umgehe. Das heisst mir ist das peinlich wenn andere Leute das sehen und ich hab teiweise bissel Angst, dass die Leute denken ich würd mein Hund da verkloppen ( kennt doch jeder dieses Gesellschaftsdenken *augen roll* )
Jetzt habe ich das so gemacht das ich die Leine hinter meinem Rücken gewickelt habe so das sie bei Fuss laufen MUSS!

Gibts da net noch andere Methoden? Irgendwie ist alles nix, mich regts auf und Aimee ( mein Hund ) tobt nur rum und sieht den ernst der Lage nicht ( wenn ein Auto kommt will se trotzdem rüberlaufen )
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #16
Huhu,
ich hab auch so nen sturen Bengel hier. Völlig resistent gegen Leinführungsübungen. Und inzwischen auch schon so genervt vom ewigen stehenbleiben usw, daß wir gegenseitig an uns verzweifeln...
Das mit dem Ruck nach hinten-unten kann ich mir trotz 68 cm Schulterhöhe nicht richtig vorstellen... da meine Hand ja doch noch höher hängt als sein Hals... Kann das mal jemand etwas plastischer erklären? Muß ich mich vorbeugen dabei? dann hab ich aber doch keine Kraft mehr um die 37kg-Zugmaschine mit Ruck nach hinten zu ziehen??
Etwas ratlose Grüße
Anja

P.S.: Das "Flegelalter" ist natürlich vorhanden, aber auch eine wunderbare Ausrede für alles, was plötzlich nicht mehr klappt... Wir sind da mittendrin, und ich ahne langsam, was Konsequenz ist ;)
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Dazu hätt ich ne kleine Frage *schäm*

Also mein Hund ist ein RottweilerMix und hat unmengen von Kraft. Das Problem ist das das Halsband deswegen schon ausgeleiert ist, also durch das ziehen.
Neues Halsband leisten ?? ;)
Wenn ich sie aber zurückzerre ( weil sie eben zieht ab und an ) sieht das aus als wenn ich ziemlich grob mit ihr umgehe. Das heisst mir ist das peinlich wenn andere Leute das sehen und ich hab teiweise bissel Angst, dass die Leute denken ich würd mein Hund da verkloppen ( kennt doch jeder dieses Gesellschaftsdenken *augen roll* )
Ich weiß, was Du meinst, die Bedenken hab ich auch manchmal und frag mich, was diese Leut wollen... Auf der einen Seite regen sie sich über nicht erzogene Hunde auf, aber auf der anderen seite gucken sie einen auch schief an, wenn man's versucht - auf die ein oder andere Methode... Ich glaub, man muß sich einfach ein unendlich dickes Fell anschaffen und lernen "die Umwelt" zu ignorieren...

Jetzt habe ich das so gemacht das ich die Leine hinter meinem Rücken gewickelt habe so das sie bei Fuss laufen MUSS!
Haben wir auch schon durch, ohne Erfolg... :(
Sorry, anderes weiß ich auch nicht außer... Wir haben bei längeren Spaziergängen meist ein Geschirr, weil er dann auch oft an der Schleppleine läuft. Wenn dann Not am Mann ist, und ich verhindern will/muß, daß er losrennt (andere Rüden, Pferde etc.), halte ich ihn direkt am Halsteil des Geschirrs fest, dadurch verringert sich der Aktionsradius ungemein, und man braucht relativ wenig Kraft (relativ ist relativ... ;) )

Nicht verzweifeln...

