- Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #1
DyingDream
- Beiträge
- 12.892
- Punkte Reaktionen
- 2
Zu allererst aber ein paar Fragen:
Gibt es hier jemanden, dessen Hund schon einmal das Vestibularsyndrom hatte? Oder kennt so einen Hund näher?
Wie war dessen Krankheitsverlauf?
Wie sahen bei eurem/eurem bekannten Hund die Heilungschancen aus?
Welche Medikemente wurde gegeben und wie lange?
Gibt es auf pflanzlicher Ebene vielleicht auch hilfreiche Sachen die unterstützen?
Welche Nebenwirkungen blieben bei eurem Hund? Kopfschiefhaltung? Taubheit? In welchem Grad?
Ich würde mich wahnsinnig freuen mich mit anderen 'Betroffenen' austauschen zu können.
Aber es sind auch alle anderen Kommentare, Fragen, etc. hier gern gesehen!
Und nun zu uns...
Pepsi ist am 1. Mai 1998 als Terrier-Mix geboren. Damit inzwischen 13,5 Jahre alt.
Ein Herzproblem ist bei ihr bekannt, ansonsten ist sie aber durchweg fit und gesund und rannte und sprang und spielte und machte alles im manchmal altergerechten Tempo mit viel Freude und Motivation.
-----------------------------------------------
Samstag, 12.11.2011
...
Es war ein wunderschöner Tag.
Wir waren auf dem Hundeplatz. Ich hatte fleißig in den Pausen mit Pepsi und Tacka geklickert, war spazieren, wir hatten mit dem Ball gespielt.
Die Zeit verging wie im Flug.
Zu Hause gab es dann bald Futter und die Hunde legten sich auf ihre Plätze.
Gegen 22 Uhr sah ich zu Pepsi die versuchte aufzustehen, aber immer wieder zur Seite umkippte.
Ich wollte ihr helfen. Ich hielt sie. Wollte sie stützen. Hielt sie fest. Brach in Panik aus.
Ich schnappte den Hund, rannte die Treppen runter und fragte meine Eltern immer wieder, was Pepsi hat.
Mein Vater dachte im ersten Moment ich würde einen Scherz machen, bis meine Mutter merkte, dass es mir ernst ist.
Ich setzte Pepsi ab.
Meine Eltern wussten auch nicht weiter.
Ich hielt sie.
Ich hielt sie einfach fest.
Pepsi musste sich übergeben.
Wir schafften es nicht raus.
Ich hielt meine beiden Hände drunter.
Es war angenehm warm.
Meine Mutter musste Pepsi halten.
Ich entsorgte das 'Übergebene'.
Wieder zu Pepsi und sie in ihre Liegeecke gebracht.
Bei ihr geblieben.
Meine Eltern suchten in der Zeitung nach Nottierärzten.
Es wurde der 'eigene' Tierarzt angerufen, wo auch nur eine Notdienstnummer angeben war.
Mein Vater rief bei einem Tierarzt an, der nicht sehr glücklich über die 'Ruhestörung' war.
Aber wir sollten kommen.
Ich musste mich selbst übergeben.
Gegen 22:30 Uhr saßen wir im Auto.
Pepsi in meinen Armen.
Wir fanden das Haus vom unbekannten Tierarzt.
Klingelten an der falschen Stelle.
Fanden dann den Eingang.
Eine junge Tierärztin (?) war da.
Pepsi wurde abgehört.
Ihr wurde ein hömopathisches Mittel gegeben, was den Kreislauf stabilisieren sollte.
Sie erzählte, dass sie keine Ahnung von Herzkrankheiten hätte.
Sie erzählte, dass ihr Hund so was ja auch schon mal hätte und 5 Minuten später dann wieder auf den Beinen war.
25 Euro bezahlt.
Sie sagte, dass das Mittel nach 5 Minuten schon Wirkung zeigen würde und es Pepsi dann wieder gut gehen würde. Einfach ein paar Tage noch Ruhe und vielleicht Montag noch mal zum eigenen Tierarzt.
Ich zweifelte.
Wir fuhren nach Hause.
Ich hielt Pepsi im Arm.
Wir setzten uns auf das Sofa.
Ich traute mich nicht sie abzusetzen.
Ich setzte sie ab. - Es war nichts besser.
Ich brach erneut in Tränen aus.
'Streit' mit meinen Eltern.
Ich solle eine Nacht schlafen und schauen was Sonntag wäre.
Ich ging in mein Zimmer.
Legte Pepsi ins Bett und wollte noch kurz ins Badezimmer.
*knall*
Pepsi ist aus dem Bett gesprungen und dabei erneut gestürzt.
Als ich hoch wollte, stand sie vor der Treppe und wartete auf mich.
Ich schlief weinend ein.
Gegen 4 Uhr wurde ich wach.
Pepsi wurde wach, wollte aufstehen.
Ich gleich mit hoch.
Pepsi musste sich erneut übergeben.
Nur ein Teil landete in meiner Hand. Ein anderer Teil auf der Bettdecke.
Ich trug Pepsi runter.
Nach draußen.
Sie pinkelte, schwankte ein paar Schritte weiter und machte auch ein großes Geschäft.
Sie wollte zurück laufen, sie fiel um.
Ich half ihr beim laufen.
Ich trug sie wieder hoch.
Machte das Bett sauber.
Wir schliefen wieder ein.
-> Fortsetzung folgt...
~§~
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Gegen 9 Uhr wurden wir wieder wach.
Ich suchte im Netz Telefonnummern von Tierärzten raus.
Pepsi musste sich wieder übergeben.
Ich nahm sie auf den Arm und wollte sie raus tragen.
Auf halben weg übergab sie sich.
Es landete auf meinem Arm, dem Nachthemd und der Treppe.
Ich fing das weinen an.
Ich rannte weiter nach draußen.
Stand nur mit Nachthemd auf der Terasse und wusste nicht weiter.
Meine Eltern kamen raus.
Mein Vater hängte mir eine Decke um und stellte mir Hausschuhe hin.
Ich starrte schluchzend in die Leere.
Ich half Pepsi wieder rein.
Ich wusste nicht weiter.
Verdacht auf Vergiftung.
Keiner wusste weiter.
Ich wischte das Erbrochene von mir und der einen Treppe auf.
Zog mich an.
Ging wieder nach Unten, wo meine Mutter Pepsi mit einem Handtuch vom Erbrochenen versuchte sauber zu bekommen.
Im Internet nach Vergiftungsanzeichen gesucht.
