Falsche Trense!?

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  • Falsche Trense!? Beitrag #1
Ninchen'Isona

Ninchen'Isona

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Hallo ihr,

ich habe seit September 2011 eine 5 1/2 jährige Islandstute namens Stjarna. Sie wurde sehr schlecht behandelt und total verritten.
Geschichte in kurz: Ein Mädchen (18) hatte Stjarna als Pflegepony. Stjarna war damals gerade mal 3 1/2. Das Mädchen hat sie einfach von heute auf morgen gesattelt (Sattel war VIEL zu groß) und los gings im Jagdgalopp übern Strand.

Stjarna konnte weder Hufe geben noch sonst irgendwas. Sie war total verstört, hat nach alles und jedem getreten und gebissen. Sobald man auf ihr drauf saß blieb sie nicht mehr stehen. (Das problem hab ich teilweise heute noch). Mittlerweile kann sie Hufe geben, still stehen, trennt die drei Grundgangarten klar. (Eine Freundin von mir hat sich von Januar 2011 bis September 2011 um sie gekümmert)
Das einzige große Problem was ich im moment nicht bewältigt bekomme ist, dass sie total hart im Maul ist. Ich frage mich wie meine Freundin es geschafft hat sie soweit zu kriegen, denn aus Wassertrense reagiert sie im Moment gar nicht. jetzt gerade hat sie eine Olivenkopf-Wassertrense einfach gebrochen. Ich krieg sie nur vom Galopp in den Trab mit starken Paraden und tief im Sattel sitzen. Sie sperrt dann oft das Maul auf und schlägt mit dem Kopf. Gestern hat sie sich auf der Trense festgebissen und meine sie musste mit mir quer übern gefrorenen Acker laufen -.-' zum glück ist nichts passiert. Das hat sie so auch noch nie gemacht, dass sie durchgeht..

Liegt das alles an der Trense? Welche Trense ist am besten für sie geeignet? Was kann ich noch tun?

So ich hoffe ich hab nichts vergessen.

LG Isi
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #2
Hi,

ich vermute mal, dass das Pferd einfach total abgestumpft ist und warscheinlich immer an den Zügel rumgerissen wurde.
Maul aufsperren bedeutet ja das sie sich dem Gebiss entzieht, Ursache dafür wird warscheinlich die Erinnerung an den Schmerz sein.

Ich würde erstmal Platzarbeit machen, mit Halfter oder Knotenhalfter, wenn sie vom Boden aus gut darauf reagiert, dann könnt ihr es von oben versuchen.
Da es fürs Ausreiten ja nunmal in vielen Fällen Pflicht ist ein Gebiss drinne zu haben, würde ich später das Halfter mit der Trense Kombinieren (also beides drauf) sodass sie das Gebiss zwar im Maul trägt aber die Paraden kommen übers Halfter.

Also ich persönlich würde die Trense erstmal ganz weg lassen und dafür auch solange aufs Ausreiten verzichten.

LG
Integra
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #3
Also ich würde die Arbeit grundsätzlich schonmal von Ausreitsituation auf Platz bzw Halle verlegen. Was Zuhause nicht klappt, klappt auch draußen nicht.
Ich denke auch, dass du dir vielelicht einen Trainer zur Unterstützung suchen solltest. Von unten sieht man manchmal mehr als von oben.

Es kann an der Trense liegen... Aber nun ja "ein Pferd sucht sich seine liebste Trense selbst". Bei meinem Pferd ist das sehr deutlich wie ich finde, auf doppeltgebrochener Schenkeltrense reagiert er meiner Meinung nach deutlich besser als auf einfachgebrochene Trense.
Da dein Pferd sehr hart im Maul ist, aber reagiert - sie schlägt ja mit dem Kopf und sperrt - würde ich es vielleicht mit einer doppeltgebrochenen Trense versuchen. Vielleicht sogar auch eine Schenkeltrense. Aber das musst du ausprobieren. Leih dir doch einfach mal 3 oder 4 Gebisse aus und schau wie dein Pferd darauf reagiert. Ich würde dir aber auf jeden Fall raten, KEINE schärfere Trense zu verwenden. Daran wird sich dein Pferd auch gewöhnen und du musst immer wieder schärfere Geschütze aufbauen, irgendwann reitest du dann auf Kandarre. Schärfe allein bringt nichts.

