- Zweitkatze dazuholen? Beitrag #1
B
Barbastella
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Hallo,
ich habe jetzt seit 4 Monaten eine Kater aus Spanien. Meine Frage ist jetzt, ob ich eine zweite Katze dazuholen sollte. Das wird ein längere Text, deswegen können alle Leute, die eh nur sowas schreiben wie "Hol dir ne zweite Katze, du Tierquälerin!!" ohne meine Situation verstanden zu haben, jetzt schon aufhören zu lesen. Für den Rest, hier ist meine Situation:
Ich habe ihn in einem spanischen Tierheim kennengelernt, wo er mir besonders dadurch aufgefallen ist, dass er sehr auf Menschen bezogen ist. Er lebte mit 100 anderen Katzen zusammen, hat aber immer eher die Nähe vom Menschen gesucht, als die von anderen Katzen. Meine Freundin, die in diesem Tierheim ein Jahr gearbeitet hat, hat es mir auch so gesagt. Allerdings wussten wir da noch nicht, dass er nicht kastriert ist, deswegen weiß ich nicht, wie das heute, wo er kastriert ist, wäre.
Er kam in das Tierheim, weil er halbtot gefunden wurde, musste ein halbes Jahr lang in einer kleinen Box von einer Flasche ernährt werden, sein ganzes Maul war entzündet. Als es ihm besser ging, hat er später nochmal Katzenschnupfen bekommen. Das alles hat meine Freundin kurieren können, heute ist er auch ein gesunder munterer Kater. Allerdings ist meine Freundin wieder nach Deutschland gegangen, weswegen ich beschlossen habe, ihn zu mir zu holen, obwohl ich weiß, dass es besser für ihn wäre, in einer größeren Wohnung zu wohnen (ich beschreibe sie gleich) und eine zweite Katze bei sich zu haben. Aber man weiß in dem Tierheim nie, wer sich grade um welche Tiere kümmert und als meine Freundin da angefangen hatte, waren wohl die meisten Katzen krank, weil sie zwar gefüttert wurden, aber keiner sich die Mühe gemacht hat, Medikamente zu geben. Da er es mir aber angetan hatte, habe ich ihn jetzt hier, bevor er wieder krank wird und wegen sowas stirbt. Es ist auch alles wunderbar, bis auf die Frage, die mir keine Ruhe lässt: Ob eine zweite Katze nicht doch besser für ihn wäre.
Ich bin Studentin und habe meistens schon mindestens 8 wache Stunden zu Hause. Ich beschäftige mich viel mit ihm und glaube auch, dass er soweit glücklich ist. Ich weiß, dass ich keine zweite Katze ersetzen kann, aber folgende Gründe halten mich ab, dass ich eine zweite hole:
1. Die Wohnung. ich wohne in einer Dachgeschosswohnung, die so ungefähr 30qm hat, direkt an einer Hauptstraße in einer größeren Stadt. Das heißt er kann auf keinen Fall raus und eigentlich würde ich da auch keine Katze halten, wenn die oben genannten Gründe nicht wären, es doch zu tun. Die Wohnung ist so geschnitten, dass sie aus drei Räumen besteht: 12qm Küche, 10qm "Wohnzimmer" und 8qm Schlafzimmer, das allerdings komplett eine Dachschräge hat. Die anderen beiden Räume sind sehr hoch. Im Wohnzimmer hat er einen Deckenhohen Kratzbaum und zwei Regale, auf denen er springen kann, in der Küche auch nochmal zwei hohe Regale, von denen zwei Ebenen ihm gehören. Außerdem gibt es keine Tabuzonen, auf den Schreibtisch kann er genauso wie auf die Spüle. Die Türen sind nie zu, er hat insgesamt zusammenhängend 10m Laufstrecke. Trotzdem kann ich wirklich nicht beurteilen, ob er sich auf dem engen Raum mit einer zweiten Katze verstehen würde, da es ja nicht so viele Möglichkeiten gibt, sich mal aus dem Weg zu gehen.
2. Natürlich das liebe Geld. Da kann man mir auch nicht so viel Rat geben, wie zu dem ersten Punkt, aber ich habe für ihn in den vier Monaten bei mir bereits 200 Euro Tierarzt bezahlt, die ich auch gerne bezahle, aber wenn sich das verdoppelt gibts bei mir leider nur noch Spaghetti mit Tomatensauce.
