viel rasse wenig klasse (WDR)

Diskutiere viel rasse wenig klasse (WDR) im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Nur aus Neugier.. Sind wirklich alle Rassehunde so verzüchtet? Beim Bernersennen stimm ich euch voll und ganz zu, die werden überhaupt nicht...
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  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #21
Nur aus Neugier.. Sind wirklich alle Rassehunde so verzüchtet? Beim Bernersennen stimm ich euch voll und ganz zu, die werden überhaupt nicht (mehr?) alt, leider :(
Wie sieht das denn beispielsweise beim Malteser aus?
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #22
So einen Ähnlichen Bericht´gab es doch erst mal Kürzlich auf RTL 2 oder Irre ich??

Ich werde Ihn mir ansehen und dann schreiben was ich davon halte
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #23
Hey,

meine Schwester erzählte mir mal, es wird versucht eine neue Rasse aus Mops und Beagle zu züchten. Damit der Mops freier atmen kann und der Beagle ruhiger wird. Sowas finde ich okay, wenn das mit aller korrektheit und Test der Elterntiere durchgezogen wird.
Du meinst "Puggles" (Pug + Beagle)... Ein Mischling und Designerhund, genau wie Maltipoo, Labradoodle und wie sie alle heißen. Ich muss sagen, dass ich speziell den Puggle sehr fragwürdig finde, weil die gekreuzten Rassen sich stark unterscheiden und du daher nicht davon ausgehen kannst, dass ausgerechnet die Eigenschaften zum Tragen kommen, die sich gut ergänzen würden.

Das Problem daran hat *Mischling* schon angesprochen. - Es braucht Zeit, um eine Rasse gesund zu kriegen. Einfach x mit y mischen reicht nicht aus und ist genau das, womit gerade Geld gemacht wird. Man rührt fleißig die Werbetrommel und verspricht mopsverliebten Leuten, dass Puggles nicht unter der kurzen Nase des Mops leiden müssen und den Beaglemenschen, dass es ruhigere, knuffelige Gesellen werden, aber das Resultat, auch im Charakter, ist aufgrund der fehlenden Zuchtgrundlage ungewiss. Wenn du Pech hast, kommt dabei alles zusammen, was nicht harmoniert. Ob man dem Hund damit etwas Gutes tut? ... Man darf gespannt sein. :|

Die Sendung werde ich mir später anschauen, eure Kommentare dazu haben mich neugierig gemacht.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #24
Ich finde es vor allem eine Dreistigkeit den Beagle ruhiger züchten zu wollen. So ist nunmal seine Art und wer damit nicht klarkommt, soll sich so eine Rasse bitte nicht zulegen. Es gibt genug Rassen die ruhiger sind. Sowas treibt mich echt zur Weißglut und unterstützt nur den Gedanken, sich Rassen aufgrund des Aussehens zu holen. "Ich hätte gerne einen Beagle, aber die sind mir zu wild" - ja, was genau gefällt denn dann an der Rasse? Wenn ich keinen Hund will, wie den Schäferhund, der viel Arbeit MIT seinem Menschen braucht, dann komme ich nicht auf die Idee sein WTP rauszuzüchten, sondern schaue mich nach einer anderen Rasse um.

Um wieviel Uhr kommt denn die Wiederholung? (sry, falls ich es überlesen habe).
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #25
Ich habe im zweiten Post einen Link zur Mediarthek gepostet, da kann man sich den Beitrag angucken.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #26
Die Wiederholung kommt um 14:15... also gleich. Somit braucht man es sich nicht mal in "klein" am Bildschirm anzugucken, wenn man noch ein halbes Stündchen warten kann.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #27
Ich finde es vor allem eine Dreistigkeit den Beagle ruhiger züchten zu wollen. So ist nunmal seine Art und wer damit nicht klarkommt, soll sich so eine Rasse bitte nicht zulegen. Es gibt genug Rassen die ruhiger sind.

