Bezüglich der Umstellung habe ich jetzt auch noch einmal in meinem schlauen Buch nachgesehen

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Dort sind auch alle verschiedenen Möglichkeiten aufgelistet:
- sofortige Umstellung
- hin und wieder rohes Fleisch mit wenigen Beilagen (getrennt vom Fertigfutter)
- täglich Fertigfutter und Barf in getrennten Mahlzeiten
- gemischte Mahlzeiten mit stetig kleinerem Fertigfutteranteil
- sofortige Umstellung mit gegartem Fleisch, was dann immer "roher" wird
Man sollte aber, egal ob man sofort oder langsam umstellt, zunächst mit weniger Abwechslung beginnen, also nur eine Fleischsorte und ein oder zwei Gemüse- und Obstsorten. Auf Zusätze wie Öl oder Ei sollte man die ersten Tage wohl ganz verzichten, ebenso Innereien. Nach und nach kann dann mehr Abwechslung in das Fleisch und die Beilagen gebracht werden und Innereien dazugefüttert werden.
Mit den Knochen verhält es sich ähnlich: Man beginnt mit wenigen, kleinen Knochen wie Hühnerhälsen und steigert sich dann.
Bei Leo habe ich es "radikal" gemacht, da er Beilagen und Zusätze bereist kannte (habe das immer unter das Futter gemischt, damit er frisst).
Ich habe dann zwei Tage lang roh und fertig in verschiedenen Mahlzeiten gefüttert und als er es vertragen hat gleich auf vollwertige Barf-Mahlzeiten umgestellt.
Bei den Knochen habe ich mit Rinderschlund, Sandknochen und Rippen begonnen. Da er das vorsichtig und bedächtig gefressen hat, habe ich mich an große, fleischige Knochen gewagt.
Außerdem wird da auch der Tipp gegeben, Knochen nicht auf rohen Magen oder mit viel Fleisch daran zu verfüttern, besonders am Anfang, damit der Magensaft damit auch fertig wird.
Als Einsteigerobst soll man Apfel, Banane, Birne und solche Dinge wählen. Bei Bedarf kann man wohl auch Ananas oder Papaya gut dazufüttern, da es die Magensaftproduktion anregt und der Hund das Rohfleisch so besser verdauen kann (anscheinend "stumpft" der Hund durch Fertigfutter ab und produziert zunächst nicht ausreichend oder nicht die richtigen Magensäfte für die Rohfütterung).
Beim Gemüse soll man auf leicht verdauliches wie Karotten, Fenchel und Salate zurück greifen. Leicht blähende Sorten wie Kohl soll man erst später zugeben.
Es kommt also wirklich auf den Hund, seinen Magen und die vorherige Fütterung an, welche Umstellungsvariante die beste ist. Als Halter kennt man seinen Hund, da wird man dann schon die richtige Entscheidung treffen bzw. sollte man seine Entscheidung notfalls überdenken, wenn es nicht funktioniert.
Liebe Grüße