Ja, das Lesen und die Konzentration

Hab den Text mal versteckt, weil er keine hilfreichen Ratschläge, sondern nur eine ähnliche Situation beinhaltet

Und Ida, deine Vorgehensweise kommt mir da sehr bekannt vor

[VERSTECK]Mit der Konzentration ist und war es bei mir schon immer so, wie bei deinem Bruder.
Es funktioniert nicht, wenn ich mich auf etwas konzentrieren muss / soll. Oft aber auch nicht, wenn ich will. Es muss mir schon verdammt viel Spaß machen und mich hochmotivieren, damit ich mich länger auf etwas konzentrieren kann. Bei dem üblichen Intelligenztest in der Schule, bin ich praktisch bei allem durchgefallen, auf das man sich konzentrieren musste, so dass ich für einige weitere Tests zur Schulpsychologin gehen musste. (Dabei ging es dann nicht um meine Intelligenz - die ja eigentlich da war, sondern wie man mir damit am besten helfen und mich fördern konnte, damit ich nicht absackte)
Geholfen hat da bei mir allerdings nichts. Geschafft hab ich mein Fachabitur aber dennoch, also entmutigen will ich dich da nicht
Zum Lesen: Ich habe es gehasst. So sehr gehasst. Wozu sollte ich lesen? Geschichten konnte ich mir ja auch selber ausdenken. Und die waren sowieso viel besser als so dämliche Kindergeschichten. Außerdem musste man da ja still sitzen und sich auf so etwas anstrengendes Konzentrieren. Das hat mir mehr Kopfschmerzen, als Spaß gemacht. Und wenn es wirklich etwas gab das ich mal lesen wollte, hab ichs mir von meinen Brüdern vorlesen lassen.
Lesetexte die wir für die Schule üben mussten, habe ich mir einmal vorlesen lassen und dann einfach gemerkt, so dass ich es jederzeit den Text abrufen konnte und "vorlas" wenn ich dran kam. (Was dann auffiel, weil ich nicht ins Buch, sondern durch die Gegend guckte, während ich "las" :eusa_shhh

Ich hab jedes Diktat versemmelt, meine Aufgaben bescheiden bearbeitet...
Irgendwann kam dann mein Vater eines Abends mit einem Buch an. "Von jetzt an, lesen wir jeden Abend eine Seite gemeinsam daraus." Das fand ich einerseits total grausam von ihm

Und andererseits schön, weil ich ihn da mal ganz für mich hatte, ohne meine Geschwister.
Es war aber auch nicht irgendein Buch. Es war ein Einband, über Eulen. Tiere waren schon immer meins und Eulen meine damaligen Lieblingstiere.
Auf jeder Seite waren kleine Bilder, einige Seiten bestanden nur aus einem Bild dieser wunderschönen Tiere. Optisch und thematisch gefiel mir das Buch also schon mal.
Nur das lesen... Erst las mein Vater einen Absatz vor, dann ich. Es war mühsam und anstrengend, aber ich wollte alles über Eulen wissen. Also las ich. Und dann wurden es immer weniger Absätze die mein Vater vorlas und immer mehr die ich las.
Und dann musste mein Vater ab und an mal "dringend" etwas erledigen und lies mich mit dem Buch allein, ich sollte ihm dann später erzählen was über diese Eule geschrieben wurde. Und ich las

So sind das Lesen und ich allerbeste Freunde geworden :mrgreen: Und ja in der Schule lief es auch immer besser. Toll war auch, dass meine Lehrerin mir immer mal wieder ausrangierte Bücher ihrer Tochter über Tiere mitbrachte, die ich sofort verschlang.[/VERSTECK]