Telefonnummern und Sprechungszeiten von Tierärzten, Kliniken gesucht.
Tierklinik hier in der Gegend versucht zu erreichen.
Keine Möglichkeit vor 12 Uhr.
Eigener Tierararzt auch erst ab 11:30 Uhr zu erreichen.
Anruf in Lüneburg in der Tierklinik.
Wir durften kommen.
Hunde eingepackt und an was man grade noch dachte.
Gegen 10:30 Uhr furhen wir los.
Pepsi in meinen Armen.
Ich sah, wie ihre Augen flackerten.
Ihr Kopf war noch mehr schief.
Sie konnte kaum einen Schritt gehen, nur mit Stütze stehen.
Selbst das sitzen fiel schwer.
Kopfkino während der Fahrt.
Der Nebel war so dicht, dass man kaum etwas sah.
Gedanken kreisten.
Tränen flossen.
Kurz vor 12:00 Uhr kamen wir an.
Am Empfang ein Formal für 'Neulinge' ausgefüllt.
Ins Wartezimmer gesetzt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit durften wir ins Behandlungszimmer.
Pepsi schnappte nach der Tierärztin.
Es wurde ein Maulkorb gesucht.
Die Tierärztin schaute in die Augen und die Ohren und meinte, dass es 'das' schon sein könnte.
Das Herz wurde abgehört. Der Körper abgefühlt. Fieber gemessen.
Sie erklärte, dass es was altersbedingtes sein könnte, wo der Gleichgewichtssinn gestört ist. (Das Fremdwort merkte ich mir nicht).
Sie sagte, dass es aber auch was schlimmeres wie ein Gehirntumor, andere Tumore oder eine Entzündung im Gehirn sein könnte.
Blut sollte abgenommen werden.
Meine Mutter musste Pepsi halten, weil ich kurz vorm Zusammenbruch war.
Pepsi schnappte um sich als sie merkte, dass ich nicht mehr da war.
Sie wurde festgehalten.
Ich saß mit Tacka dahinter.
Ich schaffte es nach der Blutabnahme wieder zu Pepsi.
Nahm sie mit auf den Boden, wo ich kurz mit ihr hockte, als die Tierärztin sprach.
Was sie erzählte, weiß ich nicht mehr.
Pepsi musste noch mal auf den Behandlungstisch.
Ich weiß nicht mehr wofür.
Dann sollten wir zum Röntgen ein Etage höher.
Ich trug Pepsi.
Ich hielt sie als wir warteten.
Ich weinte und weinte und weinte.
Mein Vater hielt Tacka.
Man nahm mir Pepsi weg.
Ewiglange Minuten ohne sie.
Sie wurde an der Leine zu mir 'gezogen'.
Wir mussten wieder warten.
Warten, warten, warten, ...
Und derweil entscheiden, was weiter passieren soll.
Pepsi hier lassen oder mitnehmen?
Welche Behandlung?
Was ist das Beste für Pepsi?
Nach einer weiteren kleinen Ewigkeit durften wir wieder in das Behandlungszimmer zu der Tierärztin.
Sie war erst mal zufrieden mit dem Blutbild und auch der Röntgenaufnahme.
Diese sahen gut aus.
Auch war es ein gutes Zeichen, dass Pepsi daheim schon etwas getrunken hatte und dieses drinnen behalten konnte.
Medikamentenmäßig wäre sie auch gut eingestellt.
Herzfehler war uns im Vorfeld schon bekannt.
Geimpft war sie auch gut.
Aufgrund ihres Herzens und ihrer Sensibilität sollten wir überlegen, ob wir Pepsi vielleicht lieber erst mal mitnehmen sollten und dann am nächsten Tag zur Infusion zu einem Tierarzt/Tierklinik in unserer Nähe wollten. Besser wäre es aber, wenn sie da bleiben würde.
Sie könnten aufgrund des Herzens und des Stresses aber keine Garantie geben, dass der Hund nicht mit einem Schlag tot umfallen würde.
(- Absicherung der Klinik, falls wirklich was passiert.)
Ich fragte nach den Chancen, dass alles wieder gut wird.
Die Chancen wären relativ hoch, dass es nur dieses altersbedingte Dings wäre.
Ich hockte inzwischen wieder mit Pepsi auf dem Boden.
Ich entschied mich, dass Pepsi da bleiben sollte. - Aber so schnell wie irgendwie möglich wieder nach Hause kommen sollte.
Es war ja das Beste laut Ärztin...
Dürfte ich sie besuchen?
Sie riet mir sogar dazu, damit ich Pepsi ggfl. mit Futter und Wasser päppeln könnte, weil der Hund mitunter ja nen verwöhntes Prinzesschen bei Futter ist.
3-4 Tage sollte Pepsi da bleiben und Infusionen und Medikamente bekommen.
Wir wurden zum Empfang geschickt, wo ich den Kostenvoranschlag unterschrieb und die erste Anzahlung bezahlte.
Dann kam jemand und trug Pepsi weg.
Sie schaute mich noch einmal an, bevor die Fahrstuhltür sich schloss...
Dann war sie fort...
Gegen 14 Uhr gingen wir zum Parkplatz.
Ohne Pepsi.
Ich sagte meinem Vater, er solle meine Mutter in die Arme nehmen.
Ich versuchte nach all den letzten Stunden zu lächeln. Mich abzulenken.
Versuchte mit Tacka Ball zu spielen.
Der Ball flog nach dem 3ten Wurf hinter einen Zaun, wo kein rankommen war.
Frustriert stiegen wir alle ins Auto.
Wir fuhren eine gute Stunde mit dem Auto Richtung Heimat.
Ohne Pepsi.
Wir hielten an und gingen mit Tacka eine gute Stunde durch einen Wald spazieren.
Wir landeten auf einem Friedhof.
Ich versuchte mit Tacka etwas zu klickern, Ball zu spielen (hatte noch einen weitern im Auto). Auch versuchte ich ein paar Fotos. Aber es war schon zu dunkel im Wald.
Ich rannte mit Tacka einen Berg hoch und runter.
Ich schaffte es immer nur kurz mich abzulenken von dem Gedankenchaos.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Ohne Pepsi.
Ich fütterte die Kaninchen und Vögel, machte die Fenster in meinem Zimmer zu, was ich morgens vergessen hatte.
Dann verklickerte ich beim Tricks üben mit Tacka ihr Abendbrot.
Das Menschenessen brauchten wir nur warm machen.
