Kleine Hilfestellung beim Dummytraining

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  • Kleine Hilfestellung beim Dummytraining Beitrag #1
WaldKatz

WaldKatz

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Hey ihr,

also vorweg: Das wird kein professionelles Dummytraining.
Das wird einfach erwas werfen und verstecken, und der Hund soll es aportieren.
Der Grund dazu ist einfach, dass mein Betelgeuse (französische Bulldogge) eine Beschäftigung brauchte, und da er beim Spazierengehen gerne mal Sachen rumschleppt, dachte Ich es wäre eine tolle Idee.
Er hat auch sichtlich Spaß daran :)

Ich habe mir viele Beiträge und andere Seiten durchgelesen, habe aber eben auf einige spezielle Sachen noch keine Antworten.

Kommando "Brings"
Wie mache Ich das am besten?
Also Ich werfe den Dummy, er flitzt auch freudig hinterher.
Sobald er ihn aufnimmt sage Ich "Brings".
Auf dem Weg zu mir feuer Ich ihn an und mache mich zum Hampel, eventuell wiederhole Ich das Kommando.
Sollte er sich neben mich hinlegen und dass Ding sezieren, gehe Ich ein paar Schritte weg und animiere ihn mit meinem "Brings" und Gesten zu mir zukommen, sobald er mir den Dummy gibt wird er belohnt.
Sollte er damit rumrennen, weise Ich ihn leicht mit der Schleppleine in meine Richtung.
Ist es richtig so?

Futter aus der Hand, oder dem Beutel?
Nun habe Ich gelesen, dass sich der Hund sein Leckerlie selbst aus dem Beutel nehmen soll, also Ich öffne den Beutel und halte ihn ihm hin.
Meine Sorge wäre nun aber, dass er, sobald er den Dummy geholt hat versucht alleine daran zu kommen!?
Was ist nun richtig, oder besser?
Selbstbedienen, oder Leckerlie entnehmen und ihm aus der Hand geben?

Wann wird es "ernst"?
Also die Anleitung in dem Dummy, war natürlich mehr als schlapp :eusa_doh:
Auf jeden Fall sind wir ja gerade erst beim Anfang "spielerisches Aportieren".
Meine Frage ist nun, wann Ich eine Stufe weitergehen kann.
Sprich dass er nicht sofort nachrennt, sondern Sitzen bleibt und erst geht wenn Ich es sage.
Geht das erst wenn er das "Brings" zu 100% drin hat?
Er kann doch eigentlich auch an der Schleppleine suchen, und falls er mich verfehlt kann Ich ihn immer noch lotsen, oder sehe Ich das falsch?

Beutel prall gefüllt, oder schlabberig?
Ein Beutel in dem nur wenige Leckerlies versteckt sind, der also schlabberig ist, soll den Hund eher dazu verführen damit rumzuspielen, und sich das Ding "um die Ohren zu hauen".
Stimmt das, oder spielt das keine Rolle?

Leckerlies, oder Trockenfutter?
Zur Zeit arbeiten wir mit Leckerlies.
Betelgeuse ist echt ne halbe Portion, also frage Ich mich ob das okay ist?
Er bekommt für jedes bringen ein Fingernagel großes Soft Herz.
Sollte Trockenfutter nötig sein, werde Ich ein anderes nehmen als dass, was Sie in ihren Napf bekommen, damit es etwas besonderes bleibt.
Wäre das okay?


So, Ich glaube Ich habe genug genervt, hoffe ihr könnt mir helfen :)
 
  • Kleine Hilfestellung beim Dummytraining Beitrag #2
Hallo! Da mir gerade langweilig ist, antworte ich einfach mal.

1) Kommando Brings

Ich würde es für den Anfang gar nicht so hoch ansetzen. Bei meinem hat es gut geklappt dass wir brings erst mit Spielzeug geübt haben. Also geschmissen ist er hin, gelobt. Irgendwann ist er hin und hat´s genommen - super! Ganz irgendwann dann in meine Richtung getragen war toll und wenn´s ganz zu mir war war´s ein Jackpot :D
Wenn du Clickerst kannst du das auch in den einzelnen Schritten clickern.

Das Dummytraining an sich war meinem Hund am Anfang nicht spielerisch genug. Also er hat´s einfach nicht eingesehen, dem Teil hinterher zu rennen wenn er gerade nicht im Spieltrieb war :D Deswegen erst mit Spielzeug.

Außerdem lernt er so erst gar nicht erst, mit dem Dummy rum zu rennen.


