Galgo Espaniol und andere Windhundrassen

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diePepe

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Hi,

ich würde gerne mehr über den Galgo wissen. Ich überlege mir irgendwann einen Zweithund anzuschaffen. Eilt aber nicht...
Ich mag Galgos und andere Windhunderassen sehr gerne. Bin sozusagen seit langer Zeit in diese verliebt:054:
Natürlich informiere ich mich immer wieder über diese Speziellen Rassen aber Informationen von anderen Haltern oder Leuten, die mit Galgos zu tun haben, welche kennen oder sonstwas sind natürlich auch Gold wert.

Also mich interessiert vor allem, ob ein Galgo in unseren Alltag passen würde und zu meiner Labrador-Münsterländer-Hündin Keule.
Und was Rassetypisch zu bedenken wäre.


OK. Hier mal mein Wissen (in äußerster Kurzform) und Fragen dazu (auch gerne berichtigen):

-Galgos brauchen nicht mehr Auslauf als jeder andere Hund mit "durchschnittlichen" Bedürfnissen, wichtig ist jedoch die Möglichkeit zum Kurzsprint.
Wie oft sollte diese Möglichkeit mindestens gegeben sein?

-Sie sind sensibel und vorsichtig, auch oft eigenwillig.
Wie sieht es mit der Erziehung aus? Kann ich mit Lob und Leckerie genausoviel erreichen (mit mehr Geduld) wie bei lernwilligen Hunden? Was tauchen da für Probleme auf?

Wie ist es mit dem alleine bleiben? Schwieriger oder hat das nix mit der Rasse zu tun?

Sie sind Fremden gegenüber vorsichtig...
- Wie ist es wenn mal jemand anderes zB übers Wochenende auf die Hunde aufpasst?

JAGDTRIEB...
- Oh oh, ich las berets öfters, das man den in den Griff bekommen kann, dass der Hund auch ohne Leine spazieren kann. Wenn er erstmal mit dem Jagen beginnt ist er meist nicht abrufbar. Was sagt ihr dazu?

Zu meiner Situation. Keule ist jetzt 7 Jahre alt. Super verträglich, fit und recht ruhig. Ist es ihr zuzumuten, so einen Sprinter ins Haus zu holen?



Mein Hund-Alltag:
Morgens kurz pullern, dann zur Arbeit.
11-12 Uhr geht mein Freund eine größere Runde spazieren.
Dann ist Keule alleine.
ca 16 Uhr komme ich, große Runde mit Spielen, Tricks, UO....
Dann meist im Garten oder Haus, zwischendurch Intelligenzspiele, Schmusen, Klickern, was halt so kommt.
Abends eine Runde spazieren, oft mit Ball spielen.

Keule ist 4 mal die Woche für etwa 4 Std alleine (Mitbewohner ist aber auch oft da), Samstag kommt sie mit auf die Arbeit.
Wir gehen öfters Wandern und machen manchmal Wanderurlaube. Wenn wir mal weg sind, wo sie nicht mitkann, ist sie bei der Mutti oder einem Freund.

Würde ein Galgo zu uns passen? Ich würde mich dem Galgo auch anpassen, aber ich kann meinen Alltag ja nicht völlig umstrukturieren. Ich würde gerne zusätzlich einmal die Woche zu Windhundtreffen gehen, wo er sich mit seinen Artgenossen austoben kann.

Sorry für den laaaaangen Text, aber diese ganzen Fragen schwirren mir ständig durch den Kopf. Ich hoffe auf Antworten
Danke vielmals!
 
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  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #2
Huhu,

ich selbst habe (leider) keine Galgos. Eine Freundin der Familie hat mittlerweile drei (eine äußerst mieserable Pflegestelle, sie behält die Hunde nämlich immer :D) und ich unterhalte mich recht oft mit ihr über diese Hunde. Sie hat die 2 (die dritte hab ich nur flüchtig gesehen und sie ist auch noch ganz neu) wirklich außerordentlich gut im Griff, wenn man bedenkt, wo sie herkommen. Spanierinnen mit Jagderfahrung, da sie dort als solche gehalten wurden, bis man sie dann abschob.

