Zu sentimental für Kleintierhaltung?

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Troublechen

Troublechen

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Hallo ihr Lieben,

gestern abend hab ich mir die Frage gestellt, ob ich zu sentimental bin für die Kleintierhaltung.

Naja, wie soll ichs formulieren...?

Gestern Abend hab ich beim füttern gesehen, dass Beauty (Farbmaus) nicht aus dem Nest kam. Da meine Farbis alle schon "Senioren" sind, hab ich damit gerechnet bald eine zu verlieren und da guckt man dann doch schon genauer, wenn mal eine nicht auftaucht. Jedenfalls lag sie tot im Nest.
Und ich konnte die Kleine beim besten Willen nicht rausholen. Ich habs versucht. Mit Gummihandschuhen und Taschentüchern wollte ich sie in die leere Teeschachtel legen. Es ging nicht. Als ich sie vom Nistmaterial befreit hatte war Ende. Ich konnt sie nichtmal angucken.
Schließlich hat sich mein Freund erweichen lassen sie rauszuholen... Nachdem ich Minuten heulend auf dem Sofa saß.
Auch mit den beiden Hamstern und Flora (auch Farbmaus) wars so. Ich konnte sie einfach nicht rausholen.

Auf der Arbeit (Ich mach ne Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten) ist das anders. Da kann ich die toten Tiere anfassen. Auch als ich meine kleine Taja (Farbmaus) einschläfern lassen musste, konnt ich sie danch halten und ohne Probleme in die kleine Kiste legen.

Warum nur hab ich also ein Problem damit, die toten Tiere zu Hause aus den Käfigen zu holen, wenn es doch auf der Arbeit gut funktioniert?

Hat jemand ähnliche Probleme? Und hat vielleicht einer einen Rat für mich?
Ich hab gestern ernsthaft darüber nachgedacht mit der Mäusehaltung aufzuhören, denn es wird ja immer so weiter gehen. Aber ich liebe diese kleinen Scheißer so sehr und kann mi nicht vorstellen, wie es sein soll, wenn da kein Käfig mehr steht und ich keine Mäuschen mehr beim Unsinn machen beobachten kann.

Danke schonmal...
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung?

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  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #2
Erst mal mein Beileid Trobelchen wegen deiner Mäuse...
Ich kann dich auf einer Seite gut verstehen. Man baut zu jedem Tier eine Beziehung auf und so ist es nicht verwunderlich, wenn es einem schlecht geht, wenn ein solches Tier stirbt. Jeder trauert anders. Du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen wegen der Art wie du mir Trauer umgehst.
Ich selbst habe in letzter Zeit einige meiner Ratten verloren und das hat mich auch sehr runter gezogen, aber mit dem raus holen hatte ich keine Probleme. Für mich gehen die Tiere an einen besseren Ort. Wo sie mit vielen anderen Artgenossen ihren Spaß haben.
Ob du mit der Haltung der Tiere aufhörst muss letztlich du entscheiden, aber das Leben und der Tod gehören nun mal zusammen.
Woran das liegt dass du das zu Hause kannst, in der Praxis aber nicht ist vielleicht, dass es entweder nicht deine Tiere sind, also du nicht generell Probleme hast tote Tiere anzufassen, sondern weil die Umgebung eine andere ist.
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #3
Hallo Troublechen,

erstmal mein Beileid:(

Aber ich kann das durchaus verstehen. Bei mir ist das quasi genau so gewesen. Woanders tote Tiere anzufassen war nie ein Problem oder eben beim Einschläfern, aber meine Hamster aus ihrem Käfig zu holen war absoluter Horror. Das konnte ich auch erst, wenn überhaupt, Stunden später.
Hab mir das immer damit erklärt, dass die dann ja wirklich endgültig weg sind, wenn man sie erstmal rausgeholt hat. Am schlimmsten ist dabei auch die Totenstarre, weil die ja sonst immer warm und lebendig sind, wenn man sie anfasst.

Von daher finde ich nicht, dass du zu sentimental oder irgendetwas bist, sondern dass du eben so trauerst. Wie nanunana schon sagte: Jeder trauert anders.

Für diese traurigen Momente gibt es aber doch auch viele schöne, die das wieder ausgleichen, oder?:angel:

Lieben Gruß,
Midori
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #4
Danke ihr beiden.

