Allgemeine Fragen zur Impfung

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  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #21
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  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #22
Ich hab es mal gegooglet:
Laut der Packungsbeilage kann es Katzen bis zur 12. Lebenswoche gespritzt werden, nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch zur Behandlung.
Also dürfte das bei Katzen auch mit zum Beispiel 6 Wochen geimpft werden. Allerdings dürfte man damit dann nur mit 6 und mit 10 Wochen impfen, laut Beilage nicht mehr mit 14 Wochen zum Beispiel, wenn man drei Impfungen gibt, da müsste man dann einen anderen Impfstoff nehmen.
Beim Hund gibt es das eben als Puppyimpfstoff ausgewiesen (zum Beispiel Nobivac Puppy), aber das scheint es dann ja auch bei Katzen zu geben.
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #23
So ich bin gerade dabei, dass Kapitel zum Thema impfen noch mal zu lesen im Buch von Frau Ziegler. Ich werde mal nebenbei alles Wichtige aufschreiben, was drin steht:

Es geht um den Fall der Katze Benita, die sozusagen zu Tode geimpft wurde und aufgrund eines Impfsarkoms eingeschläfert werden musste. Mit 9 Wochen bekam sie die erste Impfkombi bestehend aus Katzenschnupfen, -seuche, Chlamydien sowie gegen Katzenseuche und Tollwut. 4 Wochen später erfolgte die Nachimpfung, gegen Fip wurde später auch geimpft. Hinzu kam jährliches Nachimpfen. Nebenbei bemerkt ist Benita Wohnungskatze gewesen. Im Alter von 6 Jahren nach der Impfung trat dann das Sarkom auf. zunächst ging der TA von einem harmlosen Impfgranulom aus, später dann aber von einem Sarkom. Eine OP erfolgte, der Krebs trat aber wieder auf und die Familie lies ihre Katze schließlich schweren Herzens einschläfern.

Frau Ziegler erklärt dann weiter erst mal, wie genau es zu solchen Sarkomen kommt. Ich überspring den Teil mal, bei Interesse geb ich das auch noch wieder ;)

So nun zu den Ausführungen von Frau Ziegler im Buch (ich schreib das jetzt einfach mal nieder, wie es kommt, einiges dürfte sicherlich schon bekannt sein):

- Wohnungskatzen gegen Tollwut impfen, ist totaler Unsinn
- Grundimmunisierung von Tollwut ist mit einer Spritze abgeschlossen. Nachimpfen nach 4 Wochen ist nicht nötig. Die Wirkung hält auch mind. 3 Jahre

- Wohnungskatzen benötigen keine Leukoseimpfung, da Leukose nur von Tier zu Tier übertragen wird
- Leukoseimpfung nur für Freigängerkatzen und auch nur, solange die Katzen unter einem Jahr sind und vorher getestet wurden.
Leukose sei nur für Jungtiere gefährlich, je älter die Tiere sind, desto resistenter sind sie gegen den Virus. Auch geimpfte Katzen können bei Dauerkontakt erkranken, da selbst eine regelmäßige Impfung keinen dauerhaften Schutz bieten würde. Die natürliche Immunität sei besser, als die geimpfte
- lt. Prof. Ronald Schultz, führender Veterinärimmuloge weltweit (Universität Wisconsin, USA) stecken sich 90% aller Katzenwelpen bereits im Alter von unter 3 Wochen mit Leukose an, im Alter von einem Jahr beträgt die Rate der dauerhaften Infektionen nur noch 15%
- Über die Dauer des Impfschutzes von Leukose gibt es keine Studien, anzunehmen sei, dass sie deutlich länger als ein Jahr halte und die natürliche Immunität der Katze ohnehin besser sei, so dass jährliches Nachimpfen Unsinn sei

