BARF oder Trockenfutter ???

Diskutiere BARF oder Trockenfutter ??? im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, habe da ein paar fragen zum BARF ! Peaches ist 3 Monate ,knapp 9kg bei 40cm,schlank aber nicht dürr,frisst aber manchmal schlecht...
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  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #1
masterschatzy

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Hallo zusammen,
habe da ein paar fragen zum BARF !
Peaches ist 3 Monate ,knapp 9kg bei 40cm,schlank aber nicht dürr,frisst aber manchmal schlecht !

Pro und Contra zu Trockenfutter ?
Fütter im Moment Bozita Welpenfutter 14/30 mit Vet-Concept gemischt

Wie stelle ich um ?
Meine Trainerin meinte ohne mischen sofort umstellen

Wie viel gebe ich ?
ohne sie fett zu füttern

.......hoffe ihr könnt mir helfen !
 
  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #2
Hallo,

Pro und Contra... Das wird eine längere Liste.^^
Pro TF:
- Trockenfutter ist bequem, manchmal auch günstiger
- im Urlaub ist es praktischer
- man kann weniger falsch machen
- die Ernährung dürfte bei besserem Trockenfutter auf jeden Fall ausgewogen sein

Contra TF:
- es ist nicht natürlich
- meist ist immer irgendwo Getreide, künstliche Zusätze o.ä. drin
- selbstgemachtes Futter kann man besser individuell an den Hund anpassen
- ein gutes Futter, das der Hund verträgt und gerne frisst, ist manchmal schwer zu finden

Pro Barf:
- individuell variierbar
- natürlichere Ernährung
- wird meist gerne gefressen
- keine künstlichen Zusätze, Getreide usw.

Contra Barf:
- am Anfang umständlich/schwierig
- braucht viel Platz in der Gefriertruhe
- kann nicht einfach mal so als eine Mahlzeit mitgenommen werden
- oft wird es falsch gemacht oder etwas vergessen

Die Liste darf gerne ergänzt werden, alles fällt mir jetzt auch nicht ein.^^
Übrigens halte ich von den von dir genannten Sorten sowieso nicht viel, wieso versuchst du es nicht erst einmal mit einem anderen Trockenfutter? Wie wäre es, wenn du teilweise oder komplett Nassfutter fütterst?

Umstellung:
Es gibt solche Saumägen, die jeden Tag etwas anderes fressen können ohne Durchfall zu bekommen, darauf verlassen würde ich mich nicht.
Man stellt normaler Weise langsam um, d.h. man gibt mal etwas frisches Obst oder Gemüse unters Trockenfutter (am Anfang mal nur ein oder zwei verschiedene Sorten pro Mahlzeit) und gibt ein oder zwei kleine Stückchen rohes Fleisch darunter. Manche kochen das Fleisch in den ersten Tagen auch leicht, dann ist es wohl verträglicher.
Grob gesagt beginnt man mit 80:20 Trockenfutter und steiger sich dann langsam (also 70:30, 60:40 usw.). Je nachdem, wie gut der Hund die Mischung verträgt geht man zur nächsten über. Das dauert dann von ein paar Tagen bis zu einem Monat, kommt auf den Hund an.

Futtermenge:
Das ist eine große Frage an der viel dran hängt. Ich würde dir empfehlen, dich erst einmal genau in das Thema einzulesen ("natural dog food" von Susanne Reinerth, eine Broschüre von Swanie gibt es auch, dann noch ein Buch zum Barfen bei Welpen und Junghunden). Dann kannst du dir immer noch überlegen, ob du das anfangen möchtest. Gerade im ersten von mir genannten Buch steht übrigens auch einiges zur Umstellung und dem ganzen "Drumherum" beim Barfen.
Auf jeden Fall solltest du dich - gerade weil es sich um einen Welpen handelt - erst einmal ganz genau in das Thema einlesen und dir das nicht zu einfach vorstellen. Bei Welpen muss man auf ein paar Dinge besondere Rücksicht nehmen, das schlägt sich auch in der Rationsberechnung nieder.
Vielleicht gibt es in der Nähe auch Züchter o.ä. die barfen, die können dir vielleicht auch ein paar Tipps geben.
Ich hatte in meiner Anfangszeit Kontakt zu einer Züchterin und einer Hundehalterin, die seit längerem barfen, und mir hat das sehr geholfen.

Liebe Grüße
 
  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #3
Also ich lese ja gerade einiges über Barf und in einem der Bücher steht, dass die Umstellung radikal erfolgen soll. Da ja meist einiges an Getreide im Trofu ist und das länger verdaut wird, als das Fleisch/Obst/Gemüse/etc. Auch wird geschrieben, dass ein paar Tage Durchfall in der Umstellungszeit kein Drama sind. Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Daher lese ich noch weitere Bücher dazu und hoffe auf einen grünen Zweig zu kommen ;).
Aber vielleicht gibt es ja noch Meinungen/Erfahrungen dazu?
 