Dann würde ich dem Pferd einen Sperrriemen dran machen. Ja, das ist böse, aber ich denke, dass könnte helfen, vermehrt Kontrolle über das Pferd zu haben. Sobald es besser wird, würde ich den Sperrriemen wieder herausnehmen, aber bei den Gegebenheiten würde ich vorerst nicht auf ihn verzichten. Du sollst das Maul ja auch nicht fest zuschnüren, aber ich denke du solltest sie in ihre Grenzen weisen. Sie darf das Maul öffnen um Druck auszuweichen, aber sich damit nicht vollkommen der Kontrolle entziehen !

Zum Training: Nachgeben ist das bessere Annehmen. Nach jedem annehmen der Zügel, musst du auch nachgeben. Und genau darauf würde auch das Hauptaugenmerk legen: Weiche, nachgiebige Hand. Gib so oft wie möglich nach. Aber ! Sei hart wenn es sein muss. Du bremst nicht eine ganze Runde, sondern sofort ! Dann wenn du langsam werden willst, ist langsam angesagt. Wenn sie macht was du von ihr willst, wirst du sofort wieder weich und gibst nach. Schau, dass du mit deinem Körper reitest, setz dein Gewicht ein, deine Schenkel, nicht nur die Zügel. Lass mal die Bauchmuskeln spielen quasi. Man kann auch anhalten, indem man einfach mal den Bauch anspannt, vorausgesetzt, das Pferd achtet auf deinen Körper. Das Tier merkt mehr durch den Sattel als man denkt.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #4
Ich empfehle da nicht Maximierung sondern Minimierung: will heißen, versuche es einfach mal mit einem Knotenhalfter/ Bosal/ Lindel/ Sidepull. Sehr pferdeschonend und -gerecht. Ist perfekt zum erneuten Sensibilisierung des Pferdes. Auerdem wundert es mich, dass sich anscheinend allgemein das Vorurteil hält, dass man Pferde nur mit Gebiss fein reiten und wirklich kontrollieren kann wenn es losstürmt oder buckelt :roll: (nicht auf dich bezogen, finde das allgemein!)
LG
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #5
Hm... ja die gebisslose Variante wäre vllt auch eine Idee, obwohl man sich dabei bewusst sein sollte, dass auch diese Trensen SEHR scharf sein können und man sich damit auskennen sollte.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #6
probiers mal mit nem sidepull!

die einzigen gebisslos trensen die einem pferd schmerzenm zufügen sind die hackermore !
ein einfaches sidepull ist auch bei anfänger nicht schmerzend fürs pferd !

ich empfehle dir probiers aus !
:)
lg
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #7
.. und dafür auch solange aufs Ausreiten verzichten.

da kommt das nächste problem. da wo sie jetzt steht (mit ihrer schwester) ist nur eine gefrorene verlöcherte matschige koppel und eine garage die als box dient. Ich habe jetzt eine Koppel von der gemeinde gepachtet, die hinter meinem haus liegt, allerdings mus
s ich da noch einzäunen und einen unterstand hinzimmern, was sich im moment bei -10°C etwas schwierig gestaltet :(
Sie werden wohl erst im märz hierher zu mir kommen und ob wir auf der koppel einen sandplatz errichten dürfen ist auch nicht so sicher..
hier direkt in der nähe ist kein sandplatz oder halle. der nächste sandplatz ist ca. 3-4km entfernt und die nächsten beiden hallen 7 und 9km.

