- Was tun, wenn einem ein Hund zuläuft? Beitrag #1
DyingDream
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Hallo!
Würde gerne hören, was ihr in meiner Situation gemacht hättet und was im allgemeinen zu beachten / zu tun ist, wenn man einem ein Hund zuläuft.
Nun zu meinem 'Fall':
Letzten Freitag war ich im Nachbarort nach einem Spaziergang noch kurz bei einem Supermarkt, der direkt an der Bundesstraße lag.
Dort auf dem Parkplatz irrte ein kleiner Hund rum, ging von Mensch zu Mensch und suchte Essensreste vom Boden auf. (Das beobachtete ich ein paar Minuten aus dem Auto raus.)
Als ich bei den Einkaufswagen war kam der kleine auch gleich zu mir.
Ich machte ihn dann an eine Leine, holte meine beiden aus dem Auto raus und wir warteten eine Weile vor dem Supermarkt.
Als keiner kam bin ich mit dem Hund durch das Dorf/die Umgebung gegangen, weil ich hoffte, dass er nach Hause ziehen würde oder das wir unterwegs jemanden finden, der den Hund kennt. Aber alle die ich ansprach hatten den Hund noch nie gesehen.
Eine Halsband trug der Parson Russel Terrier und daran war eine Marke mit dem Namen "Goofi" und einer Handynummer.
Auf der Handynummer hatte ich mehrmals versucht anzurufen. Ich bekam aber immer nur die Ansage, dass der Teilnehmer per SMS über meinen Anruf informiert werden würde.
Zurück beim Supermarkt, fragte ich dort dann auch noch bei dem Bäcker und an der Kasse.
Ich hinterließ dann noch meinen Namen, Telefonnummer und Beschreibung von dem Hund dort.
Ich erledigte dann meinen kurzen Einkauf und nahm den Hund mit nach Hause.
Zu Hause gab es überraschte Blicke und eine ziemlich negative Reaktion meines Vaters, was mich persönlich total aus der Bahn geworfen hatte. :/
Nun denn...
Ich rief erst bei der Polizei an, die für mein Dorf zuständig war.
Dort verwies man mich dann darauf, dass ich bei einer anderen Polizeistation anrufen müsste, weil ich den Hund ja im Nachbarort (was ein anderer Landkreis war) gefunden hatte.
Zudem sagte man mir, dass ich den Hund dann eben ins nächste Tierheim bringen sollte, aber vorher da anrufen müsste.
Gut... Der nächste Anruf ging dann an die Polizei aus dem anderen Landkreis, wo man mich als erstes etwas doof anmachte, dass ich den Hund überhaupt mitgenommen hatte - und dann auch noch in ein anderes Dorf, was ja gar nicht gut wäre. :roll:
Sie nahmen dann den 'Fall' auf. Ich sagte bescheid, dass ich den Hund dann versuchen wollte in dem und dem Tierheim unterzubringen.
Nächster Anruf ging dann an das Tierheim. Da waren sie sehr freundlich und alles.
Aber teilten mir auch mit, dass sie den Hund nicht aufnehmen könnten.
Zudem müsste ich mir im Vorfeld auch noch bei meiner Gemeinde ein Kostenübernahme-Formular abholen. Andernfalls könnten sie ohnehin nichts für mich tun.
Vom Tierheim bekam ich dann aber den Hinweis, dass ich mit dem Hund zum Tierarzt gehen sollte, um zu schauen, ob er gechipt wäre.
Nächster Anruf ging also an den Tierarzt, der hier eine Straße weiter seine Praxis hat.
Da musste dann aber meine Mutter anrufen, weil ich selbst leider total überfordert war, da mein Vater nur noch meckerte und Vorwürfe machte. *seufz*
Beim Tierarzt war man auch freundlich. Diese meinten, dass man vielleicht über das Internet nach der Handynummer suchen könnte und teilten uns zudem mit, dass die Polizei und auch das Tierheim den Hund annehmen müsste.
Ansonsten könnten wir gegen 19:30 Uhr auch noch vorbei kommen, um nach dem Chip zu schauen. Was die Kosten dafür betrifft hatten wir vergessen zu fragen.
Als wir dann im Internet schauen wollten, war die Netzverbindung weg.
(War klar - war ja auch letzten Freitag, wo der schlimme Vorfall in Japan war und hier auch die Netze ausgeschaltet waren.)
Der kleine Goofi hatte inzwischen auf die Matte vor der Haustür gepinkelt und wir mussten ihn ständig vom Sofa runterholen.
Dazu fing er an das Spielzeug meiner Hunde zu durchwühlen und knurrte meine eine Hündin an, soweit sie sich nährte, während meine andere Hündin dem fremden Rüden nicht so richtig in ihrem 'Revier' duldete.
Unsere Gemeinde hatte Freitags Nachmittags natürlich auch schon lange zu.