-Galgos brauchen nicht mehr Auslauf als jeder andere Hund mit "durchschnittlichen" Bedürfnissen, wichtig ist jedoch die Möglichkeit zum Kurzsprint.

Da die beiden, wie gesagt, Jagderfahrung haben und nur sehr schwierig abrufbar sind, trotz stetiger Übung, ist die Möglichkeit leider nicht so oft gegeben, wie es vielleicht am schönsten wäre. Sie versucht immer pro Spaziergang (3x am Tag geht sie mit ihnen mindestens 1 Stunde pro Spaziergang raus) sie einmal ein paar Minuten flitzen zu lassen. Leider geht das nur, wenn keine andere Hunde und Menschen in der Nähe sind bzw. nur Hunde, die sie kennen und die auch abrufbar sind, sonst pushen sie sich gegenseitig hoch.

Wie sieht es mit der Erziehung aus? Kann ich mit Lob und Leckerie genausoviel erreichen (mit mehr Geduld) wie bei lernwilligen Hunden? Was tauchen da für Probleme auf?

Da muss ich sagen, hab ich bisher keine größeren Schwierigkeiten gesehen, die irgendwie rassespezifisch sein könnten. Gut, ich trainiere aber auf dieselbe Weise wie sie und kenne es daher nicht anders. Falls du dir ein Notfellchen aus den südlichen Ländern holst, brauchst du, wie du selbst sagtest, einfach mehr Geduld. Laut, streng und schreien ist einfach nix für sie und dann hat man entweder die schnell beschwichtigenden Typen oder die, die auf Ignoranz schalten. Ich denke, das schwierigste wird der Rückruf sein, zumindest, wenn du nicht gerade den Welpen vom Züchter holst. Die Auslandshunde haben dann oft Jagderfahrung und das kann für dich Monate intensives Schleppleinentraining bedeuten. Aber sonst, was das Training im Haus angeht, würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. Wenn man einfach "normal" trainiert, sind das keine aufmerksamkeitsheischenden Hunde. Besagte Halterin arbeitet Zuhause viel mit dem Clicker, Suchspielen und überhaupt viel Kopfarbeit, trainiert aber auch jedem Hund beim Einzug an, was es bedeutet, wenn sie eine Ruhepause einlegt.

Was noch ein wenig schwierig sein kann, ist die Verträglichkeit. U.U. hab ich besonders viele Sensibelchen getroffen (hier laufen auf meinen Stammgassigängen mehrere Galgos rum), aber die meisten sind ziemlich ängstlich, was andere Hunde angeht. Es bedarf etwas Gewöhnung, bis andere Hunde ok sind. Da muss man dann einfach schauen, was man sich für ein Individuum holt. Zwar verstehen sich viele Hunde recht schnell mit den zukünftigen Mitbewohner, aber Hunde, die nicht zum Rudel gehören, scheinen manchmal schwierig zu sein.

Wie ist es mit dem alleine bleiben? Schwieriger oder hat das nix mit der Rasse zu tun?

Ne hat nichts mit der Rasse zu tun, das ist einfach Gewöhnungs- und Trainingssache.

Sie sind Fremden gegenüber vorsichtig...

