Katze aggressiv bei Fremden

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Kamekatze

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So nun ist es so weit - früher als erwartet. Da meine Eltern sie nun nicht mehr behalten können und sie auch kein anderer nimmt kommt unsere Katze zu mir. Dort wird sie fremden Menschen begegnen. Nun ist da aber ein Problem: Wenn wir Besuch haben, reagiert sie aggressiv (bei einigen flüchtet sie auch "nur"). Sie setzt sich dann immer hin in gebückter Haltung, starrt einen an und gibt merkwürdige Laute von sich, teils ein tiefes "Maaaaau", teils ein Knurren, fauchen, Schwanz peitschen und wenn man ihr zu nah kommt verteilt sie Hiebe. Uns gegenüber verhält sie sich genauso, wie dem Fremden, aber nur zur Zeit des Besuches. Sobald der Besuch weg ist und sie das realisiert hat verhält sie sich wieder ganz normal, streicht uns um die Beine, lässt sich streicheln etc.

Manchmal wenn sie alleine in einem Zimmer sitzt und jemand es betritt flüchtet sie panikartig. Wenn sie keine Fluchtmöglichkeit sieht, zB in einem schmalen Flur, droht sie oder verteilt wenn jemand nur vorbeigeht auch mal direkt Hiebe.
In einem größeren Raum weiche ich ihr meist auf großer Distanz aus und sag dem Besuch, er soll sich nicht an die Tür stellen, sodass sie die Möglichkeit hat aus dem Raum zu flüchten.

Einerseits spricht das wohl für Angst. Andererseits bleibt sie auch manchmal in dem Raum sitzen, natürlich genau an die Stellen wo man ran muss, zB unter einem Waschbecken. Oder aber sie "beschlagnahmt" Dinge wie die Tasche meines Freundes, dh sie setzt sich einfach mitten drauf und jeder, der sich dieser Tasche nähert, zB um etwas herauszuholen, wird sofort attackiert. Ich weiß es ist wohl nicht angebracht, aber manchmal half da nichts anderes, als diese Katze anzusehen, ein scharfes "Nein!" auszusprechen und mit dem Finger zur Tür zu zeigen. Nach einer Weile protestieren hat sie dann verstanden, dass ich sie nur von der Stelle weg haben will und sie geht, teils mit einem Schnauben - wobei sie da nicht panikartig flüchtet, sondern regelrecht rausstolziert - aus dem Raum.

Als sie klein war, hat sie das noch nicht gemacht. Sie wurde mal von einem der Besuche schlecht behandelt - vermuten wir, denn seit er mit ihr in einem Raum war, zeigt sie dieses Verhalten, auch Menschen gegenüber, die sie kennt. Ob das damit zusammenhängt weiß ich aber nicht genau. Das mit der Angst würde ja dafür sprechen, aber das mit dem Dinge beschlagnahmen etc ist etwas widersprüchlich.

Viele von den Besuchern haben Angst vor dieser Katze - und wenn ich sie nur so erleben würde, wie sie sich während seiner Anwesenheit verhält, kann ich das gut verstehen :(
Aber wenn der Besuch wieder weg ist, ist sie wieder die liebste Katze der Welt.

Mich würde jetzt interessieren, ob sie Angst hat, oder ob es lediglich ein Revierverhalten ist? Und wie kann ich ihr - sofern das bei älteren Katzen noch möglich ist! - dieses Verhalten abgewöhnen? Sie müsste in meiner Wohnung mit einem Fremden auskommen. Wie müsste er sich ihr gegenüber verhalten? Hilft da ein Durchsetzen oder muss man sich ihr langsam annäheren?
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #2
Das klingt eher nach Angst, als nach Revierverhalten...
Gibt es einen Grund, warum die Katze allein bei euch lebt?
Oft entschärft ein zweites Tier solche Situationen, weil der Gegenpart Sicherheit gibt. Aber dazu später mehr, erstmal schauen, warum die Miez alleine ist, dann muss ich evtl. keinen Roman schreiben, der eh nicht umzusetzen oder zu überdenken ist. :D