Das sehe ich genauso. Hunde für faule Menschen zu züchten, ist schlimm. Noch dazu, wenn diese Rassen dann unter ihrem Aussehen dermaßen leiden.

Aber gibt es wirklich Rassen, die deutlich ruhiger als ein Beagle sind, dabei aber einen gesunden, absoluten unextremen Körper haben? Oder sind das dann wieder kurzbeinige, kurznasige, dicke Fellbomben, die gar nicht temperamentvoller sein könnten?
Mir fallen nämlich gerade gar nicht so viele Rassen ein, die ruhiger sind und dabei trotzdem gesund... *grübel*

@ Saphi09: Nein, es sind nicht alle Rassehunde so verzüchtet. Der Cairn Terrier beispielsweise ist sehr gesund. Ich kenne einige Hunde, die 17 Jahre alt wurden. In unserem kleinen Cairn Terrier Forum wurde dieses Jahr sogar eine Hündin volljährig. 12 bis 15 Jahre sind für Cairns absolut normal. Meine beiden sind jetzt 7 und 2 Jahre alt. Tabs hatte als Welpe eine Helicobacter Infektion, was jeden Hund treffen kann und seitdem nie wieder etwas. Cuno war noch nie krank. Die genetische Basis ist breit, das Aussehen ohne Extreme (obwohl mir die Vorgesichter fast schon zu kurz werden) und die Rasse ist keine Moderasse. Trotzdem sind sie aber auch nicht so extrem selten, dass es nicht genug Individuen gibt. Aber es gibt ein Nord-Süd-Gefälle. Im Norden sind sie deutlich bekannter und beliebter und aus dem Norden kenne ich 2 Hunde, die durchaus ein paar Problemchen haben (empfindliche Haut und Verdauung).

Auch der Australian Terrier und der Australian Silky Terrier stehen schon in ihrer Entstehung auf einer breiten genetischen Basis, da sie über lange Zeit recht natürlich in einem großen Landstrich entstanden sind, m.H. vieler Rassen und vieler Individuen. Und auch sie sind sehr gesund, robust und langlebig.

Generell gibt es unter den Terriern viele sehr gesunde Rassen, aber auch einige, die ihre Problemchen haben. Der Westie und Yorkie haben viele Krankheiten als Modehunde, der Scottish leidet und Wehenschwäche und hoher Kaiserschnittrate (wundert aber bei dem Gebäude auch nicht weiter), der Cesky hat Lymphkrebsprobleme durch enge genetische Basis, da er aus nur wenigen Hunden (da waren nicht mal 10 verschiedene Tiere in der Entstehung der Rasse beteiligt) gezüchtet wurde.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #28
Uiuiui,ich hab die Reportage natürlich auch angeschaut und war die ganze Zeit am Fluchen.Was der nette Herr Däuber sich da mal wieder zusammen gereimt hat ist echt lächerlich.Die ganze Reportage kam eigentlich nur ihm zu Gute,weder dem Toller,dem VDH und den Züchter-die sind ja alle böse und nicht nett.
Das seine Welpen offene Schädeldecken haben,nackt sind und was weiß ich nicht alles,liegt keines Falls an der Inzuchtrate,sonder eher an seiner 'Zucht'.Es ist nämlich so,dass er eine Wurf Fox Terrier hatte,dann 3 Jahren(von 03-05)6 Tollerwürfe,in keinem Verein,hatte und zu Guter letzt 2 Würfe im TCD.Naja,das macht dann halt 12 jahre Tollerzucht Erfahrung... :eusa_think:
(so ahtte ich das im tollerforum gelesen)
Im Tollerforum war natürlich auch viel los,es wurden massig Beschwerdebriefe geschrieben.

Ich finds eine Frechheit von WDR so etwas ins TV zu bringen,Laien glauben den Mist natürlich.Auch das sie das so einseitig 'erlären',den VDH zum Buhmann zu machen,obwohl dieser schon ganz andere Zuchtlinien für (Bull-)doggen hat und den Herr Däuber zum retter der rasse machen,ich wusste gar nicht,dass das mit einem Wurf geht,ist wirklich unverantwortlich.