LG - Anja
 
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  • Ziehen an der Leine Beitrag #17
Sodele
Es gibt sicher viele Methoden einem Hund die Leinenführigkeit beizubringen, ich benutze folgende. Zum einen gehe ich abrupt Richtungswechsel z.B. wenn der Hund vorprellt drehe ich mich schnell nach links und benutze mein Knie, nicht so das es dem Hund weh tut aber er merkt es, wenn er hinterher hinkt drehe ich mich nach rechts da wird er gezwungen schneller zu laufen. Wenn ich an der Leine rucke dann ist das auch ein Ruck, weil ein einfaches ziehen, da hängt der Hund sich nur ins Halsband und spürt nichts. Manche Hunde werden regelrecht süchtig nach dem Druck am Hals wenn sie ziehen.
Deshalb muß es ein Ruck sein. Dann wechsel ich das Tempo, mal schnell mal langsam und mal normal.
Wenn mein Hund macht was ich erwarte gibt ein Lob, während des Laufens ein wenig und am Ende richtig. Da wird sich auch mal über die Wiese gekugelt. Das ist für meine Rica die beste Belohnung, für Leckerlie hat die eh keinen Sinn.
Da sich die Hunde gerne von Umgebungsreizen ablenken lassen ist es bei allen Übungen wichtig darauf zu achten das es nichts gibt was den Hund ablenkt. Ich fange bei mir in der Stube an, dann gehe ich in den Garten, dann auf einen Waldweg, so kann man das immer weiter steigern.
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #18
Da sich die Hunde gerne von Umgebungsreizen ablenken lassen ist es bei allen Übungen wichtig darauf zu achten das es nichts gibt was den Hund ablenkt. Ich fange bei mir in der Stube an, dann gehe ich in den Garten, dann auf einen Waldweg, so kann man das immer weiter steigern.

Da paßt's bei uns schon net mehr...

In der Wohnung trottet Hundi nur hinter mir her, weil er den Sinn der Übung nicht versteht. Garten haben wir keinen, und Waldweg ist zur Zeit das spannendste wo gibt, Wildfährten ohne Ende... Ich bin quasi immer noch auf der Suche nach der Stelle draußen mit wenig Reizen. Immer wenn ICH denke, hier ist überhaupt nix los, z.b. Weg neben Betonmauer, na dann kraxelt Hundi halt mal eben die Mauer hoch und guckt was oben drauf los ist... :evil:

ABER... mir ist in einem anderen Forum geraten worden, daß wir an unserer Bindung arbeiten müssen, ich solle mehr mit dem Hund gemeinsam machen plus ihn geistig mehr auslasten... Ich war der Meinung, daß unsere Bindung ok ist, Hund achtet beim Freilauf auf mich, kommt, wenn ich rufe, alles prima... Gestern dann hab ich mal richtig Schnüffelsuche im Wald mit ihm gemacht, vorher immer nur so, daß er's gesehen hat, gestern, ohne daß er zuguckte, wo ich die Leckerlis versteckt hab. Er hat sie alle gefunden... Und siehe da, obwohl er nach erfolgreicher Suche immer erst mal wieder abhaute, kam er doch nach einiger Zeit direkt wieder zurück, sobald ich ein Leckerli aus der Rascheltüte geholt hab, und nun kommt's: Auf dem Rückweg nach Hause lief er plötzlich total aufmerksam neben mir her, guckte mich an, guckte, ob nicht vielleicht noch ein Leckerli kommt, setzte sich, blieb stehen, wenn ich es sagte... eine Wohltat, die sogar noch bis gestern zum Nachtspaziergang anhielt. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich einen Hund an der Leine, der auf MICH achtet, nicht auf alles andere...

In unserem Fall ist es also tatsächlich geistige Auslastung gepaart mit gemeinsamen Aktivitäten...

Wollt ich nur mal loswerden, weil ich immer noch total begeistert von unserem AHA-Erlebnis bin. :D

LG - Anja
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #19
Hallo Monalisa!

Das ist ja super, dass es so schön bei euch geklappt hat! Darauf kannst du jetzt weiter aufbauen.

Es kann sein, dass durch die Auslastung im Wald (geistige Förderung), dein Hund viel entspannter war auf dem Heimweg und sich so vollends auf dich konzentrieren konnte.

Als ich mit meinem Leinenführigkeit trainieren musste, bin ich erst mal mit ihm aufs Feld gegangen, hab ihn sich lösen lassen, haben erst ein wenig Frisbee gespielt, hab ihn erstmal schnüffeln lassen. Danach hab ich dann mit den Übungen angefangen. Wenn ich das direkt von der Haustür aus mit ihm trainieren hätte wollen, wäre es ein Desaster geworden. Ein Hund, der noch nicht ausgeglichen ist und sich noch nicht mal lösen konnte kann sich nicht gut konzentrieren. Wenn man es nach einer tollen Auslastung trainieren will, ist das für den Hund viel effektiver. Er kann mit den Gedanken bei dir bleiben und hat wahrscheinlich zum Ende des Spaziergangs Erfolgserlebnisse.

Nun aber ist das Ziehen an der Leine gerade bei schweren Hunden ein ziemliches Problem. Von dieser Stöckchen Methode halte ich rein gar nichts. Ich würde sie auch nicht anwenden, wie Jasmin schon meinte, aus Angst vor Fehlverknüpfungen. Was du aber machen kannst, da ich denke, du hast deinen Hund am Halsband: Führe die Leine einmal unter seinem Vorderlauf durch. Wenn er dann zieht, wird er von seinem eigenen Zug nach unten gezogen, weil die Leine unter den Beinen durchläuft und er somit weniger Kraft in die Leine bringen kann. Wenn er dann neben dir läuft, selbstverständlich gut loben. Die meisten Hunde reagieren sehr gut auf diese Methode. Ich selbst habe sie zwar nur ein zwei mal ausprobiert, weil meiner ziemlich schnell leinenführig geworden ist, und es hat relativ gut funktioniert. Und immerhin besser als den Hund mit einem Zweig auf die Nase zu hauen. Dies kann nämlich auch in Auge gehen, wenn der Hund seinen Kopf dreht oder so.

Aber denk dran, das Training an der Leine ist für einen ausgelasteten Hund viel effektiver, als wenn er direkt von der Haustür aus parieren muss. Klar, sollte er das später auch tun, aber das kannst du ja immer noch einführen, wenn der Hund gelernt hat, wie er sich an der Leine verhalten muss.

Übrigens, Hunde sind Traber. Nichts ist für einen Hund ermüdender, wenn er im Schritt neben Herrchen oder Frauchen hertrotten muss. Vielleicht für die Zeit des Trainings die Geschwindigkeit so anpassen, das der Hund bequem neben einem her traben kann. Natürlich sollte der Hund auch neben einem her gehen können, aber für die Zeit des Trainings würde ich es so machen. Wenn er erst mal weiß, was es mit dem Befehl Fuß auf sich hat, kann man das Training immer neu erweitern.

Sorry für den langen Text.

LG
 
  • Ziehen an der Leine Beitrag #20
Das mit dem Ruck nach hinten-unten kann ich mir trotz 68 cm Schulterhöhe nicht richtig vorstellen... da meine Hand ja doch noch höher hängt als sein Hals... Kann das mal jemand etwas plastischer erklären? Muß ich mich vorbeugen dabei? dann hab ich aber doch keine Kraft mehr um die 37kg-Zugmaschine mit Ruck nach hinten zu ziehen??

Alsoo... :)
Mit der rechten hand nimmst du die Leine, während der Hund links neben dir läuft. Dann zieht er und du greifst mit der linken hand auf die durchgezogenene Leine und drückst sie schlagartig nach unten und gleichzeitig auch ein wenig nach hinten, was den Effekt hat, dass der Hund zu dir gezogen wird und auf dich achtet..
Ist schon schwer.. müsste ich vormachen oder so.. aber vielleicht ist es jetzt ein wenig verständlicher geschrieben??

zu den anderen Methoden:
Ich persönlich muss auch zugeben, dass mir das doch auch etwas unangenehm ist, wenn Leute sehen, wie ich meinen Hund runterzieh.. *g*
Aber ich denke mir eben auch immer: Lästern werden die immer, egal, ob sie jetzt darüber lästern, wie du deinen Hund behandelst (was nur in Laienaugen falsch aussieht..) oder ob sie darüber lästern, dass dein Hund nicht erzogen ist und dich in der Gegend rumzieht.. was wiederrum eher ein Grund ist, über dich zu lästern..
Andere Methoden gbt es natürlich auch, wie zum Beispiel der Halti (Halfter):
Er wird dem Hund an die Schnauze gebunden und hat eine Schnur, mit welcher du den Hund, sobald er loszieht, NICHT ZU KRÄFTIG zu dir schauen lassen kannst! So bekommst du seine Aufmerksamkeit.
Aber: du musst dabei trotzdem die Leine benutzen, den Halfti dann nur als Hilfsmittel hernehmen! ;)
Dann gibt es auch noch eine Leine, die du an deinem Hund befestigst und auch an deinem Bein (am Oberschenkel) wenn er nämlich da zieht, hat er keine Chance, weil er 1.angebunden ist und direkt neben dir läuft und 2.du mehr Kraft in den Oberschenkeln hast, als sonst wo am Körper!
Sobald er ohne Zickereien neben dir herläuft, weil ers aufgegeben hat, loben, loben, loben! :)

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen
Liebe Grüße
Janine
 
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