Was meinst du sie muss mit einem Fremden leben? Jemand der bei dir lebt? Dann ist er ja nicht lang ein Fremder...
Ich würde auf jeden Fall nichts erzwingen und auch nicht auf die Katze zugehen. Ich bin bei scheuen Miezen immer am besten gefahren, wenn ich mich zurückgehalten habe und die Miez auf mich zukommen lassen hab. Nicht die Katze ignorieren, aber in Ruhe lassen. Mit ihr reden, sie auch mal anschauen (aber nicht permanent) und dann ist sie am Zug. (Kann aber länger dauern, bis sie reagiert.) Mit dem "Bedrängen" würdet ihr vermutlich nur das Gegenteil erreichen. :)
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #3
Hallo,
ertsmal danke für die schnelle Antwort. Die Katze lebt alleine, weil wir es damals schlicht und einfach nicht besser wussten. Natürlich hat sie, als sie kleiner war, auch mal Unsinn gemacht und schon da schlugen uns einige Bekannte vor, es doch mal mit einer zweiten zu versuchen. Ich hielt das für eine gute Idee, aber meine Eltern waren damals strikt dagegen, ich glaube weil sie Angst hatten zwei von dieser Sorte zu haben und die Erziehung von einer Katze allein schon nicht leicht ist.

Dann konnten sie meine Eltern nicht mehr behalten und weil ich mit ihr groß geworden bin und daher ihre nächste Bezugsperson bin, habe ich mich bereit erklärt sie aufzunehmen. Sie mit 13 Jahren zu völlig fremden Personen zu stecken würde ich ihr nicht antun wollen. Über 2 Katzen habe ich schonmal nachgedacht, aber nun ist meine Lebenssituation auch anders, als bei meinen Eltern, weshalb ich da zurzeit noch einige Bedenken habe:

1) Natürlich müsste ich erstmal die Vermieterin fragen, aber das ist das geringste Problem
2) Die Wohnung ist wirklich sehr klein (sie hätte etwa 32 m² - das Zimmer des Mitbwohners abgezogen). Ins Bad würde nur ein Katzenklo passen, aber zur Not könnte ich auch ein zweites in mein Zimmer stellen. Aber ob es dann so eine gute Idee ist, noch eine weitere aufzunehmen?
3) Meine Eltern sollten auch nichts dagegen haben, da sie die Katze mitfinanzieren. Ich habe allerdings schonmal angedeutet, dass ich über eine weitere nachdenke.
4) Als Student werde ich auch mal ins Ausland gehen. Das liegt allerdings noch so weit in der Ferne, dass ich nicht weiß, ob der Mitbewohner dann noch da ist. Eine einzelne ließe sich zur Not in eine Katzenpension unterbringen, wenn sich wirklich keiner findet, der sich in der Zeit um sie kümmert. Bei zweien wirds schon nicht mehr bezahlbar.
5) Die Katze lebte nun 13 Jahre alleine. Ich bin mir da nicht sicher, ob sie überhaupt mit anderen Katzen noch zurecht käme und sie sich nicht längst dran gewöhnt hat.

Sollte ich mich für zwei entscheiden, würde ich auch sowieso mindestens 1/2 Jahr warten. Sie hat noch nie ihre Umgebung gewechselt, dh der Umzug allein ist schon schlimm genug und ich hätte Angst, sie mit zu viel Neuem zu überfordern.