Liebe Grüße
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #29
Aber gibt es wirklich Rassen, die deutlich ruhiger als ein Beagle sind, dabei aber einen gesunden, absoluten unextremen Körper haben? Oder sind das dann wieder kurzbeinige, kurznasige, dicke Fellbomben, die gar nicht temperamentvoller sein könnten?
Mir fallen nämlich gerade gar nicht so viele Rassen ein, die ruhiger sind und dabei trotzdem gesund... *grübel*
Gut, das kommt natürlich darauf an, was die Leute damit meinen als sie sagten, sie wollen einen ruhigen Beagle. Für mich klingt das sehr nach "er solle bitte keinen beagletypischen Dickopf und Jagdtrieb haben". Den kriegt man in den meisten Fällen nur mit konsequentem Antijagdtraining unter Kontrolle, da der Dickkopf auch gerne daraus resultiert, dass er eine sehr gute Nase hat und die aufgefangenen Gerüche sehr sehr interessant sind. Ich behaupte mal, dass man das Problem bei Bichonrassen oder vielleicht einem Showlabbi nicht unbedingt hätte, gerade weil bei ersterem oft der Jagdtrieb fehlt. Die brauchen zwar auch entsprechende Auslastung, sind aber m.E. viel mehr auf den Menschen fixiert. Gerade Hunde, wie Beagle, die das nicht zwangsweise sind, werden dann oft als "unerziehbar" betitelt und man will sie dann ruhiger bekommen, in Form von "der Jagdtrieb muss fott, wir holen den Mops jetzt dazu". Ich fürchte, einige Terrierassen wird es demnächst auch treffen, ganz vorn dabei sind Jacky und Parson. Ich meine, der Jacky wird ohnehin schon öfter mit dem Mops gekreuzt.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #30
Mir kommt es ehrlich gesagt gar nicht so vor, als wolle er weiterhin den Toller retten. Gerade als er am Ende das Designerhundebuch aufschlug, hatte ich schon den starken Eindruck, dass er genau das in Zukunft weiter machen will. Designerhunde "züchten". Ich denke, über die F1 Generation wird er da gar nicht hinauskommen.
Ich finde auch die Wahl des Aussies sehr fraglich. Klar, die lassen sich gut verkaufen... Aber einen Hüter mit einem Retriever finde ich, wenn es um die Erhaltung, Rettung und Verbesserung einer Rasse geht, schlicht und ergreifend Quatsch. Denn da sollte es auch um die Erhaltung des Charakters und der Gebrauchseigenschaften gehen. Und so ein Hütehundcharakter mendelt sich ja nicht weg nur weil man nett "Bitte" sagt. :roll:
Der durchgecheckte, gesunde Goldie wäre da vielleicht schon eher was gewesen. Die Aussage, dass das wegen des falschen Verbandes nicht ginge, ist ja auch Tünneff. Der gute Grundschullehrer ist ja nun eh aus dem VdH raus. Da spielt das doch dann auch keine Rolle mehr. Es sei denn, denen war ihr Goldi zu schade. :mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@ Pewee: Ja, die MopsXRussel Kreuzung finde ich persönlich aber recht gefährlich für den Hund. Was, wenn die Welpen die Nase eher vom Mops, das Temperament aber vom Russell haben. Arme Tiere.

Die Bichons sind ruhiger, bei einigen sind aber sicher die Fellmassen schuld und auch die Nasen empfinde ich schon als etwas grenzwertig bei manchen Rassen. Auch Rassen, bei denen die Augen auch im Erwachsenenalter noch schielen und aussehen, als würden sie gleich aus dem Kopf ploppen, würde ich mir nicht anschaffen.
Viele Bichons zeigen ja ungeahntes Temperament, wenn ihnen das Fell gestutzt wird. Ich kenne da hier einige Rentner, die mit ihren pflegeleicht geschorenen Bichonrassen die ersten 3 Jahre gänzlich überfordert waren, wegen des Temperaments. Danach hatten sie es mit Gutschigu geschafft, die kleinen Tierchen rund wie Luftballons zu füttern, wonach diese aus purer Dankbarkeit dann ihr herrlich ruhiges Wesen entfaltet haben.
Diese Taktik wird auch gern beim Beagle angewandt. :eusa_wall:

Und Show-Labbis sind bezüglich ihrer Körpermasse teils auch schon recht grenzwertig. Ich würde bei den Ausmaßen mancher auch sofort das Jagen und das Apportieren einstellen. Wie der eine Promilabbi bei Martin Rütter. (Der vom Fußballer - mir ist der Name gerade entfallen.)
Den schlanken Showlabbis, die ich kenne, ist das wurscht, dass sie angeblich nicht jagen und nicht viel Auslastung brauchen. Die bestehen da trotzdem drauf. Aber vielleicht kenne ich auch die falschen Labbis. Die Hündin meines Onkels ist selbst mit eingen Kilos Übergewicht noch unerträglich temperamentvoll. :roll: *Scherz*

Aber im Nachbardorf wohnt ein Cairn mit Cunofarbe. Breiter als hoch. Mitlerweile hat er den Gang einer englischen Bulldogge. Der jagt auch nicht mehr und läuft brav im Schritt neben Omi her. Dazu hat er noch volle Puschelfellmontur. :shock:

Solange eine Rasse verfressen ist, spielt der Charakter keine Rolle. Man kann sie problemlos an die eigene Bewegungsfreude anfüttern.

Aber bezüglich der verschiedenen Triebe gebe ich dir natürlich Recht. MMn hat aber fast jede anatomisch gesund wirkende Rasse irgendeinen Trieb. Ist man faul und möchte sich von der Hundehaltung trotzdem nicht abbringen lassen, muss man sich eben das geringste Übel rauspicken, bei dem der Hund immer noch einen gesunden Körperbau hat und auch nicht ruhig (fett) gefüttert wurde. *find*
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #31
Ja, die MopsXRussel Kreuzung finde ich persönlich aber recht gefährlich für den Hund. Was, wenn die Welpen die Nase eher vom Mops, das Temperament aber vom Russell haben. Arme Tiere.

Da kann ich dir nur zustimmen. Meine Mutter war ganz stolz als sie mir das berichten konnte, weil ich ihr immer "verboten" habe, einen Mops zu holen, wenn ich mich auch darum kümmern soll, aus dem Grund der Qualzucht. Sie meinte, dass jetzt alles besser würde und ich hatte genau deinen Gedanken!

Das Problem ist halt, ich meine, es ist noch nicht so lange her seitdem Hunde jetzt vermehrt mit dem Gedanken assoziiert werden, einfach treudoof neben ihrem Herrchen hinterherzurennen. Fast jede Rasse wurde aber mal als Gebrauchshund genutzt und auch vor der Gemeinschaft mit dem Menschen waren ihre Triebe so ausgeprägt, dass sie diesen auch relativ selbstbestimmend nachgehen konnten. Wie kann man jetzt von überhaupt irgendeiner Rasse erwarten, sie solle "ruhig" sein? Vielleicht sind da meine Ansprüche an einen Hundehalter wieder zu hoch, wer aber nur erwartet, eine viertel Stunde Gassigang am Tag reicht und sonst ist der Hund einfach das "Vieh" was sich in der Wohnung aufhält - der hat meines Erachtens nicht verstanden, was Hundehaltung ist. Deswegen würde ich mittlerweile sogar so weit gehen und sagen, wer einen "ruhigen" Hund haben will, hat irgendwie etwas falsch verstanden. Ich kann es natürlich verstehen wenn er sagt "mein Hund sollte keinen Jagdtrieb haben" - gut, dann holt man sich einfach keinen Hund mit Jagdtrieb. Aber wieso soll ein Hund prinzipiell "ruhig" sein?
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #32
Ich finds eine Frechheit von WDR so etwas ins TV zu bringen,Laien glauben den Mist natürlich.Auch das sie das so einseitig 'erlären',den VDH zum Buhmann zu machen,obwohl dieser schon ganz andere Zuchtlinien für (Bull-)doggen hat und den Herr Däuber zum retter der rasse machen,ich wusste gar nicht,dass das mit einem Wurf geht,ist wirklich unverantwortlich.
Ich denke, man sollte sich nun nicht endlos über diesen einen Mann aufregen, sondern den Beitrag mal im Ganzen sehen. Es war es ja nicht alleine, der sich skeptisch zu den Zuchtrichtlinien und der Macht des VDH geäußert hat. Und wenn ich höre/lese, dass der VDH ja nun schon ganz andere Richtlinien bei einigen Rassezuchten hat, dann kommt mir trotzdem die Galle hoch, denn dieser Verband und seine Mitglieder hat doch jahrelang die Qualzuchten toleriert bis unterstützt. Wie kann man sowas denn so vehement in Schutz nehmen, wenn die Missstände doch über Jahre bekannt waren und ignoriert wurden? Welcher Verband darf denn untätig zusehen, wenn die von ihm betreuten Rassen alleine und ohne medizinische oder menschliche Hilfe kaum noch lebens- und fortpflanzungsfähig sind?