3. So ungefähr jeden Monat oder alle zwei Monate fahre ich nach Hause zu Mutti, die eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt wohnt. Ich habe ihn bisher immer mitgenommen, das klappt auch echt super, er kennt es jetzt da, sucht kurz sein Fressen und sein Katzenklo und geht danach seiner Katzenwege. Solange "sein Mensch" da ist, ist er glücklich. Ich habe ihn mal drei Tage alleine in der Wohnung gelassen und eine Freundin war zweimal am Tag da. Da hat er fast gar nichts gefressen und kam nichtmal unterm Bett vor, wenn sie da war, obwohl sie längere Zeit hier verbracht hat. Wenn ich dabei war, ist er auf sie zugegangen und hat sich von ihr streicheln lassen und alles. Mein eigentliches Problem: Mit ihm alleine kann ich Bus fahren und bei einer Mitfahrgelegenheit einsteigen und dabei noch eine Tasche transportieren. Aber zwei Katzen kann ich schwer transportieren. Außerdem möchte ich ein Auslandssemester machen, etc und das ist mit einer Katze alles leichter zu organisieren als mit zweien, wo er dann bleibt und so.
Gründe, warum ich jetzt trotzdem akut darüber nachdenke, eine zweite dazuzuholen:
Ich werde nächstes Semester ein weiteres Fach dazunehmen, verbringe also mehr Zeit in der Uni und möchte trotzdem abends mit Freunden weggehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich möchte auch nicht für immer Single sein und auch mal eine Nacht woanders schlafen können
Und folgende Optionen habe ich mir überlegt, zu denen es echt toll wäre, wenn ihr mir eure katzenkundige Meinung geben könntet:
1. Alles beim alten lassen und versuchen so viel Zeit wie möglich zu Hause zu verbringen, bis man in wahrscheinlich drei bis fünf Jahren eh umzieht und dann entweder eine größere Wohnung hat oder in einer wohnt, in der er raus könnte.
2. Zweite Katze dazuholen.
3. Meine Katze abgeben, z.B. wohin, wo er rauskann. Man merkt, dass er bereits gejagt hat und ich glaube, das würde ihm auch echt Spaß machen, wieder zu jagen und zu streunern, auch wenn das Wetter hier shclechter ist. Natürlich würde bei der Option mein Herz brechen und es wäre auch eine lange Suche nötig, bis man jemanden findet, der ihn mindestens genauso lieb hat wie ich.
Wenn ihr noch Fragen habt oder ich was wichtiges zu erwähnen vergessen habe, einfach raus damit. Ansonsten bin ich schon sehr gespannt, was ihr meint.
Liebe Grüße
ich habe jetzt seit 4 Monaten eine Kater aus Spanien. Meine Frage ist jetzt, ob ich eine zweite Katze dazuholen sollte. Das wird ein längere Text, deswegen können alle Leute, die eh nur sowas schreiben wie "Hol dir ne zweite Katze, du Tierquälerin!!" ohne meine Situation verstanden zu haben, jetzt schon aufhören zu lesen. Für den Rest, hier ist meine Situation:
Ich habe ihn in einem spanischen Tierheim kennengelernt, wo er mir besonders dadurch aufgefallen ist, dass er sehr auf Menschen bezogen ist. Er lebte mit 100 anderen Katzen zusammen, hat aber immer eher die Nähe vom Menschen gesucht, als die von anderen Katzen. Meine Freundin, die in diesem Tierheim ein Jahr gearbeitet hat, hat es mir auch so gesagt. Allerdings wussten wir da noch nicht, dass er nicht kastriert ist, deswegen weiß ich nicht, wie das heute, wo er kastriert ist, wäre.
Er kam in das Tierheim, weil er halbtot gefunden wurde, musste ein halbes Jahr lang in einer kleinen Box von einer Flasche ernährt werden, sein ganzes Maul war entzündet. Als es ihm besser ging, hat er später nochmal Katzenschnupfen bekommen. Das alles hat meine Freundin kurieren können, heute ist er auch ein gesunder munterer Kater. Allerdings ist meine Freundin wieder nach Deutschland gegangen, weswegen ich beschlossen habe, ihn zu mir zu holen, obwohl ich weiß, dass es besser für ihn wäre, in einer größeren Wohnung zu wohnen (ich beschreibe sie gleich) und eine zweite Katze bei sich zu haben. Aber man weiß in dem Tierheim nie, wer sich grade um welche Tiere kümmert und als meine Freundin da angefangen hatte, waren wohl die meisten Katzen krank, weil sie zwar gefüttert wurden, aber keiner sich die Mühe gemacht hat, Medikamente zu geben. Da er es mir aber angetan hatte, habe ich ihn jetzt hier, bevor er wieder krank wird und wegen sowas stirbt. Es ist auch alles wunderbar, bis auf die Frage, die mir keine Ruhe lässt: Ob eine zweite Katze nicht doch besser für ihn wäre.