Ja, die Katze würde mit einem Mitbewohner zusammen kommen. Klar ist er ihr irgendwann nicht mehr fremd, aber für den Anfang ja schon. Hmm aber dass sie Angst hat macht das Ganze natürlich kompliziert. Dann habe ich mit dem ansehen wohl nur das Gegenteil bewirkt :(
In Ruhe lassen wir sie dann auch größtenteils, aber manchmal sitzt sie ja auch auf Sachen, wo man dran muss oder im Weg und lässt keinen vorbei :?
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #4
Ich hielt das für eine gute Idee, aber meine Eltern waren damals strikt dagegen, ich glaube weil sie Angst hatten zwei von dieser Sorte zu haben und die Erziehung von einer Katze allein schon nicht leicht ist.
*seufz* Eltern... Ich musste meinen Welli auch alleine halten. Damals war ich noch klein und es hieß "Du willst doch einen zahmen Wellensittich, oder?" Klein Eibhear fand das natürlich toll und weil zwei nicht zahm werden (so hieß es ;) ) blieb er alleine. Als ich größer wurde, hab ich jahrelang nach einem zweiten gebettelt, weil mir der andere langsam leid tat, aber ich durfte keinen. Ist immer schwierig mit den Eltern...

32 qm ist natürlich ziemlich klein... Ich persönlich finde es für Wohnungskatzen eiiigentlich schon zu klein, aber die meisten hier empfinden das nicht so. Ich geb mal die Tipps weiter, denn an meiner Meinung soll ja nix scheitern. :D In solchen Fällen wird oft geraten den Raum bestmöglich zu nutzen und in die Höhe zu gehen: Catwalks, Deckenspanner und z.B. Regale, auf denen sie rumturnen können. Ich hab neulich gesehen, dass das sehr gut verbunden wurde: Von einer etwas höheren Kommode ging es auf einen Catwalk, der 3 Etagen umfasste und ganz oben hing (mit der Wand verschraubt) eine Katzenhängematte. Fand die Idee super!

Dass die Katze schon 13 Jahre alleine ist könnte zum Problem werden- kann aber genauso gut trotzdem klappen. Wenn du die anderen Punkte geklärt hast und du dich für eine zweite Katze entscheiden solltest, dann finde ich, dass es am Alter nicht scheitern sollte. Ich würde den Versuch wagen- mehr als scheitern kann es ja nicht! :D Ich würde dann zu einer etwa gleich alten Katze raten.
Punkt 4 ist natürlich blöd, aber eventuell können deine Eltern dir im größten Notfall finanziell aushelfen, falls es auf eine Pension rausläuft?
Klar ist er ihr irgendwann nicht mehr fremd, aber für den Anfang ja schon. Hmm aber dass sie Angst hat macht das Ganze natürlich kompliziert. Dann habe ich mit dem ansehen wohl nur das Gegenteil bewirkt
Ich denke die Mieze wird sich schon an ihn gewöhnen. Es ist ja ein unterschied, ob der Besuch nur ein paar Stunden bleibt und dann wieder verschwindet, oder ob jemand 24/7 mit dem Tier verbringt. Vielleicht mag dein Mitbewohner der Katze ja das Futter geben, dann verbindet sie auch etwas positives mit ihm. Das Tempo würde ich dann ganz individuell auf die Katze abstimmen. Erstmal bist du die wichtigste Person! :001:
Was meinst du mit "ansehen"? Fixieren solltest du die Katze natürlich nicht, aber angucken darfst du sie schon. :D Mein Freund hat zwei sehr scheue Miezen, die sich nicht mal von ihm streicheln lassen- ich hab die Katzen immer mal wieder kurz angeguckt, entspannt mit den Augen geblinzelt (Wie Katzen das auch machen. Keine Ahnung, ob das etwas gebracht hat, aber ich bilde es mir zumindest ein.) und wieder weggeguckt. Und ansonsten hab ich ihnen Futter gegeben und sie in Ruhe gelassen. Mittlerweile kommen sie zum kuscheln zu mir und haben überhaupt keine Angst mehr. Irgendwann siegt die Neugier, denke ich! :D
In Ruhe lassen wir sie dann auch größtenteils, aber manchmal sitzt sie ja auch auf Sachen, wo man dran muss oder im Weg und lässt keinen vorbei
Das wird auch kein Problem sein. Die Katze merkt ja, ob ihr sie jagen wollt oder ob sie einfach nur im Weg ist, weil ihr das "Ding" brauchtet, auf dem sie sich niedergelassen hat. Ich bin sicher, dass Katzen das differenzieren können! (Es sei denn ihr schmeißt sie grob runter, aber das denke ich mal nicht. ;) )