Bis dahin hatte ich nichts mehr gegessen gehabt, seitdem alles anfing.
Nach dem Essen ging es noch in die Badewanne.
Tacka kam mit ins Badezimmer.
Ich ging nach oben.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Ich durchwühlte das Internet nach dem Begriff "Vestibularsyndrom".
Ich speicherte Sachen davon ab, druckte sie aus.
Ich wurde immer mehr irre beim lesen, weil es mal so und mal so behandelt wurde. Bzw. mal so und mal so ausging...
Alles in allem beruhigte es mich aber zu lesen, dass alles wieder gut werden kann und nur eine leichte Kopfschiefhaltung bleiben könnte.
Ich glaube es war schon 23 Uhr als ich erschöpft einschlief.
Tacka musste noch kurz in meinen Armen liegen. Und als ich mitten in der Nacht aufwachte, weil ich vergessen hatte das Fenster zu schließen, musste sie mit unter die Decke um mich zu wärmen. ...eigentlich macht das immer Pepsi...
Pepsi...
Sie war nicht da...
Der leere Platz...
-> Fortsetzung folgt...
~§~
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Um 8:30 Uhr standen Tacka und ich nach einer langen Kuscheln-Knuddel-Runde auf.
Kurz nach 9 Uhr fuhr ich mit meiner Mutter und Tacka los, um ins Dorf und zum Einkaufen zu fahren.
Vor der Apotheke durfte Tacka wieder ein paar Tricks machen, was sie trotz Autos und Menschen richtig klasse machte.
Bei der Bank fragte der nette Bank-Kassen-Mann, wo Pepsi wäre... Meine Mutter erzählte, als sie die 1000 Euro von dem Tierkonto abholte.
Dann fuhren wir in den ersten Laden zum einkaufen und dann noch in den zweiten.
Um 10:30 Uhr waren wir zurück...
Eine halbe Stunde später als geplant...
Der Anrufbeantworter blinkte...
*Panik, dass es die Klinik gewesen sein könnte*
Aber es war nur mein Vater, der Pepsi's Impfausweis in seiner Tasche gefunden hatte.
Warten auf den Anruf der zwischen 10 und 12 Uhr kommen sollte...
11:55 Uhr fragte meine Mutter, ob ich mich schon bei meinem Tierarzt gemeldet hätte.
Nein. *schreck*
Ich rief an, wurde gleich durchgestellt.
Er würde das letzte Blutergebnis und den Bericht von der Herzuntersuchung sofort nach Lüneburg faxen. (Die wollten ja noch ein paar mehr Infos von Pepsi)
Er wünschte noch alles Gute und seine Worte beruhigten mich.
12:03 Uhr - ich rief sofort in Lüneburg an. Wurde zu der 'Stationsschwester' durchgestellt.
Pepsi?
Ihr Zustand wäre noch unverändert.
Heute noch nichts gegessen, gestern nur ein bisschen.
Den Kopf hält sie noch schief, sie ist aber nicht mehr ganz so wackelig auf den Beinen.
Sie bekommt nun zusätzlich noch das Medikament 'Karsivan'. Nur leicht dosiert, dass es auch nicht zu lange gegeben werden brauch.
Besuchszeit? Nein, vor 17-18 Uhr ginge es nicht.
Ich schrieb im www vom aktuellen Zustand und verfiel das erste Mal an diesem Tag einem Tränenmeer.
Die verständnisvollen Worten zu lesen halfen trotzdem und ich war dankbar, dass ich mich mitteilen konnte.
Ich trug für Pepsi einen Pullover, der bei ihr bleiben sollte.
Ich suchte eine Decke aus dem Auto, die sie gern hatte.
Ich holte Wasser aus der Regentonne, weil sie es besonders gern trank.
Ich packte das extra gekaufte Putenbrustfilet in eine Tubadose mit ein paar kleinen Käsestücken.
Ich packte eine weitere Dose mit Trockenfutter zusammen.
Ich suchte ihr Lieblingskuscheltier raus und packte es ein.
Und das Glas mit Würstchen landete auch noch im Rucksack.
Der Futterdummy war eh schon drin und den Futterbeutel hatte ich um.
Ich saugte noch staub, versorgte Vögel und Kaninchen draußen.
Dann spielte ich mit Tacka zwischendurch noch im Garten und in der Wohnung.
Dann machten wir noch Intelligenzspiele mit den Brettern und Futter und ich war fasziniert wie schlau sie doch ist.
Meinen Vater rief ich noch an, um über den Klinikanruf zu informieren.
Kurz nach 14 Uhr fuhr ich dann mit meiner Mutter und Tacka los in Richtung Lüneburg.
Unterwegs redeten wir viel und ich habe Witze und Berichte aus einer Zeitschrift vorgelesen.
15:45 Uhr stiegen wir bei der Klinik aus und gingen mit Tacka die Straße runter.
Wir hatten die Hoffnung dort etwas Natur oder einen Park oder so was zu finden.
Es war wieder so dichter Nebel.
Alles was wir fanden war ein Parkplatz, wo wir x-Mal hin und her gingen, den Ball für Tacka warfen und Futter warfen oder sie Tricks machen musste.
Und sie führte die Tricks alle so perfekt aus, dass ich selbst erstaunt war, wie super sie das machte.
Und ich weiß nicht über was, aber meine Mutter und ich lachten sogar zusammen.
16:50 Uhr liesen wir Tacka im Auto mit Kauknochen zurück.
Um 17 Uhr waren wir angemeldet und es sollte bald jemand kommen und uns zu Pepsi bringen.
Um 17:15 Uhr waren wir oben in einem leeren Behandlungszimmer und warten auf Pepsi...
Dann ging die Tür auf und Pepsi kam angewackelt... angedackelt...
Sie hielt den Kopf schief.
Aber sie konnte schon wieder selbstständig laufen ohne bei jedem Schritt umzukippen.
Sie ging noch sehr unsicher, aber sie hielt sich auf den Beinen.
Sie kam sofort zu mir und ich zu ihr... Ich nahm sie auf den Schoß und ich war nur noch glücklich, dass ich Pepsi wieder in den Armen halten konnte.
Und im Vergleich zum Vortag war es schon so viel besser.
Dan bot ich ihr etwas Trockenfutter aus der Hand an.
Haha... ;p - Sie schaute mich mit großen Augen an: "Wofür soll ich das denn haben?"
Dann nahm ich den Klicker, machte einmal *klick* und Madam nahm sofort das Stück Futter an.