Selbstverständlich erschließen sich auch mir einige seiner Aussagen und Ansichten nicht wirklich (das fing schon bei der Verpaarung Toller und Aussie an). Aber mit seiner Kernaussage bezüglich der generellen Missstände in der Hundezucht hat er doch Recht.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #33
Das Problem ist halt, ich meine, es ist noch nicht so lange her seitdem Hunde jetzt vermehrt mit dem Gedanken assoziiert werden, einfach treudoof neben ihrem Herrchen hinterherzurennen. Fast jede Rasse wurde aber mal als Gebrauchshund genutzt und auch vor der Gemeinschaft mit dem Menschen waren ihre Triebe so ausgeprägt, dass sie diesen auch relativ selbstbestimmend nachgehen konnten. Wie kann man jetzt von überhaupt irgendeiner Rasse erwarten, sie solle "ruhig" sein? Vielleicht sind da meine Ansprüche an einen Hundehalter wieder zu hoch, wer aber nur erwartet, eine viertel Stunde Gassigang am Tag reicht und sonst ist der Hund einfach das "Vieh" was sich in der Wohnung aufhält - der hat meines Erachtens nicht verstanden, was Hundehaltung ist. Deswegen würde ich mittlerweile sogar so weit gehen und sagen, wer einen "ruhigen" Hund haben will, hat irgendwie etwas falsch verstanden. Ich kann es natürlich verstehen wenn er sagt "mein Hund sollte keinen Jagdtrieb haben" - gut, dann holt man sich einfach keinen Hund mit Jagdtrieb. Aber wieso soll ein Hund prinzipiell "ruhig" sein?

Da kann ich dir nur sowas von zustimmen. :045:
Hunde hatten doch schon immer Aufgaben. Wer einen so unanstrengenden, ruhigen Hund haben möchte, der sollte es lieber lassen. Mit ein bissel Mühe und Auslastung seitens des Besitzers lassen sich doch ganz viele Rassen zu angenehmen, netten Familienhunden und Begleitern machen. Mt rassegerechter Auslastung gibt es da so viele geeignete Rassen, einfach weil Hunde von Natur aus sozial sind und den Menschen und seine Familie brauchen.

Aber genau in dieser fehlenden Aufgabe liegt ja auch das Problem der Rassehundezucht. Sobald der Mensch eine Rasse hübsch findet, sie aber gerne ohne ihren lästigen Charakter wünscht (da gibt es ja unzählige Beispiele), geht die Zucht aufgrund der Nachfrage Richtung Optik. Und da werden dann die gewünschten Äußerlichkeiten mit der Zeit immer stärker hervorgehoben, was oft absolut ungesund für die Rasse selbst ist. Man braucht nur mal Dackel aus reinen Jagdgebrauchszuchten anzuschauen. Die sind leichter und haben deutlich mehr Bodenabstand. Die rauhaarigen haben viel knapperes Fell. Die extrem tiefergelegten, langgestreckten sind im Jagdgebrauch einfach nicht praktisch. Der Hund braucht ja Ausdauer und hat eine Aufgabe.