Edit: Ach so, zum Klo nochmal: Als Faustregel gilt zwar pro Miez ein Klo und eins in "Reserve", aber das muss nicht sein. Ich kenne einen Haushalt, wo sich 4 Katzen ein Klo teilen- auch wenn es trotz Arbeitsstelle manchmal 8 Stunden nicht sauber gemacht wird. Muss man so nicht handhaben, aber es ist auch nicht gesagt, dass die Katze unsauber wird, wenn ein Klo/ zwei Klos zu wenig da ist/ sind.
 
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  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #5
32 qm ist natürlich ziemlich klein... Ich persönlich finde es für Wohnungskatzen eiiigentlich schon zu klein, aber die meisten hier empfinden das nicht so. Ich geb mal die Tipps weiter, denn an meiner Meinung soll ja nix scheitern. :D In solchen Fällen wird oft geraten den Raum bestmöglich zu nutzen und in die Höhe zu gehen: Catwalks, Deckenspanner und z.B. Regale, auf denen sie rumturnen können. Ich hab neulich gesehen, dass das sehr gut verbunden wurde: Von einer etwas höheren Kommode ging es auf einen Catwalk, der 3 Etagen umfasste und ganz oben hing (mit der Wand verschraubt) eine Katzenhängematte. Fand die Idee super!
Ganz so viel kann ich bei ner bröckeligen Altbauwand leider nicht schrauben, aber ich glaube mit nem Hochbett und vielen Standregalen ließe sich einiges realisieren. Bei meinen Eltern hatte ich mal ein Hochbett und ich war selbst überrascht, dass sie tatsächlich die Leiter mit ihren 4 Pfoten raufklettert ^^ (wobei sie bei meinen Eltern dann nicht mehr aufs Hochbett durfte, weshalb die Frage ist, ob sie da noch drauf geht. Andererseits durfte sie das als ich da gewohnt hab schon noch, vlt merkt sie sich ja bei wem sie was darf... oder aber sie ist überrascht, wenn sie provozieren will, indem sie raufklettert und ich nichts unternehme, um sie davon abzubringen ^^)
Hohe Kratzbäume sind recht teuer, vielleicht findet man im Inet günstigere. Aber bei 2 Katzen würde es sich vlt auch lohnen, selbst einen zu bauen. Soll allerdings garnicht so einfach sein.

Dass die Katze schon 13 Jahre alleine ist könnte zum Problem werden- kann aber genauso gut trotzdem klappen. Wenn du die anderen Punkte geklärt hast und du dich für eine zweite Katze entscheiden solltest, dann finde ich, dass es am Alter nicht scheitern sollte. Ich würde den Versuch wagen- mehr als scheitern kann es ja nicht! :D Ich würde dann zu einer etwa gleich alten Katze raten
Alt = etwa 10 Jahre oder möglichst genauso alt? Sollte es dann eher ein Kater oder eine Katze sein? Kater fänd ich auch mal ganz nett. Aber ich hab mal gehört, dass Kater etwas gröber spielen. Andererseits sind ältere Miezen ja deutlich weniger verspielt, keine Ahnung ob das nur für junge Katzen gilt. Hmm das mit dem ausprobieren ist auch schwierig zu realisieren (ob ein Versuch mit Nachbarskatzen repräsentativ ist?). Ältere Katzen bekommt man ja eher aus Tierheimen, die meisten Leute vermitteln privat eher Kätzchen. Ich will sie dann ungern wieder zurück geben, wenns nicht klappt. Und beim Tierheim hätte ich auch noch die Sorge, dass ich sie dann garnicht halten darf, weil Wohnung zu klein.

Punkt 4 ist natürlich blöd, aber eventuell können deine Eltern dir im größten Notfall finanziell aushelfen, falls es auf eine Pension rausläuft?
Das tun sie ja bereits bei der ersten, mehr wäre glaub ich auch für sie zu viel :(
Was den Punkt betrifft werde ich es glaub ich auch davon abhängig machen, wie lang ich genau weg bleibe, dh was ich im Ausland mache (und das weiß ich zum Zeitpunkt, an dem ich Katze Nr 2 holen würde schon).

