Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig?

Diskutiere Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Halli Hallo:) Da ich dieses Jahr einen Hund bekommen werde und schon fleissig plane, ein Buch nach dem anderen lese und das Forum nach allem...
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  • Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? Beitrag #1
Midoriyuki

Midoriyuki

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Halli Hallo:)

Da ich dieses Jahr einen Hund bekommen werde und schon fleissig plane, ein Buch nach dem anderen lese und das Forum nach allem abgrase was nützlich sein könnte wollte ich mal eure Meinung einholen:)

Und zwar ist das so, dass mein Hund, wenn er mit mir zur Arbeit kommt ca. 4-5 Monate alt sein wird, da er etwas länger bei der Züchterin bleibt und ich einen Monat Urlaub habe, wenn er grade eingezogen ist. Ich hab jetzt schon ganz viel darüber gelesen, dass Junghunde nicht zu viel belastet werden dürfen, aber immer mit sehr unterschiedlichen Angaben von "Nicht länger als 10 Minuten raus!" bis "1-2 Stunden sind okay.".
Der grobe Plan sieht vor, dass morgens zunächst eine kurze Pipi-Runde gemacht wird, wenn wir dann loslaufen zur Arbeit ein kleiner Umweg runter zum Fluß von ca. 20-30 Minuten Dauer und während des Vormittags (ca. 4 Stunden) kann er dann schlafen, spielen oder Unfug machen, da er immer in meiner Nähe bleiben kann. Sollte ich doch mal außer Haus müssen hat er dann einen Kennel im Büro stehen wo immer mal jmd. nach ihm sehen würde (wäre allerdings max. eine Stunde weg, wenn überhaupt). Über Mittag habe ich dann 2 Stunden Pause, d.h. in der Zeit eine etwas ausgiebigere Runde und Spiele etc. und wenn es mal ganz warm wird plantschen im Wasser.
Nachmittags wäre ich dann nochmal 4 Stunden bei der Arbeit wo er auch wieder mitkommt und vor sich hin "hunden" kann.
Da ich in einem Altenheim arbeite wird seine Hauptbeschäftigung vermutlich "Verwöhnenlassen" sein (nicht in der Pflege übrigens-das wäre nur schwer mit einem Hund machbar) ;)
Da direkt vor dem Haus eine Wiese ist und der besagte Fluß kann ich auch "Notlöserunden" gut managen.

Ansonsten an den Wochenenden etc. ganz regulär Hundeschule usw.

Klingt das für euch für einen Hund in dem Alter vertretbar?
Da die Hündin meiner Eltern bereits 12 Jahre ist, ist es einfach schon etwas länger her, dass wir einen Welpen/Junghund im Haus hatten :roll:
Möchte da auch nicht durch Überbeanspruchung irgendetwas falsch machen o_O
Eine weitere Frage wäre auch noch das Treppenlaufen: Ab wann muss ich einen Hund nicht mehr tragen? Hab da auch schon sehr viele unterschiedliche Dinge gelesen und bin etwas verunsichert. Reicht es wenn ich ihn z.B. trage bis er ein halbes Jahr alt ist und dann hochlaufen lasse, weil das die Gelenke ja nicht so schädigen soll, und runter eben tragen bis er voll ausgewachsen ist, also bis zu ungefähr einem Jahr?:eusa_think: Oder lieber doch komplett tragen bis er ein Jahr alt ist?

Solltet ihr da noch irgendwelche Tipps/Verbesserungsvorschläge haben wäre ich natürlich dankbar:)

Bevor ich das vergesse: Es wird sich bei dem Hund um einen Groß-Elo handeln, also ca. 55cm Schulterhöhe und ab 20 kg Gewicht:)

Lieben Gruß,
Midori
 
  • Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? Beitrag #2
Huhu,

hier im Forum raten wir eigentlich immer die grobe Faustregel 5 Minuten pro Lebensmonat kann der Hund am Stück gehen. Sicherlich kann man auch mal länger gehen, würde es aber nicht zur Gewohnheit werden lassen und die Welpen- und Junghundzeit ist eh schneller rum als man denkt ;) Du könntest z.B. Zeit X mit ihm gehen und dann eben erstmal eine Ruhepause einlegen. Danach könntet ihr ein wenig spielen und wieder zurückgehen. Es ist jetzt nicht so, dass der Hund nach 30 Minuten wieder im Körbchen liegen soll. Je nach Temperament des Hundes wird das auch nicht ohne Weiteres funktionieren - Üben von Ruhepausen hin oder her.

