Pewee, genau das ist der Punkt...ich will wirklich keinem Tier das Leben absprechen, aber ich für mich habe meine Grenze (zumindest in Bezug auf Hunde) noch nicht "gefunden", bzw. ausreichend definieren können...
Bei dreibeinigen Tieren muss man dann auch immer nochmal unterscheiden, ob es sich um ein Vorder- oder ein Hinterbein handelt, da ein fehlendes Vorderbein mehr Problematiken nach sich zieht, als ein fehlendes Hinterbein (hat was mit der Knochenstellung und der Bemuskelung zu tun - so erklärte es mir zumindestens mal ein TA) und ich erdreiste mich zu sagen, dass ich bei zwei fehlenden Hinterbeinen auch nochmal eine Abstufung sehe hin zu zwei fehlenden Vorderbeinen...:silence:
Allerdings ist ein dreibeiniger Hund für andere Hunde durchaus sofort als Hund wahrnehmbar, da er quasi in der waagerechten läuft, d.h. Rutenhaltung, Ohrstellung etc. pp "passen" zusammen. Ich weiß nicht, ob das bei einem "aufrecht gehenden" Hund noch ausreichend gewährleistet ist - gleich wohl ich auch nicht darüber informiert bin in wieweit Faith Hundekontakt hat, weshalb ich mir diese Frage eher für mich stelle, als für diesen speziellen Fall.
Wenn man überlegt welche massiven Einflüsse auf innerartliche Kommunikation beim Hund schon kupierte Ohren und Ruten haben, sowie massiv faltig gezüchtete "Gesichter", Ruten die quasi immer "stehen" etc., die ja erstmal am Grunderscheinungsbild Hund nicht viel ändern, dann zweifle ich daran dass ein zweibeiniger Hund noch richtig Hund ist aus Sicht seiner Artgenossen.
Hier ist dann der Punkt, wo man argumentieren kann, dass ein Hund nicht zwingend den extremen Kontakt zu Artgenossen braucht, dass es vielleicht 1-2 Hunde geben mag, die das so hinnehmen und mit denen dieser Hund dann zusammen sein kann (richtiges Spielen halte ich - außer im Liegen aufeinander rumkauen - für nicht wirklich möglich). Für mich persönlich wäre das aber nichts. Ich sehe Hunde als absolute Rudeltiere, die neben ihrem "menschlichen" Rudel durchaus auch Artgenossen brauchen (und zwar nicht nur immer die gleichen)...das ist jedoch meine persönliche Meinung.
Ich kann und will nicht über richtig und falsch urteilen in diesem Fall. Wäre es MEIN Hund sähe ich die Dinge möglicherweise ganz anders. Ich hatte auch schon dreibeinige Pflegis und die waren in keiner Weise "anders" als die anderen Hunde. Ich hab nur eben immer im Hinterkopf, dass dieser Hund eben immer noch ein Tier ist. Und ein Tier entscheidet sich nicht bewusst für ein Leben mit zwei Beinen. Er hat nun mal nur zwei und wenn er am Leben teilhaben will, dann muss er sich iwie bewegen. Ob dass gut für ihn ist, ob ihm das weh tut, ob das auf lange Sicht Folgen hat - all das bezieht ein Hund ja in keiner Weise in seine "Überlegungen" mit ein, wenn er sich aufrichtet und auf zwei Beinen losläuft, weil das die EINZIGE Möglichkeit für ihn ist, ohne Hilfe von A nach B zu kommen. *seufz*
Abschließend bleibt wie immer nur festzustellen, dass wir nie wissen werden, ob unsere Tiere wirklich glücklich waren bei uns. Wir tun alles um sie zu verstehen, sie als das zu behandeln was sie sind und ihnen alles zu bieten was sie (aus unserer Sicht gesehen) brauchen, aber ob wir damit alles richtig gemacht haben, werden wir nicht erfahren. Leider. Wir können unsnur darauf verlassen, dass all das, was sie uns "zurückgeben" ein Zeichen dafür ist, dass sie uns vertrauen, dass sie uns in gewisser Weise brauchen und dass sie gerne bei uns waren...*herrje, ich hab heute einen Philosophen gefrühstückt, wie es scheint* *sorry* *jetzt arbeiten geht* :mrgreen: