Ein bisschen gefrustet...

Diskutiere Ein bisschen gefrustet... im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Foris, Ich muss doch mal ein bisschen Frust ablassen. Ich war vorhin mit Hundi unterwegs, wir begegnen ein paar Labradoren, 2 davon...
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akani

akani

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Hallo liebe Foris,

Ich muss doch mal ein bisschen Frust ablassen.
Ich war vorhin mit Hundi unterwegs, wir begegnen ein paar Labradoren, 2 davon kannte ich, also wollte ich Hundi ableinen, aber dann kam einer auf uns zu. Es war wohl noch ein jüngerer, da kann das ja mal passieren, aber um mir Raum zu verschaffen, bin ich einen Schritt auf ihn zugegangen, damit er zurückweicht.
Das tat er auch. War ein total süßer, also alles gut, dachte ich. Aber dann hat die Besitzerin mich angesprochen, ich hätte ja nach dem Hund getreten.
Mal abgesehen davon, dass ich weder Grund dazu gehabt hätte, den jungen Labbi zu treten noch ich überhaupt irgendeinen Hund treten würde, stehe ich jetzt irgendwie total blöd da.
Aber ist es nicht mein gutes Recht, einen Hund mittels normaler Körpersprache wegzutreiben?
Solche Erlebnisse verunsichern ja schon. :(

Liebe Grüße :)
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #2
Hallo akani,

theoretisch hättest du sogar das Recht, den Hund mittels eines Trittes abzuwehren, sofern du dich bedroht fühlst, von normaler Körpersprache ganz zu schweigen.
Es kann durchaus Gründe geben, dass diese Frau gleich so gereizt reagiert hat, vielleicht wurde ihr Hund vor kurzem getreten. Nur sollte man genau hinschauen, bevor man solche Anschuldigungen von sich gibt und vor allem sollte man seinen Hund auch im Griff haben. Wenn ich weiß, er folgt nicht, kommt er nicht von der Leine. Wenn ich weiß, er geht auf andere Hunde zu, muss ich besser aufpassen. Zu mir kamen auch schon öfter Hunde, die nicht einmal angriffslustig aussahen, aber dennoch möchte ich nicht, dass ein fremder Hund ohne Aufsicht zu meinem hingeht. Ich wurde deshalb auch schon ausgelacht oder verspottet, finde das aber absolut nicht fair. Ein bisschen Angst um den eigenen Hund ist durchaus normal und auch berechtigt ;). Nicht jeder Hund ist freundlich, auch wenn es zunächst so aussieht.

Lass dich also nicht verunsichern, ich hätte genauso gehandelt, viele andere bestimmt auch. Außerdem finde ich nicht, dass du überhaupt etwas falsches getan hast oder dem Hund mit deinem Verhalten geschadet hast. Also ist alles in bester Ordnung :D.
LG
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #3
akani, ich kenne das. Und glaub mir, ich habe tatsächlich schon Hunde weggetreten, die meinen Hunde (in aggressiver Weise) zu nahe kamen. :eusa_shhh:

Also hey, was Du gemacht hast war absolut ok und ich finde es auch gut, dass Du so auf Deinen Hund schaust und nicht einfach jeden ran lässt.

Solche Situationen sind die, mit denen ich JEDEN Tag zu kämpfen habe und es geht mir inzwischen sowas von auf den Sack, dass ich echt die Wände hoch gehen könnte. Also entschuldigt mich, falls ich etwas emotional schreibe... :p

Mich machts einfach sauer, wenn die Leute ihre Hunde nicht bei sich behalten können. Im Grunde genommen gehört ein Hund nicht von der (Schlepp-)Leine, wenn er nicht einen top Appell hat! Ok, ein Junghund, der will blödeln, der will spielen, wenn so einer kommt, ok. Den blafft dann die Kylja mal an, dann ist der auch wieder weg und hat grad gelernt, dass nicht immer jeder Hund spielen will. Eine gute Sache. :clap:

Aber wenn mir von weitem schon einer mit Hund entgegen kommt, der Hund weit voraus meine beiden schon fixiert und ich genau weiss, das kommt nicht gut (ich kann inzwischen gut einschätzen, welche Hunde zu meinen passen und welche nicht), dann nehme ich meine schon mal zu mir. Und ich mach das nicht erst 5 meter vorher, so ist es dann nicht! Meine Hunde haben eh gelernt, wenn "etwas" entgegen kommt, sofort zu mir zu kommen!
Meist gehe ich dann ein Stück vom Weg ab in die Wiese oder an den Waldrand, lasse meine Hunde HINTER MICH im Platz und will die Person mit Hund passieren lassen. Denkt Ihr aber, die Leute schaffen es dann, ihre Hund abzurufen? Nein! Die kriegen das nicht auf die Reihe. Der fixiert und fixiert, schleicht geduckt näher, ich beginne mal in der Hand die Leine zu schwingen... und rufe mal zu, ob sie den Hund nicht zu sich rufen können. Warum? Der macht nichts... Nöööö, hat nur einen 15 cm Kamm, stechender Blick und kommt im Schleichgang. Schon klar, gar nicht territorial... :evil: Schlussendlich habe ich den Hund vor mir, scheuche ihn weg, da beginnt er noch, mich anzuknurren und anzubellen und wird richtig aggressiv.
Sorry, aber so ein Hund gehört an die Leine. Was ist, wenn ich noch ein Kind dabei habe. Will mein Rudel schützen, will den Hund verscheuchen und der hat dann noch so wenig Respekt vor Menschen, dass er Konter gibt, sich dann das schwächste Rudelmitglied aussucht und das Kind zerfetzt?! Das geht doch nicht. Wenn einer auf meine Hunde zutritt und denen energisch sagt: haut ab! dann ziehen die sich zurück... Das kann doch nicht sein, dass ein Hund so aggressiv reagiert. Dem gehört ein Maulkorb auf.

Wir haben im Hundegesetz einen Vermerk drin "der Hund ist stets unter Aufsicht und Kontrolle zu halten".
Sorry, aber ein Hund, den ich nicht abrufen kann, ist nicht unter Kontrolle. Das kann man nun biegen wie man will.

Warum kapieren das die Hundehalter nicht? Da kommt dann noch der Spruch: der will nur spielen. Klar, und? Meiner nicht...

Und nun ja, meine Kylja ist nun auch nicht aus Zucker. Die geht dem einen oder anderen Hund auch an die Gurgel, darum behalte ich sie ja bei mir. Aber was hilft das, wenn der andere seinen Hund nicht bei sich hat. Ist doch ein Witz. Und solange mein Hund hinter mir Schutz sucht, geht keiner an den ran. Sonst ist das Vertrauen nämlich weg...

Ich verstehe die Leute nicht. Ich verstehe sie wirklich nicht. Lernt man das heute nicht mehr in den Hundeschulen, dass man den Hund bei sich behalten soll, wenn ein anderer angeleint oder bei Fuss kommt? Also wir haben das vor 15 Jahren noch so gelernt! :eusa_think: Und die Leute, die zu mir ins Hundetraining kommen, lernen das genauso.

Genauso wie ein Hund nicht fremde Menschen anzuspringen oder gar anzubellen hat. Genauso wie ein Hund keine Jogger zu jagen und dem Bauer die Felder umzugraben hat. Verstehen denn die HUndehalter nicht, dass genau wegen solchem Verhalten immer mehr Hundehasser rumlaufen, vergiftete Würste auslegen, wir immer mehr Hundeverbote bekommen und / oder Leinenzwang für die Hunde?

Hätte doch einfach jeder seinen Hund so gut erzogen, dass der sofort kommt, wenn man ihn ruft (und ich weiss aus eigener Erfahrung und Training mit vielen Hunden, dass dies mit JEDEM Hund machbar ist), dann hätten wir alle diese Einschränkungen nicht.
Warum verstehen denn die Hundehalter das einfach nicht... ?! :eusa_think:

So, genug getextet. Sorry, ist für mich ein sehr emotionales Thema, da es mir echt an die Nieren geht...
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #4
Danke für die Meinungen, ich dachte schon, ich wäre zu aggressiv gewesen.