Hab ich bisher nicht so erlebt. Als ich die Hunde das erste Mal kennenlernen durfte, haben sie sich sofort an mich geschmiegt und sich betüddeln lassen (eine lächelt mich immer an :D). Wie das aber bei anderen ist, weiß ich nicht, da ich fremde Hunde natürlich nicht anfasse, wenn ich schon merke, dass sie unsicher sind. Ich denke, das ist einerseits stark vom Charakter abhängig, aber andererseits auch ein wenig von der Haltung an sich. Eine Freundin von mir hat eine Setterhündin, die vor einigen Jahren zitterbibbernd aus Spanien adoptiert wurde und jetzt erkennt man sie nicht wieder. Jeder ist ihr willkommen, jeder darf sie streicheln, ich durfte sie sogar aus ihrem Haus entführen, als ich Dogsitting für meine Freundin betrieb ;) Sie kam ohne "Widerworte" mit mir mit. Selbiges gilt auch für die Galgos. Die mögen wirklich jeden. Es ist auch immer eine Sache des Vorlebens. Beide Halterinnen sind sehr weltoffene Menschen, kennen Gott und die Welt und die Hunde sind natürlich immer dabei. Wird sicherlich nicht der einzige Grund sein, wird aber seinen Teil dazu beitragen.

- Oh oh, ich las berets öfters, das man den in den Griff bekommen kann, dass der Hund auch ohne Leine spazieren kann. Wenn er erstmal mit dem Jagen beginnt ist er meist nicht abrufbar. Was sagt ihr dazu?

Grundsätzlich gilt für jeden Jäger, dass man ihn nie erst dann abrufen sollte, wenn er schom im Jagen ist. Deswegen muss man ihn immer gut beobachten und am besten reagieren schon bevor er richtig fixiert. Alles eine Sache der Beobachtung, irgendwann kennt man seinen Hund. Falls es ein Hund aus den südlichen Ländern wird, musst du dich evtl. mit dem Gedanken anfreunden, dass dein Hund (zumindest zur Brut- und Setzzeit) nicht richtig abrufbar ist und er an der Leine bleiben muss. Das kommt eben immer darauf an, ob er mal Gebrauchshund war oder von Anfang an als Welpe im Tierschutz saß und nur auf seinen Halter wartete und man es besser umlenken kann. So oder so kommt man um das Antijagdtraining nicht drumherum. Aber da es sehr vielseitig ist, macht es auch immer Spaß, finde ich. Vor allem, weil ich mich schon öfter davon überzeugen durfte, dass Galgos sehr intelligente Tierchen sind :) In diesem Fall hat dann ein Welpe natürlich seine Vorteile. Je eher man das anpackt, desto weniger Probleme bekommt man später. Ein Welpe wird in der Hinsicht leichter zu prägen sein, als ein Hund, der bereits Erfolge gesammelt hat. Da musst du dann einfach schauen, was euch besser passt, denn dafür macht ein Welpe bekanntermaßen in anderen Dingen viel Arbeit.

Zu meiner Situation. Keule ist jetzt 7 Jahre alt. Super verträglich, fit und recht ruhig. Ist es ihr zuzumuten, so einen Sprinter ins Haus zu holen?

Ich kenne Galgos selbst nur als friedfertige Tiere. Wenn du dich ausreichend um die Beschäftigung kümmerst, wird sich der Nervfaktor für deinen vorhandenen Hund sicherlich in Grenzen halten. Mit einem Terrier könnte es schwieriger werden, weil die auch manchmal einfach fies und gemein sind *pfeif* Galgos sind da irgendwie der andere Typ.

Ich denke, mit den Voraussetzungen passt ein Galgo! Das einzige, wo du dich bissi anpassen müsstest, wäre dann eben das Antijagdtraining, welches du auf jeden Fall einplanen solltest, sonst kann man das Rückruftraining direkt sein lassen ;) Es sei denn, du hast in der Beziehung genauso viel Glück, wie mit Keule, der trotz anspruchsvoller Kreuzung offensichtlich auch nicht so viel Training braucht ;) Aber bzgl. Reizangeltraining (gerade bei Sichtjägern wie dem Galgo enorm wichtig) würde ich mich auf jeden Fall einlesen. Wenn er dann auch gerne mit der Nase arbeitet, gibt es ja auch unglaublich viele Möglichkeiten, von Fährtentraining bis zum ZOS.