  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #4
Bei einer Mischfütterung sehe ich das Problem weniger im Getreide, welches im TroFu ist, als in den unterschiedlichen Verdauungszeiten grundsätzlich.
Die meisten Hunde scheinen gemischtes zu vertragen, aber auch da sollte man ja langsam anfangen.
Verträgt es der Hund nicht kann man immer noch 80:20 über den Tag verteilt füttern, also in verschiedenen Mahlzeiten.
Ich habe es einfach bei meinem erlebt - der hat eine Mischung gar nicht vertragen. Sein Magen ist aber auch so empfindlich gewesen, dass er eine radikale Umstellung nicht vertragen hätte.
Er bekam aber schon länger mal frisches Obst, Gemüse oder Milchprodukte ins Futter, also habe ich dann das TroFu durch Fleisch ersetzt, die Beilagen blieben dieselben. So gesehen bin ich auch mit einer Mischung in die Umstellung gegangen und das hat gut geklappt.
Es gibt aber sicher auch Hunde, denen die Umstellung gar nichts macht. Es kommt auch darauf an, ob sie zuvor überhaupt schon mal was anderes als TroFu, vielleicht auch gelegentlich Frischfleisch bekommen haben.

Jeder Hund verkraftet das anders, man muss einfach den richtigen Weg für den eigenen Hund finden ;).
Soweit ich das aber mitbekommen habe liegt das größere Problem bei den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, weniger beim Fleisch.

LG
 
  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #5
Also ich füttere schon lange anderes zu. Aber anfangs nicht direkt zum Futter dazu sondern extra. Sprich, ich hab mal zwischendurch Obst/Gemüse/Joghurt gegeben. Jetzt kommt zwischendurch auch noch Fleisch dazu. Also ich trenne das noch von den Trofu Mahlzeiten. Ich habe aber auch schon probiert eine Fleischmahlzeit mit etwas Trofu zu kombinieren. Da aber nur sehr wenig Trofu. Das haben meine beiden auch sehr gut vertragen.
Ich probiere zu Zeit einfach ein bisschen. Denn Finou hat einen Saumagen/-darm und Louis hat einen sehr empfindlichen Darm (pupselt schnell, hat schnell Durchfall).
Aber ich werde wie gesagt noch einiges weiter lesen. Vielleicht finde ich da ja was passendes für beide ;).
 
  • BARF oder Trockenfutter ??? Beitrag #6
Bezüglich der Umstellung habe ich jetzt auch noch einmal in meinem schlauen Buch nachgesehen ;).
Dort sind auch alle verschiedenen Möglichkeiten aufgelistet:
- sofortige Umstellung
- hin und wieder rohes Fleisch mit wenigen Beilagen (getrennt vom Fertigfutter)
- täglich Fertigfutter und Barf in getrennten Mahlzeiten
- gemischte Mahlzeiten mit stetig kleinerem Fertigfutteranteil
- sofortige Umstellung mit gegartem Fleisch, was dann immer "roher" wird

Man sollte aber, egal ob man sofort oder langsam umstellt, zunächst mit weniger Abwechslung beginnen, also nur eine Fleischsorte und ein oder zwei Gemüse- und Obstsorten. Auf Zusätze wie Öl oder Ei sollte man die ersten Tage wohl ganz verzichten, ebenso Innereien. Nach und nach kann dann mehr Abwechslung in das Fleisch und die Beilagen gebracht werden und Innereien dazugefüttert werden.
Mit den Knochen verhält es sich ähnlich: Man beginnt mit wenigen, kleinen Knochen wie Hühnerhälsen und steigert sich dann.

Bei Leo habe ich es "radikal" gemacht, da er Beilagen und Zusätze bereist kannte (habe das immer unter das Futter gemischt, damit er frisst).
Ich habe dann zwei Tage lang roh und fertig in verschiedenen Mahlzeiten gefüttert und als er es vertragen hat gleich auf vollwertige Barf-Mahlzeiten umgestellt.
Bei den Knochen habe ich mit Rinderschlund, Sandknochen und Rippen begonnen. Da er das vorsichtig und bedächtig gefressen hat, habe ich mich an große, fleischige Knochen gewagt.

Außerdem wird da auch der Tipp gegeben, Knochen nicht auf rohen Magen oder mit viel Fleisch daran zu verfüttern, besonders am Anfang, damit der Magensaft damit auch fertig wird.
Als Einsteigerobst soll man Apfel, Banane, Birne und solche Dinge wählen. Bei Bedarf kann man wohl auch Ananas oder Papaya gut dazufüttern, da es die Magensaftproduktion anregt und der Hund das Rohfleisch so besser verdauen kann (anscheinend "stumpft" der Hund durch Fertigfutter ab und produziert zunächst nicht ausreichend oder nicht die richtigen Magensäfte für die Rohfütterung).
Beim Gemüse soll man auf leicht verdauliches wie Karotten, Fenchel und Salate zurück greifen. Leicht blähende Sorten wie Kohl soll man erst später zugeben.

Es kommt also wirklich auf den Hund, seinen Magen und die vorherige Fütterung an, welche Umstellungsvariante die beste ist. Als Halter kennt man seinen Hund, da wird man dann schon die richtige Entscheidung treffen bzw. sollte man seine Entscheidung notfalls überdenken, wenn es nicht funktioniert.

Liebe Grüße
 
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