Heutzutage frage ich mich echt, wie sich manche Leute ihren Alltag mit dem Hund vorstellen...
Nein, man arbeitet nicht mit Körpersprache, sondern lieber mit Leckerchen.
Und einen Hund mal anfassen (und sei es einfach nur ihn mal an die Seite holen), geht schon gar nicht.
Ich spreche hier nicht von der alten Schule, geschlagen wird bei mir auch kein Hund, aber man kann seinen Hund schon mal anfassen. Und man kann ja auch wohl mal einen Hund körpersprachlich unter Druck setzen, wenn er nicht folgt. Das tun Hunde untereinander ständig, es verstört sie nicht, kein bisschen.
Ich nehme mir nicht mal das Recht, einen fremden Hund anzufassen, aber einen Schritt auf ihn zuzugehen ist doch wohl kein Problem und selbst, wenn ich nach dem Hund getreten hätte (es bestand hier aber wirklich kein Grund, es war ein junges, sensibles Tier, das sich sofort wegtreiben ließ), solange ich den Hund nicht getroffen hätte, wäre doch auch nichts passiert.
Und ich denke mir immer, wäre hinter mir und meinem Hund eine Straße gewesen und ich hätte den anderen Hund tatsächlich erwischt, bevor er auf die Straße rennt (und sei es mit einem Tritt), wäre mir die Frau vermutlich sehr dankbar gewesen.

Ich verstehe die Leute einfach nicht. Wir bekommen in der Hundeschule auch beigebracht, einen anderen Hund wegzutreiben. Warum? Ganz einfach, der freundliche, kleine Labrador kann auch ein größerer unfreundlicherer Hund sein. Und das war vielleicht mal anders, als bissige Hunde noch Maulkörbe trugen und den Leuten noch nicht die Kontrolle über ihre Hunde fehlte. Aber heutzutage geht es nicht anders.
Ich sehe fast jeden Tag erstaunte Gesichter, wenn der angeleinte Hund plötzlich anders ist als ohne Leine. Man hat fast den Eindruck, die Leute kennen weder ihre Hunde noch vertrauen sie auf ihre Befehle.
Wenn ich den Hund zu mir rufe und mit ihm im Fuß gehe, verlasse ich mich auf meinen Befehl. Der ist dann klar genug.
Klar, wenn ich mich alle 5 Meter umdrehe und den Hund anstarre, bleibt Hund stehen. Aber wer würde das nicht, wenn er so fixiert wird?
Aber jeder Hannes und Tünnes kann eine Hundeschule aufmachen, als Laie hat man oft leider keine Ahnung. Ich muss schon zugeben, man hat es als ahnungsloser Hundehalter einfach nicht leicht, das stimmt, aber es ärgert mich trotzdem kollosal. Es ist ja nicht mal so, als müsste man einen Hund tatsächlich zusammenschlagen, damit er hört. So was ist Schwachsinn.
Aber man muss einen Hund auch nicht von Leckerlis abhängig machen, um an ihn ranzukommen. Ein Hund darf durchaus auch mal vor einen Konflikt gestellt werden und ich muss auch nicht nach jedem erfolgreichen Sitz den Hund in den Himmel loben.
Hach, das ist wirklich ein kompliziertes Thema, finde ich. Man ist schon zwiegespalten zwischen der Schuld beim Halter suchen oder aber eher bei den Hundeschulen, die immer öfter nur noch mit Leckerli arbeiten.
Ich bin eben der Meinung, man kann Macht über den Hund haben, ohne ihn einzuschüchtern und man kann einem Hund sehr klare Grenzen setzen, ohne tatsächlich herzlos zu sein.
Ich finde, so was sollte selbstverständlich sein, aber wenn ich täglich die Hunde sehe, die ihre Halter nahezu perfekt im Griff haben, könnte ich mich jedesmal auf's Neue aufregen...

Sorry, jetzt habe ich glatt auch einen halben Roman geschrieben.
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #5
Ich finde, du hast richtig reagiert. Du hast nichts unrechtes getan.

