So ein ähnliches Thema hatten wir schon mal irgendwo
Ich finde, das kann man pauschal nicht sagen.
Wir hatten z. B. mal 24 Farbmäuse gleichzeitig in einer riesigen Voliere - sämtliche Freunde und Bekannte haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und uns teilweise wirklich auch schon als Tiermessies bezeichnet, was ich absolut unverschämt fand...
Ich finde, es müssen folgende Voraussetzungen stimmen - und zwar ALLE!
- genug Geld (auch für Krankheits- und Notfälle)
- genug Platz (und zwar wirklich die Mindestmaße oder mehr)
- genug Zeit (und auch Bereitschaft, sich mit den Tieren zu befassen und für sie zu sorgen, z. B. auch für Tierarztgänge etc...)
Spätestens an der Zeit dürfte es irgendwann scheitern, wenn man jetzt z. B. drei Hunde, vier Katzen, acht Meerschweinchen und zwölf Ratten hält...
Die Hunde wollen nicht nur mal kurz ´ne Runde um den Block, die wollen ausgelastet werden. Die Katzen brauchen ihre Streicheleinheiten (nicht alle, aber doch viele), die Meerschweinchen müssen gemistet und mehrmals täglich gefüttert werden, die Ratten wollen Auslauf und auch gern in einem sauberen Käfig wohnen....
Selbst wenn man im Geld schwimmt und in einem Palast wohnt, kann man all diesen Tieren wahrscheinlich irgendwann nicht mehr gerecht werden, zumal dann, wenn man auch noch berufstätig ist...
(Diese Zahlen waren jetzt übrigens nur beispielhaft gewählt!)
Auch denke ich, dass eine gewisse Rudelgröße z. B. bei Mäusen, Ratten, Meerschweinchen irgendwann unübersichtlich wird - wie gesagt, wir hatten zwischendurch mal 24 Mäuse gleichzeitig, darunter 5 oder 6 Albinos und mehrere Agoutis... das war schon sehr mühsam, den Überblick zu behalten und zu gucken, ob es auch allen gut geht....
Daher würde ich heute bei Mäusen wohl nicht mehr als 16 Mäuschen im Rudel halten (war aber damals ein Notfall aus dem Tierheim, den wir übernommen hatten und der mit einem Schlag unsere Mäusezahl verdoppelte

), bei Ratten würde ich wohl sogar nicht mehr als 8-10 nehmen, da die noch intensivere Beschäftigung erfordern....
Das sind jetzt aber meine persönlichen Empfindungen und Erfahrungswerte... Erfahrungen mit Meeries habe ich keine... (Umgekehrt sind zu kleine Gruppengrößen bei diesen Tieren meiner Meinung nach auch nicht ideal... bei Farbmäusen und Ratten würde ich z. B. nie unter 4 Tiere pro Rudel gehen, weil sich sonst gar keine richtige Gruppenstruktur entwickeln kann...)
Natürlich ist die Versuchung groß, alle möglichen Tiere - v. a. eben Notfellchen aus dem Tierheim - aufzunehmen, und die Gefahr, dass man sich überschätzt, ist auf jeden Fall da...
Wir haben lange überlegt, ob wir das finanziell schaffen, 4 Katzen zu halten - Platz war kein Problem und die Zeit auch nicht... es darf ja auch nicht "gerade mal so" reichen, sondern es muss dann ja auch wirklich was für Notfälle übrig sein - lass´ mal mit Pech gleich 2 Katzen richtig krank werden, da können die Tierarztkosten astronomisch werden...
Fazit meines Sermons:
Ein Tierlimit ist da erreicht, wenn man den Tieren zeitlich, räumlich und finanziell nicht mehr gerecht werden kann - und diese drei Punkte sind für mich gleichwertig - fällt einer raus, ist das Limit erreicht bzw. überschritten...
LG, seven