Zu meiner Kinderzeit war eh noch alles anders und so sah man es auch nicht eng wenn Kinder große Hunde ausführten.
So hatte ich allerhand Gelegenheiten um Hunde auszuführen.
Da wäre einmal der Cocker eines Bekannten. Der Cocker lief meist allein durch die Gegend. Da ich ein Kind war das immer eine Hundeleine in der Tasche hatte, sammelte ich Bobby oft einfach ein und lief mit ihm stundenlang durch die Gegend.
Dann gab es noch Bullterrier Willi. Auch er stromerte oft allein in der Gegend rum. Oft zückte ich dann meine Leine und nahm Willi mit nachdem ich kurz bei den Leuten anklingelte und Bescheid sagte.
Dann gab es noch Irish Settermixdame Isi. Die wohnte bei einer Freundin nebenan und irgendwann klingelte ich dort einfach und frug ob ich Isi ausführen dürfe und ich durfte so oft ich wollte.
Meine Tante wohnte unter uns und die besass einen Maltesermix, auch den lieh ich mir aus wann immer mir danach war.
Ab und an bekamen wir Besuch von meinem Onkel der einen Neufundländer besass. Auch mit dem ging ich dann liebend gern. Beim ersten Mal war ich gerade erst 6 Jahre alt. Das muß man sich mal vorstellen

. Toby, so hiess das Riesenkalb war aber auch ein Schäfchen. Hunde interessierte den nicht die Bohne, Bällchen, Stöckchen e.t.c. interessierten ihn genausowenig. Der war glücklich mit ein bisschen spazieren gehen und ich war glücklich ein "Pony" spazieren führen zu dürfen:mrgreen:
Als ich 12 war trat Blacky in mein Leben. Blacky war vermutlich ein Pudel Riesenschnauzermix und wohnte in der Nachbarschaft. Eigentlich waren die Leute keine Hundemenschen, kamen sozusagen wie die Junfrau zum Kinde, zu diesem Hund.
Blacky wurde ca. einjährig an der Zeche ausgesetzt und die Leute nahmen ihn mit. Nach 6 Monaten gehörte er dann offiziell diesen Leuten.
Als ich ihn das erste Mal sah hatte ich gleich Herzchen in den Augen. Ich wußte das wird MEIN Hund sein, der würde nur bei den Leuten die Nächte verbringen.
Blacky kannte Nichts, kein HB, keine Leine und Gehorsam war ein Fremdwort für diesen liebenswerten Flokati.
Ich habe ihm nicht bewußt was beigebracht, aber schliesslich hörte er 1 A aufs Wort. Er folgte mir stets ohne Leine, liess mich nicht aus den Augen und schien immer genau zu verstehen was ich von ihm wollte ohne das es ihm beigebracht wurde. Blacky war mein Schatten, er vertraute mir und ich ihm und zwar blind. Ich teilte meine Butterbrote genauso wie mein Wassereis mit ihm. Ich nahm ihn überall mit hin. An der Strasse leinte ich ihn natürlich an, soviel Verstand hatte ich mit 12 schon, vor dem Supermarkt wartete er bis ich wieder da war und selbst vor der Praxistür unseren Hausarztes wartete er geduldig bis ich wieder raus kam.
Oft nahm ich ihn unter Protest meiner Mutter, mit zu uns nach Hause. Meine Mutter fand den Hund grottenhässlich, für mich war es der schönste, liebste und tollste Hund auf der Welt. Er war schlicht eben MEIN Hund
Nach eigen Jahren trennten sich die Leute und die Frau nahm Blacky einfach mit. Ich war unendlich traurig und sah ihn danach nur ein einziges Mal wieder. Da war er ein träger, dicker Hund der total gelangweilt neben seiner Besitzerin hertrottete *seuftz*
Neben den hier ausgezählten Hunden gab es immer mal wieder den ein oder Anderen Hund die ich ausführte. Mal nur einmalige Gelegenheiten, mal holte ich die Hunde öfter.
Cindy habe ich niemals in fremde Hände gegeben, genauso wie meine anderen Hunde. Die Einzige Person, ausser meinen Töchtern, ist meine beste Freundin der ich DJ anvetrauen würde. Sie konnte Cindy schon von der Leine lassen und auch bei DJ hätte ich keinerlei Bedenken wenn sie ihn laufen liesse, tut sie aber nicht.
Genauso wie ich ihr stets meine Hunde anvertraut habe und tue, so vertraut sie mir ihre Hündin an. Ich könnte ihre Hündin auch frei laufen lassen, würde es aber dennoch nicht tun.
Ganz fremde Menschen, selbst wenn ich sie schon eine Weile kennen würde, selbst wenn DJ die super gut leiden mag, würde ich DJ niemals anvertrauen. Das geht irgendwie so garnicht. Ich habe ja schon Bauchschmerzen wenn meine Jüngste ihn mal mitnimmt obwohl die 1000%ig auf ihn acht gibt. Ich mag mich halt generell nicht so gern von meinem "Baby" trennen, er gehört einfach zu mir und sonst Niemanden