Zu kleiner Falke: Ein Hund MUSS EIN SUPER APELL haben? Ein Hund kann 15 Jahre gut hören und plötzlich kommt etwas unvorhersehbares und der Hund ist weg, hört nicht, ist verschwunden. Ich mag diese Aussagen nicht. Ein Hund ist kein Roboter. Ich finde, es geht nicht darum, den Hund perfekt abzurichten, sondern ehern, seinen Hund zu kennen. Ich weiß, dass ich Alfi bequem abrufen kann, aber ich muss schnell genug sein, bevor ein anderer Hund kommt. Denn sonst schleicht sich mein "böser" Hund an andere Hunde an. Alfi geht auch in geduckter Haltung auf andere Hunde zu. Ich versuche es zu unterbinden, stelle ihn dann richtig hin und lasse ihn absitzen, aber ich weiß, dass er verträglich ist. Egal welches Geschlecht. Also ich glaube, das kann man auch ein wenig mehr unterscheiden. Das musste ich einfach loswerden, weil es mich irgendwie immer aufregt, wenn man sagt, der Hund muss perfekt hören. Es geht nun mal nicht. Wenn es so wäre, dann dürfte kein einziger Hund frei laufen, weil immer was passieren kann, was mensch nicht hat kommen sehen!
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #6
Ich finde, du hast richtig reagiert. Du hast nichts unrechtes getan.

Zu kleiner Falke: Ein Hund MUSS EIN SUPER APELL haben? Ein Hund kann 15 Jahre gut hören und plötzlich kommt etwas unvorhersehbares und der Hund ist weg, hört nicht, ist verschwunden. Ich mag diese Aussagen nicht. Ein Hund ist kein Roboter. Ich finde, es geht nicht darum, den Hund perfekt abzurichten, sondern ehern, seinen Hund zu kennen. Ich weiß, dass ich Alfi bequem abrufen kann, aber ich muss schnell genug sein, bevor ein anderer Hund kommt. Denn sonst schleicht sich mein "böser" Hund an andere Hunde an. Alfi geht auch in geduckter Haltung auf andere Hunde zu. Ich versuche es zu unterbinden, stelle ihn dann richtig hin und lasse ihn absitzen, aber ich weiß, dass er verträglich ist. Egal welches Geschlecht. Also ich glaube, das kann man auch ein wenig mehr unterscheiden. Das musste ich einfach loswerden, weil es mich irgendwie immer aufregt, wenn man sagt, der Hund muss perfekt hören. Es geht nun mal nicht. Wenn es so wäre, dann dürfte kein einziger Hund frei laufen, weil immer was passieren kann, was mensch nicht hat kommen sehen!

Verena, natürlich ist mir auch klar, dass ein Hund ein Hund und keine Maschine ist. Und ich rede auch nicht von einem "einmaligen" Ausreissen oder wenn man den Hund halt mal 2 oder 3 mal rufen muss, bis er kommt. Mein Nupri hat manchmal auch ne verdammt lange Leitung, wenn er gerade wieder seine autistische Phase hat und durch die Landschaft träumt. :p Aber spätestens wenn ich dann zum 3. mal (etwas deutlicher) rufe, dann kommt der angerast. Nicht weil es Haue gibt wenn er nicht kommt, nein, weil er weiss, wenn ich rufe, gibts bei mir Action. Und für meinen Hund gibt es nichts Besseres, als wenn er weiss, dass er nun von mir Aufmerksamkeit bekommt. Da stellt er alles hinten an, da ist ihm jeder andere Hund völlig wurscht. Und sowas kann man, mit entsprechender Arbeit (!!), JEDEM Hund lernen.

Und ja, ich bin der Meinung, ein Hund sollte einen guten Appell haben. Ich hatte einmal unfreiwillige Begleitung einer ziemlich nervigen Hündin, die nichts, aber wirklich nichts hört! Ich habe dem Besitzer schon mehrfach gesagt, er soll doch seinen Hund einfach an der Leine behalten, er macht sich ja selber nur Stress! Hat das nie geglaubt, fand das total lustig. Ich sagte ihm dann auch, was, wenn es mal bei der Strasse passiert? Nöööö, wird es nicht, da hat er sie ja an der Leine....