Sry für den langen Text :uups: Ich hoffe, ich konnte helfen ;)
 
  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #3
Die eine Galgohündin, die ich kenne, ist sehr nett, sensibel und freundlich. Mit anderen Hunden absolut verträglich, ohne stürmisch oder grob zu sein. Und zu Fremden ist sie zwar nicht aufdringlich und überschwänglich aber auch gar nicht schüchtern oder zurückhaltend.

Ableinbar ist sie aber gar nicht. Die Besitzerin hat ein Grundstück, auf dem sie rennen kann. Draußen geht es nicht, da sie nicht nur auf Sicht sondern auch auf Nase jagt.

Generell kenne ich hier in unserer Gegend aber gar keine ableinbaren Windhunde. Weder die Salukis noch die Afghanen, die es hier gibt.

Lediglich im Urlaub habe ich eine Whippethündin kenne gelernt, die nicht nur absolut super und pflegeleicht und brav und überhaupt war, sondern auch problemlos ableinbar. Mit ihr sind die Familienmitglieder immer abwechselnd gesprintet. Das hat der Hündin riesige Freude gemacht und hat ihr gereicht. Zusätzlich gab es normale Spaziergänge. Die Maus war total verträglich und unwahrscheinlich nervenfest und ausgeglichen auch mit den 3 wilden Jungs der Familie.
Deswegen wollte ich de Whippet als kleinen Geheimtipp nochmal mit einwerfen, da du ja meintest, dass du Windhunde generell toll findest.
 
  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #4
Hallo pewee! Du konntest mir sogar sehr helfen. Im Internet findet man zwar reichlich Rasseportraits aber persönliche Berichte findet man nur wenig und sie finde ich auch sehr wichtig.

Das klingt für mich so, als könnt ich den Anforderungen gerecht werden. Antijagdtraining würde ich auch machen. Ist nur eine Frage der Organisation. Beim Reizangeltraining könnte Keule zum Beispiel nicht dabei sein: aber sowas lässt sich ja regeln.
Ich müsste noch schauen wegen einem geeigneten Ort zum täglichen Sprint. Hier sind zwar genügend Wiesen aber die sind nicht eingezäunt. Mit Keule ist das kein Problem, bei dem Galgo kommt es dann darauf an wie gut er hört...

Da es ja Sichtjäger sind, unterscheiden sie zwischen Wild und anderem was sich schnell bewegt? Würden sie auch einem Fahrrad oder Joggern nach Jagen?
Das würde es natürlich problematischer machen.

Falls es ein Hund aus den südlichen Ländern wird, musst du dich evtl. mit dem Gedanken anfreunden, dass dein Hund (zumindest zur Brut- und Setzzeit) nicht richtig abrufbar ist und er an der Leine bleiben muss.

Damit kann ich Leben, das tu ich bei Keule auch wenn wir in Wildgegenden spazieren.

Noch eine Frage, habe gelesen, dass Galgos nicht so gerne lange Spazieren gehen. Ist es wirklich so? Wenn wir also mehrere Stunden wandern, ist es dem Hund zuviel?

Würde auf jeden Fall einen erwachsenen Hund nehmen aus einem Deutschen Tierheim oder Tierschutz. Möchte ihn unbedingt in Ruhe kennlernen und öfters Treffen. Er soll nicht ganz verstört von seiner Vergangenheit sein und zumindest sollte ein bisschen Grundgehorsam ihm nicht ganz fremd sein. Für einen ernsthaften "Problemhund" oder einen Welpen fehlt mir die Zeit und ich wäre wohl überfordert. Ein Opa oder eine Oma wäre aber auch ok.

Falls du empfehlenswerte Organisationen kennst oder ähnliches, wäre ich die auch hier für Infos sehr dankbar.
Aber wie gesagt, die Anschaffung eines zweiten Hundes hat auf jeden Fall Zeit und will guuuuuut überlegt sein.