Ein Sidepull finde ich toll, bin ich schon oft mit geritten (auf anderen pferden). aber ausreiten damit ist mir etwas unsicher. Was anderes kann ich ja im moment nicht machen mit ihr als ausreiten. ich versuche ja schon immer auf den ausritten zu arbeiten aber das ist nicht so einfach..
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #8
hallo ! wenn du das erste mal mit sidepull ausreitest kannst du ja ie trense mit dran tun aber nur das sidepull benutzen dann hast du was zur sicherheit und siehst wies klapp!
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #9
Naja wenn das Pferd durchgehen will, tut es das auch mit Trense--

LG
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #10
ja schon aber wenn sie sich sicherer fühlt !

ich persönlcih finde sogar das man die meisten pferde gebisslos besser unter kontrolle hat !
aber das ist wohl bei jedem anders !
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #11
es ist ja nicht dass ich MICH unsicher fühle. Ich mach mir eher sorgen um meine Stute, dass sie auf die Straße rennt und sich die beine bricht oder so. (wegen dem Eis).
Sie ist ja eigentlich immer ganz lieb und ich kann mich auch im notfall auf sie verlassen, sie würde mich nie abschmeissen oder liegen lassen. Aber in letzter zeit ist sie halt so komisch..

achja..ist eine schenkeltrense nicht schärfer als eine wassertrense oder sonstiges? ich bin mein letztes pony zum schluss mit schenkeltrense geritten, weil der sonst auf gar nichts mehr reagiert hat.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #12
Ich bin der meinung, dass wenn man einem Pferd ein schärferes Gebiss einlegen muss , damit es ''folgt'' läuft was schief. Da lautet die Devise doch eher von null anfangen statt auf tausend steigern. Bin da auch ganz der Meinung von jacqueline, dass die meisten Pferde eher noch kontrollierter laufen, wenn sie gebisslos geritten werden, da sie es ihrem Reiter meist danken das Metall loszuhaben und damit ist das Vertrauene auf beiden Seiten enorm gewachsen, ergo: Pferd lässt sich kontrollieren. Mein Ziel ist es, Pferde nur mit Knotenhalfter bzw Sidepull oder Lindel reiten zu könne und das auch in hohen Lektionen und mit gegenseitigem Vertrauen.
LG (ist kein Angriff gegen dich!)
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #13
Meine Meinung:

Runter vom Pferd, Bodenarbeit machen... Vertrauensübungen... gibt es viele Tutorials im Internet und auch super Literatur zu. Die Zeit solltest du dir nehmen, vor allem jetzt wo es so kalt ist, der Boden gefroren, ist das sowieso sicherer als Ausreiten oder Reiten. Wenn der Boden besser ist, würde ich sie longieren in allen 3 Gängen, dabei darauf achten das du viele Übergänge machst und nicht zu lange traben oder galoppieren lässt am Anfang, langsam aufbauen.

Dann bin auch für Reiten mit Knotenhalfter, oder wenn du Erfahrung hast !!! mit Sidepull... wenn es soweit ist, erstmal nur Schritt, ein wenig Trab... und immer langsamer aufbauen, wenn du sie sicher in Schritt und Trab reiten kannst, wieder anfangen zu galoppieren. Wenn es unbedingt ein Gebiss sein muss würde ich eine Schenkeltrense empfehlen, wenn du eine sanfte Hand hast. Hier entfällt die Gefahr das Gebiss durchzuziehen...

Wie gesagt meine Meinung bzw, mein Plan wie ich das angehen würde :Bodenarbeit-Longe-Schritt/Trab reiten (ohne oder mit Gebiss) - Galopp wieder langsam aufbauen.

Und dann wenn alles sicher läuft, erst wieder ins Gelände. Ist sonst ein zu hohes Risiko.

LG
Luisa
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #14
Isalu: :clap: meine meinung.

LG
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #15
Danke Alexandraaaaa :)
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #16
Das Pony scheint ja ein generelles Rittigkeitsproblem zu haben und Du kommst gar nicht mit deinen Hilfen durch.