Gut, wenige Wochen später sieht der Hund meine Hunde, rast los übers ganze Feld (sicher 600meter) auf meine Hunde zu. Ich war gerade im Begriff die 80er Strasse zu überqueren mit meinen Hunden, als ich sie (zum Glück!!!) bemerkte. Da dieser Hund ja aber nicht gerade Freund mit meinen ist, war es gar nicht so einfach, einerseits zu schauen dass der Hund meine nicht frisst, andererseits aufzupassen, das keiner auf die Strasse rennt und dann war ich natürlich noch in Zeitnot, da dies in der Mittagspause war und ich natürlich (es ist immer so... :roll:) gleich um 13:00 eine Sitzung hatte. Die Rüge des Chefes hätte ich mir an dem Tag und wegen diesem Köter, der eh nur meine verhauen wollte, gerne gespart... Aber gut, was macht man nicht alles für fremde Hunde, deren Besitzer einfach nicht verstehen, dass sie nicht unter Kontrolle und somit gefährlich und gefährdet sind. Sorry, ist so. Ich hätte auch einfach sagen können: "so, ich hab den Besitzer gewarnt, der Hund ist nicht unter Kontrolle, sein Problem, gehen wir über die Strasse..." aber gut, sowas mache ich ja dann auch nicht, selbst wenn diese Hündin gerne meine Hündin gleich ein bisschen angeknabbert hätte...

Nochmals zur Verdeutlichung: natürlich KANN ein Hund immer unvorhergesehen reagieren. Wie ein Kind auch. Aber man kann doch vieles vermeiden, wenn der Hund grundsätzlich schon mal einen guten Appell und einen guten Gehorsam hat. Wenn ich einen Hund habe, bei dem ich von vorneherein schon weiss, dass ich ihn meistens nicht wirklich unter Kontrolle habe, dann ist es nicht nur zum Schutz des eigenen Hundes sondern auch zum Schutz von allen anderen Menschen / Tieren, dass er halt an der Leine bleibt.

Und was das Anschleichen betrifft: ich sage nicht, dass dies grundsätzlich böse ist. Aber ein Hund, der sich duckt und sich anschleicht ist entweder territorial oder sehr unsicher oder einfach nur ein verspielter Blödi :) (der sich das noch zum Spiel macht, kann aber mit Geschlechtsreife ändern). Und ich weiss nur, weil ich ja auch MEINEN Hund kenne, dass meine Kylja es zum Beispiel überhaupt nicht haben kann, wenn ein Hund sich fixierend an die schleicht. Dem geht sie dann, wenn ich sie lasse, an die Gurgel... So, und weil ich eben meinen Hund kenne, behalte ich ihn in solchen Momenten bei mir und scheuche den anderen Hund weg. Und wenn der Besitzer (idealerweise bevor ich seinen Hund wegscheuchen muss) dann nicht in der Lage ist, seinen Hund abzurufen, dann ist er (meiner Meinung nach) schlicht und einfach nicht verantwortungsbewusst und verstösst auch gegen die Regeln, an die wir Hundehalter uns nun mal zu halten haben.