Ich bin Studentin und habe meistens schon mindestens 8 wache Stunden zu Hause. Ich beschäftige mich viel mit ihm und glaube auch, dass er soweit glücklich ist. Ich weiß, dass ich keine zweite Katze ersetzen kann, aber folgende Gründe halten mich ab, dass ich eine zweite hole:
1. Die Wohnung. ich wohne in einer Dachgeschosswohnung, die so ungefähr 30qm hat, direkt an einer Hauptstraße in einer größeren Stadt. Das heißt er kann auf keinen Fall raus und eigentlich würde ich da auch keine Katze halten, wenn die oben genannten Gründe nicht wären, es doch zu tun. Die Wohnung ist so geschnitten, dass sie aus drei Räumen besteht: 12qm Küche, 10qm "Wohnzimmer" und 8qm Schlafzimmer, das allerdings komplett eine Dachschräge hat. Die anderen beiden Räume sind sehr hoch. Im Wohnzimmer hat er einen Deckenhohen Kratzbaum und zwei Regale, auf denen er springen kann, in der Küche auch nochmal zwei hohe Regale, von denen zwei Ebenen ihm gehören. Außerdem gibt es keine Tabuzonen, auf den Schreibtisch kann er genauso wie auf die Spüle. Die Türen sind nie zu, er hat insgesamt zusammenhängend 10m Laufstrecke. Trotzdem kann ich wirklich nicht beurteilen, ob er sich auf dem engen Raum mit einer zweiten Katze verstehen würde, da es ja nicht so viele Möglichkeiten gibt, sich mal aus dem Weg zu gehen.
2. Natürlich das liebe Geld. Da kann man mir auch nicht so viel Rat geben, wie zu dem ersten Punkt, aber ich habe für ihn in den vier Monaten bei mir bereits 200 Euro Tierarzt bezahlt, die ich auch gerne bezahle, aber wenn sich das verdoppelt gibts bei mir leider nur noch Spaghetti mit Tomatensauce.
3. So ungefähr jeden Monat oder alle zwei Monate fahre ich nach Hause zu Mutti, die eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt wohnt. Ich habe ihn bisher immer mitgenommen, das klappt auch echt super, er kennt es jetzt da, sucht kurz sein Fressen und sein Katzenklo und geht danach seiner Katzenwege. Solange "sein Mensch" da ist, ist er glücklich. Ich habe ihn mal drei Tage alleine in der Wohnung gelassen und eine Freundin war zweimal am Tag da. Da hat er fast gar nichts gefressen und kam nichtmal unterm Bett vor, wenn sie da war, obwohl sie längere Zeit hier verbracht hat. Wenn ich dabei war, ist er auf sie zugegangen und hat sich von ihr streicheln lassen und alles. Mein eigentliches Problem: Mit ihm alleine kann ich Bus fahren und bei einer Mitfahrgelegenheit einsteigen und dabei noch eine Tasche transportieren. Aber zwei Katzen kann ich schwer transportieren. Außerdem möchte ich ein Auslandssemester machen, etc und das ist mit einer Katze alles leichter zu organisieren als mit zweien, wo er dann bleibt und so.
Gründe, warum ich jetzt trotzdem akut darüber nachdenke, eine zweite dazuzuholen:
Ich werde nächstes Semester ein weiteres Fach dazunehmen, verbringe also mehr Zeit in der Uni und möchte trotzdem abends mit Freunden weggehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich möchte auch nicht für immer Single sein und auch mal eine Nacht woanders schlafen können
Und folgende Optionen habe ich mir überlegt, zu denen es echt toll wäre, wenn ihr mir eure katzenkundige Meinung geben könntet:
1. Alles beim alten lassen und versuchen so viel Zeit wie möglich zu Hause zu verbringen, bis man in wahrscheinlich drei bis fünf Jahren eh umzieht und dann entweder eine größere Wohnung hat oder in einer wohnt, in der er raus könnte.
2. Zweite Katze dazuholen.
3. Meine Katze abgeben, z.B. wohin, wo er rauskann. Man merkt, dass er bereits gejagt hat und ich glaube, das würde ihm auch echt Spaß machen, wieder zu jagen und zu streunern, auch wenn das Wetter hier shclechter ist. Natürlich würde bei der Option mein Herz brechen und es wäre auch eine lange Suche nötig, bis man jemanden findet, der ihn mindestens genauso lieb hat wie ich.
Wenn ihr noch Fragen habt oder ich was wichtiges zu erwähnen vergessen habe, einfach raus damit. Ansonsten bin ich schon sehr gespannt, was ihr meint.
Liebe Grüße