Das was ich dir raten kann: Durchlässigkeit verbessern.


Bodenarbeit schadet nicht und gibt Vetrauen. Das dein Pferd aber das Gebiss nicht annimmt hat damit nichts zu tun.
Erst einmal musst Du die Zähne genau kontrollieren lassen. Vielleicht hat sie einfach Harken oder unentdeckte Wolfszähne, die natürlich stören wenn das Gebiss direkt dadrauf liegt.
Dann der Zweite Schritt: passt das Gebiss? Mag sie vielleicht kein Metall und läuft mit Gummigebiss besser?

Such Dir einen qualifizierten Trainer, der dir erst mal hilft das Pferd vorne los zubekommen bzw die körperlichen Blockaden zu lösen.

Ich denke nicht, dass das Problem primär am Gebiss liegt, sondern eher an der mangelhaften Gymnastizierung des Ponys. Da kann man jetzt die tollsten Gebisse und gebisslosen Möglichkeiten ausprobieren, aber viel helfen wird es nichts. Das kann an in Angriff nehmen, wenn das grundsätzliche Problem in geregelte Bahnen geleitet wurde und die Feinabstimmung nicht hin haut.

Ich persönlich würde erst mal auf Gelände verzichten und arbeiten, arbeiten, arbeiten bis wieder Kontrolle da ist. Nicht weil es sonst störend für den Reiter sein könnte, sondern vor allem, weil diese Verspannungen einfach zu Lasten des Pferdes gehen und man sich früher oder später ein unreitbares Tier ran zieht.

Es mag sich etwas provokant lesen, aber ich verstehe einfach nicht, wieso sooo viele alles in Eigenregie machen müssen, obwohl sie mit der Ausbildung eines Pferdes eigentlich vollkommen überfordert sind. Wozu gibt es denn Leute die von der Pieke auf gelernt haben mit solchen Fällen umzugehen?
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #17
Trulllas -> stimme dir vor allem bei der Sache mit dem Trainer zu. Ich denke nur immer, das nicht jeder die Möglichkeiten hat sich einen Trainer zu leisten. Aber du hast vollkommen Recht, das ganze mit professioneller Hilfe zu unterstützen, ist eine gewichtige Sache.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #18
Trulllas -> stimme dir vor allem bei der Sache mit dem Trainer zu. Ich denke nur immer, das nicht jeder die Möglichkeiten hat sich einen Trainer zu leisten. Aber du hast vollkommen Recht, das ganze mit professioneller Hilfe zu unterstützen, ist eine gewichtige Sache.

erstens das; ich habe dafür absolut GAR KEIN geld übrig. ich komm so schon gerade mal eben über die runden.
und zweitens: ich habe keinen trainingsplatz! ich weiß nicht wo ich das machen soll und bis märz/april (je nachdem wann das eis und der boden tauen) habe ich nicht mal ne annehmbare weide, worauf man arbeiten könnte.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #19
Dann würde ich sagen musst du dich eben gedulden, wenn du willst da es besser wird. Man muss sich eben seinen Gegebenheiten anpassen... Rumreiten im Gelände würde ich jetzt jedenfalls nicht, bis das alles "geklärt" ist, wenn man es so ausdrücken will.
 
  • Falsche Trense!? Beitrag #20
Dann würde ich mir einfach überlegen, ob man das Pferd nicht abgibt. Ich weiß, so etwas klingt hart, aber wohin soll das denn führen, wenn das Pferd immer unkontrollierbarer wird und im Endeffekt die Sache immer gefährlicher wird?
Jetzt ist das Pferd vielleicht noch in der Lage wieder reitbar zu werden, aber eben nur wenn man auch die Mittel hat ihm diese Ausbildung zu gönnen.

Kann ich nicht nachvollziehen und das Pferd tut mir auch ehrlich gesagt leid. Meine Meinung.
 
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Falsche Trense!?

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