Vielleicht mag dein Mitbewohner der Katze ja das Futter geben, dann verbindet sie auch etwas positives mit ihm.
Haben ja schon unsere "Katzensitter" gemacht, wenn wir mal im Urlaub waren. Das läuft bei ihr meist darauf hinaus, dass sie erstmal ganz lieb ist und nach dem Essen wieder faucht. Wie das aber ist, wenn sie ganz mit einem fremden Mitbewohner zusammen ist? Hmm vlt mache ich mir was das betrifft ja wirklich umsonst Sorgen.

Was meinst du mit "ansehen"?
Mir wurde mal gesagt, dass ich, wenn mich die Katze anstarrt, nicht als erstes wegschauen darf, weil das ein Zeichen von Unterordnung ist und sie mich dann nicht als Respektsperson/"Oberkatze" ansieht. Aber zuzwinkern ist eine gute Idee, das mach ich auch manchmal in "guten" Zeiten (dh wenn Besuch weg ist) und oft zwinkert sie dabei zurück und wirkt entspannt. :)

Das wird auch kein Problem sein. Die Katze merkt ja, ob ihr sie jagen wollt oder ob sie einfach nur im Weg ist, weil ihr das "Ding" brauchtet, auf dem sie sich niedergelassen hat. Ich bin sicher, dass Katzen das differenzieren können! (Es sei denn ihr schmeißt sie grob runter, aber das denke ich mal nicht. ;) )
Ich bin mir manchmal nicht so ganz sicher, ob sie das merkt ^^ (weil sie ja trotzdem angreift, wenn wir uns dem Gegenstand, zB der Tasche oder dem Waschbecken näheren)
 
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  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #6
Hohe Kratzbäume sind recht teuer, vielleicht findet man im Inet günstigere.
Auf ebay gibts manchmal echte Knallerangebote!
Noch ne Idee: Geht mal in den nächsten Markt, der Teppichboden führt und fragt dort, ob ihr eine Rolle bekommen könnt. Diese Plastik"rohre", um die der Teppichboden eigentlich gewickelt ist. Oft haben die noch alte da rumfliegen. Und dann sucht euch einen Teppichbodenrest aus. Den könnt ihr einmal um die Rolle legen (sodass die Nähte bündig aneinander sind), festkleben, oben und unten an die Rolle Bretter dranschrauben und dann zwischen Decke und Fußboden klemmen. So ein Ding kriegt meine Tante immer von uns geschenkt. Hält auch relativ lange! (Irgendwann, wenn der Teppich abgewetzt ist, kann man ja wieder was rumwickeln. Kostet nicht viel, bzw. gar nichts!)

Was das Alter der (möglichen) Zweitkatze angeht, würde ich bei 10+ bleiben, ja. Kater spielen meist heftiger, als Katzen, aber auch das kann sich in dem Alter schon wieder relativiert haben. Dazu fehlt mir ehrlich gesagt die Erfahrung, aber ich persönlich würde sagen, dass es da aufgrund des Geschlechts keine Probleme geben sollte. Den Charakter des Tieres solltest du sowieso an deine vorhandene Katze anpassen, sprich kein Draufgänger, wenn deine Miez sehr schüchtern ist. Da kannst du dich am besten im TH umschauen, die können dich da am besten beraten und du kannst das Tier im Notfall auch zurückgeben. Bedenke aber, dass eine Katzenvergesellschaftung sich über Monate hinziehen kann! Ein Versuch mit dem Nachbarskater würde also nur Sinn machen, wenn du ihn behalten kannst und er dauerhaft bei dir lebt, ansonsten bringt dir das nichts. :001:

Was den Punkt betrifft werde ich es glaub ich auch davon abhängig machen, wie lang ich genau weg bleibe, dh was ich im Ausland mache (und das weiß ich zum Zeitpunkt, an dem ich Katze Nr 2 holen würde schon).
Wie lange dauert das denn, bis du das weißt? Generell würde ich erst mal sagen, dass du dann abwarten solltest, bis du genaueres weißt.