Also machte es einige Klick-Geräusche aus unserem Zimmer.
Pepsi durfte die eine Hand mit der Nase berühren und bekam dann aus der anderen Hand das Futter.
Irgendwann besann ich mich, damit der Hund nicht am Ende da unten weiter mit dem Kopf 'nickt' oder 'hin und her' bewegt und es falsch gedeutet wird. ;p
Ach... Dann gingen wir zusammen (Pepsi natürlich ohne Leine hinter mir her) durch den Raum.
Zwischendurch wurde sie von mir und meiner Mutter gestreichelt.
Dann durfte Pepsi 'Sitz' und 'Steh' für Futter machen.
'Platz' mochte sie nur aus dem Sitz heraus machen. - Aber ich denke, ihr tut eh das Vorderbein weh, weil da die Nadel für die Infusionen drin steckt. - Also musste sie da natürlich nichts weiter machen.
Ich rollte Futter ein Stück auf dem Boden und zeigte es ihr mit "such" und sie ging zielgesteuert drauf zu und futterte.
Zwischendurch ging sie zum Wassernapf und trank ganz brav.
Dann wurde wieder gekuschelt und meine Mutter wollte ein paar Fotos für meinen Vater machen. Eine Video-Funktion entdeckte ich auch bei ihrer Kamera (meine hatte ich ja im Auto gelassen) und es wurde noch ein ganz schlechtes Video von Pepsi gedreht.
Dann holte ich den Futterdummy noch aus der Tasche, weil Pepsi eh ihren Kopf immer wieder da reinstreckt und wir versteckten den Dummy 'ganz einfach' - ein Meter vor/neben ihr. *g* ...aber sie ging sofort hin und nach ein paar Versuchen ihrerseits schaffte sie es auch mir das Ding zu bringen und dann klappte das auch immer häufiger.
- Also wir machten das nur ein paar mal und sie durfte immer viel aus dem Dummy raus futtern.
Es wurde wieder gekuschelt und durch den Raum gegangen.
Dann kam jemand rein und fragte, wie weit wir wären...
Die halbe Stunde sollte schon rum sein?
Wir durften noch etwas bleiben...
Kurz vor 18 Uhr durfte Pepsi dann noch das rohe Fleisch und die Käsestücke essen. Das Fleisch hielt ich fest, so dass sie richtig abbeißen und kauen musste. Auch das klappte wunderbar.
Zwischendurch wollte sie mir Pfötchengeben.
Sie legte meine Hand.
Pepsi war da.
Pepsi war bei mir.
Wir waren so glücklich.
Aber dann war es schon 18 Uhr...
Meine Mutter ging runter und sagte bescheid, dass Pepsi wieder abgeholt werden könnte...
Die Arzthelferin oder Praktikantin hatte die Leine vergessen... Wollte Pepsi dann einfach am Halsband nehmen.
Die Decke, den Pullover und das Plüschtier in der anderen Hand...
Pepsi wollte nicht von mir weg und stemmte sich dagegen als sie weggebracht werden sollte...
Man lies sie los und bat mich, dass ich mit in den Fahrstuhl kommen würde...
Ich ging... Pepsi wackelte mir vertrauensvoll hinterher...
Im Fahrstuhl ging ich einmal um die Helferin da und diese grenzte Pepsi dann ab...
Kurz bevor die Tür schloss, schaffte Pepsi es noch mal durch zu kommen und wäre fast in der Fahrstuhltür gelandet. :/
Man zog sie noch zurück und die Tür schloss sich...
Wieder allein.
Wieder das Gefühl ich hätte sie im Stich gelassen.
Ich ging runter zu meiner Mutter.
Noch mal auf Toilette, wo wir vergeblich versuchten Wasser aus dem Wasserhahn zu bekommen.
Dann zum Auto.
Mit Tacka einmal den Weg hoch und runter gerannt.
So schnell es irgendwie ging...
Dann ins Auto eingestiegen und ca. 18:15 Uhr wieder losgefahren.
Ohne Pepsi.
Aber die Stationsschwester die uns in das Zimmer brachte erzählte, dass Pepsi noch gut gefressen hätte.
Das beruhigte, so dass ich mich entschied am Dienstag nicht alleine zu Pepsi zu fahren, weil uns der Abschied beiden weh tut und ich sie am Mittwoch ja dann wenn irgendwie möglich schon nach Hause bringen will.
Um 19:45 Uhr waren wir wieder zu Hause und Tacka musste noch etwas Futter erarbeiten, dann durften auch die Menschen futtern und später wurde mit Tacka dann noch mal gespielt und gekuschelt und mein Vater spielte dann auch noch mal und versuchte zu kuscheln. -> Klappte aber nicht so gut, weil Tacka immer wieder schaute wo ich denn wäre..
Nun ist es 2:30 Uhr und Tacka schläft dort, wo sonst Pepsi liegt.
Gleich gehen wir noch einmal raus und dann wird geschlafen.
Dienstag wird auch so ein anstrengender Tag für uns...
Vorhersage:
Morgens kurz in den Garten, etwas tricksn/spielen. Dann zu Hause arbeiten.
Auf den Anruf von der Klinik warten, ggfl. selbst anrufen.
Spätens um 14 Uhr dann los und mit Tacka bis 17 Uhr unterwegs sein.
Um spätestens 17 Uhr im Laden sein und dort arbeiten. Tacka muss im Auto warten.
Ca. 17:30 Uhr wieder raus und noch eine kurze Runde mit Tacka gehen. Wenn ich später rauskomme nicht. *seufz* ...um 17:45 Uhr nimmt meine Mutter Tacka dann mit nach Hause, wo sie mit meinem Vater alleine mit Tacka gehen muss. Ansage von mir, dass Tacka an der Leine bleibt und mit Futter belohnt wird, weil meine Eltern immer große Probleme haben mit Tacka alleine zu gehen.
Die Hunde schauen sich beide immer nur um, wo ich bin und wenn Pepsi auch nicht mit ist, geht Tacka bei meinen Eltern eher rückwärts an der Leine bis es auf den Rückweg geht.
Ich selbst muss von 18 bis 20:15 noch zur Abendschule und komme dann später.
Ja... Und wenn es nach mir ginge, würde der Mittwoch so ausfallen, dass ich morgens losfahren kann, unterwegs 2 Stunden mit Tacka gehen kann und dann Pepsi Mittags aus der Klinik abholen könnte...
Ich hoffe, dass klappt auch irgendwie...
Und wie es weiter geht müssen wir dann sehen...
~§~
Gibt es hier jemanden, dessen Hund schon einmal das Vestibularsyndrom hatte? Oder kennt so einen Hund näher?
Wie war dessen Krankheitsverlauf?
Wie sahen bei eurem/eurem bekannten Hund die Heilungschancen aus?
Welche Medikemente wurde gegeben und wie lange?
Gibt es auf pflanzlicher Ebene vielleicht auch hilfreiche Sachen die unterstützen?
Welche Nebenwirkungen blieben bei eurem Hund? Kopfschiefhaltung? Taubheit? In welchem Grad?
Ich würde mich wahnsinnig freuen mich mit anderen 'Betroffenen' austauschen zu können.
Aber es sind auch alle anderen Kommentare, Fragen, etc. hier gern gesehen!
Und nun zu uns...
Pepsi ist am 1. Mai 1998 als Terrier-Mix geboren. Damit inzwischen 13,5 Jahre alt.
Ein Herzproblem ist bei ihr bekannt, ansonsten ist sie aber durchweg fit und gesund und rannte und sprang und spielte und machte alles im manchmal altergerechten Tempo mit viel Freude und Motivation.
-----------------------------------------------
Samstag, 12.11.2011
...
Es war ein wunderschöner Tag.
Wir waren auf dem Hundeplatz. Ich hatte fleißig in den Pausen mit Pepsi und Tacka geklickert, war spazieren, wir hatten mit dem Ball gespielt.
Die Zeit verging wie im Flug.
Zu Hause gab es dann bald Futter und die Hunde legten sich auf ihre Plätze.
Gegen 22 Uhr sah ich zu Pepsi die versuchte aufzustehen, aber immer wieder zur Seite umkippte.
Ich wollte ihr helfen. Ich hielt sie. Wollte sie stützen. Hielt sie fest. Brach in Panik aus.
Ich schnappte den Hund, rannte die Treppen runter und fragte meine Eltern immer wieder, was Pepsi hat.
Mein Vater dachte im ersten Moment ich würde einen Scherz machen, bis meine Mutter merkte, dass es mir ernst ist.
Ich setzte Pepsi ab.
Meine Eltern wussten auch nicht weiter.
Ich hielt sie.
Ich hielt sie einfach fest.
Pepsi musste sich übergeben.
Wir schafften es nicht raus.
Ich hielt meine beiden Hände drunter.
Es war angenehm warm.
Meine Mutter musste Pepsi halten.
Ich entsorgte das 'Übergebene'.
Wieder zu Pepsi und sie in ihre Liegeecke gebracht.
Bei ihr geblieben.
Meine Eltern suchten in der Zeitung nach Nottierärzten.
Es wurde der 'eigene' Tierarzt angerufen, wo auch nur eine Notdienstnummer angeben war.
Mein Vater rief bei einem Tierarzt an, der nicht sehr glücklich über die 'Ruhestörung' war.
Aber wir sollten kommen.
Ich musste mich selbst übergeben.
Gegen 22:30 Uhr saßen wir im Auto.
Pepsi in meinen Armen.
Wir fanden das Haus vom unbekannten Tierarzt.
Klingelten an der falschen Stelle.
Fanden dann den Eingang.
Eine junge Tierärztin (?) war da.
Pepsi wurde abgehört.
Ihr wurde ein hömopathisches Mittel gegeben, was den Kreislauf stabilisieren sollte.
Sie erzählte, dass sie keine Ahnung von Herzkrankheiten hätte.
Sie erzählte, dass ihr Hund so was ja auch schon mal hätte und 5 Minuten später dann wieder auf den Beinen war.
25 Euro bezahlt.
Sie sagte, dass das Mittel nach 5 Minuten schon Wirkung zeigen würde und es Pepsi dann wieder gut gehen würde. Einfach ein paar Tage noch Ruhe und vielleicht Montag noch mal zum eigenen Tierarzt.
Ich zweifelte.
Wir fuhren nach Hause.
Ich hielt Pepsi im Arm.
Wir setzten uns auf das Sofa.
Ich traute mich nicht sie abzusetzen.
Ich setzte sie ab. - Es war nichts besser.
Ich brach erneut in Tränen aus.
'Streit' mit meinen Eltern.
Ich solle eine Nacht schlafen und schauen was Sonntag wäre.
Ich ging in mein Zimmer.
Legte Pepsi ins Bett und wollte noch kurz ins Badezimmer.
*knall*
Pepsi ist aus dem Bett gesprungen und dabei erneut gestürzt.
Als ich hoch wollte, stand sie vor der Treppe und wartete auf mich.
Ich schlief weinend ein.
Gegen 4 Uhr wurde ich wach.
Pepsi wurde wach, wollte aufstehen.
Ich gleich mit hoch.
Pepsi musste sich erneut übergeben.
Nur ein Teil landete in meiner Hand. Ein anderer Teil auf der Bettdecke.
Ich trug Pepsi runter.
Nach draußen.
Sie pinkelte, schwankte ein paar Schritte weiter und machte auch ein großes Geschäft.
Sie wollte zurück laufen, sie fiel um.
Ich half ihr beim laufen.
Ich trug sie wieder hoch.
Machte das Bett sauber.
Wir schliefen wieder ein.
-> Fortsetzung folgt...
~§~
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Gegen 9 Uhr wurden wir wieder wach.
Ich suchte im Netz Telefonnummern von Tierärzten raus.
Pepsi musste sich wieder übergeben.
Ich nahm sie auf den Arm und wollte sie raus tragen.
Auf halben weg übergab sie sich.
Es landete auf meinem Arm, dem Nachthemd und der Treppe.
Ich fing das weinen an.
Ich rannte weiter nach draußen.
Stand nur mit Nachthemd auf der Terasse und wusste nicht weiter.
Meine Eltern kamen raus.
Mein Vater hängte mir eine Decke um und stellte mir Hausschuhe hin.
Ich starrte schluchzend in die Leere.
Ich half Pepsi wieder rein.
Ich wusste nicht weiter.
Verdacht auf Vergiftung.
Keiner wusste weiter.
Ich wischte das Erbrochene von mir und der einen Treppe auf.
Zog mich an.
Ging wieder nach Unten, wo meine Mutter Pepsi mit einem Handtuch vom Erbrochenen versuchte sauber zu bekommen.
Im Internet nach Vergiftungsanzeichen gesucht.
Telefonnummern und Sprechungszeiten von Tierärzten, Kliniken gesucht.
