- Hilfe, Algen! - Ein Leitfaden. Beitrag #1
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Gast43718
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Algenbekämpfung
Algen sind ein Bestandteil der natürlichen Umwelt unserer Zierfische. Im Aquarium treten sie allerdings manchmal im Übermaß auf und zeigen uns damit, dass irgend etwas in unserem "Miniaturökosystem" nicht stimmt. Eine Bekämpfung mit Chemie ist nicht nötig, wenn wir die Ursache ermitteln und richtige Maßnahmen zur Beseitigung der Algenplage einleiten. Das folgende Kapitel soll dir dazu praktische Hilfestellung bieten.
Joachim Mundt, www.aquaristik-hilfe.de
Was man grundsätzlich beachten sollte
1. Licht
Algen "ernähren" sich in erster Linie von Licht. Vermeide deshalb bei der Auswahl des Standortes für dein Aquarium unbedingt direkte Sonneneinstrahlung. Bei direkter Sonneneinstrahlung vor allem im Sommer, bleiben alle Bekämpfungsmaßnahmen wirkungslos. Vermeide auch eine längere Beleuchtungsdauer mit künstlichem Licht. Eine gute Beleuchtungsdauer dürfte bei um zwölf Stunden liegen. Diese Zeit sollte aber auch nicht weit unterschritten werden, da die Pflanzen damit natürlich auch nicht zurecht kommen.
2. Wasserwechsel
Phosphate und Nitrate dienen den Aquarienpflanzen als Dünger. Leider ist oft schon im Leitungswasser mehr als genug davon vorhanden. Die Folge ist, dass die Pflanzen überdüngt werden und nicht mehr wachsen. Bei höherer Konzentration vergilben Pflanzen und sterben ab.
Einigen Algen geht es bei schlechten Wasserwerten erst so richtig gut. Wenn das Leitungswasser mehr als 0,3mg/l Phosphat (PO4) und mehr als 20mg/l Nitrat (NO3) enthält solltest du für den Teilwasserwechsel anteilig Osmosewasser verwenden. Wasser aus der Umkehrosmoseanlage ist frei von Schadstoffen. Dein Zoofachhändler berät dich dazu gern.
3. Ernährung
Verwende nur Futtersorten, die beim Stoffwechselvorgang (fressen, verdauen, verwerten und ausscheiden) das Becken nur minimalst mit Nitraten und Phosphaten anreichern.
4. Förderung des Pflanzenwuchses
Fördere den Pflanzenwuchs. Kräftig wachsende Pflanzen verbrauchen viel Nitrat und Phosphat. Sie nehmen somit den Algen Ihre Lebensgrundlage. Verwende schnellwüchsige Pflanzen, wie z.B. den Großen Wasserfreund oder Vallinerien, Wasserpest, Nix- und Hornkraut sowie Schwimmpflanzen wie Froschbiss und Wasserlinse. Javafarn verträgt sehr viel Phosphat und Nitrat. Bestenfalls "düngst" du deine Pflanzen über eine CO2-Anlage (Kohlendioxid) und sorgst für eine ausgeglichene Nährstoffzufuhr. Nährstoffmangel und Nährstoffüberschuß (Überdüngung) führen zu Wachstumshemmung.
5. Angemessener Fischbesatz
Durch zu hohen Fischbesatz steigt natürlich die Schadstoffbelastung des Aquarienwassers.
Erkennung und Gegenmaßnahmen im Überblick
Quellen:
http://www.aquaristik-hilfe.de/frames.htm
http://www.naturefood-service.de/index_2.htm
http://www.ujaswelt.de/aquaristik/index.php?modul=algen
Algen sind ein Bestandteil der natürlichen Umwelt unserer Zierfische. Im Aquarium treten sie allerdings manchmal im Übermaß auf und zeigen uns damit, dass irgend etwas in unserem "Miniaturökosystem" nicht stimmt. Eine Bekämpfung mit Chemie ist nicht nötig, wenn wir die Ursache ermitteln und richtige Maßnahmen zur Beseitigung der Algenplage einleiten. Das folgende Kapitel soll dir dazu praktische Hilfestellung bieten.