Midori, ich glaub genau diese Totenstarre ist es. Dass sie dann endgültig weg sind, damit kann ich mich abfinden. Darau lässt man sich ja bewusst ein. Aber die Totenstarre... Brrrr. Das gruselt mich. Prinzipiell kann ich meine toten Tiere schon anfassen. Aber eben wenn sie noch warm und weich sind und nicht kalt und steif.
das Problem ist einfach, dass man gerade bei solch kleinen Tieren nicht immer beeinflussen kann, wann sie gehen. Geht ja doch recht schnell manchmal...
und klar überwiegen die schönen Momente, auch wenn meine Mäuse für mich reine Beobachtungstiere sind ;)

Aber ganz aufhören mit der Haltung mag ich momentan nicht :)
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #5
Tut mir leid mit deiner Maus!

Das geht mir ähnlich.

Bei dem letzten verstorbenen Meerschweinchen konnte ich sie auch nicht rausholen, bei den letzten Rennmäusen war das kein Problem... Aber ich hatte das Meerschweinchen gestreichelt und auch anschließend nochmal...

Ich hab eher weniger ein Problem mit dem Anfassen, ich heule immer und seh dann nichts mehr...
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #6
Huhu,

also ich kann meine Tiere auch nicht mehr anfassen wenn sie steif und kalt sind. Wenn sie eingeschläfert worden sind und noch "warm" sind kann ich die ganz normal anfassen und mich verabschieden. Mein Kaninchen Artemis ist auch auf meinem Arm eingeschlafen, dann hab ich ihn nochmal gedrückt und ein Küsschen gegeben und hab ihn dann in ein Tuch eingewickelt. Auch meinen Hamster habe ich nochmal gestreichelt.
Da mein Freund überhaupt keine toten Tiere anfassen kann (er kann nicht genau beschreiben warum er das nicht kann, sind viele verschiedene Faktoren, geliebtes Tier tot, kalt und starr, etc.) muss ich die toten Tiere meist aus den Gehegen rausholen, nur es ist ja meist so das die Kleintiere nachts versterben und dann am nächsten Morgen meist schon kalt und starr sind. Ich nehme dann meist ein Tuch und leg es über das Tier, nehm es dann hoch und schlag das Handtuch komplett drum. Ich habe meist auch ein großes Problem wenn die Augen auf sind (was ja meist der Fall ist) weil diese ja einfach ins Leere starren. Mit dem Tuch drum habe ich kein Problem das Tier anzufassen.
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #7
Danke McLeods.
Also heulen tu ich ehrlich gesagt nicht. Das hab ich beim ersten Hamster heftig, beim zweiten nur ganz kurz und bei den Mäusen gar nicht. Das am Dienstag war nicht aus Trauer, sondern aus purer Verzweiflung weil ich nicht wusste, wie ich die Maus aus dem Käfig bekomm. :?
Also ich bin schon traurig um jedes Tier das geht, aber ich kann/muss einfach nich jedes mal heulen. Warum das so ist weiß ich nicht. Aber ihr habt's ja schon gesagt, jeder trauert auf seine Art. ;)

Heute Mittag hatte ich dann eine Idee, wie ich die Tierchen rausbekomm. Ich hab noch je unbenutzte Katzenstreu-Schaufel. Dass ich das allerdings so schnell testen muss hab ich nicht gehofft. :( Eben musste ich Beautys neue beste Freundin Elphaba aus dem Nest holen (wir sind grad bei der Vergesellschaftung). Ich habs hinbekommen.
mal Wochenende fahr ich zu Oma und die beiden bekommen ein Doppelgrab. Aber so ist das halt im Mäuse-Altersheim...

Jetzt hoffe ich, dass ich den nächsten kleinen Engel erst in ferner Zukunft rausholen muss und dass ich das dann wieder so gut hinbekomm. :roll:
 
  • Zu sentimental für Kleintierhaltung? Beitrag #8
Das tut mir echt leid:(

Bei mir ist das genauso, mein kleiner Hamster ist am Montag gestorben und ich konnte ihn einfach nicht aus dem Käfig holen. Zum Glück war meine Schwester zur Stelle.

Das ist immer sehr schwer wenn der Käfig dann nicht mehr da ist:(

Lg
 
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