Danke nochmal für die ausführlichen Infos!!!!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Stoffel, dir auch vielen Dank! Whippets find ich natürlich auch toll. Auch da werd ich mich noch mehr informieren.
Tja dass der Hund evtl nur mit Leine raus kann, fänd ich schon schade. Wenn er super Leinenführig ist, oder ich ihn dazu bringen könnte wäre es auch ok. Bin es schon gewohnt fast nur ohne Leine zu gehen und da fühlt man sich natürlich komisch wenn man einen Hund NUR an der Leine hat....
 
  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #5
Hey :) Ich melde mich dann auch mal zu dem Thema, weil Blacky selbst ein Galgomix ist und vom Wesen sehr viel davon abbekommen hat. Nur die Fellfarbe stammt wohl eher vom Dobi und auch das er nicht sooooo dürr ist wie die meisten windhunde.

Galgos brauchen nicht mehr Auslauf als jeder andere Hund mit "durchschnittlichen" Bedürfnissen, wichtig ist jedoch die Möglichkeit zum Kurzsprint.
Wie oft sollte diese Möglichkeit mindestens gegeben sein?
-- Wie oft der Hund auslauf braucht, hängt warscheinlich sehr vom Hund selbst ab. Wir gehen mit Blacky viel raus wo er dann rennen kann. Also meistens mittags und abends ne runde von jeweils 2 stunden und halt zwischen durch mal in den Garten bisschen spielen und laufen. Wenn wir alleine gassi gehen, rennt er auch viel aber das meiste kommt, wenn er mit anderen Hunden spielen darf. Leider haben die anderen nie bock zulaufen ( oder wir haben die falschen Hunde kennen gelernt ) aufjedenfall will er sie immer motivieren aber es kommt keiner. Dennoch gehe ich meistens mit einer freundin raus und deren Hund, so das er da viele kurze und lange sprints hinlegt.

-Sie sind sensibel und vorsichtig, auch oft eigenwillig.
Wie sieht es mit der Erziehung aus? Kann ich mit Lob und Leckerie genausoviel erreichen (mit mehr Geduld) wie bei lernwilligen Hunden? Was tauchen da für Probleme auf?
Blacky ist ultra sensibel. Sobald ein fremdes Geräusch zuhören ist oder es dunkel ist und er die Gegend nicht kennt oder wenn wir hier sehr angespannt sind weil ärger in der luft liegt, das merkt er sofort und hat dann angst und zittert richtig oder eben er verkriecht sich in seinem Körbchen. Und Ja er ist außerdem wenn er sich mal sicher fühlt, sehr eigenwillig. Ein Kommando ausführen ohne das es sich lohnt geht schonmal garnicht. Da wird dann einfach weggeguckt oder weggegangen, halt einfach komplett ignoriert. Als ob er nie etwas gehört hat. So mancheiner meinte schon: Komm, der hat das doch nie gelernt. Oh doch hat er. Denn sobald es ein kleines fitzelchen leckerlie gibt, kann er plötzlich alles. Selbst wenn man leise flüstert versteht er es.
Das heißt wenn wir gassi gehen, geht ohne leckerlie garnichts. Und auch die Erziehung klappte seeeeehr langsam und nur mit leckerlie. Oft war es so das er dann in der Hundeschule der einzige war der einfach abgehaun ist und sich erstmal das ganze Grundstück anguckte und die rufe komplett ignorierte. Die anderen mussten dann immer auf uns warten. Wir hatten den ruf weg.
Und lernen tut er auch nur dann wenn er grad mal lust dazu hat. Ansonsten geht er einfach und lässt sich nicht mehr dazu überreden. Esseidenn ein stück wurst oder Käse. Aber dann würd er warscheinlich irgendwann rollen ^^ weil leckerlie is nich gleich leckerlie


Wie ist es mit dem alleine bleiben? Schwieriger oder hat das nix mit der Rasse zu tun?
Das mit dem allein bleiben klappt wunderbar. Nur übernacht, wenn wir abends wo feiern sind und er bis nachts 3 uhr alleine ist, bekommt er solange kein Auge zu bzw ist dann unruhig. Aber das ist halt nur nachts. Am Tag stört ihn das garnicht

Sie sind Fremden gegenüber vorsichtig...
- Wie ist es wenn mal jemand anderes zB übers Wochenende auf die Hunde aufpasst?
Auf Blacky bezogen kann ich sagen das er sehr reserviert gegenüber anderen ist. Hektische Leute und Männer werden erstmal angeknurrt. Er ist wohl eher son Fraunhund wie man so schön sagt. Das heißt aber auch das er es nicht mag, wenn fremde ihn anfassen. Dann klemmt er den schwanz ein und möchte nur weg.
Das macht es bei Kindern schwierig. Die wissen oft nicht wie Hunde "ticken" und da kann man dann kein Gruppenkuscheln machen mit dem Hund.
Da würd ich meine Hand nicht für ins Feuer legen das da nichts passiert wenn er sich bedrängt fühlt. Und da er sehr sensibel ist, fühl er sich schnell bedrängt.



JAGDTRIEB...
- Oh oh, ich las berets öfters, das man den in den Griff bekommen kann, dass der Hund auch ohne Leine spazieren kann. Wenn er erstmal mit dem Jagen beginnt ist er meist nicht abrufbar. Was sagt ihr dazu?
Ähhhhh :D Ja der Jagttrieb ist wohl ziemlich vorhanden bei ihm. Aber er Jagt zum Glück nur auf Sicht. Geht also keinen Fährten oder so nach. Und wenn man nicht grade abends in der Dämmerung geht, kann man ihn auch ableinen. Aber sobald er was sieht ( Raben oder andere Tiere ) ist schluss. Dann hilft auch kein Kotlett mehr. Dann nützt alles rufen nichts mehr. Und er kommt erst dann wieder wenns wirklich kein sinn mehr für ihn macht bzw wenn das Wild ihn abgehängt hat. Zum Glück hat er noch nichts bekommen. Außer man paar ausgebuddelte Mäuse oder Maulwürfe.
Das heißt, wenn man selbst das wild eher sieht als er, kann man ihn anleinen ansonsten ists zuspät. Und früh morgens oder abends in der dämmerung oder im wald ist ableinen sowieso nicht drin. Dann würd man sich ein eigentor schießen ^^
 
  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #6
Da es ja Sichtjäger sind, unterscheiden sie zwischen Wild und anderem was sich schnell bewegt? Würden sie auch einem Fahrrad oder Joggern nach Jagen?

Man sieht auf jeden Fall beim Spielen einen großen Unterschied zwischen Sichtjägern und anders orientierten Hunden. Hanna reagiert innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde und bewegt ihren ganzen Körper dermaßen schnell. Das ist kaum zu beschreiben. Sie kriegt auch das Flattern einer Tüte aus x Metern mit, die Jerry und ich aufgrund der Entfernung nicht einmal ansatzweise beachtet hätten. Man sieht viel von der Welt mit einem Sichtjäger ;) Klar, die Gefahr ist theoretisch da, dass sie auch mal Joggern oder Radfahrern hinterher wollen. Das passiert im Regelfall aber nicht, wenn sie ausgelastet sind. Von meinen Eltern weiß ich, dass Hanna eine Zeit lang mal Tendenzen hatte, wo sie öfter mit ihr spazieren gegangen sind. Mein Freund konnte das bestätigen. Ich habs nie gesehen, bei mir macht sie das nicht, weil sie von mir Programm gewöhnt ist (sonst langweile ich mich selber auf Gassigängen. Win-Win-Situation ;)). Da muss man dann wirklich aufpassen, dass man das Training nicht schleifen lässt.

Noch eine Frage, habe gelesen, dass Galgos nicht so gerne lange Spazieren gehen. Ist es wirklich so? Wenn wir also mehrere Stunden wandern, ist es dem Hund zuviel?