- Katzenseucheimpfung sollten alle Katzen erhalten, weil der Mensch den Krankheitserreger auch ins Haus einschleppen kann
- Impfschutz der Impfung ist gut, hält aber um vieles länger als ein Jahr
- Die Wissenschaftler Scott und Geisinger haben eine Studie über die Dauer der Immunität gemacht, die zeigte, dass Katzen nach zweimaliger Impfung mind. 7,5 Jahre geschützt sind ( so lange wurde geprüft, nach Meinung anderer führender US-Experten verleiht der Impfstoff lebenslange Immunität)
- jährliche Impfung also nicht notwendig, birgt nur Risiken der Nebenwirkungen, die den Impfschutz nicht erhöhen
- Titer Messungen wiederum bringen nichts, da die Höhe des Titers keine Aussage zum Impfschutz gibt. auch ganz geringe Titer sind in der Lage ausreichenden Schutz zu gewähren
- Impfstofffirmen rechtfertigen ihre Empfehlung zur Nachimpfung anhand von Titer Messungen, wo sie gesagt haben, dass ab einem bestimmten Titer kein Impfschutz mehr gegeben wäre
- Studie von Michael R. Lappin (Professor of Small Animal Medicin, Colorado State University, 2002) hat ergeben, dass die Höhe des Titers nicht aussagekräftig für den Impfschutz ist, auch Katzen mit kaum messbaren Titer waren bei Belastungsstudien geschützt.
- Grund hierfür seien die sogenannten Gedächtniszellen, die sich noch jahrelang an die Viren erinnerten könnten und bei Befall aktiv werden würde. Die Gedächtniszellen werden genau wie Antikörper gebildet, sind aber wohl nicht messbar bzw. nachweisbar Und das soll wohl für alle Impfungen gelten
-Titer Messungen seien damit nur sinnvoll, wenn man gucken möchte ob noch mütterliche Antikörper da sind um festzustellen, wann geimpft werden kann
- Impfschema von 3 Jahren sei daher auch völlig willkürlich, nach Scott und anderen Forschen reicht zweimalige Grundimmunisierung aus

- Katzenschnupfenkomplex besteht meist aus mehreren Komponente: Herpes-, Caliciviren, Bordetellabakterien und Chlamydien
- Schnupfenimpfung zeigt keine besondere Wirksamkeit besonders weil sich die Caliciviren immer verändern
- wenn unbedingt geimpft werden soll, dann genug die Grundimmunisierung bestehend aus zwei Teilimpfungen
- Forscher gehen aber davon aus, dass besonders aggressive Stämme von Caliciviren durch die Impfung sogar begünstigt werden.
- auch geimpfte Tiere können erkranken, weil sich die Erreger immer verändern. Vergleich mit Grippeschutzimpfung beim Menschen

- den für Fip verantwortlichen Coronavirus tragen fast alle Katzen in sich. Bricht nur bei Mutation aus
- Katzenwelpen infizieren sich im Alter von 4 bis 6 Wochen in erster Linie bei der Mutter
- Von der Impfung ist mangels erwiesener Wirkung abzuraten. Die Vakzime (aus Krankheitserregern außerhalb des Körpers hergestellte Impfstoffe) stehen sogar in Verdacht, Fip erst auszulösen bzw. den Ausbruch zu fördern
- da fast alle Katzen mit dem Coronavirus infiziert sind ist Impfung ohnehin sinnlos
- auch bei Virusfreien Katzen sei die Impfung zweifelhaft. Bei einer deutschen Studie in Tierheimen erkrankten 12 der 20 geimpften Katzen. Von den 20 ungeimpften erkrankten nur 10 Katzen

Frau Ziegler geht dann noch mal auf die Gedächtniszellen ein und vergleicht Impfungen bei Tieren mit den Impfungen beim Menschen, welche auch nur ein oder zweimal stattfinden und ein Leben lang halten.
Pharmafirmen bestimmen die Impfrate nach dem Titer, je höher der Titer sein muss, desto öfter müsste geimpft werden. Studien zeigen aber, dass Titerhöhe nicht aussagekräftig ist

Bei Hunden sieht es genauso aus, hierzu geh ich aber mal nicht genauer drauf ein;)

Danach bringt sie ein paar Zitate von Wissenschaftlern, welche sich gegen jährliche Wiederholungsimpfungen aussprechen

Schutz von Hund und Katze sei vor allen Dingen durch eine stabile Immunität gewährleistet, die durch sinnvolle Grundimmunisierung, durch gute Haltungsbedingungen und gesunde und artgerechte Ernährung erreicht würde.
Impfungen sind dagegen eben auch Medikamente und Medikamente haben Nebenwirkungen:

- anaphylaktische Schock = allergische Reaktion die die Organe angreift und die aufgrund von Kreislaufversagen auch tödlich enden kann
- Ödeme, Hauterkrankungen, Juckreiz und Autoimmunerkrankungen (auch der Schilddrüse) können entstehen
- Durchfall und Erbrechen
- Nervenentzündungen und Lähmungen
- Impfsarkome
- Hormonstörungen

Als nächstes schlägt sie das Impfschema vor, welches ich schon mal an anderer Stelle gepostet hab und was man auch auf ihrer Seite finden kann. Deswegen spar ich mir das an dieser Stelle auch mal ;)

Zum Schluss des Kapitels zieht sie noch Vergleiche mit der Impfung betreffend der Maul- und Klauenseuche, mit Masernimfpungen und Diphterie und empfiehlt noch ein Buch „Impfen - Das Geschäft mit der Angst“ von Dr. Med. G. Buchwald und stellt die Theorie vor, dass Impfung die Ausrottung von Masern und anderen Krankheiten verhindern würden.
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #24
Danke Lucian, dass du uns soviel Infos extra abgetippt hast. Ist wirklich sehr aufschlussreich und gut zu wissen. :023:
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #25
Wow, wenn ich das so sehe, ist das mächtig viel. Hoffe das das Lesen nicht allzu schwer fällt

Ich denke aber im Endeffekt sind diese Aussagen auch nicht das Non-Plus Ultra und so gut ich das Buch auch finde, finde ich dennoch auch Sachen, dei ich nicht so gut finde, also allgemein jetzt im dem Buch.