Nochmals: es gibt einen grossen Unterschied zwischen "der kommt IMMER wann ich ihn rufe und---er kommt nie." Und ich weiss, dass auch ein IMMER mal eine Ausnahme beinhalten kann. Ich kenne auch Hunde, die sich schlecht abrufen lassen, wenn z.-B. ein anderer Hund schon fast vor ihnen steht. Aber dann kann ich ihn immer noch stoppen oder ins Platz legen. Es gibt also wenn ein Hund gut erzogen ist und auch mal nicht kommen sollte, wenn man ihn ruft, dennoch andere Möglichkeiten, ihn noch unter Kontrolle zu bekommen.... Dazu muss man seinen Hund halt aber trainieren und tagtäglich mit ihm arbeiten. Was natürlich die Bindung zwischen Hund und Mensch auch super stärkt, nur leider haben dies noch nicht alle Leute begriffen (und werden sie wohl auch nie). Schade. :roll:
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #7
Man muss ja auch damit rechnen, dass der andere Hund vielleicht aggressiv reagiert.
Was wäre denn gewesen, wenn mein Hund in dem Falle tatsächlich ein Problem mit dem Hund gehabt hätte und auf ihn drauf wäre?
Also ich finde, ich als Halter habe die Sicherheit meiner Hunde und die fremder im Bezug auf meinen zu gewährleisten.
Ich kann nicht davon ausgehen, dass jeder Hund, der mir begegnet, genau mit meinem Hund gut klarkommt und wenn der Hund 20 Meter vor mir läuft, bin ich unter Umständen erst da, wenn der andere Hund schon in ihn verbissen ist.
Das ist dann auch nicht die Schuld des Halters des anderen Hundes, sondern meine. Man kann nie voraussehen, wie welcher Hund auf welchen Hund reagiert.
Alleine schon deshalb kann ich meinen Hund auch nicht einfach auf andere zurennen lassen (abgesehen davon, dass es sich nicht gehört).

Dass das mal passiert, ist klar, aber zumindest dann finde ich eine Möglichkeit. Und wenn ich zur Not tatsächlich mal die Leine auf den Asphalt bei dem Hund pfeffere, um mich bemerkbar zu machen.
Man muss sich eben vor Augen halten, dass so eine Situation auch für den eigenen Hund gefährlich bis tödlich enden kann.
Solche Situationen sind nur dann harmlos, wenn keine Straße in der Nähe ist und der andere Hund kein Problem damit hat, so überfallen zu werden. Und besonders auf letzteres kann man sich einfach nicht verlassen.
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #8
ich war auch einmal mit Peach unterwegs und uns kam ein Hund entgegen der zwar an der Schlepp war aber die Frau kein Anstalt dazu gemacht hat ihn zu bremsen. Also lief der gute auf uns zu, knurrend und bellend. Ich hab mich vor Peach gestellt und ihn verscheucht. Frau angesprochen warum sie denn Schlepp dran hat und nichts macht? Was ist wenn Peach böse wäre? Dann wäre ihr JRT ganz schnell ein Hackfleisch geworden. Reaktion von der Frau war: dann sollen sie sich kein Hund anschaffen,hat mich sprachlos gemacht..ich war danach super traurig und hat mir auch Vorwürfe gemacht ob es richtig war..und ich finde ja, wird es noch mal vorkommen, fliegt der Hund im hohen Bogen!
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #9
Ich verstehe es auch nicht.
Man kann ja auch nicht in den Hund reingucken, der einem gegenüber steht.
Erstens muss man sich vor Augen halten, dass niemand weiß, ob der eigene Hund lieb ist, noch weiß man selbst, ob andere Hunde lieb sind.
Da ist es doch sinnvoll, dass man sich erstmal begrüßt und vorher kurz abspricht, bevor man die Hunde "loslässt". Außerdem ist das ein gutes Frusttraining. Hunde müssen auch lernen, Frust zu ertragen, was die meisten einfach nicht können.
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #10
@kleiner Falke: Gute Erklärung. ;) Nachvollziehbar. Wenn ein Hund zu uns gerannt kommt und ich merke, dass er nicht wirklich abrufbar ist, dann bleibe ich auch stehen und warte, bis er von seinem Herrchen geholt wird. Was ich aber auch nicht verstehen kann, wenn einer 1000mal den Hund ruft und er hört nicht und Mensch unternimmt einfach nichts. Entweder der Hund hört oder man holt sich den Hund sofort.
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #11
Ich sehe das ganz genau so. Und auch ich muss ständig mit solchen völlig unnötigen Situationen kämpfen. Das ist ja unter anderem mein "Lieblingsthema", hier in der Umgebung scheint noch nie jemand was davon gehört zu haben, dass der eigene Hund nicht einfach auf angeleinte zuzurennen hat, "Jaja, die wollen doch nur mal schnüffeln". Sorry ich will das aber nicht und so schon mal gar nicht.
Es war richtig von dir, den Hund mittels Körpersprache zurück zuweisen, und er hat es anscheinend auch super verstanden - ist alles super verlaufen und der Hund hat etwas wichtiges gelernt! Nur das Frauchen hats nicht verstanden. So gehts mir fast jeden Tag und niemand versteht das. Was sollst du denn machen, wenn sich der andere Hund einfach nähert? Der Besitzer hat keine Kontrolle, sollst du einfach abwarten und zugucken? Der Hund kommt in deinen Bereich, also darfst du auch sicher zeigen, wenn du das nicht möchtest.