Tierklinik hier in der Gegend versucht zu erreichen.
Keine Möglichkeit vor 12 Uhr.
Eigener Tierararzt auch erst ab 11:30 Uhr zu erreichen.
Anruf in Lüneburg in der Tierklinik.
Wir durften kommen.
Hunde eingepackt und an was man grade noch dachte.
Gegen 10:30 Uhr furhen wir los.
Pepsi in meinen Armen.
Ich sah, wie ihre Augen flackerten.
Ihr Kopf war noch mehr schief.
Sie konnte kaum einen Schritt gehen, nur mit Stütze stehen.
Selbst das sitzen fiel schwer.
Kopfkino während der Fahrt.
Der Nebel war so dicht, dass man kaum etwas sah.
Gedanken kreisten.
Tränen flossen.
Kurz vor 12:00 Uhr kamen wir an.
Am Empfang ein Formal für 'Neulinge' ausgefüllt.
Ins Wartezimmer gesetzt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit durften wir ins Behandlungszimmer.
Pepsi schnappte nach der Tierärztin.
Es wurde ein Maulkorb gesucht.
Die Tierärztin schaute in die Augen und die Ohren und meinte, dass es 'das' schon sein könnte.
Das Herz wurde abgehört. Der Körper abgefühlt. Fieber gemessen.
Sie erklärte, dass es was altersbedingtes sein könnte, wo der Gleichgewichtssinn gestört ist. (Das Fremdwort merkte ich mir nicht).
Sie sagte, dass es aber auch was schlimmeres wie ein Gehirntumor, andere Tumore oder eine Entzündung im Gehirn sein könnte.
Blut sollte abgenommen werden.
Meine Mutter musste Pepsi halten, weil ich kurz vorm Zusammenbruch war.
Pepsi schnappte um sich als sie merkte, dass ich nicht mehr da war.
Sie wurde festgehalten.
Ich saß mit Tacka dahinter.
Ich schaffte es nach der Blutabnahme wieder zu Pepsi.
Nahm sie mit auf den Boden, wo ich kurz mit ihr hockte, als die Tierärztin sprach.
Was sie erzählte, weiß ich nicht mehr.
Pepsi musste noch mal auf den Behandlungstisch.
Ich weiß nicht mehr wofür.
Dann sollten wir zum Röntgen ein Etage höher.
Ich trug Pepsi.
Ich hielt sie als wir warteten.
Ich weinte und weinte und weinte.
Mein Vater hielt Tacka.
Man nahm mir Pepsi weg.
Ewiglange Minuten ohne sie.
Sie wurde an der Leine zu mir 'gezogen'.
Wir mussten wieder warten.
Warten, warten, warten, ...
Und derweil entscheiden, was weiter passieren soll.
Pepsi hier lassen oder mitnehmen?
Welche Behandlung?
Was ist das Beste für Pepsi?
Nach einer weiteren kleinen Ewigkeit durften wir wieder in das Behandlungszimmer zu der Tierärztin.
Sie war erst mal zufrieden mit dem Blutbild und auch der Röntgenaufnahme.
Diese sahen gut aus.
Auch war es ein gutes Zeichen, dass Pepsi daheim schon etwas getrunken hatte und dieses drinnen behalten konnte.
Medikamentenmäßig wäre sie auch gut eingestellt.
Herzfehler war uns im Vorfeld schon bekannt.
Geimpft war sie auch gut.
Aufgrund ihres Herzens und ihrer Sensibilität sollten wir überlegen, ob wir Pepsi vielleicht lieber erst mal mitnehmen sollten und dann am nächsten Tag zur Infusion zu einem Tierarzt/Tierklinik in unserer Nähe wollten. Besser wäre es aber, wenn sie da bleiben würde.
Sie könnten aufgrund des Herzens und des Stresses aber keine Garantie geben, dass der Hund nicht mit einem Schlag tot umfallen würde.
(- Absicherung der Klinik, falls wirklich was passiert.)
Ich fragte nach den Chancen, dass alles wieder gut wird.
Die Chancen wären relativ hoch, dass es nur dieses altersbedingte Dings wäre.
Ich hockte inzwischen wieder mit Pepsi auf dem Boden.
Ich entschied mich, dass Pepsi da bleiben sollte. - Aber so schnell wie irgendwie möglich wieder nach Hause kommen sollte.
Es war ja das Beste laut Ärztin...
Dürfte ich sie besuchen?
Sie riet mir sogar dazu, damit ich Pepsi ggfl. mit Futter und Wasser päppeln könnte, weil der Hund mitunter ja nen verwöhntes Prinzesschen bei Futter ist.
3-4 Tage sollte Pepsi da bleiben und Infusionen und Medikamente bekommen.
Wir wurden zum Empfang geschickt, wo ich den Kostenvoranschlag unterschrieb und die erste Anzahlung bezahlte.
Dann kam jemand und trug Pepsi weg.
Sie schaute mich noch einmal an, bevor die Fahrstuhltür sich schloss...
Dann war sie fort...
Gegen 14 Uhr gingen wir zum Parkplatz.
Ohne Pepsi.
Ich sagte meinem Vater, er solle meine Mutter in die Arme nehmen.
Ich versuchte nach all den letzten Stunden zu lächeln. Mich abzulenken.
Versuchte mit Tacka Ball zu spielen.
Der Ball flog nach dem 3ten Wurf hinter einen Zaun, wo kein rankommen war.
Frustriert stiegen wir alle ins Auto.
Wir fuhren eine gute Stunde mit dem Auto Richtung Heimat.
Ohne Pepsi.
Wir hielten an und gingen mit Tacka eine gute Stunde durch einen Wald spazieren.
Wir landeten auf einem Friedhof.
Ich versuchte mit Tacka etwas zu klickern, Ball zu spielen (hatte noch einen weitern im Auto). Auch versuchte ich ein paar Fotos. Aber es war schon zu dunkel im Wald.
Ich rannte mit Tacka einen Berg hoch und runter.
Ich schaffte es immer nur kurz mich abzulenken von dem Gedankenchaos.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Ohne Pepsi.
Ich fütterte die Kaninchen und Vögel, machte die Fenster in meinem Zimmer zu, was ich morgens vergessen hatte.
Dann verklickerte ich beim Tricks üben mit Tacka ihr Abendbrot.
Das Menschenessen brauchten wir nur warm machen.
Bis dahin hatte ich nichts mehr gegessen gehabt, seitdem alles anfing.