2) Futter sollte er aus dem Dummy kriegen. Bzw ist er zu verfressen kannst du auch etwas raus holen und auf den Dummy legen, wo er sich´s dann wegnehmen kann.
Klar wird er irgendwann mal versuchen, alleine da ran zu kommen ;) Musst du halt aufpassen. Wenn er mit dem Ding abhaut musst du hinterher und es ihm abnehmen. Im allgemeinen raffen die Hunde aber recht schnell, dass sie da ohne deine Hilfe nicht ran kommen und wissen ja, dass sie eh etwas bekommen wenn sie´s bringen.


3) Weiter würde ich erst gehen, wenn das Bringen sitzt. Auch um einfach nicht zuviel zu verlangen. Das geht aber relativ schnell wenn er erstmal begriffen hat was du von ihm willst :D

Das mit dem Sitzenbleiben würde ich aber auch nur ganz langsam aufbauen. Heißt, dass der Dummy dann noch nicht fliegt. Sondern nur leicht gerollt wird - oder der Hund macht Sitz bleib und du "versteckst" den Dummy so, dass er noch sehen kann wo und darf ihn dann holen.
Denk aber dran dass es dem Hund in erster Linie Spaß machen muss, gerade am Anfang. Deswegen lieber einmal öfter hinterherrennen lassen.

Bei den Verstecken ähnlich: Leichte Verstecke wählen am Anfang so dass der Hund auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis hat.

Bei meinem Hund muss ich das Dummytraining aber auch im Moment noch auf die Standard-Gassirunde beschränken. Im Wald könnte ich ihn gerade 1000mal verstecken/werfen. Findet er zwar lustig, rennt auch hinterher aber sobald er liegt kann man ja weiter schnüffeln... Damit kann man sich´s gut kaputt machen ;)
Also erstmal ohne viel Ablenkung üben, dann langsam steigern.

4) Der prall gefüllte Beutel war meinem Hund unheimlich und war auch nicht so gut zu greifen. Außerdem macht das totschütteln wohl mehr Spaß, wenn weniger drin ist :D
So viel Dummytraining, dass der Dummy von proppevoll bis leer ist geht ja eh nicht.

5) Am Anfang würde ich alles nehmen, was dem Hund schmeckt und ihn motiviert.
Da würde ich erstmal alles geben, später kann man immer noch auf TroFu umsteigen. Wenn du dir Sorgen um die Kalorien machst kannst du ja aber auch getrocknete Hühnchenstreifen oder sowas nehmen.

Denk dran, auch mal Jackpots zu geben! Wenn er irgendwas besonders toll macht - also den Dummy auf geradem Weg wieder zu dir bringt oder ihn dir zufällig in die Hand gibt. Meiner hat allein durch 3 oder 4 Jackpots verstanden, dass ich den Dummy in die Hand will, mehr war da gar nicht nötig.

Ganz wichtig: Achte auf deinen Hund und verlange nicht zu viel von ihm. So wie du gerade klingst bist du schonmal sehr motiviert :) Damit es euch lange Spaß macht ist es aber jetzt wichtig, einen Gang zurück zu schalten und das langsam zu üben so dass auch der Hund Spaß hat und ihn behält :)
 
  • Kleine Hilfestellung beim Dummytraining Beitrag #3
Hallöchen,

find ich tolle, dass du dich ans Apportieren wagst! Muss ja nicht professionell sein, um dem Hund eine Freude zu machen und ihn auszulasten :001:

1. Da möchte ich mich gerne Infano anschließen. Ich habe es eigentlich ähnlich gemacht. Jedes Spielzeug, welches sie schon kannte, wurde genutzt, um das Apportier-Kommando einzuführen. Lag aber auch daran, dass ich relativ lange gebraucht habe, dass Hanna den Dummy überhaupt apportiert, weil sie damals keinen Sinn darin sah (quietscht ja nicht, das olle Teil :D). Da habe ich praktisch zwei Dinge gleichzeitig geübt. Damals nahm ich dafür noch keinen Clicker, weswegen es länger dauerte, bis ich sie zum Apportieren bekam. An anderer Stelle habe ich dann das Bring geübt.