Ich wäre froh, wenn ich immer die Möglichkeit gehabt hätte so manchen wild entgegen schiessenden Hund (wo der Besitzer noch von weiten ruft "der will nur mal Hallo sagen":roll:) immer so gut abwehren zu können. Bei den letzten Malen kamen die nämlich einfach aus irgendeinem Garten raus geschossen oder kurz hinter einer Ecke vor. Wenn ich die Möglichkeit habe, dann versuche ich mich zwischen meinen Hund und den anderen zu stellen und mache sehr deutlich das der andere verschwinden soll.

Würde mein Hund - ohne Erlaubnis - auf einen anderen angeleinten einfach zu rennen (was bei mir eigentlich nicht passiert, da ich sehr vorausschauend gehe), dann wäre ich froh, wenn der Besitzer des anderen Hundes meinen davon scheucht.

LG
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #12
Danke für die ganzen lieben Posts. :)

Fini, zu meinem Repertoire gehören Oberkörper nach vorne, Schritt auf den Hund zu, mit dem Blick fixieren und gelegentlich knurren, bei Bedarf auch noch extremer auf den Hund zu.
Und wenn mein Hund ohne Leine auf den anderen zurennen würde, obwohl er das sonst nicht tut, nehme ich den Hund in der Situation eben an die Leine.
Wir haben hier sehr lange übersichtliche Feldwege, das muss man dazu sagen.
Der Hund, mit dem ich gehe, läuft so auch ohne Leine und kommt ein Hund, wird angeleint. Und das wird so lange so laufen, bis er nicht mehr auf jeden anderen Hund zustürmt.
Halte ich für selbstverständlich.
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #13
akani, hattest Du noch die Probleme, dass der andere Hund dann aggressiv wird?! Also ich mach das ja auch sehr ähnlich wie Du, behaupte ich mal, mir passiert es aber regelmässig, dass der andere Hund dann wohl zuerst etwas weicht, danach aber wütend bellend, manchmal sogar knurrend erst recht daher schiesst... Und dann komme ich kaum mehr weg, denn solange ich ihn wohl fixiere, hält er noch etwas Abstand, kaum will ich mich aber abdrehen um endlich weiter zu kommen, habe ich das Vieh an den Waden... :evil:

Der eine Bauernhofhund in der Gegend ist so schlimm, ein grosser Sennenhund. Die wird richtig aggreissv, da kommt man nicht mehr weg. Der weiche ich im riesen Bogen aus...

Ich machs dann oft noch so, dass ich meistens noch eine lange Leine (Pferdestrick) dabei habe, den ich dann so zischend in der Luft schwinge, da weichen die Hunde auch. Aber immer klappt das halt nicht... :?
 
  • Ein bisschen gefrustet... Beitrag #14
Also hier hatte ich das Problem jetzt nicht, aber sehr distanzlose Hunde lassen sich von so was nicht unbedingt beeindrucken.
Ich klatsche sonst mit der Hand noch zusätzlich von hinten auf meinen Oberschenkel, mache gleiches mit der Leine oder knalle die einfach mal auf den Asphalt, damit der Hund erschrickt.
Ich fixiere nicht unbedingt immer. Anfangs versuche ich immer, den Schritt nach vorne zu gehen, ohne zu fixieren. Wenn der Hund dann reagiert, hat man nicht noch die "Hürde", den Blick wieder wegnehmen zu müssen.
Ansonsten, wenn du fixierst, ruhig länger fixieren, aber dabei rückwärts in deine Richtung gehen. Rückwärts gehen ist so lange kein Problem, wie deine Köspersprache geschlossen bleibt und du den Hund, den du weghalten möchtest, nicht "einlädst".
 
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