Meiner Meinung nach sollte man sich als Mensch einfach damit abfinden, dass Hunde Temperament und Triebe haben. Sinnvoll ist es, sich für sich selbst klar zu werden, welcher Trieb einem besser liegt und ob man Eigenständigkeit oder wtp bevorzugt.

@ Dogma: Das sehe ich genauso. Die Grundaussage der Sendung stimmt schon und der eine TA und die Österreicherin waren auch sehr interessant zu hören.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #34
Das war allgemein auch mein Problem. Das ganze war ein Portrait über Rasse - und Qualzuchten. Diese Qualzuchten usw. sollen umgangen werden mit einer "Mischlingszucht". Im Endeffekt wurde dann nur erklärt, dass diese Hunde gesünder sind, aber es wurde nicht gesagt wie das dann mit Zuchtverbänden usw. gehalten werden soll.
So werden die Leute, meiner Meinung nach ein wenig dazu angeregt Mischlinge zu kaufen. Die Gefahr, dass sie an Vermehrer geraten ist dann nunmal groß.

Also, die Dame mit den Doggen fand ich besonders schlimm. Das war ja mal ganz furchtbar. Zwinger, unendlich viele Hunde und gaaanz viel Geld, dass sie verdienen wollte. War die auch beim VDH? Hatte ich nicht mitbekommen...

Vom Prinzip her fand ich die Aussage aber gut, mir wäre nur lieber gewesen, wenn man das mit der Mischlingszucht ein wenig genauer erklärt und eventuell auf andere Möglichkeiten hingewiesen hätte.
Stellenweise wirkte das ganze auf mich total fanatisch und richtig krank. Da wird der Hund nicht mehr als Lebewesen gesehen sondern als Marionette um die optischen und finanziellen Wünsche von Herrchen oder Frauchen zu erfüllen.
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #35
SO Bericht angeschaut: was soll ich sagen?? Ich finde es eine Frechheit vom VDH das er nicht einsieht das sich die Rassen Kaputtzüchten. Modehunde finde ich auch falsch besser währe es durch einkreuzetn DIE Rasse zu erhalten und den Toller Zb wieder Gesünder zu bekommen. ich finde es Übrigens klasse von dem Mann das er ausgestiegen ist und nun versucht die Toller zu retten. Zuerst dachte ich "Toll noch einer der Mischlinge Produzieret" doch als ich alles gesehen/gehört hatte war ich Begeistert er will die Hunde ja dann auch nicht "Aussoller" nennen oder ähnlich sondern er will die Rasse erhalten und daher finde ich es durchaus ok.

Übrigens finde ich es auch Krank gerade die rassen gemeinsam zu verpaaren und einen Modehund zu Produzieren die so gar net zusammenpassen
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #36
@Flumina: Seine Idee ist durchaus gut, aber lies dir mal die anderen Beiträge hier genau durch, dann wirst du sehen, was er dabei vergisst: Er scheint keinen Wert auf gesundheitliche Kontrollen zu legen, die Kreuzung alleine reicht ja schon, er hat eine zweifelhafte Wahl getroffen, was den Aussie als Mischungspartner angeht und er unterschätzt den "Langzeitaufwand" ganz gewaltig. Mal abgesehen davon, dass ich seinen "Zuchtraum" nicht gerade ansprechend finde und mir bei ihm eh keinen Hund holen würde.

