Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie?

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  • Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie? Beitrag #1
Hufeisen97

Hufeisen97

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Hi Zusammen.
Ich reite schon Jahre lang und auch gut(glaub ich=))
Auf jeden fall habe ich eine Traberstute die auch Rennen gegangen ist, als Pflegepferd. Ich habe in Youtube mal ein paar Reitervideos angeguckt. Dann auf einmal finde ich ein Video von einem Traber der auch rennen gegangen ist und die auch sehr schüchtern und ängstlich vor allem besonders vor gerten und peitschen war. Genauso wie meine.
Sie hat dem Pferd die Gerte und Peitsche vorsichtig über den Körper geführt.
Hat sonst noch jemand ne Idee welche übungen ich machen kann dass sie nicht immer sofort angst hat oder hochschreckt oder änliches.
Auch wenn ihr habt hätte ich gern ein paar tipps, mit denen ich ihr vertrauen zu mir weiter stärken kann.
Danke schon mal im Vorraus.
Lg
 
  • Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie? Beitrag #2
Hallo! Also grundsätzlich ist alles, was du nicht vom Pferd aus machst Bodenarbeit:) Wenn sie sehr schreckhaft ist, bau doch einfach mal ein paar Sachen auf dem Reitplatz auf und zeig ihr alles in Ruhe. Lass sie dran riechen. Dann mal versuchen, an den Gegenständen vorbei zu laufen, drüber zu laufen oder was auch immer. Das nennt man Schrecktrainig. Dazu kannst du einfach z.B. ein paar Tonnen auf den Reitplatz stellen/Legen, ne Plastikplane, ein paar Standen, die du kreuz und quer auf dem Platz verteilst, Flatterbänder aufhängen, einen Regenschirm, leere Konserven, die klappern auch ganz toll. Sei kreativ. Im Prinzip kannst du für das Schrecktraining alles Mögliche verwenden. Die gemeinsame Aufgabe besteht dann quasi darin, dass das Pferd lernt, dir zu vertrauen und sich auf dich zu verlassen. Es muss also mit ganz viel Geduld an die fremden Dinge heran geführt werden und soll so lernen, dass es sich ruhig trauen darfst, weil du ja schließlich auch auf die komischen Dinge zu gehst.Dann wirst du es z.B. im Gelände auf Dauer auch einfacher haben.
Es gibt noch ein paar Übungen, die die Bindung und das Vertrauen enorm stärken. Dafür musst du echt auch auf die Körpersprache des Pferdes achten und die Reaktionen richtig deuten. Du kannst z.B. auf dem Platz mal probieren, ob das Pferd dir ohne wenn und aber folgt, wenn du es nicht am Führstrick hast. Tut es das nicht, nimmt es dich als "Leittier" nicht ernst und ihr müsst daran arbeiten. Dabei kann z.B. das Schrecktraining helfen, aber auch einfach Führübungen, bei denen du z.B. vom Boden aus das "weichen" oder Seitengänge übst. Auch kannst du üben, dass das Pferd in genügendem Abstand zu dir stehen bleibt. Viel Spaß euch beiden beim üben! Und berichte mal über die Fortschritte:)
 
  • Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie? Beitrag #3
Pferde haben ein enormes Gedächtnis. Sie vergessen einmal gelerntes nicht. Wenn dein pferd Angst vor der Fahrpeitsche hat, ist das nicht sooo das große Problem. Das Pferd kann lernen, dass eine Gerte keine Peitsche ist. Es kann auch lernen, dass eine Longierpeitsche keine Fahrerpeitsche ist.
Du machst das mit der Gewöhnung schon sehr gut, nur solltest du unbedingt darauf achten, wirklich lange genug zu üben. Bis das Pferd vollkommen (!) relaxt ist. Das Pferd muss lernen, dass es sich entspannen muss, sobald die Peitsche kommt.
Ich arbeite anfangs mit einem langen, flexiblen Stock ohne Schlag. Diesen lege ich beim Longieren auf den Pferderücken und der Stock geht nicht weg, dem Pferd erfährt dabei nur angenehmes (kein Ausbinden oder sonstige Zwangsmaßnahmen, außer der Trense bzw. Sidepull). Das Pferd wird so gezwungen sich mit dem Stock auf seinem Rücken auseinanderzusetzen. Der Stock wird dann zur Peitsche.
In der Bodenarbeit baue ich mit Stangen, Pylonen und anderen Hindernissen Dinge auf, die das Pferd zum Überlegen zwingen. Ich selber bewege mich um das Pferd, streichel viel und touchiere mit der Gerte, so dass das Pferd die Gerte als Hilfe ansieht. Anfangs touchiere ich erst mit der Hand und setze den Fuss, dann mit der Gerte.
Das Pferd lernt so, dass sowohl Gerte als auch Peitsche nichts mit dem Fahren auf der Bahn zu tun haben. Pferde machen Dinge an Situationen fest. Das bringt dich in die glückliche Lage, dem Pferd die Peitsche/Gerte in anderen Situationen als angenehm-entspannende Hilfe zu zeigen.

Bei allem Training und bei allem Erfolg wird das Pferd jedoch beim Fahren immer entsprechend hektisch auf die Peitsche reagieren.
Du musst als wie bei Allem von Grob nach Fein arbeiten.

Erstmal eine Situation herbeiführen in der die Gerte/Peitsche vollkommen anders eingesetzt wird (anfangs ist das meist, dass der Mensch etwas längeres in der Hand hält, dann das Geräusch usw.). Das Pferd entspannen.
Dann der ehemaligen Fahrsituation und den früheren Materialien und Geräuschen immer ähnlicher werden und das Pferd entspannen.
 
  • Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie? Beitrag #4
Vielen leiben Dank für die tollen Tipps. Natürlich schreibe ich hier wieder rein wenn es vortschritte gibt. Natürlich freue ich mich weiterhin auf Ratschläge. Lg
 
  • Mit Bodenarbeit zum Erfolg. Aber Wie? Beitrag #5
ja, das mit der peitsche,gerte,stick wie auch immer :D über den kopf ist die desinsibilisierung. Das heißt, dass du dein pferd, wenn du keinen druck mit der körpersprache aufbaust (also entspannt stehen, blick gesenkt halten) mit der Peitsche den körper reibtst und es lobst so dass es merkt dass das nichts schlimmes ist. Das kannst du verstärken so dass du nachher mit der peitsche auf den boden z.B. schlägst. Wenn dein pferd stehen bleibt lobe, wenn nicht druck NICHT nachlassen sondern so lange halten bis das pferd stehen bleibt. Natürlich nur laangsam anfangen, wenn deines so empfindlich ist ;)
 
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