Der nächste Anruf bei dem Tierheim ging ins Leere. Auch da war nach 16 Uhr wohl Feierabend.
Also fuhren wir zu der Polizei im anderen Landkreis (unsere kleinen Dorf-Polizei-Dinger waren natürlich auch alle nicht mehr besetzt.).
In der Zwischenzeit hatte ich noch mehrere Male versucht bei der Handnummer vom Halsband anzurufen und schrieb auch noch eine SMS hin.
Bei meiner Arbeit musste ich anrufen um bescheid zu sagen, dass ich nicht kommen kann wegen dem zugelaufenen Hund.
Kurz gesagt: Es war einfach totales Chaos. *seufz*
Bei der Polizei da hinten angekommen, war der erste Kommentar: "Wir können den auch nicht nehmen!"
Dort versuchte man dann mit etwas rumtelefoniererei einen Besitzer zu ermitteln, was aber nicht gelungen ist.
Letzten Endes haben sie den kleinen Goofi dann doch übernommen und mir meine Leine wieder gegeben.
Als mein Vater dann noch nett fragte, was man denn sonst mit dem Hund hätte machen können meinte der Polizeibeamte, dass ich den Hund dort hätte weiter rumlaufen lassen sollen. "Sie sehen ja, was sie davon haben!"
Oh man...
Was ist denn das für eine komplizierte Angelegenheit?!
Ich meine - da lief ein Hund ohne Besitzer weit und breit zwischen Autos rum. Dazu neben einer gut befahrenen Bundesstraße.
Weder hätte ich einen Hund vor meinem Auto haben wollen, noch hätte ich meine Hunde (falls sie -weshalb auch immer- da alleine gewesen wären...) ...
Was hätte ich denn machen sollen? Den Hund da wirklich weiter rumlaufen lassen sollen?
Oder einfach irgendwo anbinden?
Aber da hatte mein Gewissen einfach nicht mitgemacht.
Hätte mein Vater den Terror nicht gemacht, hätte das kurzfristig hier zu Hause sicherlich auch irgendwie geklappt. Wobei es für meine beiden Hunde schon arg stressig mit dem Rüden war.
Am Montag - also 3 Tage danach hatte ich dann auf meinem Handy die Mitteilung bekommen, dass meine SMS nach mehrmaligen Versuchen nicht zugestellt werden konnte.
Ach Mensch... Der kleine Goofi tat mir so leid...
Wie hättet ihr in meiner Situation reagiert?
Wie handelt man allgemein richtig, wenn einem ein Hund zuläuft?
~§~
Würde gerne hören, was ihr in meiner Situation gemacht hättet und was im allgemeinen zu beachten / zu tun ist, wenn man einem ein Hund zuläuft.
Nun zu meinem 'Fall':
Letzten Freitag war ich im Nachbarort nach einem Spaziergang noch kurz bei einem Supermarkt, der direkt an der Bundesstraße lag.
Dort auf dem Parkplatz irrte ein kleiner Hund rum, ging von Mensch zu Mensch und suchte Essensreste vom Boden auf. (Das beobachtete ich ein paar Minuten aus dem Auto raus.)
Als ich bei den Einkaufswagen war kam der kleine auch gleich zu mir.
Ich machte ihn dann an eine Leine, holte meine beiden aus dem Auto raus und wir warteten eine Weile vor dem Supermarkt.
Als keiner kam bin ich mit dem Hund durch das Dorf/die Umgebung gegangen, weil ich hoffte, dass er nach Hause ziehen würde oder das wir unterwegs jemanden finden, der den Hund kennt. Aber alle die ich ansprach hatten den Hund noch nie gesehen.
Eine Halsband trug der Parson Russel Terrier und daran war eine Marke mit dem Namen "Goofi" und einer Handynummer.
Auf der Handynummer hatte ich mehrmals versucht anzurufen. Ich bekam aber immer nur die Ansage, dass der Teilnehmer per SMS über meinen Anruf informiert werden würde.
Zurück beim Supermarkt, fragte ich dort dann auch noch bei dem Bäcker und an der Kasse.
Ich hinterließ dann noch meinen Namen, Telefonnummer und Beschreibung von dem Hund dort.
Ich erledigte dann meinen kurzen Einkauf und nahm den Hund mit nach Hause.
Zu Hause gab es überraschte Blicke und eine ziemlich negative Reaktion meines Vaters, was mich persönlich total aus der Bahn geworfen hatte. :/
Nun denn...
Ich rief erst bei der Polizei an, die für mein Dorf zuständig war.
Dort verwies man mich dann darauf, dass ich bei einer anderen Polizeistation anrufen müsste, weil ich den Hund ja im Nachbarort (was ein anderer Landkreis war) gefunden hatte.
Zudem sagte man mir, dass ich den Hund dann eben ins nächste Tierheim bringen sollte, aber vorher da anrufen müsste.