Mh also meine Bekannte geht jetzt nicht unbedingt wandern, aber so 3 Stunden ist sie schon mindestens unterwegs täglich und eine andere Halterin mit Galgo, der ich öfter begegne, geht regelmäßig mit ihrer Hündin joggen. Ich denke schon, dass die was aushalten. Theoretisch sind die ja auch einige Stunden mit ihren Jägern unterwegs :eusa_think: Ich würde es vielleicht vom Individuum abhängig machen, mir nicht gerade einen Senior und/oder den ruhigsten aussuchen, der zur Auswahl stand. Persönlich kann ich mir rein gar nicht vorstellen, dass ein Hund nicht gerne und viel draußen an der frischen Luft ist und am besten noch bei seinem Rudel. Ihr holt euch ja nicht gerade einen Mops mit schwerwiegenden Atemproblemen ;)

Empfehenswert sind ja immer die Rassen-Nothilfen. Schau mal bei den Galgos in Not! Da kannst du vor allem auch sehen, welches aktuell in Deutschland und welche in Spanien warten. Wobei man sich natürlich darauf einstellen muss, dass wahrscheinlich 95% aller Galgos aus Spanien kommen und eine gewisse Vergangenheit haben könnten. Gerne hätte ich dir auch die Tierhilfe empfohlen, in der ich ab und an helfe, aber die haben hauptsächlich Mixe und vor allem vielen Podencos. Die sind in der Gegend wohl beliebter als Galgos. Da wirst du wahrscheinlich nicht fündig.
 
  • Galgo Espaniol und andere Windhundrassen Beitrag #7
danke euch beiden.
Hmmm, also ich habe mir schon ein paar schöne Tiere herausguckt. Ja, ne Vergangenheit in Spanien haben sie alle, aber das ist auch ok. Brauche keinen tollen Züchterhund, mir geht es schon auch darum einem Hund, der es in seinem Leben nicht so gut hatte, ein schönes Leben zu ermöglichen. Er sollte halt nur nicht zu verstört sein, dass ich ihn auch handeln kann. Ohne Hundetrainer und so. Da fehlt mir dann doch die Zeit zu.

Habe mich für einen Hund zwischen 3 und ca. 8 Jahren entschieden, der halt das pubertäre, wilde hinter sich hat und trotzdem noch kein geschwächter Opa ist. (Wobei ich gerne ein Gnadenbrot anbieten würde, wenn ich mich in so einen alten verlieben würde...)
Er sollte ein wenig Grundgehorsam haben, auf dem ich aufbauen kann.
Und er muss andere Hunde lieben (was fast alle tun).
Wenn der Jagdtrieb sich etwas in Grenzen halten würde, wäre es perfekt, muss aber nicht.

Habe mir mit den Kriterien ein paar Hunde, die mir sympathisch waren ausgesucht (aus galgohilfe-vereinen) und werde mich in den nächsten Tagen genauer über die Galgos informieren.

Ich mach mir nur Sorgen (falls ich einen mit extremen Jagdtrieb habe) wo ich ihn täglich frei rennen lassen kann. Es gibt hier in der Nähe einen Windhund-auslauf, aber mit geregelten Zeiten. Da würd ich 1-2 mal die Woche hingehen, aber für den Alltag? Irgendwann soll auch ein Haus mit großen Grundstück her, dann würde ich einen Hundeplatz bauen, aber wer weiß schon wann das passiert. Solange will ich eigentlich nicht warten.
Habt ihr da eine Idee?

Soviel Wildwechsel haben wir hier auch nicht, aber wild ist schon überall. Ich treffe aber auf der Standard-Gassi-Runde höchstens 3 mal im Jahr Rehe.
Aber das könnt ja auch schon zuviel sein stimmts? Aber vielleicht geht das trotzdem für einen kurzen Sprint von der Leine lassen... Naja kommt ja auch auf den Hund an.

Habt ihr noch irgendwelche tipps was ich noch checken sollte, bevor ich mich ganz FÜR die Anschaffung eines Galgos entscheide?

Wirklich vielen Dank für eure Antworten, das hilft mir alles sehr viel weiter!
 
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