Nach dem Essen ging es noch in die Badewanne.
Tacka kam mit ins Badezimmer.
Ich ging nach oben.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Ich durchwühlte das Internet nach dem Begriff "Vestibularsyndrom".
Ich speicherte Sachen davon ab, druckte sie aus.
Ich wurde immer mehr irre beim lesen, weil es mal so und mal so behandelt wurde. Bzw. mal so und mal so ausging...
Alles in allem beruhigte es mich aber zu lesen, dass alles wieder gut werden kann und nur eine leichte Kopfschiefhaltung bleiben könnte.
Ich glaube es war schon 23 Uhr als ich erschöpft einschlief.
Tacka musste noch kurz in meinen Armen liegen. Und als ich mitten in der Nacht aufwachte, weil ich vergessen hatte das Fenster zu schließen, musste sie mit unter die Decke um mich zu wärmen. ...eigentlich macht das immer Pepsi...
Pepsi...
Sie war nicht da...
Der leere Platz...
-> Fortsetzung folgt...
~§~
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Um 8:30 Uhr standen Tacka und ich nach einer langen Kuscheln-Knuddel-Runde auf.
Kurz nach 9 Uhr fuhr ich mit meiner Mutter und Tacka los, um ins Dorf und zum Einkaufen zu fahren.
Vor der Apotheke durfte Tacka wieder ein paar Tricks machen, was sie trotz Autos und Menschen richtig klasse machte.
Bei der Bank fragte der nette Bank-Kassen-Mann, wo Pepsi wäre... Meine Mutter erzählte, als sie die 1000 Euro von dem Tierkonto abholte.
Dann fuhren wir in den ersten Laden zum einkaufen und dann noch in den zweiten.
Um 10:30 Uhr waren wir zurück...
Eine halbe Stunde später als geplant...
Der Anrufbeantworter blinkte...
*Panik, dass es die Klinik gewesen sein könnte*
Aber es war nur mein Vater, der Pepsi's Impfausweis in seiner Tasche gefunden hatte.
Warten auf den Anruf der zwischen 10 und 12 Uhr kommen sollte...
11:55 Uhr fragte meine Mutter, ob ich mich schon bei meinem Tierarzt gemeldet hätte.
Nein. *schreck*
Ich rief an, wurde gleich durchgestellt.
Er würde das letzte Blutergebnis und den Bericht von der Herzuntersuchung sofort nach Lüneburg faxen. (Die wollten ja noch ein paar mehr Infos von Pepsi)
Er wünschte noch alles Gute und seine Worte beruhigten mich.
12:03 Uhr - ich rief sofort in Lüneburg an. Wurde zu der 'Stationsschwester' durchgestellt.
Pepsi?
Ihr Zustand wäre noch unverändert.
Heute noch nichts gegessen, gestern nur ein bisschen.
Den Kopf hält sie noch schief, sie ist aber nicht mehr ganz so wackelig auf den Beinen.
Sie bekommt nun zusätzlich noch das Medikament 'Karsivan'. Nur leicht dosiert, dass es auch nicht zu lange gegeben werden brauch.
Besuchszeit? Nein, vor 17-18 Uhr ginge es nicht.
Ich schrieb im www vom aktuellen Zustand und verfiel das erste Mal an diesem Tag einem Tränenmeer.
Die verständnisvollen Worten zu lesen halfen trotzdem und ich war dankbar, dass ich mich mitteilen konnte.
Ich trug für Pepsi einen Pullover, der bei ihr bleiben sollte.
Ich suchte eine Decke aus dem Auto, die sie gern hatte.
Ich holte Wasser aus der Regentonne, weil sie es besonders gern trank.
Ich packte das extra gekaufte Putenbrustfilet in eine Tubadose mit ein paar kleinen Käsestücken.
Ich packte eine weitere Dose mit Trockenfutter zusammen.
Ich suchte ihr Lieblingskuscheltier raus und packte es ein.
Und das Glas mit Würstchen landete auch noch im Rucksack.
Der Futterdummy war eh schon drin und den Futterbeutel hatte ich um.
Ich saugte noch staub, versorgte Vögel und Kaninchen draußen.
Dann spielte ich mit Tacka zwischendurch noch im Garten und in der Wohnung.
Dann machten wir noch Intelligenzspiele mit den Brettern und Futter und ich war fasziniert wie schlau sie doch ist.
Meinen Vater rief ich noch an, um über den Klinikanruf zu informieren.
Kurz nach 14 Uhr fuhr ich dann mit meiner Mutter und Tacka los in Richtung Lüneburg.
Unterwegs redeten wir viel und ich habe Witze und Berichte aus einer Zeitschrift vorgelesen.
15:45 Uhr stiegen wir bei der Klinik aus und gingen mit Tacka die Straße runter.
Wir hatten die Hoffnung dort etwas Natur oder einen Park oder so was zu finden.
Es war wieder so dichter Nebel.
Alles was wir fanden war ein Parkplatz, wo wir x-Mal hin und her gingen, den Ball für Tacka warfen und Futter warfen oder sie Tricks machen musste.
Und sie führte die Tricks alle so perfekt aus, dass ich selbst erstaunt war, wie super sie das machte.
Und ich weiß nicht über was, aber meine Mutter und ich lachten sogar zusammen.
16:50 Uhr liesen wir Tacka im Auto mit Kauknochen zurück.
Um 17 Uhr waren wir angemeldet und es sollte bald jemand kommen und uns zu Pepsi bringen.
Um 17:15 Uhr waren wir oben in einem leeren Behandlungszimmer und warten auf Pepsi...
Dann ging die Tür auf und Pepsi kam angewackelt... angedackelt...
Sie hielt den Kopf schief.
Aber sie konnte schon wieder selbstständig laufen ohne bei jedem Schritt umzukippen.
Sie ging noch sehr unsicher, aber sie hielt sich auf den Beinen.
Sie kam sofort zu mir und ich zu ihr... Ich nahm sie auf den Schoß und ich war nur noch glücklich, dass ich Pepsi wieder in den Armen halten konnte.
Und im Vergleich zum Vortag war es schon so viel besser.
Dan bot ich ihr etwas Trockenfutter aus der Hand an.
Haha... ;p - Sie schaute mich mit großen Augen an: "Wofür soll ich das denn haben?"
Dann nahm ich den Klicker, machte einmal *klick* und Madam nahm sofort das Stück Futter an.
Also machte es einige Klick-Geräusche aus unserem Zimmer.