Mir wurde mal gesagt, dass ich, wenn mich die Katze anstarrt, nicht als erstes wegschauen darf, weil das ein Zeichen von Unterordnung ist und sie mich dann nicht als Respektsperson/"Oberkatze" ansieht.
Wir reden hier von Katzen, du bist eh "nur" ein Mensch! :lol: ;) Dass das deine Autorität beeinträchtigt wäre mir neu! Im Gegenteil, du provozierst sie eher. Katzen fixieren sich ja auch, bevor sie sich anspringen. ;)

Haben ja schon unsere "Katzensitter" gemacht, wenn wir mal im Urlaub waren. Das läuft bei ihr meist darauf hinaus, dass sie erstmal ganz lieb ist und nach dem Essen wieder faucht. Wie das aber ist, wenn sie ganz mit einem fremden Mitbewohner zusammen ist? Hmm vlt mache ich mir was das betrifft ja wirklich umsonst Sorgen.
Die Katze von meinem Freund ist auch so... Erst schnurrt sie und lässt sich kraulen und 3 Sekunden später faucht sie wieder, weil sie Angst hat. Sie hat zwar noch nie etwas oder jemanden angefallen, aber sie nimmt dann diese Abwehrhaltung an. Ich glaube die Miez hat einen Knacks wegbekommen, weil ihre Mutter auch so ängstlich war... :(
Aber mal was anderes- gesund ist sie doch, oder? Nicht, dass sie faucht und angreift, weil sie Schmerzen oder Beschwerden hat?
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #7
Wie lange dauert das denn, bis du das weißt? Generell würde ich erst mal sagen, dass du dann abwarten solltest, bis du genaueres weißt.
Das wäre zum nächsten Jahr. Da ich der Katze ein halbes Jahr Zeit geben wollte, sich einzuleben, würde das also gut zusammenpassen. Und dann auch erstmal sehen, wie es der Katze mit dem Umzug an sich geht. Jetzt plötzlich nur noch mich zu haben und dafür die anderen weg + jemand ist tagsüber da + jemand neues ist da + Umgebung zum ersten Mal gewechselt wird für sie sicher ungewohnt. Ich bin sehr gespannt wie sie reagiert, aber ich denke sie wird die nächste Zeit erstmal eingeschnappt sein.

Dass das deine Autorität beeinträchtigt wäre mir neu! Im Gegenteil, du provozierst sie eher. Katzen fixieren sich ja auch, bevor sie sich anspringen. ;)
Das ist gut zu wissen ^^. Also könnte ich in dem Fall auch ruhig wegschauen und es wäre sogar die bessere Lösung.

Aber mal was anderes- gesund ist sie doch, oder? Nicht, dass sie faucht und angreift, weil sie Schmerzen oder Beschwerden hat?
Dass sie das wegen Schmerzen macht kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, sonst würde sie das ja dauerhaft machen und nicht nur in einer bestimmten Situation. Wir waren allerdings sehr lang nicht mehr mit ihr beim TA. Er meinte damals, dass man eine Wohnungskatze nicht impfen brauch, aber da bin ich mir unsicher (da ich schon mehrmals anderes gelesen hab) und werde zur Sicherheit einen anderen TA fragen bevor ich sie hole (vlt ist es eine inzwischen überholte Meinung). Sie hat seit dem letzten TA-Besuch bisher nie irgendwelche Aufälligkeiten (mit Ausnahme der Aggression gegenüber Fremden) oder Krankheitszeichen gehabt, sie frisst normal (eher wie ein Weltmeister ;) ), verhält sich in Abwesenheit des Besuches normal, sieht körperlich gesund aus, ist fit etc.
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #8
Die kriegt sich schon wieder ein!
Ich bin allerdings gerade ein bissl im Zwiespalt... Einerseits wird das sicher eine große Umstellung für deine Maus, andererseits könnte es den Stress vermindern, wenn man ihr gleich eine Zweitkatze "vorsetzt". So hat sie nur einmal den Stress und die Komponente Zweitkatze nimmt nicht so einen großen Platz ein. Außerdem würde noch keine der beiden Katzen die Wohnung als ihr Revier ansehen... Ich glaube ich würde diese Lösung bevorzugen. Hast du dich denn mit deinen Eltern schon mal über die Kosten einer Zweitkatze unterhalten? (Eine ruhige Zweitkatze könnte deiner auch die Angst nehmen.)