Ich kann den anderen hier nur Recht geben: "Ruhige Rassen" gibt es für mich auch nicht. Wie schon gesagt wurde - jeder Hund hatte einmal eine Aufgabe und auch wenn er diese heute meist nicht mehr zu erfüllen hat, steckt sie dennoch in seinem Charakter und seinen Genen. Wer einen Hund halten möchte, sollte nicht danach fragen, wie man das hübsche Äußere von Hund A mit dem Charakter von Hund B bekommen kann, sondern sollte sich überlegen, welcher Art von Hund er gewachsen ist. Und letzten Endes ist der Charakter des Hundes - freundlich, kinderlieb, nicht gerade bellfreudig - immernoch 1. von Hund zu Hund unterschiedlich, auch wenn sein Rasseportrait ihn eigentlich als Wachhund oder sonstiges betitelt, und 2. Erziehungssache. Nicht alles bekommt man an einen Hund ran oder weg, aber vieles verschuldet man selbst. Und gerade die Eigenschaften, die sich viele bei ihrem Hund wünschen, sind jene, die man durch Prägung und Erziehung erlangt und nicht durch die Paarung von Hund A und B. Nur irgendwie vergessen das viele ganz schnell, wenn sie im Rasseportait von "Familienhund, intelligent, einfach zu erziehen, ruhig und souverän" lesen. Die Vorstellung scheint für viele einfach zu verlockend zu sein, dass es ja angeblich so einfach ist, einen gut erzogenen Hund zu bekommen.

Und was heißt das jetzt für die anderen Rassen? Hirtenhunde sind angeblich nicht gerade familien- und kindergeeignet, sind bellfreudig, bewachen alles und lassen sich nur schwer erziehen. Mein Hund ist vll nur zu 50% ein "Hirte", aber er ist sehr wohl "familientauglich". Der einzige Charakterzug, der für mich bei der Zucht eine Rolle spielt, ist die allgemeine Stärke des Nervenkostüms. Ich sehe genügen Malis aus der "Leistunsgzucht", die als "triebig, bell- und beißfreudig" vermittelt werden. Kein Hund kommt aber aggressiv (und nichts anderes ist der "Trieb" für mich in diesem Fall) auf die Welt. Lediglich seine Nerven sind so schwach und seine Reizschwelle so niedrig, dass er schnell durch die Decke geht und daher auch besser empfänglich für Aggression, aber auch z.B. Hektik und Unruhe ist.

Und wenn ich mir den Beagle mit Mopsnase und Mopsrute vorstelle finde ich das nicht gerade prickelnd. Die Idee an sich ist durchaus gut, nur die Umsetzung hapert mal wieder....

LG
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #37
Was soll am Aussie als Zuchtpartner falsch sein?? Toller Und aussie sind sehr Arbeitsfreudig und ich schätze den Toller immer als Hütehund ein. ich finde das Passt. gesundheitlich hat er doch auch geschaut den Goldi hat er zb abgewiesen (ok das war wegen dem Zuchtverband) aber wenn der net gesund gewesen währe hätte er Ihn sicher nicht genommen.

ich bin gespannt ob man von dem wieder mal was Liest/Hört
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #38
Der Toller geht eigentlich eher in die Richtung eines Labbi:
Gezüchtet zur Entenjagd, findet der Nova Scotia Duck Tolling Retriever heute auch Einsatz als vielseitiger Familienhund und als Sporthund in vielen Disziplinen.
[...]
Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever ist ein Hund, der ein sehr ausgeprägtes Spielverhalten zeigt. Er schwimmt gern, apportiert gut und gilt als intelligent und sehr gelehrig


Anscheinend zeigt er ab und an Hüteverhalten, was aber wohl unerwünscht ist. Allerdings zeigen das viele Hunde, die ich kenne, auch wenn sie eigentlich keine Hütehunde sein sollten.^^ Der Aussie ist aber voll und ganz Hütehund, mit Leib und Seele, eher in die Richtung des BC. Die Größe passt schon zusammen, aber der Charakter wie ich finde nicht ganz. Viele Rassen werden außerdem als "intelligent und gelehrig" bezeichnet, das hat weniger mit der Verwendung zu tun. Die Beschreibung des Hovis liest sich phasenweise gleich wie die des Aussies, aber das sind zwei ganz unterschiedliche Charaktertypen ;). Man darf auch nicht vergessen, dass der Aussie eine gewisse Eigenständigkeit an den Tag legt und mehr oder weniger "selbstständig entscheiden" können soll, der Toller soll ein typischer Retriever sein, menschengebunden und mit viel WTP. Ich finde einfach, da hätte man mit einem Labbi oder Goldi eine bessere Wahl getroffen.