Also wenn dein Hund 4-5 Monate alt ist, könnt ihr ohne Probleme 20-25 Minuten am Stück gehen. Damit dürfte auch der Weg zur Arbeit kein Problem sein. Prinzipiell klingt deine Planung gut und richtig, denke ich. Zumindest würde ich es nicht groß anders machen. Ich würde eben nicht die vollen 2 Stunden Mittagspause mit dem Hund spazieren gehen. Zwischendurch musst du eben gucken, dass der Hund innerhalb der jeweils 4 Stunden Arbeit zur Wiese kann, die du angedeutet hast. Manche Hunde sind in dem Alter noch nicht stubenrein. Evtl. würde ich auch ein paar Suchspiele oder Apportierspiele im Büro einbauen. 4 Stunden sind für so kleine Schnuckis schon eine lange Zeit, da muss Zwischenbeschäftigung her.

Wenn du den Hund mal allein lassen musst - und sei es auch nur eine Stunde - solltest du aber schauen, dass jemand nach ihm sieht, den er auch gut kennt und im weitesten Sinne als Bezugsperson anerkennt. Sonst könnte er Verlustängste bekommen und in einem Beruf kann man keinen Hund mit resultierendem Fehlverhalten gebrauchen ;) Mal abgesehen davon, dass es ja auch für ihn nicht schön ist. Ich würde dann auch ggf. in dem Monat, wo du noch Urlaub hast, in kleinen Schritten das Alleinsein Üben in Form von Müll rausbringen oder einfach mal 10 Minuten vor die Tür gehen. Aber da haben wir hier auch viele Threads mit Tipps.

Was das Treppenlaufen angeht: Ist ein Elo denn Kandidat für HD oder überhaupt Gelenkserkrankungen? Sonst würde ich da nicht sooo einen Terz darum machen. Prinzipiell würde ich - egal welche Rasse - den Hund immer wieder kontrolliert (sprich mit Geschirr und Leine, um ihn zu stützen) Treppen laufen lassen. Bevor er Angst vor Treppen bekommt. Ich hab meine Hunde nicht ständig hoch und runtergetragen, aber ich hab ihnen natürlich untersagt, wie die Gestörten ständig Treppen rauf und runter zu hechten. Man muss es ja nicht übertreiben. Das Problem ist, manche Hunde sind erst mit 1-3 Jahren richtig ausgewachsen. Auch wenn letztlich eher Muskelmasse und nur bedingt Knochenwachstum stattfindet, hätte ich ja keinen Bock, den Hund drei Jahre lang hoch und runter zu schleppen ;) Persönlich würde ich einfach schauen, dass dein Hund es nicht übertreibt mit dem Treppen laufen. Wenn du dir unsicher bist, trage ihn hin und wieder. Aber ich würde da auch nicht übertreiben. Aber da wirst du vielleicht auch andere Meinungen bekommen. Mach es, wie du es für richtig hälst!

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? Beitrag #3
Hey:)

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort:)
Okay, das mit den "Laufzeiten" passt dann ja ungefähr wie ich mir das schon überlegt hatte. Nene, die 2 Stunden Mittagspause wären dann mehr so zum Beschäftigen, Spielen usw...bzw. auch durchaus mal nach Hause, wenn ich Hunger habe:D Hund kriegt dann vor Ort auch zwischendurch was:)

Kleinere Zwischenspiele wären glaub ich kaum vermeidbar, weil ich ja in der Beschäftigung tätig bin...Da werd ich vermutlich damit zu tun haben, dass die Bewohner nicht ständig spielen wollen:D Ich arbeite nämlich nicht direkt im Büro, sondern mache da Biografiearbeit, Nachmittagsbeschäftigungen,Gesprächsrunden, Bastelangebote usw. usw. Der Hund wäre da eben immer dabei und hat dann jeweils in den Räumlichkeiten Decke/Kennel zur Verfügung um sich zurück zu ziehen oder einfach mal zu schlafen:)

Ich wollte während dem Urlaubsmonat zum Einen das Alleinbleiben üben und zum Anderen immer mal kurze Besuche in der Einrichtung machen damit da kein totaler Kulturschock über das kleine Wesen hereinbricht. Kann man da schon beginnen eine Art Bezugsperson zu...Ja. Wie macht man jmd. Externes zur Bezugsperson?:D Schlicht und ergreifend durch häufigen Kontakt?

Eigentlich nicht, daher hatte ich mir auch keine Sorgen gemacht, hab dann aber zu viel darüber gelesen und war ziemlich verunsichert...hab mir den bisherigen Stammbaum und die Gesundheitsbewertungen usw. bereits angesehen und soweit ich das in Erfahrung bringen konnte waren bis zu den Ururgroßeltern immer alle Ahnen gesund. Also dürfte das dann ja eigentlich wirklich so das Problem sein...:eusa_think:

Werde bestimmt noch Millionen Fragen haben, aber da man hier immer so schöne Antworten bekommt sollte auch das noch klappen:)

Lieben Gruß,
Midori
 
  • Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? Beitrag #4
Also ich finde das klingt gut. Scheinbar ist immer jemand da, der mal knuddelt oder ein paar Leckerchen werfen kann :) Wahrscheinlich musst du den Hund dann sogar mal zwingen, dass er zur Ruhe kommt, damit er kein Nimmersatt wird. Da muss man aufpassen. Wenn man ihn im Junghundalter schon permanent "entertainen" will, werden seine Ansprüche mit zunehmendem Alter nicht weniger. Da musst du dann einfach die Balance finden.

Kann man da schon beginnen eine Art Bezugsperson zu...Ja. Wie macht man jmd. Externes zur Bezugsperson?:D Schlicht und ergreifend durch häufigen Kontakt?

Das ist im Prinzip nicht so schwer. In der Regel entscheidet vor allem die Qualität, wer Bezugsperson wird. Jemand, der nicht oft da ist, sich im Verhältnis aber mehr kümmert, ist eher Bezugsperson als jemand, der immer da ist, sich aber nicht um den Hund kümmert.
Mein Freund ist beispielsweise nur am Wochenende bei mir wenn ich mal Wochen bei ihm bin, ist er meist erst ab 16-17Uhr zuhause. Aber meine Hunde haben ihn beide als Bezugsperson akzeptiert und mein Rüde ist sogar richtig "verliebt" in ihn und ich könnte beide Hunde ohne Angst und schlechtes Gewissen bei ihm lassen. Und das nicht, weil er mein Freund ist. Wenn ich merke, dass jemand mit den Hunden nicht gut klarkommt, mach ich keinen Unterschied zwischen Freund, Fremden und Feind :lol: Letztlich hilft da auch einfach Beschäftigung durch Gehorsamsübungen, Suchspiele und Futter durch die Hand. Mein Freund clickert ganz gern und bürstet die Hunde. Körperkontakt kann auch viel fördern. Kommt natürlich darauf an, wie viel die potentielle Bezugsperson bereit ist zu tun.

Fragen sind hier immer gern gesehen, sonst könnten wir das Forum dicht machen *g*
 
  • Tagesplanung mit Junghund passend oder zuviel/zuwenig? Beitrag #5
"Zwangspausen" müssen dann wohl wirklich zwischendurch sein:) Wie kann man die denn am Besten umsetzen? Aus dem Bauch heraus würde ich jetzt sagen, dass dann zwischenzeitlich auch die Bewohner nicht mit ihm spielen sollen bzw. er auf seine Decke oder in den Kennel kommt...Müsste das dann nur auch vorher schon anüben, oder?

Okay, da hab ich dann schon jemanden, der das wohl machen würde mit Handfütterung, Gehorsamsübungen...Die Gute hat selbst einen Elo, der noch ziemlich jung ist:) Wenn die Chemie da dann stimmt sollte das ja kein Problem werden:)

Wäre schade:) Hab zwar jede Menge Bücher hier rumliegen, aber irgendwie findet man nie exakt das was man gerne wissen möchte:p

Lieben Gruß,
Midori
 
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