Hm, die Katze gehört auf jeden Fall mal durchgecheckt. Die allerjüngste ist sie ja auch nicht mehr und da würde ich schon mal wieder einen großen Check Up machen, mit Blutuntersuchung etc. Wenn nichts gefunden wurde, dann ist man ja auch irgendwo beruhigt! :001:
Zum Thema Impfung: Ich würde die Miez gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen impfen lassen, denn das sind Erreger, die du auch mal unabsichtlich einschleppen kannst. Wenn du eine Zweitkatze holst, dann würde ich dir auf jeden Fall dazu raten!
 
  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #9
Einerseits wird das sicher eine große Umstellung für deine Maus, andererseits könnte es den Stress vermindern, wenn man ihr gleich eine Zweitkatze "vorsetzt". So hat sie nur einmal den Stress und die Komponente Zweitkatze nimmt nicht so einen großen Platz ein. Außerdem würde noch keine der beiden Katzen die Wohnung als ihr Revier ansehen...
Ich glaube das wird aus diversen Gründen schwierig zu realisieren sein, dass sie nur einmal "auf einen Schlag" den Stress bekommt. Das lässt sich leider nicht vermeiden. :|

Hast du dich denn mit deinen Eltern schon mal über die Kosten einer Zweitkatze unterhalten? (Eine ruhige Zweitkatze könnte deiner auch die Angst nehmen.)
Das bisher noch garnicht. Die jetzige Katze war auch bisher selten krank und brauchte dementsprechend wenig Kosten, aber es brauch da wohl jede Katze unterschiedlich viel. Aber ich würde am Wochenende mit ihnen erstmal generell darüber reden, was sie von der Idee halten (immerhin müssen sie sich jetzt nicht selbst um "Katzenerziehung" kümmern). Es ist eine schwierige Situation, aber ich möchte andererseits auch, dass sie ihre letzten Jahre glücklich ist und nicht, dass sie weiter vor sich hinvegetiert. Ich hoffe, dass bei ihr noch nicht Hopfen und Malz verloren ist und sie sich nicht bereits zu einem unglücklichen(?) Einzelgänger entwickelt hat!
 
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  • Katze aggressiv bei Fremden Beitrag #10
Na ja, dann muss sie eben dadurch, dass sie zwei mal Stress hat! Soo schlimm wirds schon nicht. Wäre schön, wenn man das vermeiden könnte, aber ich finde du hast gute Gründe mit einer zweiten Katze zu warten!

Ich hoffe, dass bei ihr noch nicht Hopfen und Malz verloren ist und sie sich nicht bereits zu einem unglücklichen(?) Einzelgänger entwickelt hat!
Kann sein, kann aber genauso gut nicht sein! :D Hauptsache du beachtest, dass Katzenvergesellschaftungen mitunter Monate dauern können! Es gibt auch Fälle, die ein halbes Jahr oder länger gebraucht haben! Aber es lohnt sich! Wichtig ist, dass du nicht eingreifst (außer es wird richtig blutig natürlich), keine Stellung beziehst und deine vorhandene Katze immer noch als Erstling behandelst. Trennungen verzögern das ganze, daher sollte man darauf verzichten- egal wie viel gefaucht wird! Für Katzenvergesellschaftungen braucht man viel Geduld, starke Nerven und viiiiel Gelassenheit, denn oft sieht alles schlimmer aus, als es ist! ;)
 
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Katze aggressiv bei Fremden

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