2. Ich lasse auch eigentlich lieber aus dem Dummy fressen, weil das für mich dem eigentlichen Sinn entspricht. Ich gehe aber bei Jerry dazu über, dass ich es teilweise auch aus der Hand gebe. Der Grund ist, dass dieser Hund meistens leider viel weiter denkt als ich es erwarte (offensichtlich lerne ich einfach nicht dazu, was seine Auffassungsgabe angeht^^) und er schaffts gerne auch mal, sich absichtlich dermaßen im Dummy zu "verfangen", dass er schon das halbe Ding leergefressen hat, bevor ich seinen dicken Schnabel rausbefördert habe. Mit ihm mache ich aber auch nicht direktes Dummytraining (sondern nur eine "Light-Version"), von daher finde ich das nicht so tragisch, es auch mal mit der Hand aus dem Dummy zu nehmen und dann ihm zu geben. Wenn möglich, würde ich es aber vermeiden ;)

3. Auch da schließe ich mich Infano an. Wobei man das "bleib" generell auch schon ohne Dumymtraining beibringen kann. Ich hab das z.B. mit anderem Spielzeug oder einfach als Kommando mit Leckerchen beigebracht. Wenn man es richtig anstellt, unterscheidet der Hund durchaus zwischen Dummy und Spielzeug. Man könnte z.B. das "bleib" setzen, 2 Schritte zurückgehen, den Hund loben und zu sich rufen, Leckerchen geben oder eben ein Spielzeug nach Wahl nehmen und mit ihm spielen. So lernt er eben auch schon spielerisch, dass es sich lohnt, wenn man "bleibt". Ich habe auch damit angefangen, erst den Dummy/das Spielzeug nur vor den Hund zu legen, in nächster Stufe dann ein wenig damit zu wedeln, dann etwas weggerollt, dann auch mal geworfen. Langsam steigern eben.

4. Diese Erfahrung konnte ich nicht machen. Meinen Hunden wars egal, wie voll der Dummy ist, damit sie ihn nur apportieren. Ich hab aber auch diesen und nicht diesen "sackähnlichen" Dummy. Da fällt das ohnehin nicht auf, wie voll der ist, da er eigentlich immer dieselbe Form hat (ist so ein bisschen "gefüttert").

5. Finde ich ok, wie du es vorhast. Ich mach da alles rein, was die Hunde gut finden (außer NaFu oder arg breiiges, das krieg ich kaum rausgewaschen. Würde ich lieber für Futtertuben verwenden). Käse, TroFu, harte Leckerchen, softe Leckerchen, Stücke von Denta-Sticks usw. Meistens aber diese normalen Kaustreifen, die es von jeder Marke gibt oder selbstgebackene. Die haben sich irgendwie etabliert und die kann man gut kleinreißen. Musst du mal auf sein Gewicht gucken und ggf. in der Anfangszeit das noch vom Futter abziehen, weil man anfangs meistens wesentlich mehr Futter gibt als später.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Kleine Hilfestellung beim Dummytraining Beitrag #4
Hey,

Ich dachte ja nicht, dass Ich hier nochmal was hoere :)
Das ist ja mittlerweile auch schon zwei Monate her, und wir sind zufrieden so wie es laeuft :)

Als Fuellung verzichte Ich auf Nassfutter, Ich faends etwas unschoen und er freut sich ueber Leckerlies.
Der Beutel ist "normal" gefuellt und er darf ihn schuetteln - mich stoert es nicht, und er hat Spaß.

Mittlerweile machen wir das auch beim Spaziergang:
Er moechte erst eine halbe Stunde schnuppern, aber wenn er dann den Dummy nur sieht ist er Feuer und Flamme :)
Der klettert wie eine Bergziege (wobei Ich natuerlich auf das Verletzungsrisiko achte!) und sucht wie ein Profi!
Das "Bring" ist nicht 1000%ig, aber Ich finde es nicht sooo schlimm.
Meistens klappt es, sollte er den Dummy selten mal neben mich legen, gehe Ich drei Schritte weg und gebe das Kommando wieder - dann bringt er es toll!

Kommando Bleib kann er, nur in dieser Situation ist der Reiz sehr hoch. Mittlerweile klappt das aber - er springt nur manchmal noch aus dem Sitz auf.. dann muss er aber wieder absitzen und auf mein Kommando warten.

Es ist halt alles nicht 100% wie ihr hoert, aber es ist ja "nur Spaß".

Rein interessehalber:
Ich habe diese Beschaeftigung gewaehlt weil er super gerne Sachen rumtraegt. Das Dummytraining macht mir richtig Spaß, und wenn Ich sehe wie motiviert und Feuer und Flamme er ist, war es das Beste was wir tun konnten.

Jetzt gibt es aber doch manchmal so Rassetypische Beschaeftigungen: die einen schwimmen fuer ihr Leben gern, andere Hueten, aportieren oder machen Nasenarbeit etc..
kennt ihr irgendwas was typisch fuer franzoesische Bulldoggen waere?
Ich kenne da nichts..
 
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