Gut... Der nächste Anruf ging dann an die Polizei aus dem anderen Landkreis, wo man mich als erstes etwas doof anmachte, dass ich den Hund überhaupt mitgenommen hatte - und dann auch noch in ein anderes Dorf, was ja gar nicht gut wäre. :roll:
Sie nahmen dann den 'Fall' auf. Ich sagte bescheid, dass ich den Hund dann versuchen wollte in dem und dem Tierheim unterzubringen.
Nächster Anruf ging dann an das Tierheim. Da waren sie sehr freundlich und alles.
Aber teilten mir auch mit, dass sie den Hund nicht aufnehmen könnten.
Zudem müsste ich mir im Vorfeld auch noch bei meiner Gemeinde ein Kostenübernahme-Formular abholen. Andernfalls könnten sie ohnehin nichts für mich tun.
Vom Tierheim bekam ich dann aber den Hinweis, dass ich mit dem Hund zum Tierarzt gehen sollte, um zu schauen, ob er gechipt wäre.
Nächster Anruf ging also an den Tierarzt, der hier eine Straße weiter seine Praxis hat.
Da musste dann aber meine Mutter anrufen, weil ich selbst leider total überfordert war, da mein Vater nur noch meckerte und Vorwürfe machte. *seufz*
Beim Tierarzt war man auch freundlich. Diese meinten, dass man vielleicht über das Internet nach der Handynummer suchen könnte und teilten uns zudem mit, dass die Polizei und auch das Tierheim den Hund annehmen müsste.
Ansonsten könnten wir gegen 19:30 Uhr auch noch vorbei kommen, um nach dem Chip zu schauen. Was die Kosten dafür betrifft hatten wir vergessen zu fragen.
Als wir dann im Internet schauen wollten, war die Netzverbindung weg.
(War klar - war ja auch letzten Freitag, wo der schlimme Vorfall in Japan war und hier auch die Netze ausgeschaltet waren.)
Der kleine Goofi hatte inzwischen auf die Matte vor der Haustür gepinkelt und wir mussten ihn ständig vom Sofa runterholen.
Dazu fing er an das Spielzeug meiner Hunde zu durchwühlen und knurrte meine eine Hündin an, soweit sie sich nährte, während meine andere Hündin dem fremden Rüden nicht so richtig in ihrem 'Revier' duldete.
Unsere Gemeinde hatte Freitags Nachmittags natürlich auch schon lange zu.
Der nächste Anruf bei dem Tierheim ging ins Leere. Auch da war nach 16 Uhr wohl Feierabend.
Also fuhren wir zu der Polizei im anderen Landkreis (unsere kleinen Dorf-Polizei-Dinger waren natürlich auch alle nicht mehr besetzt.).
In der Zwischenzeit hatte ich noch mehrere Male versucht bei der Handnummer vom Halsband anzurufen und schrieb auch noch eine SMS hin.
Bei meiner Arbeit musste ich anrufen um bescheid zu sagen, dass ich nicht kommen kann wegen dem zugelaufenen Hund.
Kurz gesagt: Es war einfach totales Chaos. *seufz*
Bei der Polizei da hinten angekommen, war der erste Kommentar: "Wir können den auch nicht nehmen!"
Dort versuchte man dann mit etwas rumtelefoniererei einen Besitzer zu ermitteln, was aber nicht gelungen ist.
Letzten Endes haben sie den kleinen Goofi dann doch übernommen und mir meine Leine wieder gegeben.
Als mein Vater dann noch nett fragte, was man denn sonst mit dem Hund hätte machen können meinte der Polizeibeamte, dass ich den Hund dort hätte weiter rumlaufen lassen sollen. "Sie sehen ja, was sie davon haben!"
Oh man...
Was ist denn das für eine komplizierte Angelegenheit?!
Ich meine - da lief ein Hund ohne Besitzer weit und breit zwischen Autos rum. Dazu neben einer gut befahrenen Bundesstraße.
Weder hätte ich einen Hund vor meinem Auto haben wollen, noch hätte ich meine Hunde (falls sie -weshalb auch immer- da alleine gewesen wären...) ...
Was hätte ich denn machen sollen? Den Hund da wirklich weiter rumlaufen lassen sollen?
Oder einfach irgendwo anbinden?
Aber da hatte mein Gewissen einfach nicht mitgemacht.
Hätte mein Vater den Terror nicht gemacht, hätte das kurzfristig hier zu Hause sicherlich auch irgendwie geklappt. Wobei es für meine beiden Hunde schon arg stressig mit dem Rüden war.
Am Montag - also 3 Tage danach hatte ich dann auf meinem Handy die Mitteilung bekommen, dass meine SMS nach mehrmaligen Versuchen nicht zugestellt werden konnte.
Ach Mensch... Der kleine Goofi tat mir so leid...
Wie hättet ihr in meiner Situation reagiert?
Wie handelt man allgemein richtig, wenn einem ein Hund zuläuft?
~§~