Außerdem, wenn er schon die Krankheiten umgehen will:
Wie bei Collies tritt beim Australian Shepherd der MDR1-Defekt auf, der eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervorruft. 6,9 % der untersuchten Hunde sind reinerbig für den Defekt; daraus ergibt sich eine Trägerfrequenz von 38,7 %.

Ebenfalls vorhanden sind Epilepsie, Katarakt, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED), Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Allergien, Schilddrüsen- und Herzprobleme. Diese Krankheiten nahmen in den letzten Jahren vermehrt zu, was sicherlich auch an dem Boom in der Zucht und der damit teilweise wilden Vermehrung dieser Rasse lag.

Bei Merle x Merle-Verpaarungen kann es zu schweren Defekten wie Blindheit oder Taubheit kommen. Solche Paarungen sind darum in der Schweiz und Deutschland als Qualzucht verboten.


Klar, keine Rasse ist völlig gesund, aber dennoch gilt es, das zu bedenken. Und er hat den Goldi ausschließlich wegen der fehlenden Verbandszugehörigkeit abgewiesen, von den ganzen Kontrolluntersuchungen schien er ja nicht viel zu halten. Ob er seine Hunde hat untersuchen lassen wurde auch mit keinem Wort erwähnt. Wie ich schon schrieb: Die Schuld liegt seiner Meinung nach ja bei der Inzucht, also keine Verwandtschaft - keine Probleme. Nach den Checks des Goldis hat er übrigens nur gefragt, weil der VDH es vorschreibt. Er hat es auch nur widerwillig vom Goldi verlangt, denn er selbst vermittelte während der ganzen Reportage nicht den Eindruck, als würde er es für nötig halten. Und bei seinen Hunden hat er es eben nicht gemacht. Jetzt "züchtet" er ohne Verband weiter und auch ohne die Tests.... Ganz toll.

LG
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #39
Hmm ich hatte schon das gefühl das er sich dafür interessiert er sagte ja bei den Messen auch immer das es Qualzuchten seien und er Hörte bei seinen Hunden auf eben weil es nur noch Kranke würfe gab. alles in allem denke ich das er gute chancen hat klar es ist ein weiter weg aber es ist ein anfang
 
  • viel rasse wenig klasse (WDR) Beitrag #40
Ja, die MopsXRussel Kreuzung finde ich persönlich aber recht gefährlich für den Hund. Was, wenn die Welpen die Nase eher vom Mops, das Temperament aber vom Russell haben. Arme Tiere.
Also daher beschränkt man sich bei der Erzüchtung einer neuen Rasse ja nicht nur auf die F1 Generation. Man wird dann mit denjenigen Welpen weiterzüchten, die eben die erwünschten Eigenschaften haben. So funktioniert die Zucht doch überhaupt, oder?
Das heißt nicht, dass ich das total toll finde, und mir nen Puggle holen will. Ich bin immer noch dafür, wenns eh ein Mischling sein soll, geht man doch besser ins Tierheim. Da wissen die Pfleger auch um das Wesen des Hundes bescheid. Ich finde auch nicht, dass wir in der Position sind, dass wir Hunde nachzüchten müssen, weils es sonst nicht genug davon auf der Welt gibt...


Was mich bei der Reportage auch irritierte war, dass der Züchter sich, als er noch beim VDH war, nach Golden Retrievern umgesehen hat, und am Ende hat er den Hirtenhund genommen... Das hab ich nicht verstanden. Warum denn nicht den getesten, gesunden Rüden von der Züchterin?
 
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