Frau Ziegler sieht viele Krankheiten als Hausgemacht an und ist ohnehin der Meinung, dass vieles dujrch gute, artgerechte Ernährung vermieden werden kann, wobei sie meienr Meinung anch barfen zu einfach darstellt.


Letztentlich ist Imfpen abe rauch ein Thema, wo ein Ottonormalverbraucher gar nicht beurteilen kann, was jetzt richtig ist und was nicht. Von daher empfehle ich an der Stelle lieber sich selbst zu informeiren und dann für sich zu entscheiden. Auch weil vieles auch von den Umständen abhängt in dem die tiere leben.
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #26
Also ich werde trotzdem dass von mir nach Rücksprache mit meinen Züchterinnen und meiner TÄ jetzt geplante Impfschema durchziehen. Meine Katzen sind grundimmunisiert, werden die ersten 3 Jahre durchgeimpft und danach gehen wir in einen Impfzyklus von 2-3 Jahren über, aber trotzdem hat mich diese Info noch bestärkt, dass ich auf jeden Fall nicht jährlich impfen möchte. Laut meiner TÄ ist das Immunsystem erst mit 2-3 Jahren richtig ausgebildet und sie hat auch schon extra mit dem Thema befasst.
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #27
Wow, danke Lucian, das ist wirklich informativ - und ich fühle mich in vielem bestätigt. Meine Katzen sind tatsächlich nur grundimmunisiert und danach nicht wieder geimpft worden. Bzw. Ferdl schon - als ich vor 4 Jahren oder so das erste Mal mit ihm beim TA war wegen Blasenentzündung hat die TÄ ihm einfach die Impfung reingejagt, ohne mich zu fragen :evil: Aber nein, meine werden nicht wieder geimpft. Ich denke das Risiko, die Seuche mit den Schuhen reinzuschleppen ist v.a. bei gesunden Katzen mit normalen Abwehrkräften echt schwindend gering, und wenn ich fremde Katzen gestreichelt hab wasch ich mir zuerst die Hände. Aber das muß auf jeden Fall jeder selber mit sich ausmachen!
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #28
Ich sage auch noch einmal danke für die ausführliche Erklärung! Es tut gut, das noch einmal mit einem so fachlichen Hintergrund zu hören!

Momentan bin ich bei mir bei einem Impfplan von 3-4 Jahren, theoretisch zumindest. Praktisch mag ich meiner Großen den Stress nicht mehr antun und bis auf Tollwut (war vor ein paar Jahren Gefahrengebiet hier) ist sie seit 6 Jahren auf nichts mehr geimpft worden.
Bei Flyt würde es dieses Jahr wieder anstehen, aber nachdem sie inzwischen geradezu Panik vor dem TA hat, denke ich schon darüber nach, das einfach erstmal gänzlich sein zu lassen. Sie hat die Grundimmunisierung und später nochmal Tollwut bekommen.
Tollwut werde ich wohl im Auge behalten müssen, aber der Rest kann dann wohl ruhig ausbleiben.

Die Angabe von 9 Jahren Impfschutz taucht in dem Buch nicht zufällig auch auf?
Ich habe die nämlich im Kopf, aber die Quelle verloren und weiß auch nicht mehr, auf welche Impfung genau sich diese Studie (oder was das war) bezogen hat.
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #29
leider nicht, obwohl ich diese zahl auch im kopf habe, kann aber sein das diese zahl aus einer Studie bezüglich Hunden kommt, denn wie gesagt hab ich selbst dabei die 7 und 9 Jahre im kopf, kann mir aber nicht merken was für wem zutrifft.

ich hab auch irgendwie im kopf das falscher Impfen, um zwar Tollwut und Schmupfen/Seuche zusammen zu einer Autoimmunerkrankung führen kann. ich war mir sicher es in diesen Buch gelesen zu habn, aber viel stand dazu nicht drin, vor allem Dingen nichts darüber, mit welcher Kombiimpfung das passieren kann. nur frag ich mich, wo ich dass dann gelesen habe und woher ich die 9 Jahre habe
 
  • Allgemeine Fragen zur Impfung Beitrag #30
Off-Topic
Die neun Jahre gelten auch beim Hund nicht, dort gehen Studien auch nur bis zu sieben Jahre Impfschutz und so wird in den USA auch geimpft ;).
 
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