Hallo Bibi,
ich musste meinen Liebling am Sonntag den 17.Juni einschläfern lassen (Laut Impfpass war er 9 Jahre alt. Ich hatte ihn vor vier jahren aus Spanien geholt). ----> dekompensierte Endokardiose, mit Aszites zudem war seine Dackellähme wieder schlimm geworden (Hugo war eine spanische Jagdhundmischung, Basset-Drahthhaar).
Sein Herz war schon lange schlecht (die Endokardiose und Herzvergrößerung wurde bei einer Routineuntersuchung festgestellt), aber er bekam seit Dezember auch noch epileptische Anfälle und jeder Anfall hat sein Herz noch weiter geschädigt. Nach dem zweiten Anfall wurde auch noch eine Dackellähme diagnostiziert ...
Bei Hugo ging es auch so schnell :-( am Freitag haben wir noch Spaziergänge geschafft und Samstagmorgen den letzten, wenngleich nur 400m und zum Schluss sehr langsam. Samstag war ich wieder in der Klinik: "Herz ist sehr schlecht". Sonntagmorgen schafften wir eigentlich nur 100m (Hugo wollte nicht mehr und ich dachte es wäre gesund noch ein bisschen zu gehen, wir schafften nur noch gerade so weitere 100m zurück zum Haus). Danach nur noch ein paar Schritte im Garten. Sonntagmittag wieder Klinik (Rückenspritzen, die hätte ich ihm doch noch ersparen können) "Herz ist sehr schlecht, aber kräftig). Dann im Laufe des Tages starken Durst und Apathie bis zum Abend. Kardialer Schock (durch Futter kam er erst wieder zu sich, Hugo liebte Fressen). Wieder abends in die Klinik: "Ja, Frau ***, es kann sein, dass der Hugo jetzt einfach stirbt. Und das kann friedlich sein oder im Kampf. Er ist austherapiert und es gibt nichts mehr, was wir ihm noch geben könnten. Wir können ihn die Nacht am Tropf lassen oder ich kann höchstens Kortison spritzen, dann hat er wenigstens keine Schmerzen und sie nehmen ihn nochmal mit. Es kann aber sein, dass er schon diese Nacht stirbt."
Ich hatte Hoffnung bis zu diesen Sätzen und war schockiert und am Boden zerstört. Hugo wurde dort schon wieder so müde und legte seinen Kopf einfach auf den Behandlungstisch. DAS hatte er noch niemals zuvor gemacht. Sehr schlecht laufen konnte er seit über einer Woche nd kippte mit den Hinterläufen wieder vermehrt weg. Ich entschied mich, ihn nicht leiden zu lassen----> Aber das Einschläfern kam so spontan, eigentlich völlig unverbereitet! Darüber komme ich nun nicht weg. Vielleicht hätte ich ihn doch nochmal mitnehmen sollen, vielleicht wäre er lieber zu Hause auf seiner Decke gestorbenr. Aber quälen sollte er sich auch nicht und niemand konnt mir sagen, ob es friedlich wird oder ob er noch länger dahinvegetieren muss, ohne aufstehen zu können.
Heute ist er vier Monate tot und ich weine noch immer täglich....Das Herz hat ja quasi über Nacht seine Leistung fast eingestellt. Hugo konnte sich nur noch schleppen, er hatte keine Kraft mehr. Ich hörte noch vor dem Einschläfern lange seine Herz mit dem Stethoskop, es war nur noch ein Herzton da und statt einem zweiten Ton ein leises Zischgeräusch. Das war das Blut, was durch die Klappe floss, weil sie nicht mehr schließen konnte.
Seine Herzgeräusche wurden vom Tierarzt vor drei Jahren festgestellt.
Hugo's Herzmedikamente waren seit Jahren: Prilactone, Vetmedin, ACE- Hemmer und seit Januar noch Karsivan, 12 Tage vor seinem Tod hatten wir mit Diuretika angefangen. Leider haben wir das Bauchwasser sehr spät entdeckt. Ich sah den Bauch seit April allmählich dicker werden, dachte aber es läge an der Futterumstellung :-( Dann ab ende Mai wurde der Bauch schneller dicker. Beim Tierarzt stellten wir trotz der Diuretika eine Zunahme des Bauchwassers um 200ml in fünf Tagen fest :-(
Liebe Grüße