Algenbekämpfungsmittel enthalten meistens Kupfersulfat oder greifen auf andere Weise in den Stoffwechsel der Algen ein. Da jedoch gleichzeitig die Pflanzen und bei Kupfersulfatgehalt auch die Bakterien und andere Mikroorganismen geschädigt werden, sollte man auf deren Einsatz unbedingt verzichten. Man kann damit nur Symptome bekämpfen, niemals jedoch die tatsächliche Ursache. Sollte sich das Aquarium davon wieder erholen, ist damit zu rechnen, dass die Algen sogar stärker zurückkommen, als sie vorher schon vorhanden waren. Das liegt daran, dass die Pflanzen sich sehr viel langsamer von einer solchen Behandlung erholen als die Algen. Da aber dann die Nahrungskonkurrenz nicht mehr vorhanden ist, leben die Algen wie im Schlaraffenland.
Joachim Mundt, www.aquaristik-hilfe.de
Was man grundsätzlich beachten sollte
1. Licht
Algen "ernähren" sich in erster Linie von Licht. Vermeide deshalb bei der Auswahl des Standortes für dein Aquarium unbedingt direkte Sonneneinstrahlung. Bei direkter Sonneneinstrahlung vor allem im Sommer, bleiben alle Bekämpfungsmaßnahmen wirkungslos. Vermeide auch eine längere Beleuchtungsdauer mit künstlichem Licht. Eine gute Beleuchtungsdauer dürfte bei um zwölf Stunden liegen. Diese Zeit sollte aber auch nicht weit unterschritten werden, da die Pflanzen damit natürlich auch nicht zurecht kommen.
2. Wasserwechsel
Phosphate und Nitrate dienen den Aquarienpflanzen als Dünger. Leider ist oft schon im Leitungswasser mehr als genug davon vorhanden. Die Folge ist, dass die Pflanzen überdüngt werden und nicht mehr wachsen. Bei höherer Konzentration vergilben Pflanzen und sterben ab.
Einigen Algen geht es bei schlechten Wasserwerten erst so richtig gut. Wenn das Leitungswasser mehr als 0,3mg/l Phosphat (PO4) und mehr als 20mg/l Nitrat (NO3) enthält solltest du für den Teilwasserwechsel anteilig Osmosewasser verwenden. Wasser aus der Umkehrosmoseanlage ist frei von Schadstoffen. Dein Zoofachhändler berät dich dazu gern.
3. Ernährung
Verwende nur Futtersorten, die beim Stoffwechselvorgang (fressen, verdauen, verwerten und ausscheiden) das Becken nur minimalst mit Nitraten und Phosphaten anreichern.
4. Förderung des Pflanzenwuchses
Fördere den Pflanzenwuchs. Kräftig wachsende Pflanzen verbrauchen viel Nitrat und Phosphat. Sie nehmen somit den Algen Ihre Lebensgrundlage. Verwende schnellwüchsige Pflanzen, wie z.B. den Großen Wasserfreund oder Vallinerien, Wasserpest, Nix- und Hornkraut sowie Schwimmpflanzen wie Froschbiss und Wasserlinse. Javafarn verträgt sehr viel Phosphat und Nitrat. Bestenfalls "düngst" du deine Pflanzen über eine CO2-Anlage (Kohlendioxid) und sorgst für eine ausgeglichene Nährstoffzufuhr. Nährstoffmangel und Nährstoffüberschuß (Überdüngung) führen zu Wachstumshemmung.
5. Angemessener Fischbesatz
Durch zu hohen Fischbesatz steigt natürlich die Schadstoffbelastung des Aquarienwassers.
Erkennung und Gegenmaßnahmen im Überblick
| Beschreibung | Bekämpfung | |||
| Grünalgen | Indikator für gute Wasserqualität bzw. für Belastung mit Nitraten und Phosphaten. Grünalgen treten in vielfältiger Form auf (z.B. Faden- oder Punktalgen). | Mechanische Entfernung; Reduktion von NO3 u. PO4; Förderung des Pflanzenwuchses und Einsetzen von Algenfressern. | ||
| Rotalgen | Im Seewasserbecken unproblematisch; im Süßwasserbecken Bart- und Pinselalgen. Tritt häufig in stark gefilterten Aquarien auf. | Mechanische Entfernung und Reduzierung des Filterdurchflusses. | ||
| Blaualgen | Bakterien; teilweise giftige Ausscheidungen. | häufige mechanische Entfernung und Absaugung; Reduktion von PO4. | ||
| Kieselalgen | Treten meist nur in der Einlaufphase auf; unproblematisch. Zufuhr v. Silikaten im Leitungswasser | Verwendung von Osmosewasser und Einsetzen von Saugwelsen. |
Quellen:
http://www.aquaristik-hilfe.de/frames.htm
http://www.naturefood-service.de/index_2.htm
http://www.ujaswelt.de/aquaristik/index.php?modul=algen