Pepsi durfte die eine Hand mit der Nase berühren und bekam dann aus der anderen Hand das Futter.
Irgendwann besann ich mich, damit der Hund nicht am Ende da unten weiter mit dem Kopf 'nickt' oder 'hin und her' bewegt und es falsch gedeutet wird. ;p
Ach... Dann gingen wir zusammen (Pepsi natürlich ohne Leine hinter mir her) durch den Raum.
Zwischendurch wurde sie von mir und meiner Mutter gestreichelt.
Dann durfte Pepsi 'Sitz' und 'Steh' für Futter machen.
'Platz' mochte sie nur aus dem Sitz heraus machen. - Aber ich denke, ihr tut eh das Vorderbein weh, weil da die Nadel für die Infusionen drin steckt. - Also musste sie da natürlich nichts weiter machen.
Ich rollte Futter ein Stück auf dem Boden und zeigte es ihr mit "such" und sie ging zielgesteuert drauf zu und futterte.
Zwischendurch ging sie zum Wassernapf und trank ganz brav.
Dann wurde wieder gekuschelt und meine Mutter wollte ein paar Fotos für meinen Vater machen. Eine Video-Funktion entdeckte ich auch bei ihrer Kamera (meine hatte ich ja im Auto gelassen) und es wurde noch ein ganz schlechtes Video von Pepsi gedreht.
Dann holte ich den Futterdummy noch aus der Tasche, weil Pepsi eh ihren Kopf immer wieder da reinstreckt und wir versteckten den Dummy 'ganz einfach' - ein Meter vor/neben ihr. *g* ...aber sie ging sofort hin und nach ein paar Versuchen ihrerseits schaffte sie es auch mir das Ding zu bringen und dann klappte das auch immer häufiger.
- Also wir machten das nur ein paar mal und sie durfte immer viel aus dem Dummy raus futtern.
Es wurde wieder gekuschelt und durch den Raum gegangen.
Dann kam jemand rein und fragte, wie weit wir wären...
Die halbe Stunde sollte schon rum sein?
Wir durften noch etwas bleiben...
Kurz vor 18 Uhr durfte Pepsi dann noch das rohe Fleisch und die Käsestücke essen. Das Fleisch hielt ich fest, so dass sie richtig abbeißen und kauen musste. Auch das klappte wunderbar.
Zwischendurch wollte sie mir Pfötchengeben.
Sie legte meine Hand.
Pepsi war da.
Pepsi war bei mir.
Wir waren so glücklich.
Aber dann war es schon 18 Uhr...
Meine Mutter ging runter und sagte bescheid, dass Pepsi wieder abgeholt werden könnte...
Die Arzthelferin oder Praktikantin hatte die Leine vergessen... Wollte Pepsi dann einfach am Halsband nehmen.
Die Decke, den Pullover und das Plüschtier in der anderen Hand...
Pepsi wollte nicht von mir weg und stemmte sich dagegen als sie weggebracht werden sollte...
Man lies sie los und bat mich, dass ich mit in den Fahrstuhl kommen würde...
Ich ging... Pepsi wackelte mir vertrauensvoll hinterher...
Im Fahrstuhl ging ich einmal um die Helferin da und diese grenzte Pepsi dann ab...
Kurz bevor die Tür schloss, schaffte Pepsi es noch mal durch zu kommen und wäre fast in der Fahrstuhltür gelandet. :/
Man zog sie noch zurück und die Tür schloss sich...
Wieder allein.
Wieder das Gefühl ich hätte sie im Stich gelassen.
Ich ging runter zu meiner Mutter.
Noch mal auf Toilette, wo wir vergeblich versuchten Wasser aus dem Wasserhahn zu bekommen.
Dann zum Auto.
Mit Tacka einmal den Weg hoch und runter gerannt.
So schnell es irgendwie ging...
Dann ins Auto eingestiegen und ca. 18:15 Uhr wieder losgefahren.
Ohne Pepsi.
Aber die Stationsschwester die uns in das Zimmer brachte erzählte, dass Pepsi noch gut gefressen hätte.
Das beruhigte, so dass ich mich entschied am Dienstag nicht alleine zu Pepsi zu fahren, weil uns der Abschied beiden weh tut und ich sie am Mittwoch ja dann wenn irgendwie möglich schon nach Hause bringen will.
Um 19:45 Uhr waren wir wieder zu Hause und Tacka musste noch etwas Futter erarbeiten, dann durften auch die Menschen futtern und später wurde mit Tacka dann noch mal gespielt und gekuschelt und mein Vater spielte dann auch noch mal und versuchte zu kuscheln. -> Klappte aber nicht so gut, weil Tacka immer wieder schaute wo ich denn wäre..
Nun ist es 2:30 Uhr und Tacka schläft dort, wo sonst Pepsi liegt.
Gleich gehen wir noch einmal raus und dann wird geschlafen.
Dienstag wird auch so ein anstrengender Tag für uns...
Vorhersage:
Morgens kurz in den Garten, etwas tricksn/spielen. Dann zu Hause arbeiten.
Auf den Anruf von der Klinik warten, ggfl. selbst anrufen.
Spätens um 14 Uhr dann los und mit Tacka bis 17 Uhr unterwegs sein.
Um spätestens 17 Uhr im Laden sein und dort arbeiten. Tacka muss im Auto warten.
Ca. 17:30 Uhr wieder raus und noch eine kurze Runde mit Tacka gehen. Wenn ich später rauskomme nicht. *seufz* ...um 17:45 Uhr nimmt meine Mutter Tacka dann mit nach Hause, wo sie mit meinem Vater alleine mit Tacka gehen muss. Ansage von mir, dass Tacka an der Leine bleibt und mit Futter belohnt wird, weil meine Eltern immer große Probleme haben mit Tacka alleine zu gehen.
Die Hunde schauen sich beide immer nur um, wo ich bin und wenn Pepsi auch nicht mit ist, geht Tacka bei meinen Eltern eher rückwärts an der Leine bis es auf den Rückweg geht.
Ich selbst muss von 18 bis 20:15 noch zur Abendschule und komme dann später.
Ja... Und wenn es nach mir ginge, würde der Mittwoch so ausfallen, dass ich morgens losfahren kann, unterwegs 2 Stunden mit Tacka gehen kann und dann Pepsi Mittags aus der Klinik abholen könnte...
Ich hoffe, dass klappt auch irgendwie...
Und wie es weiter geht müssen wir dann sehen...
~§~