Huhu,
da ihr keine "besonderen" Ansprüche habt, wollt ihr nicht doch mal über einen Tierheimhund nachdenken?
Das Problem ist, wie oft bei Hundenanfängern: Auslauf allein reicht nicht. Gehen wir mal von einem Hund aus, der mit 2-4 Stunden Auslauf (sind gute Zeiten für einen ausgewachsenen Hund, finde ich. Zumindest, wenn ihr es jetzt nicht auf Powerrassen wie Huskys abgesehen habt

) zufrieden ist: Der braucht in der Regel nicht nur das, sondern auch Kopfarbeit. Gut, das brauchen eigentlich alle Hunde, aber bei aktiveren Hunden ist es m.E. sogar noch wichtiger als reiner Auslauf. Sonst hast du einen körperlich müden Hund, der aber nicht zur Ruhe kommt. Wäre ja auch doof.
Aber eine spezielle Rasse, fällt mir da nicht ein. Vielleicht der Labrador. Da müsstet ihr eben mal schauen, ob für euch eher die Showlinie in Frage kommt, oder doch direkt die Arbeitslinie. Da würde ich mich aber vorher informieren. Ihr müsst aber prinzipiell damit rechnen, dass er Jagdtrieb zeigen könnte. Vor allem in der Arbeitslinie ist das möglich. Seid ihr bereit dafür, im Zewifelsfall auch Antijagdtraining zu machen? Das ist prinzipiell eine Mischung aus körperlicher und geistiger Auslastung, wie Reizangeltraining oder Dummytraining. Letzteres ist praktisch das Steckenpferd eines Labbis.
Vielleicht auch der Boxer? Sind auch ganz süße, quitschfidele Hunde.
Was die Stubenreinheit angeht: Wenn du merkst, dass dein Hund langsam sauber wird, musst du auch nicht alle zwei Stunden raus. Nach den ersten Monaten (ab dem 5. Lebensmonat) kann man oft schon alle 3 Stunden raus. Das muss man dann eben langsam steigern. Du kannst natürlich auch das Pech haben, dass dein Hund prinzipiell eine schwächere Blase hat, krank ist oder sonst etwas hat, wo er über Jahre alle 2-3 Stunden raus muss. Das hatte ich bis vor einem Monat bei meiner Hündin, da sie krank war und wir das lange Zeit nicht wussten. Die musste dann wirklich wenigstens alle 3 Stunden mindestens in den Garten strullern. Ist aber zugegebenermaßen eher weit weggeholt und da würde ich mich jetzt nicht unbedingt drauf einstellen.
Ansonsten empfehle ich euch vor der Hundeanschaffung sich noch etwas zu informieren. Es erleichtert euch den Einstieg in die Hundehaltung ungemein und ihr werdet ganz toll mit eurem künftigen Hund leben können, wenn ihr von Anfang an Ahnung habt, was ihr da eigentlich macht. Es gibt tolle Bücher vom Kosmos und Kynos Verlag. Ich lese z.B. sehr gerne Patricia McConnell
Was den Mix-Hund angeht, schließe ich mich an: Bitte keinen Mix vom "Züchter". Lieber einen Rassehund vom guten Züchter (rechnet mal mit 1000 Euro für den Hund als Anschaffung) oder einen lieben Mix aus dem Tierheim.
Liebe Grüße
Pewee